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Massive Luftangriffe Russlands auf die Ukraine: UN-Sicherheitsrat tritt zu Dringlichkeitssitzung zusammen
Selenskyj: Putin will Städte auslöschen + London stellt 230 Millionen Euro für Vorbereitung von Einsatz von Schutztruppe bereit + Meloni fordert direkte Gespräche mit dem Kreml + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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UN-Sicherheitsrat tritt nach Russlands Attacken zu Dringlichkeitssitzung zusammen
Nach massiven russischen Angriffen auf Kiew kommt der UN-Sicherheitsrat am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zur Ukraine zusammen. „Russland hat mit seinen Angriffen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur in der Ukraine ein neues, erschreckendes Ausmaß an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erreicht“, erklärte der ukrainische UN-Botschafter Andrij Jermak am Freitag in einem Schreiben, in dem er um die Einberufung der Sitzung bittet und das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
Der Antrag der Ukraine wurde von sechs Mitgliedern des Sicherheitsrates unterstützt, wie AFP aus Diplomatenkreisen erfuhr. Dabei handelt es sich demnach um Frankreich, Großbritannien, Lettland, Dänemark, Griechenland und Liberia.
Bei russischen Angriffen waren in der Nacht zum Freitag nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet worden. In tausenden Wohnhäusern in Kiew fiel zudem bei Minusgraden die Heizung aus. (AFP)
Nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versucht Russland, mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die großen Städte der Ukraine unbewohnbar zu machen. „Die Russen nutzen das Wetter – die Kältewelle – und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen“, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Zuletzt habe es die Hauptstadt Kiew getroffen, davor Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih, wiederum davor Odessa.
„Die Haupttaktik Russlands besteht darin, zu versuchen, Städte vollständig auszuschalten“, sagte Selenskyj. Er verlangte von allen Stadtverwaltungen, vorbereitet zu sein und die Bürger zu schützen. In den angegriffenen Städten ist die Versorgung mit Strom, Wasser, Heizung zum großen Teil ausgefallen. (dpa)
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Großbritannien stellt 230 Millionen Euro für Vorbereitung von Ukraine-Einsatz bereit
Lettland will Sitzung des UN-Sicherheitsrats
Lettland will als Reaktion auf den jüngsten schweren russischen Angriffe auf die Ukraine eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen. Dies kündigte Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X an. Russland hatte zuvor die Ukraine erneut mit massiven Schlägen aus der Luft überzogen. Dabei setzte Russland nach eigenen Angaben zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn auch seine neue Mittelstreckenrakete Oreschnik ein. (dpa)
Kiew meldet russische Angriffe auf zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben aus Kiew zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Ein Schiff sei auf dem Weg zum südukrainischen Hafen Tschornomorsk gewesen, während das andere nahe des Hafens von Odessa getroffen worden sei, erklärte der ukrainische Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram. Bei dem Angriff sei ein syrisches Besatzungsmitglied getötet worden.
„Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Russland bewusst zivile Objekte, internationale Schifffahrt und Lebensmittellogistik ins Visier nimmt“, fügte Kuleba hinzu. Das eine Schiff sei für eine Getreideladung vorgesehen gewesen, das andere sei beim Transport von Sojabohnen getroffen worden. (AFP)
UN-Behörde verhandelt über Feuerpause am AKW Saporischschja
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine begrenzte Feuerpause am AKW Saporischschja zur Reparatur einer Stromleitung. Bei Kämpfen am 2. Januar sei die letzte 330-Kilovolt-Notfallleitung beschädigt worden, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in Wien mit.
