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U.S. President Donald Trump is interviewed by Reuters White House correspondent Steve Holland (not pictured) during an exclusive interview in the Oval Office in the White House in Washington, D.C., U.S., January 14, 2026. REUTERS/Evelyn Hockstein     TPX IMAGES OF THE DAY

© REUTERS/Evelyn Hockstein

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Putin ist angeblich bereit: Trump macht Selenskyj erneut für Verzögerung des Friedensprozesses verantwortlich

Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew + Notstand für ukrainischen Energiesektor erklärt + Ukraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung bis Mai + Der Newsblog.

Stand:

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Benjamin Reuter

Trump macht Selenskyj erneut für die Verzögerung des Friedensprozesses verantwortlich

In einem Interview mit Reuters wirft der US-Präsident dem ukrainischen Präsidenten vor, eine Beendigung des Krieges in der Ukraine zu verzögern.

Seiner Ansicht nach sei der russische Präsident Wladimir Putin zu einem Abkommen bereit. „Ich denke, er ist bereit, einen Deal zu machen“, sagte Trump über Putin. „Ich denke, die Ukraine ist weniger bereit, einen Deal zu machen.“

Auf die Frage, warum von den USA geführte diplomatische Bemühungen bislang nicht zur Beendigung des größten Landkriegs in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg geführt hätten, antwortete Trump: „Selenskyj.“

„Wir müssen Präsident Selenskyj davon überzeugen, das zu unterstützen“, fügte er hinzu. (Valeriia Semeniuk)
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Sandra Lumetsberger

Polens Regierungschef rügt Trumps Äußerung zu Selenskyj

Polens Regierungschef Donald Tusk hat die Äußerung von US-Präsident Donald Trump kritisiert, wonach der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ein Hindernis für den Abschluss einer Friedensvereinbarung sei. 

Nicht Selenskyj, sondern Russland sei es gewesen, das den von den USA vorbereiteten Friedensplan abgelehnt habe, schrieb Tusk auf X. „Die einzige Antwort Russlands waren weitere Raketenangriffe auf ukrainische Städte.“ Die einzige Lösung sei mehr Druck auf Russland. „Das wisst ihr alle.“ (dpa)

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Sandra Lumetsberger

Türkei verlegt Kampfjets nach Estland und Rumänien

Die Türkei plant im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung die Entsendung von Kampfjets nach Estland und Rumänien. Von August bis November 2026 sollen türkische Jets in Estland stationiert werden, wie das Verteidigungsministerium in Ankara mitteilt. Daran schließe sich bis März 2027 ein Einsatz in Rumänien an. 

In den vergangenen Jahren hatte die Türkei bereits ähnliche Missionen in Polen und Rumänien übernommen. Die Nato verstärkt ihre Luftverteidigung, nachdem es nach Angaben des Bündnisses wiederholt zu Verletzungen des Luftraums durch Russland gekommen ist. Die Türkei richtet im Juli den nächsten Nato-Gipfel aus. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Seit Beginn der Heizperiode hat Russland 256 Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur durchgeführt

Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU berichtet, dass zwischen Anfang Oktober und Mitte Januar 256 russische Luftangriffe auf Energie- und Wärmeversorgungsanlagen registriert wurden. 

Laut SBU werden diese Angriffe als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft, da Russland gezielt Lebensbedingungen schaffe, die auf die Zerstörung eines Teils der Zivilbevölkerung abzielen. 

Insgesamt seien seit Beginn der Heizperiode 11 Wasserkraftwerke, 45 Heizkraftwerke, zusätzlich 49 Wärmekraftwerke und 151 Umspannwerke angegriffen worden. Besonders betroffen waren Einrichtungen in Kyjiw und der Region sowie in Charkiw, Odesa, Dnipropetrowsk, Sumy, Mykolajiw und Tschernihiw. Jeder Angriff sei laut SBU ein kombiniertes Vorgehen mit zahlreichen Drohnen und Raketen gewesen. (Valeriia Semeniuk)

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Sandra Lumetsberger

Polens Regierung ist besorgt über zunehmende Cyberangriffe auf Energieinfrastruktur

Polens Regierungschef Donald Tusk hat wegen anhaltender Cyberangriffe auf die Energieinfrastruktur eine kurzfristige Krisensitzung einberufen. Laut dem Portal „Europejska Prawda“ kam es in den vergangenen Wochen zu mehreren Sabotageversuchen, die das Energiesystem destabilisieren sollten. 
Der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalminister Krzysztof Gawkowski sagte im Radiosender „RMF24“, Polen sei Ende Dezember „sehr nahe“ an einem großflächigen Stromausfall gewesen. 
Die Angriffe hätten darauf abgezielt, die Stromversorgung gezielt zu stören. Gawkowski bezeichnete den Vorfall als schwersten Angriff auf die Energieinfrastruktur und machte Russland dafür verantwortlich. (Valeriia Semeniuk)
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Benjamin Reuter

Russische Truppen versuchen, in die Region Saporischschja vorzudringen

Im Gebiet um Stepnohorsk erzielen russische Streitkräfte lokale Geländegewinne. Laut Analysten des ukrainischen OSINT-Projekts DeepState setzen die russischen Truppen auf eine Infiltrationstaktik mit kleinen Infanteriegruppen, um sich in Ortschaften festzusetzen und schrittweise weiter ins Landesinnere vorzudringen. 

