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Putin ist angeblich bereit: Trump macht Selenskyj erneut für Verzögerung des Friedensprozesses verantwortlich
Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew + Notstand für ukrainischen Energiesektor erklärt + Ukraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung bis Mai + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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Trump macht Selenskyj erneut für die Verzögerung des Friedensprozesses verantwortlich
Russische Truppen versuchen, in die Region Saporischschja vorzudringen
Moskau berechnet angebliche Kriegsschäden durch die ukrainischen Streitkräfte
Russland verbreitet Falschmeldungen über angebliche „Munitionslager“ in Wohnhäusern von Cherson
Studie: Nur vier Prozent der Ukrainer bewerten ihren mentalen Zustand als gut
Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew scharf
Die ukrainische Führung schaltet sich in die bereits seit Tagen andauernde Notlage der Hauptstadt Kiew ein. Zugleich kritisierte Präsident Wolodymyr Selenskyj das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko.Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem russischen Luftangriff am vergangenen Freitag außer Gefecht gesetzt worden, was für Hunderttausende Menschen den Ausfall von Heizung, Strom und Wasser bedeutete.
Auch andere ukrainische Städte haben durch russische Attacken auf ihre Energieversorgung einen Blackout erlitten. Die Angriffe zielen nach Kiewer Auffassung darauf ab, die Städte im Frost unbewohnbar zu machen.
Die Regierung habe die Lage in Kiew, Odessa, Dnipro, Krywyj Rih und Charkiw besprochen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Wir sehen, dass viel gemacht worden ist, – insbesondere in Charkiw, wo sich die lokalen Behörden vorbereitet haben“, sagte er. „Kiew hat leider deutlich weniger getan. In der Hauptstadt wurde sehr wenig unternommen.“ Auch jetzt gingen die Reparaturarbeiten dort nicht intensiv genug voran, kritisierte er.
Das Eingreifen der Regierung in Kiew und damit in Klitschkos Zuständigkeit bedeutet aber auch, dass ein alter politischer Konflikt wieder aufbricht. Selenskyj und Klitschko waren bei der Präsidentenwahl 2019 Konkurrenten. Trotz des Burgfriedens, der wegen des Krieges innenpolitisch in der Ukraine herrscht, gibt es immer wieder Sticheleien zwischen den beiden.
Klitschko gestand bei einer eigenen Krisensitzung mit seiner Verwaltung ein, dass die Hauptstadt in der schwierigsten Lage seit Kriegsbeginn sei. Anfangs habe es in 6000 Wohnblocks, der Hälfte des Bestands, keine Heizung gegeben, sagte er. Immer noch seien 400 Wohnblocks unbeheizt, aber man hoffe, sie bald wieder ans Fernwärmenetz zu bekommen. (dpa)
Selenskyj kündigt Notstand für ukrainischen Energiesektor an
Moskau macht Kiew für Angriff auf griechischen Tanker im Schwarzen Meer verantwortlich
Das russische Verteidigungsministerium hat die Ukraine für den Angriff auf einen griechischen Tanker im Schwarzen Meer am Dienstag verantwortlich gemacht. Der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker 'Matilda' sei etwa 100 Kilometer vor der Stadt Anapa von zwei ukrainischen Drohnen angegriffen worden, erklärte das Ministerium am Mittwoch auf Telegram. Im Schwarzen Meer sei ein Notsignal empfangen worden.
Kiew reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe. Die Ukraine hat immer wieder Energieinfrastruktur in Russland ins Visier genommen – als Vergeltung für die seit fast vier Jahren anhaltende Großoffensive Russlands in der Ukraine, bei der zehntausende Menschen getötet worden sind.
Am Dienstag hatte Athen Drohnenangriffe auf die zwei griechischen Öltanker „Matilda“ und „Delta“ gemeldet. Einer der Tanker war demnach auf dem Weg nach Russland, um dort mit Öl aus Kasachstan befüllt zu werden. Das russische Verteidigungsministerium erwähnte die „Delta Harmony“ nicht. (AFP)
Ukraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung bis Mai
In der von Russland angegriffenen Ukraine sind das geltende Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung bis Anfang Mai verlängert worden. Für beide Gesetzvorlagen stimmte jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten. Die Entwürfe waren von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. (dpa)
Neuer ukrainischer Verteidigungsminister will Armee reformieren
Das ukrainische Parlament ernennt den bisherigen Digitalminister Mychajlo Fedorow zum neuen Verteidigungsminister. Der 34-Jährige kündigt an, die Armee mit Innovationen und Reformen zu stärken. „Unser Ziel ist es, das System zu verändern: die Armee zu reformieren, die Infrastruktur an der Front zu verbessern, Lügen und Korruption auszumerzen und Führung und Vertrauen zu einer neuen Kultur zu machen“, sagt Fedorow vor den Abgeordneten. (Reuters)
EU will Ukraine-Hilfen aufteilen
Die EU will die bewilligten Finanzhilfen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro aufteilen. Ein Drittel soll in den allgemeinen Haushalt fließen und zwei Drittel in militärische Ausrüstung, sagt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel. Die 60 Milliarden Euro für das Militär sollen ihr zufolge hauptsächlich für den Kauf von Ausrüstung aus europäischen Ländern verwendet werden. „Wir machen wirklich einen nächsten Schritt bei unserer Unterstützung, um eine stärkere und stabilere Ukraine aufzubauen“, sagt sie. (Reuters)
Selenskyjs Team unter neuer Führung im Präsidialamt: Wer bleibt – und wer steht auf dem Prüfstand
Nach dem jüngsten Personalwechsel im Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj führt nun Kyrylo Budanow, bisher Chef des militärischen Geheimdienstes, das Präsidialamt. Laut „RBK‑Ukraine“ sind vorerst keine größeren Umbesetzungen geplant; Budanow wolle die Arbeit des bestehenden Teams schrittweise prüfen.
