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Erfahrung mit prominenten Fällen: Assange-Anwalt verteidigt Maduro vor Gericht

Söder nennt Kritik an Maduro-Festnahme „Hysterie“ + US-Spionageflugzeug vor Mexikos Küste + Delcy Rodríguez als Interimspräsidentin bestätigt + Der Blog.

Stand:

In einer beispiellosen Militäroperation haben US-Eliteeinheiten Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro in der Nacht zu Samstag in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht. Über alle aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie im Liveblog.

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Jean Mikhail

Söder nennt Kritik an Maduro-Festnahme „Hysterie“

CSU-Chef Markus Söder hat die Kritik in Deutschland an der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als teilweise hysterisch kritisiert. „Die zum Teil Hysterie, die es in Deutschland darüber gibt, kann ich nicht nachvollziehen“, sagte er bei der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. Es sei gut, „dass Maduro weg ist“, betonte er. (dpa)
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Jean Mikhail

Assange-Anwalt Barry Pollack verteidigt Maduro vor Gericht

Die Verteidigung des von den USA entmachteten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat der New Yorker Star-Anwalt Barry Pollack übernommen. Der 61-jährige Jurist gilt als äußerst erfahren im Umgang mit prominenten Fällen. Unter anderem war er als Anwalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange tätig und erwirkte 2024 dessen Freilassung. Einen ersten Vorgeschmack auf seine Verteidigungsstrategie lieferte er am Montag bei Maduros erster Anhörung vor Gericht in New York: Pollack stellte „die Rechtmäßigkeit seiner Entführung“ durch das US-Militär in Frage.

Für Assange handelte Pollack damals einen Deal mit dem US-Justizministerium aus: Assange bekannte sich der Weitergabe von Militärgeheimnissen schuldig und wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, die er bereits abgesessen hatte. Dadurch durfte der Wikileaks-Gründer nach Jahren der Haft in Großbritannien in seine Heimat Australien zurückkehren und entging so einer Auslieferung an die USA. (AFP)
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Jean Mikhail

USA: Schnelle Maßnahmen für mehr Öl-Förderung möglich

US-Innenminister Doug Burgum widerspricht der Darstellung von Experten, dass ein Hochfahren der venezolanischen Ölförderung Jahre benötigen dürfte. „Einige Maßnahmen könnten sehr schnell umgesetzt werden“, behauptete Burgum beim Sender Fox. „Die geschäftlichen Möglichkeiten hier sind wirklich enorm.“ 

Dagegen sagt Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffanalyse bei Goldman Sachs, es sei kaum vorstellbar, die Förderung im nächsten Jahr um mehr als 300.000 bis 400.000 Barrel pro Tag zu steigern. Grund sei der marode Zustand der Infrastruktur. Es werde bis zum Ende des Jahrzehnts dauern, bis Venezuela eine Fördermenge von 1,5 Millionen bis zwei Millionen Barrel pro Tag erreiche. (Reuters)
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Jean Mikhail
Venezuelas Generalstaatsanwalt wirft USA Terrorismus vor
Nach dem US-Angriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat der Generalstaatsanwalt des südamerikanischen Landes den Vereinigten Staaten Terrorismus vorgeworfen. „Der Militäreinsatz ohne eine Kriegserklärung oder eine Resolution des UN-Sicherheitsrats stellt eine illegale bewaffnete Aggression terroristischen Charakters dar“, sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab. Die Festnahme von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores erfülle zudem den Tatbestand der Entführung. 

Die USA stützen sich auf eine interne Rechtsmeinung aus dem Jahr 1989, die ursprünglich für die Festnahme des panamaischen Präsidenten Manuel Noriega verfasst wurde. Demnach dürfen US-Behörden eine Person, die in den USA wegen eines Verbrechens angeklagt ist, auch im Ausland festnehmen. Offiziell wird dies als eine Art „Polizeiaktion“ deklariert, basierend auf einer Anklage wegen Drogenhandels aus dem Jahr 2020. (dpa, Tsp)
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Jean Mikhail

Venezuela fordert von US-Gericht Immunität für Maduro

Venezuelas Generalstaatsanwalt Tarek Saab fordert von dem zuständigen US-Gericht, die Immunität von Präsident Nicolas Maduro als Staatsoberhaupt anzuerkennen. Der US-Richter müsse zudem feststellen, dass die USA für das Verfahren juristisch nicht zuständig seien. Maduro bekannte sich am Montag vor dem Gericht nicht schuldig. Der Prozess soll Mitte März fortgesetzt werden. Saab kündigt zudem eine Untersuchung der Todesfälle während der US-Militäraktion am Wochenende an, bei der Maduro gefangen genommen wurde. (Reuters)
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Jean Mikhail

