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Thema

Hamas

Versorgung unter der Erde: Der Gazastreifen ist von Gütern abgeschnitten, sie kommen aus Tunnelröhren. Durch Tunnel kommen aber auch Abschussrampen, Waffen – und Kämpfer. Sie erreichen so Israel.

1,8 Millionen Menschen eingemauert, kein Weg zu Gütern, kein Weg nach draußen: Das ist der Gazastreifen. Tunnel versorgen die Bevölkerung - aber sie liefern auch Nachschub für den Krieg.

Von Martin Gehlen
Mahmud Abbas.

Im Westjordanland hat die Hamas weniger Einfluss als im Gazastreifen. Dort hat Palästinenserpräsident Abbas seine Machtbasis. Er könnte als Gewinner aus dem Konflikt hervorgehen.

Von Charles A. Landsmann
Leere Schalter statt Schlange stehen: Viele Flüge nach Ben Gurion wurden gestrichen.

Die Hamas hat Israels einzigen internationalen Airport zum Ziel ihrer Raketen erklärt. Die Fluggesellschaften reagieren: Sie machen um Ben Gurion vorerst einen großen Bogen und streichen Flüge. Für den jüdischen Staat ist das eine herbe Niederlage, die erhebliche finanzielle, politische und mentale Folgen haben wird.

Von Christian Böhme
Trauer um die Toten: Ein Israeli nimmt Abschied von seinem Sohn, der bei Gefechten mit der Hamas ums Leben kam.

Seit zwei Wochen herrscht Krieg in Nahost. Immer mehr Menschen sterben. Dennoch halten viele Israelis den Einsatz in Gaza für notwendig – selbst Linke befürworten nun den Kampf gegen die Hamas und loben ihren konservativen Regierungschef.

Von Lissy Kaufmann
Tage der Angst. Im Gazastreifen gibt es keine Sirenen, die vor Bombenangriffen warnen, und keine Schutzräume.

Sie sagt „Toda raba“ – vielen Dank. Sie spricht die Worte auf Hebräisch, obwohl sie aus dem Gazastreifen ist. Maleha Khatib ist mit ihrem kranken Enkel in eine Herzklinik bei Tel Aviv gekommen. Denn hier werden auch palästinensische Patienten behandelt.

Von Lissy Kaufmann
Angst und Verzweiflung: Die Menschen in Gaza fliehen vor den Angriffen der israelischen Armee.

Es war das blutigste Wochenende seit Jahren: Fast 90 Menschen sind durch Israels Militäroffensive im Gazastreifen ums Leben gekommen. Am Sonntag starben auch 13 Israelis bei Gefechten mit der Hamas. Zudem behaupten die Islamisten, sie hätten einen jüdischen Soldaten in ihre Gewalt gebracht.

Die israelische Armee bei der Bodenoffensive im Gazastreifen.

Mit Panzern, Artillerie und Soldaten geht Israel gegen die militärischen Stellungen der Hamas vor. Erklärtes Ziel ist es, vor allem die Tunnel zu zerstören, die die Islamisten nutzen, um nach Israel vorzudringen. Die USA betonen zwar das Recht des jüdischen Staates auf Selbstverteidigung, mahnen aber auch Zurückhaltung an.

Von Christian Böhme
Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei einer Pressekonferenz in Jerusalem.

Die Reisen von Frank-Walter Steinmeier führen ins Risiko. Im wörtlichen Sinn: Die Raketen auf Israel können auch ihn dort treffen. Bei seinen Besuchen in der Ukraine fährt die Gefahr mit, dass manche die Lage mit Schüssen auf den Außenminister zu eskalieren versuchen.

Von Christoph von Marschall
Das Abwehrsystem vor Tel Aviv.

Während bei Luftangriffen bereits mindestens 100 Palästinenser getötet wurden, gibt es in Israel aufgrund des Raketenabwehrsystems "Iron Dome" bisher keine Opfer zu beklagen. Doch das Verteidigungsministerium warnt vor Gleichgültigkeit.

