
Harald Martenstein wundert sich, dass gegen Israel mehr demonstriert wird als gegen andere Staaten, gegen die man ebenfalls demonstrieren könnte wie etwa Iran, Syrien, Russland oder Nordkorea.

Harald Martenstein wundert sich, dass gegen Israel mehr demonstriert wird als gegen andere Staaten, gegen die man ebenfalls demonstrieren könnte wie etwa Iran, Syrien, Russland oder Nordkorea.

1,8 Millionen Menschen eingemauert, kein Weg zu Gütern, kein Weg nach draußen: Das ist der Gazastreifen. Tunnel versorgen die Bevölkerung - aber sie liefern auch Nachschub für den Krieg.

Im Westjordanland hat die Hamas weniger Einfluss als im Gazastreifen. Dort hat Palästinenserpräsident Abbas seine Machtbasis. Er könnte als Gewinner aus dem Konflikt hervorgehen.

Während US-Außenminister Kerry einen neuen Vorschlag für eine Waffenruhe vorlegt, hält Israel am Gaza-Einsatz fest. Die Zahl der zivilen Opfer steigt auf mehr als 800.

Bei einem israelischen Angriff auf eine von der UN betriebene Schule im Gazastreifen sind nach Darstellung der örtlichen palästinensischen Gesundheitsbehörde zehn Menschen getötet worden.

Die arabischen Länder rühren zum großen Sterben in Gaza keinen Finger. Denn die einen zerfallen und die anderen kämpfen gegen ihre eigene islamistische Opposition.

Die Hamas hat Israels einzigen internationalen Airport zum Ziel ihrer Raketen erklärt. Die Fluggesellschaften reagieren: Sie machen um Ben Gurion vorerst einen großen Bogen und streichen Flüge. Für den jüdischen Staat ist das eine herbe Niederlage, die erhebliche finanzielle, politische und mentale Folgen haben wird.

Seit zwei Wochen herrscht Krieg in Nahost. Immer mehr Menschen sterben. Dennoch halten viele Israelis den Einsatz in Gaza für notwendig – selbst Linke befürworten nun den Kampf gegen die Hamas und loben ihren konservativen Regierungschef.

Sie sagt „Toda raba“ – vielen Dank. Sie spricht die Worte auf Hebräisch, obwohl sie aus dem Gazastreifen ist. Maleha Khatib ist mit ihrem kranken Enkel in eine Herzklinik bei Tel Aviv gekommen. Denn hier werden auch palästinensische Patienten behandelt.

Eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt ist nicht in Sicht. Israel will ungeachtet vieler Opfer die Bodenoffensive noch ausweiten. Berichte über die Entführung eines israelischen Soldaten durch die Hamas wurden dementiert.

Es war das blutigste Wochenende seit Jahren: Fast 90 Menschen sind durch Israels Militäroffensive im Gazastreifen ums Leben gekommen. Am Sonntag starben auch 13 Israelis bei Gefechten mit der Hamas. Zudem behaupten die Islamisten, sie hätten einen jüdischen Soldaten in ihre Gewalt gebracht.

Die Lage der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen wird immer verzweifelter. Dennoch denkt die Hamas nicht ans Einlenken. Kann UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Waffenruhe vermitteln?

Mit Panzern, Artillerie und Soldaten geht Israel gegen die militärischen Stellungen der Hamas vor. Erklärtes Ziel ist es, vor allem die Tunnel zu zerstören, die die Islamisten nutzen, um nach Israel vorzudringen. Die USA betonen zwar das Recht des jüdischen Staates auf Selbstverteidigung, mahnen aber auch Zurückhaltung an.

Während Israel bereits eine Einigung über einen Waffenstillstand mit der Hamas verkündete, widerspricht diese jetzt: Es gebe "anhaltende Bemühungen, aber bis jetzt keine Einigung".

Die Reisen von Frank-Walter Steinmeier führen ins Risiko. Im wörtlichen Sinn: Die Raketen auf Israel können auch ihn dort treffen. Bei seinen Besuchen in der Ukraine fährt die Gefahr mit, dass manche die Lage mit Schüssen auf den Außenminister zu eskalieren versuchen.

Die Angriffe zwischen Israels und der Hamas dauern unvermindert an. Eine Waffenruhe ist nicht in Sicht, doch der Westen verstärkt seine Vermittlungsbemühungen - auch Außenminister Steinmeier.

Im Minutentakt schlagen israelische Bomben im Gazastreifen ein - dabei sind bereits mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen. Jetzt hat Israel bei der Offensive gegen die Hamas auch erstmals kurzzeitig Bodentruppen eingesetzt.

Während bei Luftangriffen bereits mindestens 100 Palästinenser getötet wurden, gibt es in Israel aufgrund des Raketenabwehrsystems "Iron Dome" bisher keine Opfer zu beklagen. Doch das Verteidigungsministerium warnt vor Gleichgültigkeit.