Festnahmen von Journalisten in Venezuela auch unter neuer Regierung

Auch unter den neuen Machthabern geht die venezolanische Regierung massiv gegen Journalisten vor. Laut nationaler Pressegewerkschaft SNTP wurden am Rande der konstituierenden Sitzung der Nationalversammlung in Venezuela am Montag (Ortszeit) zahlreiche Journalisten verhaftet.

„Die Zahl der am 5. Januar festgenommenen Journalisten und Pressemitarbeiter ist auf 14 gestiegen“, heißt es in einer auf der Onlineplattform X verbreiteten Stellungnahme der Gewerkschafter. Elf gehören demnach internationalen Medien und Agenturen an, einer nationalen Medien. Vier seien freigelassen worden, die anderen zehn befinden sich der Gewerkschaft zufolge weiterhin in Haft, „einige davon unter den Umständen eines gewaltsamen Verschwindens“. (KNA)
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Benjamin Reuter
Ein Ölfeld in Venezuela. 
Ein Ölfeld in Venezuela.    Bild: REUTERS/Carlos Garcia Rawlins
Ölförderung in Venezuela: US-Regierung setzt Termine mit Unternehmen an
Die US-Regierung will zeitnah Treffen mit großen Ölfirmen ansetzen, um sie zu Investitionen in Venezuela zu bewegen. Das berichtet die US-Nachrichtenseite „Politico“. Donald Trump hatte kurz nach der Gefangennahme des früheren Machthabers Nicolás Maduro versprochen, dass die US-Ölfirmen Milliarden in Venezuela investieren würden. 
Die Ölförderung im Land ist seit der erzwungenen vollständigen Verstaatlichung der Ölunternehmen unter Hugo Chávez in den 2000er-Jahren drastisch gesunken. Faktisch kontrolliert die Armee heute den staatlichen Ölförderer Petróleos de Venezuela. Die Fördertechnik ist veraltet und vielfach kaputt. In den frühen 2000er-Jahren dominierten US-Unternehmen die Förderung in Venezuela. Von den einstigen US-Unternehmen ist nur Chevron geblieben, das unter einer Sondergenehmigung der US-Regierung auch Öl exportieren darf.  

Die US-Regierung hat auch eine Idee, wie sie die Investitionen in Venezuela anschieben will: Die US-Ölfirmen würden nur für ihre Verluste durch Chavez' Verstaatlichung kompensiert, wenn sie jetzt in dem Land investieren. Die nötigen Investitionen, um die Ölförderung wieder auf ihr einstiges Maximum zu bringen, sind wohl rund 180 Milliarden Dollar und rund zehn Jahre Arbeit, schätzen Branchenanalysten. Allein um die aktuelle Fördermenge von rund einer Million Fass pro Tag über die nächsten 15 Jahre zu garantieren, würden rund 50 Milliarden Dollar notwendig. 

Ob der Plan der US-Regierung aufgeht, ist dabei offen. Denn aktuell ist der Ölpreis mit rund 50 Dollar vergleichsweise niedrig, Investitionen lohnen sich deshalb kaum. Zudem ist die politische Lage in Venezuela immer noch angespannt. Das würde es für Versicherungen schwierig machen, die Investitionen abzusichern. Aktiengeführte Unternehmen könnten bei Hochrisikoinvestments zudem Probleme mit ihren Anteilseignern bekommen. Das Weiße Haus plant deshalb wohl eine Art Investitionsgarantie für die Unternehmen. 

Hinzu kommt: Es gibt kaum noch für die Ölförderung ausgebildetes Personal in Venezuela. 
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Christoph Zempel
Offenbar US-Spionageflugzeug vor Mexikos Küste gesichtet 

Nach dem Sturz des venezolanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro wächst in Lateinamerika die Nervosität. Laut „Bild" wurde vor Mexikos Küste ein US-Aufklärungsflugzeug des Typs P‑8 Poseidon registriert – eine Maschine der US-Marine, die für Spionage- und U-Boot-Jagdmissionen ausgerüstet ist. Das Flugzeug war demnach im Bundesstaat Washington gestartet und entlang der US-Westküste in Richtung Mexiko geflogen.

