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06.01.2026, Frankreich, Paris: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron begrüßt, als er zu einem Treffen der «Koalition der Willigen» zur Ukraine im Elysee-Palast eintrifft. Foto: Thomas Padilla/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

© dpa/THOMAS PADILLA

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Nach Gesprächen in Paris: USA sollen Überwachung eines Ukraine-Waffenstillstands leiten

Selenskyj tauscht nun auch Chef des Geheimdienstes SBU aus + Trump glaubt nicht mehr an ukrainischen Angriff auf Putin-Residenz + Der Newsblog.

Stand:

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Jean Mikhail

USA sollen Überwachung eines Ukraine-Waffenstillstands leiten

Im Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine sollen die USA dessen Überwachung unter Beteiligung der Europäer leiten. Die USA verpflichteten sich zudem, eine geplante, von Europa angeführte internationale Truppe in der Ukraine „für den Fall“ eines neuen Angriffs Russlands auf die Ukraine zu unterstützen. So heißt es in dem Entwurf einer Abschlusserklärung des internationalen Ukraine-Gipfeltreffens am Dienstag in Paris, der AFP vorlag.
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Christoph Zempel

Entwurf: Koalition der Willigen plant verbindliche Sicherheitsgarantien

Die Unterstützerstaaten aus der Koalition der Willigen wollen der Ukraine nach einer Beendigung des Krieges für den Fall eines künftigen russischen Angriffs verbindliche Sicherheitszusagen geben. Dies geht aus dem Entwurf für eine Erklärung des Gipfeltreffens der Staaten in Paris hervor. Demnach sollen die Garantien „verbindliche Zusagen zur Unterstützung der Ukraine im Falle eines künftigen bewaffneten Angriffs durch Russland umfassen, um den Frieden wiederherzustellen“. 

Diese Zusagen könnten den Einsatz militärischer Fähigkeiten, nachrichtendienstliche und logistische Unterstützung, diplomatische Initiativen sowie die Verhängung zusätzlicher Sanktionen beinhalten. Die Erklärung soll noch auf dem Gipfeltreffen im Laufe des Tages beschlossen werden. (Reuters)
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Jean Mikhail

Selenskyj drängt auf Stärkung der Luftverteidigung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron über eine Stärkung der Verteidigung seines Landes gegen Russland gesprochen. Zugleich wirbt er für eine diplomatische Lösung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges. 

„Diplomatie und echte Hilfe müssen Hand in Hand gehen“, schreibt Selenskyj auf der Online-Plattform X. „Russland stellt seine Angriffe auf unser Land nicht ein, und wir müssen jetzt die Luftverteidigung verstärken, um unsere Bevölkerung, unsere Gemeinden und die kritische Infrastruktur zu schützen.“ Das Gespräch fand vor einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris statt, einem Bündnis von Unterstützern der Ukraine. (Reuters)
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Jean Mikhail

Ukraine: Haben Öllager in russischer Oblast Lipezk angegriffen

Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Langstreckendrohnen ein Öllager in der russischen Oblast Lipezk beschossen. Auch ein Raketen- und Munitionsarsenal in der Oblast Kostroma sei getroffen worden, teilt ein Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes SBU mit. In dem Öldepot sei infolge der Angriffe ein Feuer ausgebrochen, in dem Arsenal habe es starke Explosionen gegeben. Eine russische Stellungnahme gibt es dazu zunächst nicht. Die beiden Gebiete liegen nicht direkt an der Grenze zur Ukraine, sondern weiter im Inneren Russlands. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. (Reuters)
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Christoph Zempel

Putin verlangt höhere Steuern zur Finanzierung des Krieges

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Regierung angewiesen, die Steuereinnahmen im Jahr 2026 „deutlich zu erhöhen“. Das berichtete die russische staatliche Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die Ergebnisse einer Sitzung zu strategischer Entwicklung und nationalen Projekten im Kreml. Demnach plant die russische Führung, den fiskalischen Druck auf Bevölkerung und Unternehmen auszuweiten. 
Vorgesehen sind höhere Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, der Abbau von Steuervergünstigungen für kleine Unternehmen sowie neue Abgaben, die unter dem Schlagwort „technologische Entwicklung“ eingeführt werden sollen. Insgesamt rechnet die Regierung mit zusätzlichen Einnahmen von rund 3,2 Billionen Rubel, was etwa 32–34 Milliarden Euro entspricht.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines nahezu stagnierenden Wirtschaftswachstums und rezessiver Tendenzen in der Industrie, während die Ausgaben für den Krieg weiter steigen. Die geplanten Steuererhöhungen können als weiteres Zeichen dafür gedeutet werden, dass der Kreml die Finanzierung des Krieges zunehmend auf die eigene Bevölkerung abwälzt – trotz sinkender Realeinkommen und steigender Preise. (Yulia Valova)
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Christoph Zempel

