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Sirenen heulen landesweit: Raketenalarm für gesamte Ukraine ausgelöst
Russland greift Krywyj Rih mit Raketen an + Moskau und Paris tauschen Gefangene aus + Sicherheitsabkommen mit den USA ist laut Selenskyj praktisch fertig zur Vorlage bei Trump + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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Raketenalarm für gesamte Ukraine ausgelöst
In der gesamten Ukraine ist wegen eines möglichen russischen Raketenangriffs Luftalarm ausgelöst worden. „Drohende Gefahr durch den Einsatz ballistischer Waffen“, schrieb die ukrainische Luftwaffe auf ihrem Telegram-Kanal. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner abendlichen Videobotschaft, es gebe Anzeichen für einen massiven russischen Luftangriff in der Nacht zum Freitag. „Es ist sehr wichtig, heute und morgen auf Luftalarme zu achten und sich ständig in Schutzräume zu begeben“, sagte er.
Zunächst griff die russische Armee am späten Abend mit Dutzenden Kampfdrohnen an. Über der Hauptstadt Kiew sei die Flugabwehr im Einsatz, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Üblicherweise setzt Russland später Raketen und Marschflugkörper ein. Explosionen wurden aus Lwiw im Westen der Ukraine gemeldet. (dpa)
Selenskyj warnt vor russischen Angriffen in Frostperiode
Frost nimmt Ukraine in den Griff
Russland greift Krywyj Rih mit Raketen an
Moskau und Paris tauschen Gefangene aus
USA wollten Auslieferung Kassatkins
Merz: Bundestag muss Ukraine-Einsatz „gegebenenfalls“ zustimmen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will über einen möglichen Bundeswehreinsatz zum Schutz der Ukraine erst nach einem Waffenstillstand und im Einvernehmen mit dem Koalitionspartner SPD abschließend entscheiden. „Wie weit wir da insgesamt gehen können, das hängt nicht allein an mir“, sagte er nach seinem Besuch bei der CSU-Klausurtagung im bayerischen Kloster Seeon.
Dafür brauche es eine Beschlussfassung der Bundesregierung und „gegebenenfalls“ auch die Zustimmung des Bundestags. „Ich möchte, dass wir in der Koalition uns darüber verständigen, welchen Weg wir bereit sind gegebenenfalls zu gehen“, betonte Merz. (dpa)
Russische Angriffe fordern erneut zivile Opfer im Gebiet Cherson
Im Süden der Ukraine sind vier Zivilisten nach Behördenangaben durch russische Angriffe getötet worden. Bei einem Drohnenangriff bei der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson kam demnach ein Mann ums Leben, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Ein weiterer sei verletzt worden.
Drei Menschen wurden demnach bei einem Angriff auf einen zentralen Teil der Stadt Cherson getötet, einer von ihnen sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Demnach wurden dort noch zwei weitere Personen verletzt. (dpa)
Russland rekrutiert offenbar südafrikanische Gamer für den Krieg gegen die Ukraine
Laut „Bloomberg“ rekrutiert Russland offenbar gezielt junge Gamer aus Südafrika für den Krieg in der Ukraine. Interne Dokumente zufolge schlossen sich 2024 zwei etwa 20‑jährige Spieler den russischen Streitkräften an. Sie erhielten Anweisungen über Discord und suchten anschließend das russische Konsulat in Kapstadt auf. Am 29. Juli 2024 reisten sie über die Vereinigten Arabischen Emirate nach Russland, wo sie einen einjährigen Militärvertrag unterschrieben.
Wenige Wochen später wurde laut „Bloomberg“ bekannt, dass einer der beiden vermutlich bei Kämpfen in der Ukraine getötet wurde. Die Rekrutierung sorgt in Südafrika für politischen Streit, da dort seit 1998 die Beteiligung an bewaffneten Konflikten für ausländische Mächte verboten ist. Die russische Botschaft und das Konsulat in Kapstadt antworteten „Bloomberg“ nicht auf Anfragen. (Valeriia Semeniuk)
Russland meldet Einnahme von „taktisch wichtiger“ Ortschaft in Dnipropetrowsk
Russland hat die Einnahme einer weiteren Ortschaft in der Region Dnipropetrowsk gemeldet. Das 80 Kilometer von der Stadt Saporischschja entfernte Dorf Brazke sei erobert worden, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die Ortschaft habe eine „große taktische Bedeutung“, hieß es weiter.