Diese Vorgehensweise ähnelt der Taktik auf dem Frontabschnitt bei Pokrowsk in der Region Donezk, bei der russische Einheiten einzelne Stellungen „absorbieren“ statt großangelegte Angriffe zu führen.

In Stepnohorsk dringen russische Soldaten vor allem über die südlichen Stadtrandgebiete ein, versuchen dort Stellungen auszubauen und auf Verstärkung zu warten. Ukrainische Einheiten gingen ähnlich vor und verhinderten bislang, dass Russland die eroberten Abschnitte dauerhaft stabilisieren konnte.

Laut Einschätzung von DeepState werde die Lage für die ukrainische Seite durch winterliche Wetterbedingungen erschwert. Nebel, Kälte und Schneefall behindern den Einsatz von Aufklärungsdrohnen und ermöglichen den russischen Einheiten verdeckte Bewegungen innerhalb der ukrainischen Verteidigungslinien. (Valeriia Semeniuk)
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Benjamin Reuter

Moskau berechnet angebliche Kriegsschäden durch die ukrainischen Streitkräfte

In einem Interview mit TASS teilte der Vorsitzende des russischen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, mit, die ukrainischen Streitkräfte hätten im Donbas sowie in russischen Grenzregionen Schäden in Höhe von rund 706 Milliarden Rubel (etwa acht bis neun Milliarden Euro) verursacht.

Laut der russischen Darstellung seien die Schäden durch militärische Aktionen der Ukraine entstanden. Moskau spricht in diesem Zusammenhang von einer rechtlichen Erfassung und Bewertung der mutmaßlichen Zerstörungen.

Die ukrainische Regierung wies die Vorwürfe zurück. Wie das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine im Messenger-Dienst Telegram mitteilte, handele es sich um eine weitere Informationsmanipulation des Kremls. Moskau versuche gezielt, die Ursachen des Krieges auszublenden und die Verantwortung umzudeuten.

Das Zentrum betonte zudem, dass der Donbas vor 2014 kein Kampfgebiet gewesen sei. Es habe weder großflächige Zerstörungen noch tausende Todesopfer gegeben. Diese seien erst infolge des russischen militärischen Eingreifens entstanden. „Der Kreml versucht, der Ukraine die Folgen der eigenen bewaffneten Aggression zuzuschreiben“, erklärte das Zentrum. (Valeriia Semeniuk)
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Benjamin Reuter

Russland verbreitet Falschmeldungen über angebliche „Munitionslager“ in Wohnhäusern von Cherson

Russische Besatzungskräfte verbreiten gezielt Desinformationen über angebliche Munitionslager der ukrainischen Armee in Wohnhäusern der Stadt Cherson. Damit wollen sie weitere Angriffe auf die zivile Infrastruktur rechtfertigen. In den Stadtteilen Tawrijskyj und Korabelnyj werden Flugblätter verteilt, die vor einer angeblich „hohen Explosionsgefahr“ für Zivilisten warnen.

Wie der Leiter der Chersoner Militärverwaltung, Oleksandr Prokudin, in seinem offiziellen Telegram-Kanal mitteilte, handelt es sich dabei um frei erfundene Behauptungen, die Teil einer russischen Informationsoperation sind. Prokudin betonte, dass in der Region bereits mehr als 40.000 Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude beschossen wurden, und stellte die rhetorische Frage, ob Russland in jedem dieser Objekte ein „Munitionslager“ oder gar eine „NATO-Basis“ verorte. (Yulia Valova)
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Benjamin Reuter

Studie: Nur vier Prozent der Ukrainer bewerten ihren mentalen Zustand als gut

Mehr als die Hälfte der Ukrainer steht täglich unter Stress. Nur 4,1 Prozent von ihnen bewerten ihren allgemeinen mentalen Zustand als sehr gut, während 34,3 Prozent ihn als schlecht oder sehr schlecht einschätzen. Gleichzeitig geben 57,4 Prozent der Befragten an, nahezu täglich Stress oder Angst zu verspüren, weitere 26,1 Prozent ein- bis zweimal pro Woche. Dies geht aus einer jährlichen Umfrage der medizinischen Informationsplattform Helsi hervor, die Anfang 2026 durchgeführt wurde.

