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Thema

Hamas

Die Warnung war unmissverständlich: Sollte der Westen militärisch in Syrien intervenieren, hätte er gegen die syrische Armee zu kämpfen. Die verbündete Hizbollah würde von Libanon aus Israel angreifen.

Die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit wurde für die Palästinenserführung nicht zum gewünschten Erfolg.

Eigentlich sollte der Gefangenenaustausch ein Triumph der radikalislamischen Hamas über den „zionistischen Feind“ werden. Doch international wurde das Manöver zum propagandistischen Misserfolg.

Von Charles A. Landsmann
Kann nach mehr als fünf Jahren in seine Heimat zurückkehren: Gilat Schalit.

Am Morgen hat der Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Palästinensern begonnen. Die Hamas meldet, dass sie ihren Teil der Vereinbarung eingehalten hat. Der 25-Jährige Soldat Gilat Schalit soll nach mehr als fünf Jahren wieder frei sein.

Von Charles A. Landsmann

Fünf Jahre lang befand sich Gilad Schalit in den Händen der Hamas. Immer wieder gab es Versuche der Annäherung zwischen Israelis und Palästinensern. Die Ereignisse im Überblick.

Das Hauptthema der Internationalen Funkausstellung heißt weiterhin 3-D, nur jetzt ohne Brille. Und das Motto: Ich vernetze, also bin ich. Ein Streifzug durch die heiligen Hallen der bombastischen Inszenierung.

Von Lars von Törne

Nach der Gewalteskalation der vergangenen Tage bemühen sich Israel und die Palästinenser im Gazastreifen um eine Beruhigung der Lage. Das palästinensische Volkswiderstandskomitee (PRC) erklärte am Montag, eine am Vorabend von der radikalislamischen Hamas angekündigte Waffenruhe einhalten zu wollen.

Berlin - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig muss diesen Mittwoch entscheiden, ob der muslimische Hilfsverein „Internationale Humanitäre Hilfsorganisation“ (IHH) verboten wird. Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte das Verbot im Juli 2010 verhängt, weil er den Verein verdächtigte, unter dem Vorwand humanitärer Hilfe die radikalislamische Hamas im Gazastreifen zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr sprachen sie noch zusammen, wenn auch unter dem Druck der USA: Israels Premier Netanjahu (M.) und Palästinenser-Präsident Abbas (r.).

Europa geht auf Distanz. Selbst die USA verlieren langsam die Geduld. Wenn sich in Jerusalem nicht Weitblick mit Entschlusskraft paart, bleibt alles, wie es ist. Premier Netanjahu könnte es ändern - andere haben es vorgemacht.

Von Malte Lehming

Tel Aviv - Nach dem blutigsten Wochenende seit Ende des Gazakrieges 2009 haben sich Israel und die im Gazastreifen regierende Hamas zur Waffenruhe bereit erklärt. Doch beide machen sie davon abhängig, dass die jeweils andere Seite das Feuer einstellt.

In seinem Bericht für die UNO über den Gazakrieg von 2008/2009 warf Richard Goldstone beiden Lagern Aggression gegen Zivilisten vor. Nun revidiert er seinen Bericht: Israels Soldaten hätten nur in Einzelfällen in irrtümlicher Lageeinschätzung Zivilisten getötet.

Von Christoph von Marschall

Der Konflikt im Nahen Osten verschärft sich. Israel fliegt Angriffe gegen Ziele in Gaza. Palästinenser feuern Raketen auf Israel. Und in Jerusalem kam es zu einem Bombenanschlag. Warum eskaliert die Lage?

Von Charles A. Landsmann

Eine israelische Spezialeinheit hat am Dienstag im Mittelmeer ein mit Waffen beladenes Schiff abgefangen. Die Lieferung kam nach den Worten von Ministerpräsident Netanjahu aus dem Iran und war für die im Gazastreifen regierende radikal-islamische Hamas-Organisation bestimmt.

Eher traditionell: Muslimbrüder demonstrieren vor der ägyptischen Botschaft in Beirut mit einem Konterfei ihres Gründers Hassan el Banna gegen Ägyptens Präsidenten Hosni Mubarak.