Mehrere Schlüsselpersonen bleiben im Amt: Serhij Kyslyzja behält seine Rolle für internationale Kontakte und mögliche Friedensgespräche, Pawlo Palisa koordiniert weiterhin den militärischen Bereich, und Iryna Mudra soll sogar zusätzliche Aufgaben übernehmen. Auch die Zuständigkeiten von Ihor Brusylо (Protokoll) und Olena Kowalska (humanitäre Fragen) bleiben stabil.
Unklar ist die Zukunft anderer Führungskräfte wie Iryna Wereschtschuk, Wiktor Mykyta und Ihor Schowkwa, der möglicherweise ins Außenministerium wechseln könnte. Besonders umstritten bleibt Oleh Tatarow, zuständig für Sicherheits- und Strafverfolgungsfragen.
Seine Rolle wird seit Jahren kritisiert – unter anderem wegen seiner Vergangenheit in der Janukowytsch‑Ära und wegen Vorwürfen aus der Antikorruptionsszene, er nehme Einfluss auf Ermittlungsbehörden. (Yulia Valova)
Razzia in Parteibüro von ukrainischer Ex-Regierungschefin Timoschenko
Die Nationale Antikorruptionsbehörde der Ukraine hat laut ihrem „offiziellen Telegram-Kanal“ einen Anfangsverdacht gegen Julia Timoschenko, die Vorsitzende der Fraktion Batkiwschtschyna, bestätigt.
Die Ermittler werfen ihr vor, Abgeordneten Vorteile für loyales Abstimmungsverhalten angeboten und versucht zu haben, daraus einen regelmäßigen, systematischen Mechanismus zu machen. Grundlage ist Artikel 369 Absatz 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches; die Vorermittlungen laufen weiter.
In der Nacht vor der Veröffentlichung durchsuchten NABU und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft das Parteibüro in Kyjiw.
Timoschenko bezeichnet die Aktion als politisch motiviert und sprach auf Facebook von „bewaffneten Männern“, die das Gebäude ohne gültige Dokumente besetzt hätten. Laut ihr wurden Telefone, Unterlagen und persönliche Ersparnisse beschlagnahmt. Sie weist alle Anschuldigungen zurück.
Die 65-Jährige führt die drittstärkste Fraktion im Parlament. Sie prägte jahrzehntelang die ukrainische Politik, war zweimal Ministerpräsidentin und scheiterte dreimal bei Präsidentschaftswahlen. Ihre frühere Haftstrafe zwischen 2011 und 2014 war international als politisch motiviert kritisiert worden. (Yulia Valova/dpa)
Flucht über Belarus: Wehrpflichtige Ukrainer berichten von Verhören zu Truppenbewegungen und Einschlägen
Ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter, die unerlaubt nach Belarus fliehen, berichten laut „Slidstvo.Info“ von Verhören durch mutmaßliche Sicherheitskräfte in Zivil. Dabei geht es demnach vor allem um Informationen zu Bewegungen ukrainischer Truppen und Einschlagsorten von Raketen und Drohnen.
In geschlossenen Telegram-Gruppen schildern Betroffene, dass ihnen Telefone und Ausweise abgenommen würden und ein Entkommen kaum möglich sei. Die Befrager suchten gezielt nach Details zu Standorten, Routen und Einheiten der ukrainischen Armee.
Der ukrainische Grenzschutz erklärt den wachsenden Strom über Belarus mit professionellen Schleusernetzwerken und verweist auf gestoppte Fluchtversuche in den Regionen Riwne und Schytomyr im Jahr 2025. Laut Wolodymyr Schyhar von „BelPol“ nutzt das Lukaschenko-Regime die Geflüchteten zunächst für Informationsbeschaffung und leitet sie anschließend weiter Richtung EU. (Yulia Valova)
Witkoff und Kushner wollen offenbar noch diesen Monat Putin treffen
Der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, planen einem Medienbericht zufolge eine Reise nach Moskau für ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Die Begegnung könne noch in diesem Monat stattfinden, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Das Vorhaben könnte jedoch wegen der Unruhen im Iran verschoben werden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen. (Reuters)
Einschränkungen in mehreren Regionen nach russischen Angriffen – Zehntausende Haushalte ohne Strom
Die Lage im ukrainischen Stromnetz bleibt nach neuen russischen Angriffen äußerst kritisch, besonders im Raum Kyjiw sowie in den Regionen Sumy und Riwne. Dort können derzeit keine geplanten, stundenweisen Stromabschaltungen umgesetzt werden. Grund seien „die Folgen der Angriffe, Schäden an der Netzinfrastruktur und eine hohe Belastung“, teilte das Energieministerium mit.
In diesen Gebieten greifen die Betreiber daher zu Notabschaltungen, bis das System stabilisiert ist. Reparaturen laufen ununterbrochen. In der Region Dnipropetrowsk wurden nach nächtlichen Angriffen rund 74.000 Haushalte vom Netz getrennt; am Morgen waren noch über 40.000 ohne Strom. Auch in Odesa gibt es Einschränkungen, zusätzlich verursachten schlechtes Wetter in Teilen von Tschernihiw und Kyjiw weitere Ausfälle. (Yulia Valova)
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