Den Ergebnissen zufolge berichten 36,8 Prozent der Teilnehmenden von anhaltender Apathie und 44 Prozent von einem zeitweisen Verlust der Motivation. Lediglich 4,9 Prozent fühlen sich nach eigenen Angaben dauerhaft stabil und aktiv. Insgesamt sind somit fast drei Viertel der Befragten regelmäßig mit Stress oder Angstzuständen konfrontiert.

Die Studie zeigt zudem einen klaren Zusammenhang zwischen Kriegserfahrungen, Lebensbedingungen und psychischer Belastung. Befragte aus Regionen mit regelmäßigen Angriffen leiden deutlich häufiger unter täglichem Stress, Schlafstörungen und chronischer Erschöpfung als Personen ohne direkte Kriegserfahrung. An der Umfrage nahmen rund 3.000 Personen aus verschiedenen Regionen der Ukraine teil. (Yulia Valova)
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Julia Hoene
Author Julia Hoene

Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew scharf

Die ukrainische Führung schaltet sich in die bereits seit Tagen andauernde Notlage der Hauptstadt Kiew ein. Zugleich kritisierte Präsident Wolodymyr Selenskyj das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko. 

Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem russischen Luftangriff am vergangenen Freitag außer Gefecht gesetzt worden, was für Hunderttausende Menschen den Ausfall von Heizung, Strom und Wasser bedeutete. 

Auch andere ukrainische Städte haben durch russische Attacken auf ihre Energieversorgung einen Blackout erlitten. Die Angriffe zielen nach Kiewer Auffassung darauf ab, die Städte im Frost unbewohnbar zu machen.

Die Regierung habe die Lage in Kiew, Odessa, Dnipro, Krywyj Rih und Charkiw besprochen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Wir sehen, dass viel gemacht worden ist, – insbesondere in Charkiw, wo sich die lokalen Behörden vorbereitet haben“, sagte er. „Kiew hat leider deutlich weniger getan. In der Hauptstadt wurde sehr wenig unternommen.“ Auch jetzt gingen die Reparaturarbeiten dort nicht intensiv genug voran, kritisierte er.

Das Eingreifen der Regierung in Kiew und damit in Klitschkos Zuständigkeit bedeutet aber auch, dass ein alter politischer Konflikt wieder aufbricht. Selenskyj und Klitschko waren bei der Präsidentenwahl 2019 Konkurrenten. Trotz des Burgfriedens, der wegen des Krieges innenpolitisch in der Ukraine herrscht, gibt es immer wieder Sticheleien zwischen den beiden.

Klitschko gestand bei einer eigenen Krisensitzung mit seiner Verwaltung ein, dass die Hauptstadt in der schwierigsten Lage seit Kriegsbeginn sei. Anfangs habe es in 6000 Wohnblocks, der Hälfte des Bestands, keine Heizung gegeben, sagte er. Immer noch seien 400 Wohnblocks unbeheizt, aber man hoffe, sie bald wieder ans Fernwärmenetz zu bekommen. (dpa)

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Christoph Zempel

Selenskyj kündigt Notstand für ukrainischen Energiesektor an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt einen Notstand für den Energiesektor des Landes an. Damit wolle er die Probleme bei der Stromversorgung nach den anhaltenden russischen Angriffen auf die Infrastruktur angehen, schreibt Selenskyj auf der Social-Media-Plattform X auf Englisch. Es werde daran gearbeitet, die Stromimporte in die Ukraine deutlich zu erhöhen. (Reuters)
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Sandra Lumetsberger

Moskau macht Kiew für Angriff auf griechischen Tanker im Schwarzen Meer verantwortlich

Das russische Verteidigungsministerium hat die Ukraine für den Angriff auf einen griechischen Tanker im Schwarzen Meer am Dienstag verantwortlich gemacht. Der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker 'Matilda' sei etwa 100 Kilometer vor der Stadt Anapa von zwei ukrainischen Drohnen angegriffen worden, erklärte das Ministerium am Mittwoch auf Telegram. Im Schwarzen Meer sei ein Notsignal empfangen worden.

Kiew reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe. Die Ukraine hat immer wieder Energieinfrastruktur in Russland ins Visier genommen – als Vergeltung für die seit fast vier Jahren anhaltende Großoffensive Russlands in der Ukraine, bei der zehntausende Menschen getötet worden sind.