Ukrainische Drohnen stoppen russischen Angriff bei Jampil

In Richtung Lyman im Osten der Ukraine haben die Verteidigungskräfte einen russischen Angriffsversuch nahe Jampil im Gebiet Donezk abgewehrt. Wie die Landstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine in ihrem Telegram-Kanal mitteilten, hätten russische Soldaten versucht, sich bei starkem Schneefall, starkem Wind und nahezu null Sicht auf Quads unbemerkt vorzuarbeiten.

Demnach entdeckten Drohnenpiloten des Bataillons Signum die Angriffsgruppe rechtzeitig auf der Straße nach Jampil und griffen sie koordiniert in Paaren an. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurde die russische Infanterie zerstört und die eingesetzten Fahrzeuge verbrannt.

Zuvor hatten Analysten des Projekts DeepState darauf hingewiesen, dass die Lage rund um Jampil weiter angespannt sei und russische Truppen wiederholt versuchten, mit kleinen Stoßtrupps und wechselnden Taktiken vorzurücken. (Yulia Valova)
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Christoph Zempel

Ukraine-Koalition will Pläne für Sicherheitsgarantien konkretisieren

Die sogenannte Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine will bei einem Treffen in Paris nach französischen Angaben konkretere Pläne für Sicherheitsgarantien vorstellen. „Wir haben uns nun auf die operativen Modalitäten dieser Sicherheitsgarantien geeinigt“, hieß es im Elysée. In Paris solle angekündigt werden, „was das Militärgeheimnis zu sagen erlaubt“, hieß es weiter. 

Es sei das erste Mal seit vergangenem März, dass die 35 Mitglieder der Koalition wieder vollständig und persönlich zusammenkämen, betonte der Elysée. Es würden 27 Staats- und Regierungschefs erwartet, unter ihnen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Aus den USA reisen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu dem Treffen an. Es sei das erste Mal, dass diese persönlich vertreten seien und ein Zeichen für die „Wiederannäherung“ zwischen der Ukraine, Europa und den USA. Auch Spitzenvertreter der EU und der Nato wollen an dem Treffen teilnehmen. 

Nach französischen Angaben geht es unter anderem um die Frage, inwiefern ein möglicher Waffenstillstand an der 1400 Kilometer langen Kontaktlinie überwacht werden soll. Dies solle nicht durch Soldaten geschehen, sondern vor allem durch Drohnen und Satelliten. Mögliche Verletzungen des erhofften Waffenstillstands müssten anschließend bewertet werden, um eine angemessene Antwort zu finden. Der Elysée erinnerte daran, dass es nach der Annexion der Krim-Halbinsel 2014 täglich Meldungen über Verletzungen des Waffenstillstands gegeben habe.

Auch die geplante multinationale Truppe soll Thema der Gespräche sein. Diese solle der Rückversicherung der Ukraine dienen. Die erste Sicherheitsgarantie bleibe die ukrainische Armee selber, die daher langfristig unterstützt werden solle, betonte der Elysée. 

Gegen 18.45 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant, an der Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, Selenskyj und Merz teilnehmen. Merz und Macron treffen sich anschließend zu einem Zweiergespräch, bei dem es nach französischen Angaben auch um die Zukunft des geplanten gemeinsamen Kampfjets FCAS gehen soll. (AFP)

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Christoph Zempel

Ukrainischer Drohnenangriff stört Zugverkehr in russischer Region Woronesch

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach Angaben der örtlichen Behörden den Zugverkehr in der russischen Region Woronesch gestört und eine Infrastrukturanlage leicht beschädigt. Verletzte gab es demnach nicht. Der Zugverkehr sei nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen worden, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Gussew, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. (Reuters)
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Christoph Zempel

Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Twer

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Twer wird nach offiziellen Angaben ein Mensch getötet. Zwei weitere Menschen werden verletzt, teilt das Büro des Gouverneurs mit. Trümmerteile der Drohne schlagen demnach in einer Wohnung im neunten Stock eines Gebäudes in der Stadt Twer ein und lösen ein Feuer aus. Anwohner werden evakuiert. (Reuters)
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Sandra Lumetsberger

Merz: Ukraine befindet sich am Rand einer humanitären Energiekrise

Die Ukraine befindet sich nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz „am Rand einer humanitären Energiekrise“. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben des Kanzlers an die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD hervor. 