Ob es sich um einen Routineflug handelt, ist unklar. „Bild" verweist darauf, dass eine solche Maschine auch kurz vor dem Zugriff auf Maduro in der Karibik eingesetzt worden sei. Die Sorge, die USA könnten weitere militärische Schritte in der Region vorbereiten, wächst deshalb bei Beobachtern. 


US-Präsident Donald Trump hadert seit Langem mit der Sicherheitslage in Mexiko und kritisiert den Einfluss der Drogenkartelle, Migration und fehlende staatliche Kontrolle. Nach dem Zugriff auf Maduro erklärte er, es müsse „etwas unternommen werden mit Mexiko“.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte Trumps Angebot zurückgewiesen, das US-Militär stärker im Anti-Drogen-Kampf einzusetzen. Experten warnen vor einem militärischen Vorgehen gegen Kartelle, das „extrem schwierig“ wäre. (Tsp)

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Bettina Funk

Top-Demokrat kritisiert US-Vorgehen in Venezuela als Wunschdenken

Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hat die Pläne der US-Regierung, Venezuela vorübergehend zu führen, als vage und auf Wunschdenken beruhend kritisiert. Er habe keine Zusicherungen erhalten, dass die US-Regierung in anderen Ländern nicht dasselbe versuchen würde, sagte der Senator am Montagabend (Ortszeit) nach einem Briefing der Kongressführer. Das Briefing sei zwar sehr umfassend und lang gewesen, habe aber weitaus mehr Fragen als Antworten aufgeworfen. (dpa)
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Bettina Funk

Venezolanische Oppositionsführerin Machado will „so schnell wie möglich“ in ihre Heimat zurückkehren

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado will nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA „so schnell wie möglich“ wieder in ihre Heimat zurückkehren. Das sagte sie dem Moderator Sean Hannity vom US-Sender Fox News am Montag (Ortszeit) von einem unbekannten Ort aus. Sie fügte hinzu, dass sie die kurz zuvor vereidigte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez als „eine der Hauptverantwortlichen für Folter, Verfolgung, Korruption und Drogenhandel“ halte.

Weiter sagte Machado, dass ein „freies Venezuela“ das Land zum „Energiezentrum“ von Nord- und Südamerika machen werde. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Hartes Durchgreifen: Venezuela sucht nach Kollaborateuren des US-Angriffs
Nach der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela fahndet die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, wurde über ein am Montag (Ortszeit) veröffentlichtes Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands erklärt.

Angeblich sollen auch in den Straßen Autos und Handys sowie Social-Media-Accounts von Passanten durch Sicherheitskräfte durchsucht werden. Jeder, der über den Angriff der USA spreche, sei potenziell verdächtig, heißt es in den Sozialen Netzwerken.

In verschiedenen US-Medien hieß es zuvor, dass das US-Militär bei der Kommandokation am Wochenende offenbar Unterstützung vor Ort hatte. Unter anderem soll eine Person im direkten Umfeld von Maduro konstant Informationen über seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort übermittelt haben. 

Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen. (mit dpa)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Zeugen: Schüsse nahe Präsidentenpalast in Venezuela 
Zwei Tage nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA und nur Stunden nach der Vereidigung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez sind nach Angaben von Augenzeugen Schüsse in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores in Caracas zu hören gewesen. Die Lage sei unter Kontrolle, hieß es am Montagabend aus der Regierung nahestehenden Kreisen. 

Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Unbekannte Drohnen seien in der Nähe des Präsidentenpalastes geflogen, daher hätten Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Auch dem Tagesspiegel wurde von Quellen vor Ort bestätigt, dass es Unruhen im Regierungsviertel gebe. 

Im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in den Straßen der Hauptstadt Caracas zu sehen. Ein argentinischer Nachrichtenkanal auf Youtube zeigte zudem Bilder von Personen nahe des Präsidentensitzes, die in der Nacht von Sicherheitskräften offenbar nach Hause geschickt wurden. 

In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schießereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich – aber mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Tage ist das Land besonders nervös. (mit dpa)
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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin Venezuelas vereidigt

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden. Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab. „Ich werde nicht ruhen, bis Frieden und Ruhe für die Republik gewährleistet sind“, sagte die 56-Jährige bei ihrer Vereidigung durch ihren Bruder, den Parlamentspräsidenten Jorge Rodríguez. 