Moskau hat die Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson für annektiert erklärt – die Region Dnipropetrowsk jedoch nicht. Dort rückten die russischen Truppen im Sommer gegen eine zahlenmäßig unterlegene, schlechter ausgerüstete ukrainische Armee vor. (AFP)
Im besetzten Mariupol werden offenbar provisorische Kriegsgräber zerstört
Nach Angaben des ukrainischen Abgeordneten Serhij Mahera lässt die russische Besatzungsverwaltung in Mariupol zerstörte Wohngebiete räumen, um neue Häuser zu bauen, schreibt der Politiker auf Facebook.
Dabei werden auch die provisorischen Gräber geöffnet, in denen 2022 während der Belagerung Zivilisten hastig beerdigt wurden, weil reguläre Bestattungen unter Beschuss nicht möglich waren.
Mahera zufolge werden die Überreste ohne Identifizierung an den Stadtrand gebracht und dort in Massengräbern verscharrt. Wie viele Menschen betroffen sind, ist unklar, dürfte aber im Tausenderbereich liegen. Auf den geräumten Flächen errichtet die Besatzung neue Wohnanlagen für russische Zuzügler, während Ersatzwohnungen für die bisherigen Einwohner kaum entstehen.
Mahera bewertet dies als Versuch, Spuren möglicher Kriegsverbrechen zu beseitigen und die demografische und historische Identität der Stadt zu verändern. (Yulia Valova)
Ukrainische Rüstungsproduktion wächst um 50 Prozent
Die ukrainische Rüstungsindustrie hat ihre Produktion 2025 deutlich gesteigert. Laut ukrainischem Verteidigungsminister Denys Schmyhal nahm die Herstellung im staatlichen Konzern um etwa 50 Prozent zu. Der Wert der produzierten Waffen und Militärtechnik stieg damit von rund 3 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf etwa 4,5 Milliarden Euro 2025. Auch die Zahl staatlicher Aufträge legte um mehr als die Hälfte zu, was die Fabriken stärker auslastete und den Ausbau der Kapazitäten vorantrieb.
Schmyhal bezeichnete dieses Wachstum als Reaktion auf die Anforderungen des laufenden Krieges und als Zeichen dafür, dass ukrainische Waffen zunehmend die nationale Sicherheit tragen.
Zusätzlich ließ das Verteidigungsministerium „2025 mehr als 1300 neue Waffen- und Technikmodelle“ zu – etwa ein Viertel mehr als im Vorjahr. Besonders stark vertreten waren Drohnen, Munition, Fahrzeuge, gepanzerte Technik und neue Handfeuerwaffen. (Yulia Valova)
Merz: Müssen für Russland den Preis für den Krieg erhöhen
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert, den Druck auf Russland zu erhöhen, um zu einem Kriegsende in der Ukraine zu kommen. Ein Waffenstillstand stehe nach wie vor nicht auf der Tagesordnung, sagt Merz auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Russland wolle ihn offenbar nicht.
„Wir werden deshalb den Preis für diesen Krieg weiter erhöhen müssen. Russland muss erkennen, dass es keinen Sinn hat, ihn fortzusetzen“, sagt Merz. Dafür zähle er auf die Solidarität der Europäer und der US-Regierung. (Reuters)
Öltanker im Schwarzen Meer offenbar von Drohnen angegriffen
Ein Öltanker auf dem Weg nach Russland wird im Schwarzen Meer von einer Drohne angegriffen. Das unter der Flagge von Palau fahrende Schiff „Elbus“ bittet die türkische Küstenwache um Hilfe und ändert seinen Kurs, wie der Branchendienst Lloyd's List Intelligence und ein maritimer Sicherheitsdienst melden. Demnach zielt der Angriff auf den Maschinenraum. Verletzte unter der 25-köpfigen Besatzung oder eine Umweltverschmutzung werden nicht gemeldet. (Reuters)
Sicherheitsabkommen mit den USA ist laut Selenskyj praktisch fertig zur Vorlage bei Trump
Das bilaterale Sicherheitsabkommen zwischen der Ukraine und den USA steht laut Präsident Wolodymyr Selenskyj kurz vor dem Abschluss mit US-Präsident Donald Trump.