Russlands Präsident Wladimir Putin strebe im vierten Kriegswinter keinen Waffenstillstand an, sondern habe die bisher schwersten Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine befohlen. Merz wirft der russischen Führung deshalb Kriegsverbrechen vor. Die Bundesregierung strebe ein Ende des Krieges an. Das sei aber nur möglich, wenn es für die Ukraine dieses Mal wirklich Sicherheitsgarantien der USA und Europas gebe. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Russland griff offenbar Werk eines US-Unternehmens in Dnipro an

Russland hat laut Angaben des Bürgermeisters von Dnipro, Borys Filatow, ein Werk des US-Agrarkonzerns Bunge aus Missouri angegriffen. Durch den Beschuss liefen angeblich rund 300 Tonnen Öl auf die Straße. Das Unternehmen verarbeitet in Dnipro unter anderem Sonnenblumenkerne. (Valeriia Semeniuk)
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Sandra Lumetsberger

Schwere Schäden an Energieanlagen in Charkiw durch russischen Angriff

Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben Charkiw im Nordosten mit Raketen angegriffen. Die Energieinfrastruktur in der nach Kiew zweitgrößten Stadt der Ukraine sei „sehr schwer“ beschädigt worden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Russland führt in diesem Winter eine breit angelegte Angriffskampagne auf das ukrainische Energiesystem. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Selenskyj tauscht auch Chef des Geheimdienstes SBU aus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, ersetzen. Dies sei Teil einer umfassenderen Regierungsumbildung, bei der auch der Stabschef des Präsidenten ausgetauscht wurde, erklärt Selenskyj auf der Plattform X. Er habe Maljuk gebeten, sich stattdessen stärker auf Kampfeinsätze zu konzentrieren. 

„Es muss mehr ukrainische asymmetrische Operationen gegen den Besatzer und den russischen Staat geben und solidere Ergebnisse bei der Ausschaltung des Feindes“, fügt der ⁠Präsident hinzu, ohne Details zu nennen, um welche Art Operationen es sich genau handelt. Darin sei Malkjuk am stärksten, und das werde er auch weiterhin im SBU tun.

Maljuk hatte die Leitung des SBU im Jahr 2023 übernommen. Unter seiner Führung hat der Dienst eine Reihe aufsehenerregender Einsätze ausgeführt, ‌darunter Angriffe auf die Krim-Brücke und auf Stützpunkte russischer strategischer Bomber. 

Selenskyj stellt derzeit den Sicherheits- und Verteidigungsapparat seines Landes personell teils neu auf. So ernannte er den bisherigen Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum Chef seines Präsidentenamtes und kündigte einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums an. 

Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, hatte Selenskyj gesagt. Schmyhal wiederum soll Energieminister werden. Das Parlament muss die Personalien bestätigen. (Reuters/dpa)

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Sandra Lumetsberger

Kanadische Ex-Vizeregierungschefin zu ukrainischer Wirtschaftsberaterin ernannt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die frühere kanadische Vize-Regierungschefin Chrystia Freeland zu seiner Wirtschaftsberaterin ernannt. Er begründet dies mit ihrer Erfahrung bei der Anwerbung von Investitionen. „Die Ukraine muss jetzt ihre innere Widerstandsfähigkeit stärken“, schrieb Selenskyj auf der Online-Plattform X. 

