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ARCHIV - 10.03.2025, Venezuela, Caracas: Die venezolanische Vizepräsidentin und Ölministerin Delcy Rodriguez gibt eine Pressekonferenz im Präsidentenpalast Miraflores. Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

© dpa/Ariana Cubillos

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Sie will ihr Land gegen die USA verteidigen: Venezuelas Vizepräsidentin übernimmt Regierung

UN-Sicherheitsrat berät am Montag über US-Angriff auf Venezuela + US-General beschreibt Einzelheiten der Operation + Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Venezuela + Der Newsblog.

Stand:

In der Nacht hat das US-Militär zahlreiche Angriffe auf Venezuela durchgeführt. Staatschef Nicolás Maduro wurde laut US-Präsident Donald Trump verhaftet und außer Landes geschafft.

Hier lesen Sie alle aktuellen Entwicklungen im Liveblog.

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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Medien: Venezuelas Vizepräsidentin übernimmt Regierung
Nach der gewaltsamen Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA übernimmt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez laut örtlichen Medienberichten die Führung des Landes. Das habe Venezuelas Oberster Gerichtshof angeordnet. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die USA vorübergehend die Macht in dem südamerikanischen Land übernehmen wollten. Rodríguez sei zur Zusammenarbeit bereit. Diese gab sich nach seiner Äußerung aber unbeugsam.

„Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land und er heißt Nicolás Maduro Moros“, sagte sie umgeben von Ministern und Militärs bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates. Die Vorsitzende Richterin Tania D'Amelio erklärte, Rodríguez übernehme das Präsidentenamt kommissarisch, um die Kontinuität der Regierung und Verteidigung der Nation zu gewährleisten, wie die beiden örtlichen Medien „El Universal“ und „El Nacional“ berichteten. (dpa)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Brasilien verurteilt US-Angriff

Der linksgerichtete brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat den US-Militäreinsatz und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro als „ernsthafte Verletzung der Souveränität Venezuelas“ angeprangert. „Die Bombenangriffe auf venezolanischem Staatsgebiet und die Gefangennahme seines Präsidenten überschreiten die Grenzen des Akzeptablen“ und bedrohten „den Erhalt der Region als Friedensgebiet“, erklärte Lula im Onlinedienst X. 

Lula forderte die internationale Gemeinschaft auf, über die Vereinten Nationen „energisch“ auf die Angriffe zu antworten. Die US-Bombardements „erinnern an die schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik“, kritisierte der brasilianische Staatschef. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
New Yorks Bürgermeister zu Maduro-Festnahme: Rechtsverstoß
Der neue New Yorker Bürgermeister, Zohran Mamdani, hat nach dem von US-Präsident Donald Trump befohlenen Militäreinsatz in Venezuela von einem Rechtsverstoß gesprochen. „Ein einseitiger Angriff auf einen souveränen Staat ist ein kriegerischer Akt und verstößt gegen Bundes- und internationales Recht“, schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.

Mamdani, der von manchen als Anti-Trump bezeichnet wird, schrieb, das offensichtliche Streben nach einem Regimewechsel betreffe nicht nur Menschen im Ausland, sondern habe auch direkte Auswirkungen auf Zehntausende Venezolaner, die in New York lebten. Sein Fokus werde auf ihrer Sicherheit und der Sicherheit aller New Yorker liegen. Mamdani hat zum Jahreswechsel sein Amt angetreten. (dpa)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
China fordert Freilassung von Maduro und Ehefrau
China fordert die USA auf, Maduro und dessen Frau umgehend freizulassen. Die Lage in Venezuela solle durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden, erklärt das Außenministerium in Peking. Es verurteilt die Gefangennahme des Ehepaars als Verstoß ⁠gegen das Völkerrecht und fordert die USA dazu auf, die persönliche Sicherheit von Maduro und ‌seiner Frau zu gewährleisten. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Mexiko verurteilt Angriff der USA auf Venezuela
Die mexikanische Regierung hat den US-Militärschlag gegen Venezuela entschieden verurteilt. Dieser verletzte die UN-Charta, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Samstag (Ortszeit) auf der Plattform X. Der zweite Artikel der Charta verbiete die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates.