Ihr Ziel ist die Rückkehr zum reinen Islam. Die Hamas hat hier ihre Wurzeln. Noch halten sie sich in Ägypten zurück. Aber bald könnten sie sehr wichtig werden.

Von
  • Martin Gehlen
  • Andrea Nüsse

Wenn Menschen, die 23 Jahre lang unter einem Diktator gelitten haben, plötzlich auf die Straße gehen und das Regime stürzen – wie in Tunesien –, wittern Demokraten das Entstehen einer neuen Demokratie. Und sie freuen sich darauf. Doch im Nahen Osten existiert ein dritter Weg: der Islamismus.

Von Malte Lehming
Eine Palästinenserin läuft im Gazastreifen an einem Wandbild des gefangenen israelischen Soldaten Gilad Schalit vorbei.

Fünf Jahre lang hielt ihn die Hamas in Geiselhaft. Nun wird der israelische Soldat Gilad Schalit gegen mehr als tausend inhaftierte Palästinenser eingetauscht. Denn in Israel gilt: Wir sind das Volk, und wir sind ein Volk.

Von Michael Wolffsohn

Berlin - Es sollte ein Zeichen außenpolitischer Kompromissbereitschaft der Linkspartei sein – die Initiative im Bundestag zur Freilassung des vor vier Jahren in den Gazastreifen verschleppten und dort von der Hamas festgehaltenen Soldaten israelischen Soldaten Gilad Shalit. Mit diesem Auftrag schickte Fraktionschef Gregor Gysi den Außenpolitiker Wolfgang Gehrcke zu den anderen Fraktionen.

Von Matthias Meisner
Unter falscher Flagge: Der "Monitor"-Beitrag vom 17. Juni zeigt auch Edith Lutz. Gerade als Jüdin will sie den Menschen in Gaza helfen. Nur ist sie keine Jüdin.

Schön, wenn in den Medien deutsche Juden Israel kritisieren. Dumm gelaufen, wenn sie keine Juden sind, wie unlängst im ARD-Magazin "Monitor". Henryk M. Broder über eine Sache, die so koscher ist wie eine Portion Kassler.

Von Henryk M. Broder
Die "Irene" war am Sonntag mit zehn Personen von Zypern aus aufgebrochen.

Die israelische Marine hat ein jüdisches Boot gestoppt und in den israelischen Hafen von Aschdod umgeleitet. Die Besatzung hatte "symbolische" Hilfsgüter für ein Krankenhaus im Gazastreifen an Bord. Auch eine deutsche Organisation ist beteiligt.

Von Elisa Simantke

Der deutsche Völkerrechtler Christian Tomuschat hat Israels Regierung im Genfer UN-Menschenrechtsrat vorgeworfen, die Kooperation mit ihm zu verweigern. Tomuschat und zwei weitere Rechtsexperten sollten im UN-Auftrag prüfen, ob Israel und die Hamas-Regierung mögliche Kriegsverbrechen während des Gazakrieges 2008/2009 verfolgen.

US-Präsident Barack Obama (M) begrüßte den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (l) und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am 22.09.2009 beim Nahost-Dreiergipfel in New York. Nun sollen sich Israelis und Palästinenser wieder an einen Verhandlungstisch setzen.

In Washington beginnen die ersten direkten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern seit 20 Monaten. Die Aussichten sind nicht so schlecht wie beim letzten Mal.

Von Christoph von Marschall

Die Stunde der Not ist die Stunde der Retter. Nicht selten war in der Vergangenheit die Stunde der Not die Stunde der Islamisten.

Von Michael Schmidt

Ein bestürzender Film aus dem Gazastreifen: "Soldatinnen Gottes – die Frauen der Hamas" zeigt Mütter, deren Söhne als Märtyrer starben.

Von Hans-Jörg Rother
Im Gazastreifen. Die EU-Außenbeauftragte Ashton besucht eine Zementfabrik, die beim Gazakrieg vor eineinhalb Jahren zerstört worden war.

Die EU-Beauftragte Catherine Ashton fordert im Gazastreifen die Öffnung aller Übergänge – und die USA dringen auf direkte Friedensgespräche.

Von Albrecht Meier
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