Sie tue dies „im Namen aller Venezolaner“, sagte Rodríguez. Sie verurteilte erneut die „Entführung“ Maduros und seiner Ehefrau Cilia Flores, die von den USA als „Geiseln“ festgehalten würden. 
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nimmt am 5. Januar 2026 in Caracas an einer Sitzung der Nationalversammlung teil, um als Präsidentin Venezuelas vereidigt zu werden.
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nimmt am 5. Januar 2026 in Caracas an einer Sitzung der Nationalversammlung teil, um als Präsidentin Venezuelas vereidigt zu werden.   Bild: AFP/Frederico Parra
Venezuelas Oberster Gerichtshof hatte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Sonntag den autoritären Präsidenten Maduro in Caracas gefangenen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht.

Die venezolanische Regierung betrachtet Maduro weiterhin als legitimen Staatschef und kritisierte seine Festnahme durch die USA als völkerrechtswidrige Entführung. Laut der venezolanischen Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar. (dpa/AFP)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause
Einer Umfrage von Reuters/Ipsos zufolge befürwortet jeder dritte US-Bürger – 33 Prozent – den Militäreinsatz in Venezuela. Zugleich äußern 72 Prozent die Sorge, die USA könnten sich zu sehr in dem südamerikanischen Land engagieren. Die Erhebung von Sonntag und Montag zeigt eine parteipolitische Spaltung: Während 65 Prozent der Republikaner den von Präsident Donald Trump befohlenen Einsatz unterstützen, sind es bei den Demokraten elf Prozent und bei den Unabhängigen 23 Prozent. In den USA finden Anfang November Kongresswahlen statt, bei denen Trumps Republikaner ihre vergleichsweise knappe Mehrheit in beiden Kammern verteidigen müssen. (Reuters)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause
Vor dem Gerichtsgebäude in New York haben sich Unterstützer von Nicolás Maduro versammelt und fordern dessen Freilassung.
Menschen protestieren vor dem Gerichtsgebäude gegen US-Angriffe auf Venezuela und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.
Menschen protestieren vor dem Gerichtsgebäude gegen US-Angriffe auf Venezuela und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.   Bild: REUTERS/Shannon Stapleton
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.   Bild: AFP/Timothy A. Clary
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.   Bild: AFP/Timothy A. Clary
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Daniel Krause
Author Daniel Krause
Venezolanische Abgeordnete skandieren Parolen zur Unterstützung Maduros
Die Abgeordneten aus dem Regierungslager haben am Montag im venezolanischen Parlament Parolen zur Unterstützung des in den USA festgehaltenen Präsidenten Nicolás Maduro skandiert. „Vamos Nico!“ (deutsch: „Auf geht’s, Nico!“) riefen zahlreiche Abgeordnete bei der konstituierenden Sitzung des Parlaments nach der umstrittenen Wahl im vergangenen Mai. „Vamos Nico“ war einer der Slogans von Maduros Parteienbündnis bei der Wahl.

Der Alterspräsident des venezolanischen Parlaments, Fernando Soto Rojas, sprach angesichts der Festnahme Maduros von einer „barbarischen, hinterlistigen und feigen Attacke faschistischer Art“. Der „Imperialismus“ der USA sei der „wichtigste und grundlegendste Feind des venezolanischen Volkes, der Region und der Welt“, fügte er hinzu. US-Präsident Donald Trump gebe vor, „Staatsanwalt, Richter und Polizist der Welt zu sein“, sagte der Alterspräsident und betonte, Venezuela werde „alle Solidarität mobilisieren“, um den „legitimen“ Präsidenten Maduro in den venezolanischen Präsidentenpalast zurückzuholen.

Unter den Abgeordneten befand sich auch Maduros Sohn, Nicolás Maduro Guerra, genannt „Nicolasito“ (deutsch: „kleine Nicolás“), der im Parlament unter Applaus empfangen wurde.  „Wenn wir die Entführung von Staatschefs normalisieren, ist kein Land mehr sicher. Heute ist es Venezuela, morgen kann es jedes andere Land sein, das sich nicht unterwirft“, sagte Maduro Guerra im Parlament. „Ohne Völkerrecht gilt in der Welt wieder das Recht des Stärkeren.“ Maduro Guerra sprach der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez seine „bedingungslose Unterstützung“ aus und sagte, Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores würden „eher früher als später“ nach Venezuela zurückkehren.