Von Charles A. Landsmann
Start einer Rakete des israelischen Abwehrsystems "Iron Dome".

15 Sekunden bleiben nach dem Alarm. Die Kinder der Familie Zolberg schlafen im Schutzraum. In Sderot ist nichts mehr so wie vorher. Luftschläge gegen Gaza, Raketen gegen Israel. Der Nahostkonflikt eskaliert einmal mehr. Jeden Tag heulen wieder die Sirenen.

Von Lissy Kaufmann
Taxifahrer suchen während eines Luftalarms in Tel Aviv Schutz neben ihren Fahrzeugen.

Erneut heulen in Tel Aviv die Sirenen. Nach Angaben des israelischen Fernsehens wurden am Donnerstagmorgen im Umkreis der Mittelmeermetropole fünf Raketen abgefangen.

Von
  • Christian Böhme
  • Martin Gehlen
  • Charles A. Landsmann
Israelisches Manöver nahe des Gaza-Streifens.

Israel mobilisiert seine Truppen und bombardiert nicht nur strategische Ziele, sondern auch Wohnhäuser von führenden Hamas-Aktivisten. Währenddessen rüstet die Hamas auf. Deeskalation scheint kaum noch wahrscheinlich.

Von
  • Charles A. Landsmann
  • Christian Böhme
Neue Hamas-Sprecherin Israa al-Mudallal: Dialog gen West

Endlich ein neues Image: Die Hamas engagiert eine junge, Englisch sprechende, alleinerziehende Mutter als erste weibliche Pressesprecherin. Israa al-Mudallal soll vor allem den Dialog mit westlichen Medien suchen. Ihren Job macht sie bisher eigentlich ganz gut - wären da nicht "die Offiziellen".

Von Marc Röhlig

Vier Millionen palästinensische Fernsehzuschauer setzen sich gegen 80 Millionen Ägypter durch: Ein 23-jähriger Hochzeitssänger aus dem Gaza-Streifen gewinnt die Castingshow „Arab Idol“. Sein Erfolg eint erstmals ganz Palästina – für eine Nacht.

Von Gil Yaron
(K)ein Rennen ohne Frauen: Der für den 10. April angekündigte Gaza-Marathon ist abgesagt.

Die Hamas hält Sport von Frauen für nicht vereinbar mit dem Islam. Dass der Gaza-Marathon deshalb nun von der UN-Flüchtlingsorganisation abgesagt wurde, hält Friedhard Teuffel für ein mutiges Zeichen. Ein Kommentar.

Von Friedhard Teuffel
In Ägypten und Tunesien (wie hier in Kairo) gehen dieser Tage die Menschen wieder zu Tausenden auf die Straßen. Die Rede ist von einer zweiten Arabellion.

Ägypten und Tunesien: Zwei Länder, die die postrevolutionäre Frustration gepackt hat. Erst wurde despotisch-willkürlich regiert, nun eben demokratisch-willkürlich, meint Malte Lehming. Die Perspektive ist düster.

Von Malte Lehming
Klare Sprache. Vor dem Kanzleramt hatten Demonstranten Plastikstelen mit dem Gesicht der berühmten Nofretete aufgestellt.

Mursi ist nach fast 30-jähriger Diktatur der erste frei gewählte Präsident Ägyptens, damit lässt sich politisch gut begründen, dass die Bundesregierung einem Islamisten den roten Teppich ausrollt. Doch vor dem Berliner Kanzleramt wird der ägyptische Präsident mit Protesten empfangen.

Von
  • Hans Monath
  • Christian Böhme
Angela Merkel hat zum wiederholten Male die Sicherheit Israels zu einem Teil der deutschen Staatsräson erklärt.

Deutschland bindet sich eng an Israel. Aber genau deswegen darf es auch darauf drängen, dass Israel nicht alle Chancen für eine friedliche Lösung ungenutzt verstreichen lässt. Denn die Arabellion ist nicht mehr zu stoppen und was das für die Stabilität der Region bedeutet, ist unsicher.

Von Gerd Appenzeller
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