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Thema

Hamas

Washington - Die Spitzenpolitiker der USA geben der Hamas die Schuld an der Eskalation. Zugleich beurteilen die Zeitungskommentatoren die Erfolgsaussichten der Militäraktion Israels skeptisch.

Von Christoph von Marschall

So stark die israelischen Argumente für die Militäraktion "Gegossenes Blei" in Gaza auch sind, so zweifelhaft bleibt die Strategie. Denn die Hamas-Herrschaft über den Gazastreifen ist ein politisches Problem, das militärisch nicht zu lösen ist.

Von Charles A. Landsmann
Islamische Universität

Die israelischen Luftwaffe fliegt weiterhin Luftangriffe auf den Gazastreifen. In der Nacht zum Montag wurden wichtige Gebäude der Hamas bombardiert, unter anderem die Islamische Universität im Zentrum von Gaza-Stadt und ein Gästehaus der Hamas-Regierung.

Israel

Die Kampfhandlungen im Gazastreifen dauern an. Israel bringt Soldaten und Panzer in die Grenzregion. Außerdem zerstört das israelische Militär jetzt systematisch Schmugglertunnel, die entlang der Grenze vom Gazastreifen zu Ägypten gebaut worden sind.

Israelischer Panzer am Gaza-Streifen

Die Zeit der Drohungen könnte vorbei sein. Israels Kabinett will am Sonntag über einen Militäreinsatz entscheiden – doch ein Angriff birgt etliche Risiken für das Land.

Trotz zunehmender Spannungen mit der Hamas will die israelische Regierung die Übergänge zum Gazastreifen für Hilfstransporte öffnen. An den Plänen, die radikalen Islamisten in den kommenden Tagen anzugreifen, ändert das jedoch nichts.

Noch herrscht eigentlich Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern, doch die Gewalt im Gazastreifen eskaliert. Bei einem Luftangriff der Israelis wurden vier Palästinenser verletzt - als Antwort feuerte die Hamas 15 Raketen auf Israel ab. Vor allem Hilfsorganisationen sind besorgt.

Noch herrscht eigentlich Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern, doch die Gewalt im Gazastreifen eskaliert. Bei einem Luftangriff der Israelis wurden vier Palästinenser verletzt - als Antwort feuerte die Hamas 15 Raketen auf Israel ab. Vor allem Hilfsorganisationen sind besorgt.

Es geht um die Grenzen eines künftigen Palästinenserstaats, um das Schicksal Jerusalems und um vieles mehr: Nach der Konferenz in Annapolis im vergangenen Jahr hatten viele auf einen Friedensvertrag zwischen Israel und den Palästinensern bis Ende 2008 gehofft. Doch eine Lösung ist nicht in Sicht.

Seit Juni gilt ein Waffenstillstand zwischen Israel und der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas. Doch die Waffenruhe ist brüchig. Nun reagiert Israel auf einen Angriff aus dem Gazastreifen und riegelt ihn ab - vorerst.

Um Lehrer beim Umgang mit dem Islam in den Schulklassen zu unterstützen, will der Senat helfen. Opposition und Jugendstadträtin kritisieren den Entwurf jedoch. Denn ein Imam soll den Lehrkräften Nachhilfe geben, dessen Moschee als Treffpunkt für Islamisten gilt.

Von Claudia Keller

Die Gewalt zwischen den Palästinensergruppen geht weiter. In der Nacht zum Sonntag kam es in der Stadt Gaza zu Zusammenstößen zwischen der Polizeimiliz der radikalislamischen Hamas und Mitgliedern der so genannten "Armee des Islam".

Bei einer Serie von Bombenanschlägen in Gaza-Stadt wurden am Freitag mindestens sieben Menschen getötet, darunter mehrere Mitglieder der radikalislamischen Hamas. Die nimmt im Gegenzug 160 Palästinenser fest.

Tel Aviv/Gaza - Drei Tage nach Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen hat Israel am Sonntag mehrere Übergänge für den Güterverkehr in das Palästinensergebiet geöffnet. An den Übergängen Sufa und Nachal Oz sowie teilweise auch Karni sei die Wareneinfuhr wieder aufgenommen worden, teilte ein Sprecher der zivilen Verbindungseinheit der israelischen Armee mit.

Israel Hamas

Nach monatelangen Verhandlungen zeichnet sich Entspannung im Gazastreifen ab: Israel hat nach der Annäherung an die radikale Partei Hamas nun auch dem benachbarten Libanon die Aufnahme von Friedensgesprächen angeboten. Dabei wird es auch um das umstrittene Gebiet der Tschebaa-Höfe gehen.

US-Präsident Bush versucht ein letztes Mal den Friedensplan auf den Weg zu bringen. Das wäre die Zeit für Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, sich mehr für den Nahen Osten einzusetzen.

Von Volker Perthes

Übernimmt die islamistische Hisbollah nun die Kontrolle über Libanon, so wie die Hamas den Gazastreifen militärisch übernommen hat? Die Parallelen sind offensichtlich: Durch beide Gesellschaften geht ein tiefer politischer Riss. Der Konflikt wird von außen angeheizt – vermittelt wird dagegen nicht.

Von Andrea Nüsse
McCain Obama

Barack Obama, der Favorit radikaler Islamisten? Das behauptet jedenfalls sein möglicher Widersacher im Präsidentschaftswahlkampf, John McCain. Der schwarze Demokrat ist dem Republikaner zu liberal - und anfällig im Umgang mit extremistischen Politikern. Das sieht Obama ganz anders.

Überraschend sind der israelische Regierungschef Olmert und Palästinenserpräsident Abbas zu einem Gespräch zusammengekommen. Thema: der Nahost-Friedensprozess. Außerdem haben sie sich auf Gespräche mit George W. Bush vorbereitet.

Berlin - „Wer mit der Hamas redet, legitimiert nicht die Gewalt, die von ihr ausgeht.“ Für den Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Fritz Kuhn, steht fest, dass ein Friedensprozess im Nahen Osten unter Ausklammerung des Gazastreifens nicht gelingen kann.

Von Hans Monath
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