Das mexikanische Außenministerium erinnerte in einer Mitteilung daran, dass Lateinamerika und die Karibik 2014 von Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) zu „einer Zone des Friedens“ erklärt wurden, die auf gegenseitigem Respekt und dem Verbot der Anwendung und Androhung von Gewalt basiert. Jegliche Militäraktion gefährde die regionale Stabilität, warnte das Außenministerium. (epd)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
USA heben Flugbeschränkungen über Karibik auf
Die Beschränkungen für den Luftraum über der Karibik laufen US-Verkehrsminister Sean Duffy zufolge um Mitternacht US-Ostküstenzeit (05.00 Uhr GMT) aus. Der Flugverkehr könne dann wieder aufgenommen werden, schreibt Duffy auf der Online-Plattform X. Die Fluggesellschaften ⁠seien informiert und würden ihre Flugpläne zügig aktualisieren. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Maduro kommt in New Yorker Haftanstalt an
Nach seiner Festnahme bei einem US-Militäreinsatz ist der venezolanische Präsident Nicolás Maduro in einer Haftanstalt in New York angekommen. Ein vom Weißen Haus auf der Plattform X verbreitetes Video zeigte, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird. 

US-Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden.

Zuvor war Maduro übereinstimmenden Medienberichten zufolge mit einem Flugzeug der Bundesbehörden auf einem Flughafen im US-Bundesstaat New York gelandet und von dort per Hubschrauber in die Nähe der Haftanstalt in der Ostküstenmetropole gebracht worden. 

Maduro muss sich in New York vor Gericht verantworten. Dem entmachteten autoritären Staatschef und seiner bei dem Militäreinsatz ebenfalls festgenommenen Frau Cilia Flores werden unter anderem „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie „Verschwörung zum Kokainimport“ vorgeworfen. (dpa)
Der Tagesspiegel
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Viktoria Bräuner
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Starmer: Wir weinen Maduro-Herrschaft keine Träne nach
Den britischen Premierminister Keir Starmer betrübt die Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro nicht. „Wir betrachteten Maduro als illegitimen Präsidenten und haben keine Träne über das Ende seines Regimes vergossen“, schrieb Starmer auf der Plattform X. Großbritannien habe seit langem einen Machtwechsel in Venezuela unterstützt. Man werde sich in den kommenden Tagen mit den USA beraten, „da wir einen sicheren und friedlichen Übergang zu einer legitimen Regierung anstreben, die den Willen des venezolanischen Volkes widerspiegelt“, hieß es.

Starmer hatte zuvor deutlich gemacht, dass sein Land nicht an dem US-Militäreinsatz in Venezuela beteiligt war. Er betonte auch die Bedeutung des Völkerrechts, „an das wir uns alle halten sollten“. (dpa)
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Viktoria Bräuner
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Venezuelas Außenminister: US-Angriff stört Frieden in Lateinamerika
Der venezolanische Außenminister Yvan Gil wirft den USA vor, mit ihrem Angriff den Frieden in Lateinamerika gestört zu haben. „Der Frieden ⁠in Lateinamerika wurde durch diese Aktion gestört“, sagt Gil am Sonntag ‌der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
US-Demokraten werfen Regierung Täuschung bei Venezuela-Plänen vor
Führende US-Demokraten werfen der Regierung von Präsident Donald Trump ⁠schwere Täuschung bei den Plänen für den Militäreinsatz in ‌Venezuela vor. Man habe ihn und andere „völlig im Dunkeln gelassen“, sagt der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. Ihm sei zuvor in ‍geheimen Unterrichtungen versichert worden, dass kein Militäreinsatz geplant sei. Trump erklärt, er habe den Kongress aus ​Sorge vor undichten Stellen nicht vollständig informiert. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
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Trump schließt Zusammenarbeit mit Oppositionspolitikerin und Nobelpreisträgerin Machado aus
Auf der Pressekonferenz in Mar-a-Lago sorgte Donald Trump für eine politische Überraschung, indem er eine Zusammenarbeit mit der führenden Oppositionsführerin Maria ‌Corina Machado ​ausschloss. Die Friedensnobelpreisträgerin habe „weder ​die ⁠Unterstützung noch den Respekt innerhalb des Landes“, sagte der US-Präsident. Die Äußerung löste umgehend Empörung bei Unterstützern Machados aus, die als aussichtsreichste Gegnerin ‍Maduros galt. Die USA hatten angekündigt, nach der ‍Absetzung Maduros einen „sicheren, ordnungsgemäßen und angemessenen Übergang“ in Venezuela zu organisieren. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Trump: Bei US-Militäreinsatz in Venezuela starben „viele Kubaner“
Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump „viele“ kubanische Staatsbürger getötet worden. „Viele Kubaner haben letzte Nacht ihr Leben verloren“, sagte Trump am Samstag in einem Interview mit der „New York Post“. „Sie haben Maduro beschützt. Das war kein guter Zug“, fügte der US-Präsident hinzu. 