Die Vereinbarung ist laut Selenskyj praktisch „fertig“ für eine Absegnung durch Trump. „Das bilaterale Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist jetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf höchster Ebene mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten“, erklärte Selenskyj am Donnerstag im Onlinedienst X.
Bei Treffen von Vertretern beider Länder am Mittwoch in Paris seien „komplexe Fragen“ des Rahmenwerks zur Beendigung des Krieges erörtert worden, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. „Wir gehen davon aus, dass die amerikanische Seite mit Russland in Kontakt treten wird, und wir erwarten eine Rückmeldung, ob der Aggressor wirklich bereit ist, den Krieg zu beenden.“ (Reuters/AFP)
Verfassungsschutz warnt vor verdecktem russischen Rüstungserwerb in Deutschland
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat vor einer verdeckten Rüstungsbeschaffung Russlands in Deutschland gewarnt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse schlägt der Verfassungsschutz Alarm wegen verstärkter russischer Aktivitäten zum Erwerb militärisch nutzbarer Technik in Deutschland: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine habe in Russland den Bedarf an Rüstungsgütern sowie an so genannten „proliferationsrelevanten Produkten“ – also Technologien für Massenvernichtungswaffen – erhöht, und Russland umgehe dabei EU-Sanktionen.Trotz der Sanktionen und umfassender Exportkontrollen suche Russland immer wieder neue Wege, die Schutzmechanismen zu umgehen – häufig verdeckt, über verborgene Netzwerke und mithilfe der Nachrichtendienste, analysierte die Behörde. Als weitere Staaten, die so vorgehen, nennt der Verfassungsschutz China, Iran, Nordkorea und Pakistan.
„Die Anzahl und Professionalität der Beschaffungsbemühungen ausländischer Staaten in Deutschland liegt insgesamt auf einem hohen Niveau – mit steigender Tendenz“, heißt es in der Analyse, über die zuerst das „Handelsblatt“ berichtet hatte. (AFP)
Starmer macht gegenüber Trump Position zu Grönland deutlich
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat mit US-Präsident Donald Trump über dessen Besitzansprüche auf Grönland gesprochen. Starmer habe dabei seine Position zum Thema der US-Ansprüche auf Grönland deutlich gemacht, hieß es in einer Mitteilung des Londoner Regierungssitzes 10 Downing Street.Großbritannien vertritt wie Deutschland und andere europäische Verbündete den Standpunkt, dass nur die Grönländer selbst und Dänemark über die Zukunft des autonom verwalteten Territoriums entscheiden sollen. US-Präsident Trump erhebt hingegen Ansprüche auf die zum Königreich Dänemark gehörende Insel.
Söder: „Es wäre echt gut, wenn irgendwann Frieden kommt“
Russland nennt westliche Truppen in der Ukraine „legitime Kampfziele“
Russland betrachtet alle Truppen, die von westlichen Regierungen in die Ukraine entsendet würden, als „legitime Kampfziele“. Die Warnung folgt auf Pläne Großbritanniens und Frankreichs, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe dort zu stationieren. Das russische Außenministerium bezeichnet die „militaristischen Erklärungen“ der Ukraine-Unterstützer-Staaten der sogenannten Koalition der Willigen in einer Erklärung als zunehmend gefährlich.Besetzte Krim offenbar unter nächtlichen Drohnenangriffen
Der krimtatarische Telegram-Kanal „Krimskyj Witer“ meldete in der Nacht zum 8. Januar zahlreiche Explosionen und Drohnenüberflüge auf der besetzten Krim. Betroffen waren demnach mehrere Regionen, darunter Feodosija, Kertsch sowie die Gebiete um Saky und Jewpatorija. Über Jalta sollen Augenzeugen schnelle, offenbar reaktive Drohnen beobachtet haben, die von russischen Kampfflugzeugen abgefangen wurden.
Am Morgen wurde erneut eine Explosion nahe Kertsch gemeldet, mutmaßlich aus Richtung der Krim-Brücke. In sozialen Netzwerken tauchten Bilder eines möglichen Einschlagkraters in einem ländlichen Gebiet auf. Lokale Kanäle berichteten zudem, dass in Sewastopol der zivile Fährverkehr zeitweise ausgesetzt wurde.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte später, über der Krim seien 14 ukrainische Drohnen abgeschossen worden; unabhängige Bestätigungen dafür lagen zunächst nicht vor. (Yulia Valova)
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