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„Nur noch mit Gewalt an der Macht“: Merz sieht iranische Staatsführung „faktisch am Ende“
Schah-Sohn Pahlavi drängt USA zum Eingreifen im Iran + Wadephul fordert härtere Sanktionen gegen Teheran + Russland verurteilt Einmischung „ausländischer Mächte“ im Iran + Der Newsblog.
Stand:
Seit Ende Dezember 2025 kommt es im Iran zu Massenprotesten. Sie hatten sich ursprünglich an der schlechten Wirtschaftslage und den hohen Lebenshaltungskosten entzündet, richten sich inzwischen aber vor allem gegen die Führung des Landes. Das iranische Regime reagiert auf die anhaltenden Proteste mit brutaler Gewalt und hat das Internet abgeschaltet. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran finden Sie in unserem Newsblog.
Hinweis: Angaben aus dem Iran sowie Bilder und Videos aus der Region lassen sich oft nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse im Land zu vermitteln.
Merz rechnet mit baldigem Ende der iranischen Staatsführung
Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iranerinnen und Iraner gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo beziffert die Zahl der Toten seit Ausbruch der Proteste Ende Dezember auf inzwischen mindestens 648. Auch das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA sprach von knapp 650 Toten. Darunter seien 505 Demonstranten – unter ihnen neun Kinder – und 133 Militär- und Polizeibeamte. (dpa)
Schah-Sohn Pahlavi drängt USA zum Eingreifen im Iran
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Erste Reaktion aus Moskau: Russland verurteilt Einmischung „ausländischer Mächte“ im Iran
Russland hat jüngste Drohungen der USA über ein mögliches Eingreifen im Iran als Einmischung „ausländischer Mächte“ kritisiert. Moskau verurteile „nachdrücklich einen weiteren Versuch ausländischer Mächte, sich in die inneren Angelegenheiten des Iran einzumischen“, berichteten russische Staatsmedien am Montag unter Berufung auf den Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Sergej Schoigu.
Demnach telefonierte Schoigu mit dem iranischen Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani. Es handelt sich um die erste Reaktion Moskaus auf die anhaltenden Proteste im Iran. Angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten hatten die USA Teheran zuvor mit militärischem Eingreifen gedroht. (AFP)
Botschafter europäischer Länder im Iran einbestellt
Der Iran hat nach Solidaritätsbekundungen europäischer Regierungschefs für die Proteste im Land nach eigenen Angaben Botschafter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien ins Außenministerium einbestellt.
In einer Mitteilung des staatlichen Rundfunks hieß es, man habe bei dem Treffen Videos der Unruhen gezeigt. Die „gewalttätigen Handlungen“ hätten die Grenzen friedlicher Demonstrationen überschritten. Eine Anfrage an das Auswärtige Amt blieb zunächst unbeantwortet.
Das Außenministerium in Paris bestätigte die Einbestellung des Botschafters. Irans Außenminister Abbas Araghtschi habe mit den europäischen Botschaftern die aktuellen Entwicklungen in dem Land thematisiert. Die europäischen Botschafter hätten ihre Besorgnis nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, hieß es in Paris.
Aus London gab es keine ausdrückliche Bestätigung für die Einbestellung. Aus Regierungskreisen hieß es lediglich, der Botschafter habe einen geplanten Termin im iranischen Außenministerium in Teheran wahrgenommen.
Die britische Außenministerin Yvette Cooper hatte zuvor den Mut insbesondere der Demonstrantinnen gelobt. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit seien fundamentale Rechte, so Cooper. Sie fügte hinzu: „Der Ausübung dieser Rechte sollte niemals mit der Drohung mit Gewalt oder Repressionen begegnet werden.“ (dpa)
Mindestens 648 Demonstranten seit Beginn der Proteste im Iran getötet
Bei der Niederschlagung der Proteste im Iran sind nach den jüngsten Angaben einer Menschenrechtsorganisation mindestens 648 Demonstranten getötet worden, darunter neun Minderjährige. Einigen Schätzungen zufolge gebe es sogar mehr als 6000 Todesopfer, teilte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre im Iran sei es aber „äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen“.
IHR-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam rief die internationale Gemeinschaft auf, „die zivilen Demonstranten vor den Massentötungen durch die Islamische Republik zu schützen“. (AFP)
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