Die Warnung war unmissverständlich: Sollte der Westen militärisch in Syrien intervenieren, hätte er gegen die syrische Armee zu kämpfen. Die verbündete Hizbollah würde von Libanon aus Israel angreifen.
Hamas
Angesichts der offenen Drohungen des syrischen Präsidenten verspürt der Westen wenig Lust auf eine Intervention à la Libyen. Dem Abschlachten weiter zuschauen ist aber auch keine Option.

Medien: Teilweiser Siedlungsbau-Stopp möglich / Krisengespräch in Berlin

Eigentlich sollte der Gefangenenaustausch ein Triumph der radikalislamischen Hamas über den „zionistischen Feind“ werden. Doch international wurde das Manöver zum propagandistischen Misserfolg.

Am Morgen hat der Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Palästinensern begonnen. Die Hamas meldet, dass sie ihren Teil der Vereinbarung eingehalten hat. Der 25-Jährige Soldat Gilat Schalit soll nach mehr als fünf Jahren wieder frei sein.
Der Politikberater Volker Perthes über die möglichen Attentats-Pläne des Iran, Risiken für den Arabischen Frühling und die Frage, warum Europa sich öffnen muss.
Fünf Jahre lang befand sich Gilad Schalit in den Händen der Hamas. Immer wieder gab es Versuche der Annäherung zwischen Israelis und Palästinensern. Die Ereignisse im Überblick.
Der Preis sei zu hoch, klagen manche - Die Reaktionen auf die Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas fallen auf beiden Seiten unterschiedlich aus.

Er ist über seinen Schatten gesprungen. Mit dem ausgehandelten Gefangenenaustausch hat Benjamin Netanjahu etwas von dem zurückgewonnen, was ihm am meisten fehlt: Glaubwürdigkeit.
Tel Aviv - Nach mehr als fünf Jahren Gefangenschaft im Gazastreifen soll der israelische Soldat Gilad Schalit jetzt freikommen. Unter ägyptischer Vermittlung haben sich Israel und die radikal-islamische Hamas geeinigt.
Das Hauptthema der Internationalen Funkausstellung heißt weiterhin 3-D, nur jetzt ohne Brille. Und das Motto: Ich vernetze, also bin ich. Ein Streifzug durch die heiligen Hallen der bombastischen Inszenierung.
Nach der Gewalteskalation der vergangenen Tage bemühen sich Israel und die Palästinenser im Gazastreifen um eine Beruhigung der Lage. Das palästinensische Volkswiderstandskomitee (PRC) erklärte am Montag, eine am Vorabend von der radikalislamischen Hamas angekündigte Waffenruhe einhalten zu wollen.
Berlin - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig muss diesen Mittwoch entscheiden, ob der muslimische Hilfsverein „Internationale Humanitäre Hilfsorganisation“ (IHH) verboten wird. Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte das Verbot im Juli 2010 verhängt, weil er den Verein verdächtigte, unter dem Vorwand humanitärer Hilfe die radikalislamische Hamas im Gazastreifen zu unterstützen.

Israels Premier stellt vor dem US-Kongress Gebietsabtritte in Aussicht – und verteidigt alte Positionen

Europa geht auf Distanz. Selbst die USA verlieren langsam die Geduld. Wenn sich in Jerusalem nicht Weitblick mit Entschlusskraft paart, bleibt alles, wie es ist. Premier Netanjahu könnte es ändern - andere haben es vorgemacht.

Selten gab es so offenen Streit zwischen Israel und den USA. Barack Obama bringt Israels Grenzen von 1967 als Basis für Friedensgespräche ins Spiel. Ein Treffen mit Israels Premier Netanjahu bringt keine Entspannung.

Ohne den Segen der USA wird es in der Region kaum Bewegung geben – doch die haben eigene Probleme.

Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden, schreibt im Tagesspiegel über sein erstes Konzert in Gaza.