„Kuba war immer sehr abhängig von Venezuela. Von dort bekamen sie ihr Geld, und sie haben Venezuela beschützt, aber in diesem Fall hat das nicht so gut funktioniert“, sagte Trump weiter. Nähere Angaben zur Zahl der mutmaßlich Getöteten machte Trump jedoch nicht. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Peru will nach Maduro-Gefangennahme Rückkehr von Venezolanern erleichtern
Peru will die ‌sofortige Rückkehr von Venezolanern ermöglichen. Dies gelte unabhängig von deren Einwanderungsstatus, teilt Präsident Jose Jeri ‍auf der Plattform X mit. In Nachbarländern wie Ecuador feiern unterdessen Exil-Venezolaner ​die Entwicklung. Eine Demonstrantin in Quito spricht von einer „ungeheuren Freude“. (Reuters)
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Julia Hoene
Author Julia Hoene

UN-Sicherheitsrat berät am Montag über US-Angriff auf Venezuela

Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag über den US-Angriff auf Venezuela. Dies teilte die somalische Präsidentschaft am Samstag in New York mit. Laut Diplomatenkreisen findet die Dringlichkeitssitzung um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ) auf Antrag Venezuelas statt. (AFP)
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Julia Hoene
Author Julia Hoene

US-Airlines streichen Flüge nach Militäraktion in Venezuela

Große US-Fluggesellschaften annullieren nach dem Militäreinsatz in Venezuela Hunderte Flüge. Betroffen sind unter anderem American Airlines, Delta, Spirit Airlines und JetBlue Airways. Die US-Luftfahrtbehörde FAA sperrt den Luftraum über der Karibik und verweist auf Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Militäreinsatz, der andauere. US-Verkehrsminister Sean Duffy teilt auf der Plattform X mit, die Beschränkungen würden aufgehoben, „wenn es angemessen ist“. (Reuters)
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Julia Hoene
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Netanjahu gratuliert Trump zur Gefangennahme Maduros

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump für den US-Angriff in Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro gelobt. „Herzlichen Glückwunsch, Präsident Donald Trump, für Ihre mutige und historische Führungsrolle im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit“, schrieb Netanjahu auf der Plattform X. 
Er sei voller Hochachtung für das entschlossene Handeln der USA und den brillanten Einsatz der mutigen Soldaten, fügte er hinzu. Maduro war ein enger Verbündeter des Iran, dem Erzfeind Israels.

Netanjahu erwähnte den Iran nicht ausdrücklich, aber in Israel wird der Schlag gegen den autoritären Maduro in Zusammenhang mit dem Iran gesehen. Erst am Freitag nur Stunden vor dem Angriff in Venezuela hatte Trump sich in die Proteste im Iran eingeschaltet und mit einem Eingreifen auch dort gedroht. Wenn der Iran friedliche Demonstranten töte, „werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihnen zu Hilfe kommen“, schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social. Was er konkret vorhat, ließ der US-Präsident offen. (dpa)
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Julia Hoene
Author Julia Hoene
Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr Selenskyj   Bild: Danylo Antoniuk/AP/dpa

Selenskyj: USA wissen, was mit Diktatoren zu tun ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit „Diktatoren“ umzugehen ist. „Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen“, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.

Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei. (dpa)

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Julia Hoene
Author Julia Hoene

US-Demokraten werfen Trump vor, sie belogen zu haben

Führende US-Demokraten werfen der Regierung von Präsident Donald Trump vor, sie über die Pläne für den Militäreinsatz in Venezuela belogen zu haben. In Gesprächen mit Kongressabgeordneten habe Trumps Regierung wiederholt bestritten, einen Regimewechsel in Venezuela anzustreben, erklärt die Senatorin Jeanne Shaheen, die führende Demokratin im Auswärtigen Ausschuss des Senats. Die Regierung habe das Volk und seine gewählten Vertreter in die Irre geführt. 
„Die Regierung hat den Kongress belogen und einen illegalen Krieg für einen Regimewechsel und Öl vom Zaun gebrochen“, erklärt der demokratische Abgeordnete Don Beyer aus Virginia auf X. 

Der demokratische Abgeordnete Seth Moulton aus Massachusetts sagt dem Sender CNN: „Als wir über Venezuela unterrichtet wurden, fragten wir: “Werden Sie in das Land einmarschieren?' Uns wurde Nein gesagt. 'Planen Sie, Bodentruppen zu entsenden?' Uns wurde Nein gesagt. 'Beabsichtigen Sie einen Regimewechsel in Venezuela?' Uns wurde Nein gesagt. In gewisser Weise wurden wir also unterrichtet, wir wurden nur einfach komplett belogen." (Reuters)
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Julia Hoene
Author Julia Hoene
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez spricht im Außenministerium zur Presse.
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez spricht im Außenministerium zur Presse.   Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa

Vizepräsidentin Rodríguez: Maduro ist Venezuelas „einziger Präsident“

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat dem durch das US-Militär entmachteten Staatschef Nicolás Maduro den Rücken gestärkt. Maduro sei „der einzige Präsident Venezuelas“, sagte Rodríguez am Samstag bei einer live im venezolanischen Fernsehen übertragenen Ansprache. Sie forderte die „sofortige Freilassung“ Maduros und seiner Frau Cilia Flores.

Weiter sagte Rodríguez: „Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen; wir sind bereit, unsere natürlichen Ressourcen zu verteidigen.“ (dpa)

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Julia Hoene
Author Julia Hoene

Experten: Angriff auf Venezuela völkerrechtswidrig

Mit dem Angriff auf Venezuela haben die USA nach Darstellung des Juristen Kai Ambos gegen das Völkerrecht verstoßen. Vom WDR zu dem Vorgehen befragt, sagte Ambos: „Es ist völkerrechtswidrig, weil es eigentlich nur zwei Rechtfertigungsgründe für Anwendung militärischer Gewalt gibt.“ 

Nach Worten des Professors der Uni Göttingen sind dies entweder Selbstverteidigung oder ein Mandat der Vereinten Nationen. Venezuela habe aber die USA nicht angegriffen, auch durch Drogenschmuggel sei dies nicht der Fall. Eine Autorisierung durch den UN-Sicherheitsrat gebe es ebenfalls nicht. „Also es gibt keinen erdenklichen Grund, aus völkerrechtlicher Sicht diese Gewaltanwendung zu rechtfertigen.“ 

Ähnlich äußerte sich die Professorin der Notre Dame Law School im US-Bundesstaat Indiana, Mary Ellen O'Connell. Sie sprach von Kidnapping. „Die Charta der Vereinten Nationen macht sehr deutlich, dass es nur sehr wenige Fälle gibt, in denen ein Land das Recht hat, militärische Gewalt auf dem Territorium eines anderen Landes anzuwenden“, sagte O'Connell dem Sender NBC. „Und es hat niemals das Recht, dies zu tun, um eine Person vor seine Gerichte zu stellen.“ (dpa)

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