Am Dienstag hatte Athen Drohnenangriffe auf die zwei griechischen Öltanker „Matilda“ und „Delta“ gemeldet. Einer der Tanker war demnach auf dem Weg nach Russland, um dort mit Öl aus Kasachstan befüllt zu werden. Das russische Verteidigungsministerium erwähnte die „Delta Harmony“ nicht. (AFP)

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Sandra Lumetsberger

Ukraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung bis Mai

In der von Russland angegriffenen Ukraine sind das geltende Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung bis Anfang Mai verlängert worden. Für beide Gesetzvorlagen stimmte jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten. Die Entwürfe waren von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. (dpa)

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Sandra Lumetsberger

Neuer ukrainischer Verteidigungsminister will Armee reformieren

Das ukrainische Parlament ernennt den bisherigen Digitalminister Mychajlo Fedorow zum neuen Verteidigungsminister. Der 34-Jährige kündigt an, die Armee mit Innovationen und Reformen zu stärken. „Unser Ziel ist es, das System zu verändern: die Armee zu reformieren, die Infrastruktur an der Front zu verbessern, Lügen und Korruption auszumerzen und Führung und Vertrauen zu einer neuen Kultur zu machen“, sagt Fedorow vor den Abgeordneten. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

EU will Ukraine-Hilfen aufteilen

Die EU will die bewilligten Finanzhilfen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro aufteilen. Ein Drittel soll in den allgemeinen Haushalt fließen und zwei Drittel in militärische Ausrüstung, sagt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel. Die 60 Milliarden Euro für das Militär sollen ihr zufolge hauptsächlich für den Kauf von Ausrüstung aus europäischen Ländern verwendet werden. „Wir machen wirklich einen nächsten Schritt bei unserer Unterstützung, um eine stärkere und stabilere Ukraine aufzubauen“, sagt sie. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Selenskyjs Team unter neuer Führung im Präsidialamt: Wer bleibt – und wer steht auf dem Prüfstand

Nach dem jüngsten Personalwechsel im Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj führt nun Kyrylo Budanow, bisher Chef des militärischen Geheimdienstes, das Präsidialamt. Laut „RBK‑Ukraine“ sind vorerst keine größeren Umbesetzungen geplant; Budanow wolle die Arbeit des bestehenden Teams schrittweise prüfen.

Mehrere Schlüsselpersonen bleiben im Amt: Serhij Kyslyzja behält seine Rolle für internationale Kontakte und mögliche Friedensgespräche, Pawlo Palisa koordiniert weiterhin den militärischen Bereich, und Iryna Mudra soll sogar zusätzliche Aufgaben übernehmen. Auch die Zuständigkeiten von Ihor Brusylо (Protokoll) und Olena Kowalska (humanitäre Fragen) bleiben stabil.

Unklar ist die Zukunft anderer Führungskräfte wie Iryna Wereschtschuk, Wiktor Mykyta und Ihor Schowkwa, der möglicherweise ins Außenministerium wechseln könnte. Besonders umstritten bleibt Oleh Tatarow, zuständig für Sicherheits- und Strafverfolgungsfragen. 

Seine Rolle wird seit Jahren kritisiert – unter anderem wegen seiner Vergangenheit in der Janukowytsch‑Ära und wegen Vorwürfen aus der Antikorruptionsszene, er nehme Einfluss auf Ermittlungsbehörden. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger

Razzia in Parteibüro von ukrainischer Ex-Regierungschefin Timoschenko

Die Nationale Antikorruptionsbehörde der Ukraine hat laut ihrem „offiziellen Telegram-Kanal“ einen Anfangsverdacht gegen Julia Timoschenko, die Vorsitzende der Fraktion Batkiwschtschyna, bestätigt. 

Die Ermittler werfen ihr vor, Abgeordneten Vorteile für loyales Abstimmungsverhalten angeboten und versucht zu haben, daraus einen regelmäßigen, systematischen Mechanismus zu machen. Grundlage ist Artikel 369 Absatz 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches; die Vorermittlungen laufen weiter.

In der Nacht vor der Veröffentlichung durchsuchten NABU und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft das Parteibüro in Kyjiw. 

Timoschenko bezeichnet die Aktion als politisch motiviert und sprach auf Facebook von „bewaffneten Männern“, die das Gebäude ohne gültige Dokumente besetzt hätten. Laut ihr wurden Telefone, Unterlagen und persönliche Ersparnisse beschlagnahmt. Sie weist alle Anschuldigungen zurück.

Die 65-Jährige führt die drittstärkste Fraktion im Parlament. Sie prägte jahrzehntelang die ukrainische Politik, war zweimal Ministerpräsidentin und scheiterte dreimal bei Präsidentschaftswahlen. Ihre frühere Haftstrafe zwischen 2011 und 2014 war international als politisch motiviert kritisiert worden. (Yulia Valova/dpa)

Bild: Ukrinform/dpa
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