Das Abkommen zwischen Fatah und Hamas ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung, meint Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Tel Aviv - Nach dem blutigsten Wochenende seit Ende des Gazakrieges 2009 haben sich Israel und die im Gazastreifen regierende Hamas zur Waffenruhe bereit erklärt. Doch beide machen sie davon abhängig, dass die jeweils andere Seite das Feuer einstellt.
In seinem Bericht für die UNO über den Gazakrieg von 2008/2009 warf Richard Goldstone beiden Lagern Aggression gegen Zivilisten vor. Nun revidiert er seinen Bericht: Israels Soldaten hätten nur in Einzelfällen in irrtümlicher Lageeinschätzung Zivilisten getötet.
Der Verfasser des UN-Berichts über den letzten Gazakrieg revidiert sein Urteil

Deutschland muss einen konstruktiven Beitrag für den israelisch-palästinensischen Konflikt leisten, statt die Wahrheit zu verzerren. Ein Gastkommentar.
Israel wird beschossen – und in Deutschland heißt es: selber schuld
Der Konflikt im Nahen Osten verschärft sich. Israel fliegt Angriffe gegen Ziele in Gaza. Palästinenser feuern Raketen auf Israel. Und in Jerusalem kam es zu einem Bombenanschlag. Warum eskaliert die Lage?
Eine israelische Spezialeinheit hat am Dienstag im Mittelmeer ein mit Waffen beladenes Schiff abgefangen. Die Lieferung kam nach den Worten von Ministerpräsident Netanjahu aus dem Iran und war für die im Gazastreifen regierende radikal-islamische Hamas-Organisation bestimmt.

Ihr Ziel ist die Rückkehr zum reinen Islam. Die Hamas hat hier ihre Wurzeln. Noch halten sie sich in Ägypten zurück. Aber bald könnten sie sehr wichtig werden.

Der Westen ist gegenüber Massenbewegungen in der muslimischen Welt skeptisch geworden. Die Folge ist Zaudern und Unentschlossenheit, dabei wäre es jetzt dringend notwendig, die Nahostpolitik zu überdenken.
Wenn Menschen, die 23 Jahre lang unter einem Diktator gelitten haben, plötzlich auf die Straße gehen und das Regime stürzen – wie in Tunesien –, wittern Demokraten das Entstehen einer neuen Demokratie. Und sie freuen sich darauf. Doch im Nahen Osten existiert ein dritter Weg: der Islamismus.

Fünf Jahre lang hielt ihn die Hamas in Geiselhaft. Nun wird der israelische Soldat Gilad Schalit gegen mehr als tausend inhaftierte Palästinenser eingetauscht. Denn in Israel gilt: Wir sind das Volk, und wir sind ein Volk.
Berlin - Es sollte ein Zeichen außenpolitischer Kompromissbereitschaft der Linkspartei sein – die Initiative im Bundestag zur Freilassung des vor vier Jahren in den Gazastreifen verschleppten und dort von der Hamas festgehaltenen Soldaten israelischen Soldaten Gilad Shalit. Mit diesem Auftrag schickte Fraktionschef Gregor Gysi den Außenpolitiker Wolfgang Gehrcke zu den anderen Fraktionen.

Schön, wenn in den Medien deutsche Juden Israel kritisieren. Dumm gelaufen, wenn sie keine Juden sind, wie unlängst im ARD-Magazin "Monitor". Henryk M. Broder über eine Sache, die so koscher ist wie eine Portion Kassler.

Die israelische Marine hat ein jüdisches Boot gestoppt und in den israelischen Hafen von Aschdod umgeleitet. Die Besatzung hatte "symbolische" Hilfsgüter für ein Krankenhaus im Gazastreifen an Bord. Auch eine deutsche Organisation ist beteiligt.
Der deutsche Völkerrechtler Christian Tomuschat hat Israels Regierung im Genfer UN-Menschenrechtsrat vorgeworfen, die Kooperation mit ihm zu verweigern. Tomuschat und zwei weitere Rechtsexperten sollten im UN-Auftrag prüfen, ob Israel und die Hamas-Regierung mögliche Kriegsverbrechen während des Gazakrieges 2008/2009 verfolgen.

In Washington beginnen die ersten direkten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern seit 20 Monaten. Die Aussichten sind nicht so schlecht wie beim letzten Mal.
Die Stunde der Not ist die Stunde der Retter. Nicht selten war in der Vergangenheit die Stunde der Not die Stunde der Islamisten.
Ein bestürzender Film aus dem Gazastreifen: "Soldatinnen Gottes – die Frauen der Hamas" zeigt Mütter, deren Söhne als Märtyrer starben.
Bundesaußenminister Westerwelle hat sich bei einem Treffen mit seinem israelischen Amtskollegen Lieberman gegen eine Teilung der Palästinensergebiete ausgesprochen.

Die EU-Beauftragte Catherine Ashton fordert im Gazastreifen die Öffnung aller Übergänge – und die USA dringen auf direkte Friedensgespräche.
Die IHH mit Sitz in Frankfurt soll die Sozialvereine der radikalislamischen Hamas finanziell unterstützt haben. Zudem bekämpft der Verein Israel, meint Innenminister de Maizière.