Das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk im Süden der Ukraine werde derzeit nur über die 750-Kilovolt-Hauptleitung versorgt. Nötig sei eine Kampfpause etwa zehn Kilometer vom Werk entfernt, damit ukrainische Techniker die Leitung reparieren könnten, sagte Grossi. Die IAEA habe in den vergangenen Monaten schon drei Mal solche Feuerpausen ausgehandelt. (dpa)
Ukraine untersucht Trümmer der russischen Rakete Oreschnik
Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU hat Trümmer einer russischen ballistischen Rakete untersucht, mit der Russland in der Nacht zum 9. Januar die Stadt Lwiw angegriffen hat. Nach vorläufigen Erkenntnissen stammen die gefundenen Bauteile aus dem Raketensystem Oreschnik, heißt es.Meloni: Europa soll wieder mit Russland sprechen
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni unterstützt angesichts internationaler Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs Gespräche zwischen Europa und Russland. „Ich glaube, es ist der Moment gekommen, in dem auch Europa mit Russland sprechen sollte“, sagte die rechte Regierungschefin auf ihrer jährlichen Pressekonferenz in Rom.
„Denn wenn Europa beschließt, an dieser Verhandlungsphase teilzunehmen, dabei aber nur mit einer der Konfliktparteien spricht, fürchte ich, dass der positive Beitrag, den es leisten könnte, am Ende begrenzt sein wird“, sagte sie. (dpa)
Europäische Regierungschefs verurteilen russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete
Ukraine stuft russischen Raketenangriff als Kriegsverbrechen ein
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU stuft den nächtlichen russischen Angriff mit einer Hyperschallrakete auf die westliche Region Lwiw als Kriegsverbrechen ein. Russland habe inmitten sich stark verschlechternder Wetterbedingungen versucht, kritische Infrastruktur in der Nähe der Grenze zur Europäischen Union zu zerstören, teilt der SBU mit. (Reuters)
Ukraine vergibt Lithium-Großprojekt an Trump-nahe Investoren
Berlin will von Indien Reduzierung der Energiekäufe in Russland
Berlin verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete durch russische Armee
Medwedew vergleicht Raketeneinsatz mit Beruhigungsspritze
Russischer Drohnenangriff beschädigt auch katarische Botschaft in Kiew
Selenskyj: Russische Drohne beschädigt Botschaft von Katar in Kiew
Eine russische Drohne hat bei nächtlichen Angriffen auf die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj das Botschaftsgebäude von Katar in Kiew beschädigt. Katar helfe bei der Vermittlung von Gesprächen mit Russland über den Austausch von Kriegsgefangenen, teilt Selenskyj über Telegram weiter mit. (Reuters)Behörde: Mehr als 500.000 Russen ohne Strom nach ukrainischem Angriff
Wolfgang Ischinger hält direkte Gespräche zwischen Europa und Russland derzeit für sinnlos
Der ehemalige Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält direkte Gespräche der Europäer mit der russischen Regierung derzeit für sinnlos. Hochrangige russische Politiker machten immer wieder deutlich, dass die Europäer für sie „nur Vasallen der Vereinigten Staaten“ seien und hätten wohl nur Interesse, mit den USA zu sprechen, sagte Ischinger in einem am Freitag veröffentlichten TV-Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Er zeigte sich deshalb auch skeptisch gegenüber dem Vorschlag von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, direkt mit Russlands Präsident Wladimir Putin zu sprechen.
Dies sei auch der Hauptgrund, warum er Vertreter der russischen Regierung nicht zu der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar eingeladen habe, sagte Ischinger. Sie würden ohnehin nicht kommen und „von 90 Prozent der anderen Teilnehmer der Sicherheitskonferenz niedergebrüllt werden“. „Es tut mir leid, aber es macht derzeit wenig Sinn, einen Vertreter der russischen Regierung dabei zu haben“, fügte Ischinger hinzu.
Er habe sich aber sehr bemüht, für die Konferenz russische Vertreter zu finden, die einen „ernstzunehmenden intellektuellen, politischen oder militärischen Hintergrund“ hätten, ohne dabei klassische Oppositionelle zu sein. Er hoffe sehr darauf, dass wieder sinnvolle Gespräche Deutschlands oder der Europäer mit der russischen Seite möglich seien, so dass man die russische Regierung wieder zur Münchner Sicherheitskonferenz einladen könne, sagte Ischinger. „Aber leider sind wir im Moment noch nicht so weit.“ (Reuters)
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