Dies ⁠sei sowohl für den Wiederaufbau des Landes nötig, falls die Diplomatie rasch Ergebnisse liefere, als auch ‌zur Stärkung der Verteidigung, falls die Beendigung des Krieges wegen Verzögerungen seitens der Partner länger dauere. Freeland, die ukrainische Vorfahren hat, war von 2019 bis 2024 stellvertretende Ministerpräsidentin Kanadas. Sie ist Abgeordnete im kanadischen Parlament und zudem Sondergesandte der Regierung in Ottawa für ‍die Ukraine. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Ukraine meldet über 20 gezielte russische Angriffe auf Stromnetz innerhalb einer Woche

In der Ukraine wurden innerhalb einer Woche über 100 Schäden an Stromleitungen registriert, rund 20 davon durch gezielte russische Angriffe auf Energieanlagen, wie der ukrainische Vize-Energieminister Oleksandr Wjasowtschenko auf Telegram erklärte. Durch einen nächtlichen Angriff am 5. Januar fiel in der Stadt Slawutytsch in der Region Kyjiw komplett der Strom aus. Besonders schwierig bleibe die Lage in Front- und Grenzgebieten, da dort wegen des anhaltenden Beschusses viele Haushalte langfristig ohne Strom seien und Reparaturen kaum möglich seien. (Valeriia Semeniuk)
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Christoph Zempel

30.000 Tschechen unterzeichnen offenen Brief mit Entschuldigung an die Ukraine

In Tschechien haben 30.000 Bürger einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie sich für die antiukrainischen Äußerungen des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Tomio Okamura, entschuldigen. Dies berichtet das tschechische Medium iDNES.

Initiator des Schreibens ist der Lehrer und Bürgermeister des Dorfes Semněvice, Antonín Kolař. Der Brief richtet sich an den ukrainischen Botschafter in Tschechien, Vasyl Zwarytsch. Darin betont Kolař, dass Okamuras Kritik an der Ukraine und ihrer Führung den Fakten und den Prinzipien der Solidarität widerspreche. Er stellte klar, dass Okamura lediglich eine Minderheit der Gesellschaft vertrete, während viele Tschechinnen und Tschechen Solidarität mit der Ukraine fühlten.

In seiner Neujahrsansprache sprach sich Okamura gegen die militärische Unterstützung der Ukraine aus und bezeichnete die ukrainische Regierung als „Diebe rund um die Junta Selenskyjs“. Der ukrainische Botschafter in Tschechien, Vasyl Zwarytsch, bezeichnete die Äußerungen des Abgeordneten als „beleidigend und von Hass geprägt“. (Valeriia Semeniuk)
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Christoph Zempel

Russland soll Drohnen mit Flugabwehrraketen ausrüsten

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erstmals eine russische Drohne abgeschossen, die mit einem tragbaren Flugabwehrraketensystem (MANPADS) ausgestattet war. Wie die ukrainischen Kräfte für unbemannte Systeme auf Telegram mitteilten, verfügte der Drohnentyp „Shahed“ neben einer Kamera auch über ein Funkmodem sowie eine installierte Flugabwehrrakete.

Der Raketenstart soll demnach vom Drohnenpiloten ausgelöst worden sein, der das Fluggerät von russischem Territorium aus steuerte.

Bei dem auf der Drohne montierten Waffensystem handelt es sich nach ukrainischen Angaben um das russische MANPADS „Werba“. Das System wurde 2015 bei den russischen Streitkräften eingeführt. Es hat eine Reichweite von bis zu sechs Kilometern und kann Ziele in Höhen von bis zu 3500 Metern bekämpfen.

“Der Einsatz einer Drohne mit einem installierten Flugabwehrraketensystem stellt eine neue Bedrohung dar." In dieser Form seien die ukrainischen Streitkräfte einem solchen System bislang nicht begegnet, heißt in der Meldung. (Valeriia Semeniuk)
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Christoph Zempel

Ein Toter nach russischem Angriff auf Krankenhaus in Kyjiw

Bei einem russischen Angriff auf ein privates Krankenhaus in Kyjiw ist in der Nacht auf Montag mindestens ein Mensch getötet worden. Vier weitere Personen wurden verletzt, zwei von ihnen befinden sich in einem schweren Zustand. Das teilte der Leiter der Kyjiwer Stadtverwaltung, Tymur Tkatschenko, mit.

Nach Angaben der Behörden traf eine russische Drohne ein vierstöckiges Gebäude der medizinischen Einrichtung auf Höhe der stationären Abteilung. Infolge des Einschlags brach ein Feuer aus. 25 Patientinnen und Patienten mussten evakuiert werden. (Valeriia Semeniuk)
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