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Thema

Hamas

Solidaritätsbekundung. Vor dem Parlament in Budapest demonstriert ein Mann gegen die antisemitischen Äußerungen des Abgeordneten Marton Gyöngyösi.

Judenfeindliche Vorfälle gehören in Ungarn zum Alltag. Die rechtskonservative Regierung von Viktor Orban distanziert sich oft nur halbherzig von den Urhebern. In Brüssel lösen die jüngsten antisemitischen Äußerungen des Jobbik-Abgeordneten Marton Gyöngyösi hingegen deutliche Kritik aus.

Von
  • Albrecht Meier
  • Christian Böhme
1947 bis 2012 Seit vielen Jahren stehen sich Israelis und Palästinenser zumeist feindlich gegenüber. Der Konflikt scheint kein Ende zu finden. Immer wieder werden Hoffnungen enttäuscht.

Acht Tage kämpfte Israels Armee im Gazastreifen mit der radikalislamischen Hamas. Nun die Waffenruhe: Ob sie lange hält, weiß niemand. Denn noch immer gibt es keinen dauerhaften Frieden zwischen Palästinensern und Israelis. Die beiden höchsten diplomatischen Vertreter in Deutschland erläutern ihre Sichtweise.

Von Shafi Salah Abdel
Netanjahus Bereitschaft zu einer Waffenruhe mit der Hamas wird in Israel kritisiert.

Die meisten Israelis sind mit dem Ausgang des Waffengangs gegen die Hamas unzufrieden. Entsprechend enttäuscht sind sie von ihrem Premierminister, der sich im Januar einer Wahl stellen muss. Dennoch kann er auf einen deutlichen Vorsprung bauen.

Von Charles A. Landsmann
Israelische Soldaten feiern den Waffenstillstand.

Die US-Regierung atmet auf: Im Gaza-Konflikt hat sich gezeigt, dass sich die Dynamik der Region durch den Arabischen Frühling kaum verändert hat. Ägypten bleibt konstruktiv, Israel dominant und der Konflikt begrenzt. Steht Barack Obama vor einer neuen Nahost-Initiative?

Von Malte Lehming
An der Grenze zum Gazastreifen: Israelische Soldaten im Einsatz.

Während Hamas und Israel sich intensiv auf einen Bodenkrieg vorbereiten, ist hinter den Kulissen offenbar ein Waffenstillstandsvertrag ausgearbeitet worden. Ein Hamas-Sprecher bestätigte nun Medienberichte, wonach die Waffen bereits heute Abend schweigen sollen. Verfolgen Sie die Ereignisse im Nachrichten-Ticker

Von Sidney Gennies

Mit düstersten Gedanken verfolgt die Bundesregierung die Kämpfe zwischen Israel und der Hamas, wie Guido Westerwelles Beschwörung eines „Flächenbrands“ belegt. Doch selbst wenn Israel auf eine Bodenoffensive in Gaza verzichten sollte, ist mit der bisherigen militärischen Eskalation ein Ausgleich zwischen den Konfliktpartnern in unerreichbare Ferne gerückt – und nur auf den setzt Berlin.

Mit düstersten Gedanken verfolgt die Bundesregierung die Kämpfe zwischen Israel und der Hamas, wie Guido Westerwelles Beschwörung eines „Flächenbrands“ belegt. Doch selbst wenn Israel auf eine Bodenoffensive in Gaza verzichten sollte, ist mit der bisherigen militärischen Eskalation ein Ausgleich zwischen den Konfliktpartnern in unerreichbare Ferne gerückt – und nur auf den setzt Berlin.

Berlin - Mehrere Hundert Menschen protestierten am Sonntagmittag in Berlin-Charlottenburg gegen die Raketenangriffe der Hamas auf Israel. Bei der Kundgebung auf dem Joachimstaler Platz sprachen unter anderem der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe.

Mit Fähnchen und Plakaten. Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Kurfürstendamm – der Protest soll nun jeden Sonntag stattfinden.

In Charlottenburg haben am Sonntag etwa 500 Personen ihre Solidarität mit Israel bekundet. Am Hermannplatz fanden sich 750 Personen zu einer pro-palästinesischen Kundgebung ein. Und die Proteste fangen gerade erst an.

Von Jörn Hasselmann
Israelische Panzer an der Grenze zum Gazastreifen.

Kairo will keine Eskalation, Kairo will den Camp-David-Friedensvertrag nicht gefährden. Kairo will ein Ende der Kämpfe und ein Ende des Tötens. Doch für seine Friedensbemühungen zwischen Israel und der Hamas verlangt Ägypten einen Preis.

Von Martin Gehlen

Der Nahostkonflikt bringt heute zahlreiche Berliner auf die Straßen. Freunde Israels rufen für 13 Uhr zu einer Solidaritätskundgebung „Befreit Gaza von der Hamas“ am Joachimstaler Platz in Charlottenburg auf.

„Die Chance, von einer Rakete getroffen zu werden“, sagt Idan Liberman, „ist ziemlich klein.“ Deshalb sorgt er sich mehr darum, in einem Lokal in Tel Aviv einen Tisch zu ergattern, als um die Angriffe der Hamas. Die aber erreichen sogar die beiden größten Städte Israels.

Von
  • Charles A. Landsmann
  • Martin Gehlen
  • Theresa Breuer

In Nahost droht neuer Krieg. Donnerstagabend erreichten Raketen aus dem Gazastreifen erstmals auch die israelische Großstadt Tel Aviv. Die israelische Armee bereitet eine Bodenoffensive vor, will die Waffen aber kurzfristig schweigen lassen.

Von
  • Charles A. Landsmann
  • Christian Böhme

Nach sechs Monaten in Gewahrsam hat Israel nach Angaben der Hamas einen der ranghöchsten Führer der radikalislamischen Organisation freigelassen. Abdel Asis Dweik war Präsident des inzwischen aufgelösten palästinensischen Parlaments.

Zum guten Schluss. Nach den Gesprächen in Kairo traf Hillary Clinton in Jerusalem mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zusammen. Foto: dpa

Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton bringt Friedenssignale aus Kairo nach Jerusalem.

Von Charles A. Landsmann

Ein neuer Waffenstillstand soll die Gewaltspirale zwischen Israelis und Palästinensern stoppen.

Ordnung und Chaos: Eine Szene aus dem Buch.

Vergangene Woche stellte der Zeichner Guy Delisle seine „Aufzeichnungen aus Jerusalem“ beim Tagesspiegel in Berlin vor – ein ungewöhnlicher Einblick in die spannenden, faszinierenden, kuriosen und auch traurigen Seiten der Heiligen Stadt.

Foto: dpa

Der Exilchef der Hamas, Khaled Maschaal, will nicht mehr für den Vorsitz des Politbüros kandidieren. Mit der Nachfolgefrage wird auch über die Machtverteilung innerhalb der Hamas entschieden.

Von Charles A. Landsmann

Die Warnung war unmissverständlich: Sollte der Westen militärisch in Syrien intervenieren, hätte er gegen die syrische Armee zu kämpfen. Die verbündete Hizbollah würde von Libanon aus Israel angreifen.

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