15 Sekunden bleiben nach dem Alarm. Die Kinder der Familie Zolberg schlafen im Schutzraum. In Sderot ist nichts mehr so wie vorher. Luftschläge gegen Gaza, Raketen gegen Israel. Der Nahostkonflikt eskaliert einmal mehr. Jeden Tag heulen wieder die Sirenen.

Erneut heulen in Tel Aviv die Sirenen. Nach Angaben des israelischen Fernsehens wurden am Donnerstagmorgen im Umkreis der Mittelmeermetropole fünf Raketen abgefangen.

Die Hamas schürt den Konflikt mit Israel. Denn es geht ihr allein darum, an der Macht zu bleiben und ihr angeschlagenes Image im Volk aufzupolieren. Der Raketenhagel soll dabei helfen - eine perfide, menschenverachtende Taktik. Ein Kommentar.

Am Mittwochmorgen feuerten radikale Palästinenser erneut Raketen auf Tel Aviv. Zuvor hatte Israels Luftwaffe massive Angriffe auf den Gaza-Streifen geflogen. Ist der Krieg noch zu stoppen? US-Präsident Obama ruft zur Mäßigung auf

Israel mobilisiert seine Truppen und bombardiert nicht nur strategische Ziele, sondern auch Wohnhäuser von führenden Hamas-Aktivisten. Währenddessen rüstet die Hamas auf. Deeskalation scheint kaum noch wahrscheinlich.

Nach dem Beginn der Luftoffensive im Gazastreifen erwägt die israelische Armee offenbar auch den Einsatz von Bodentruppen. In Israel selbst ist die Regierung in der Krise

Nach dem Fund der Leichen der drei entführten israelischen Jugendlichen setzt Israel die Suche nach ihren Mördern fort. Unterdessen ist es nach dem Tod eines arabischen Jugendlichen in Ost-Jerusalem erneut zu Krawallen gekommen.
Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Beth hat am Donnerstagabend die Namen von zwei Hauptverdächtigen für die mutmaßliche Entführung dreier jüdischer Jugendlicher im Westjordanland bekanntgegeben.

Israel setzt alles daran, drei verschwundene Jugendliche zu finden. Die Hamas soll sie entführt haben. Im Westjordanland gibt es nun eine Festnahmewelle.

Israel macht Hamas für die Entführung verantwortlich und nimmt Asis Dweik, den Präsidenten des palästinensischen Parlaments, fest. Ein Notruf der Entführten wurde von der Polizei zunächst ignoriert.

Endlich ein neues Image: Die Hamas engagiert eine junge, Englisch sprechende, alleinerziehende Mutter als erste weibliche Pressesprecherin. Israa al-Mudallal soll vor allem den Dialog mit westlichen Medien suchen. Ihren Job macht sie bisher eigentlich ganz gut - wären da nicht "die Offiziellen".

Drei Jahre lang waren die Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern ausgesetzt – am Mittwoch sollen sie wieder aufgenommen werden. Auf welche Punkte wird es ankommen?
Vier Millionen palästinensische Fernsehzuschauer setzen sich gegen 80 Millionen Ägypter durch: Ein 23-jähriger Hochzeitssänger aus dem Gaza-Streifen gewinnt die Castingshow „Arab Idol“. Sein Erfolg eint erstmals ganz Palästina – für eine Nacht.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat einen neuen Regierungschef benannt. Ramid Hamdallah gilt als wenig charismatisch und hörig. Er soll Abbas den Rücken stärken. Im Bewältigen von Problemen hat er sich bereits in der Vergangenheit bewiesen.
Selbst für viele Palästinenser kam die Ernennung überraschend. Rami Hamdallah war bisher in Palästina keine bedeutende politische Größe.

Nach Raketenangriffen durch Extremisten.

Die Hamas hält Sport von Frauen für nicht vereinbar mit dem Islam. Dass der Gaza-Marathon deshalb nun von der UN-Flüchtlingsorganisation abgesagt wurde, hält Friedhard Teuffel für ein mutiges Zeichen. Ein Kommentar.

Ägypten und Tunesien: Zwei Länder, die die postrevolutionäre Frustration gepackt hat. Erst wurde despotisch-willkürlich regiert, nun eben demokratisch-willkürlich, meint Malte Lehming. Die Perspektive ist düster.

Mursi ist nach fast 30-jähriger Diktatur der erste frei gewählte Präsident Ägyptens, damit lässt sich politisch gut begründen, dass die Bundesregierung einem Islamisten den roten Teppich ausrollt. Doch vor dem Berliner Kanzleramt wird der ägyptische Präsident mit Protesten empfangen.
Das Vertrauen der israelischen Politik in Europa schwindet
Mursi und andere Missverhältnisse: Die Kluft zwischen Israel und Europa vergrößert sich zunehmend.

Deutschland bindet sich eng an Israel. Aber genau deswegen darf es auch darauf drängen, dass Israel nicht alle Chancen für eine friedliche Lösung ungenutzt verstreichen lässt. Denn die Arabellion ist nicht mehr zu stoppen und was das für die Stabilität der Region bedeutet, ist unsicher.
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