Rodríguez’ Bruder Jorge wurde während der Sitzung am Montag als Parlamentspräsident wiedergewählt. Das Regierungsbündnis dominiert die Nationalversammlung und stellt 256 der 285 Abgeordneten. (AFP/dpa)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Update (19 Uhr): Maduro plädiert vor US-Gericht auf nicht schuldig

Der von den USA entmachtete und inhaftierte Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, hat bei einem ersten Gerichtstermin in New York die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurückgewiesen. „Ich bin unschuldig, ich bin nicht schuldig“, sagte der unter anderem wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ angeklagte 63-Jährige am Montag nach Angaben von US-Medien. Er sei von den USA aus Venezuela „entführt“ worden, sagte Maduro den Berichten zufolge und betonte: „Ich bin immer noch der Präsident meines Landes.“

Der autoritäre Präsident ist unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ angeklagt. Er soll sein wegen Wahlfälschung illegal erlangtes Amt genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen und soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben. Die US-Justiz wirft ihm vor, ein Kokain-Schmuggelnetzwerk geleitet zu haben, das mit gewalttätigen Gruppen wie den mexikanischen Kartellen Sinaloa und Zetas zusammengearbeitet habe. Auch Maduros Ehefrau Cilia Flores plädiert auf nicht schuldig wegen Drogenvergehen. Die nächste Anhörung wurde auf den 17. März terminiert. Richter Alvin Hellerstein sagte, es sei sein Job, dass es zu einem fairen Prozess komme. (dpa/AFP/Reuters)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Update (19.25 Uhr): Russland und China verurteilen US-Angriff auf Venezuela

Russland und China haben den US-Angriff auf Venezuela vom vergangenen Wochenende scharf verurteilt. In einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates bezeichnete Russland das Vorgehen der USA als „Vorbote einer Rückkehr in eine Ära der Gesetzlosigkeit und US-Dominanz durch Gewalt, Chaos und Willkür“. China kritisierte: „Kein Land kann als Weltpolizei agieren, und kein Staat kann sich anmaßen, der internationale Richter zu sein“. Beide Länder sind ständige Mitglieder des Weltsicherheitsrates. Sie forderten die Freilassung des von den USA gefangengenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau.

Die USA würden als selbsternannter globaler Richter aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Motiven handeln, kritisierte Russland. Dafür gebe es keine Rechtfertigung, sagte die UN-Sprecherin des Landes. Schweigen im Rat käme einer Erosion der internationalen Ordnung gleich. Der chinesische Vertreter betonte, militärische Mittel seien keine „Lösung von Problemen“. Der willkürliche Einsatz von Gewalt werde nur zu einer größeren Krise führen. 

Der UN-Botschafter Venezuelas hat vor dem Sicherheitsrat einen umfassenden Bruch des Völkerrechts angeprangert. Verletzt worden seien die UN-Charta, die Genfer Konventionen, die Menschenrechtsgarantie sowie die Immunität eines amtierenden Staatsoberhaupts. Die UN-Charta garantiere die territoriale Integrität eines Landes sowie seine politische Unabhängigkeit und verpflichte zur friedlichen Streitbeilegung.

Die USA entgegneten, die Festnahme Maduros sei eine „chirurgische Strafverfolgungsmaßnahme“ gegen einen „Drogenterroristen“ gewesen, er sei nicht das legitime Staatsoberhaupt. Wer Maduro unter Berufung auf die UN-Charta gleichbehandle, missbrauche diese Charta. 

Die USA führen nach den Worten ihres UN-Botschafters Mike Waltz keinen Krieg gegen Venezuela. US-Präsident Donald Trump habe Maduro mehrere diplomatische Auswege angeboten, die dieser jedoch ausgeschlagen habe. Die Beweise für Maduros Verbrechen würden in einem US-Gerichtsverfahren offengelegt, erklärt der Diplomat weiter. Die USA würden beim Schutz ihrer Bürger vor dem Narko-Terrorismus nicht nachlassen und strebten nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für das Volk von Venezuela. (dpa/Reuters)
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, spricht während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats über US-Luftangriffe und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, USA, am 5. Januar 2026. 
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, spricht während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats über US-Luftangriffe und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, USA, am 5. Januar 2026.    Bild: REUTERS/Brendan McDermid
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