Washington - Die Spitzenpolitiker der USA geben der Hamas die Schuld an der Eskalation. Zugleich beurteilen die Zeitungskommentatoren die Erfolgsaussichten der Militäraktion Israels skeptisch.
Hamas
So stark die israelischen Argumente für die Militäraktion "Gegossenes Blei" in Gaza auch sind, so zweifelhaft bleibt die Strategie. Denn die Hamas-Herrschaft über den Gazastreifen ist ein politisches Problem, das militärisch nicht zu lösen ist.

Die israelischen Luftwaffe fliegt weiterhin Luftangriffe auf den Gazastreifen. In der Nacht zum Montag wurden wichtige Gebäude der Hamas bombardiert, unter anderem die Islamische Universität im Zentrum von Gaza-Stadt und ein Gästehaus der Hamas-Regierung.
Auch in der Nacht zu Montag setzte Israel seine Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen fort. Ziel war unter anderem die Islamische Universität im Zentrum von Gaza-Stadt. Ungeachtet dessen sollen am Montag erneut umfangreiche Hilfsgüter die Grenze passieren dürfen.

Die israelische Bevölkerung soll sich auf lange Kämpfe im Gaza-Streifen einstellen, die Regierung mobilisiert 6500 Reservisten. Welches Ziel verfolgt Israel?

Die Kampfhandlungen im Gazastreifen dauern an. Israel bringt Soldaten und Panzer in die Grenzregion. Außerdem zerstört das israelische Militär jetzt systematisch Schmugglertunnel, die entlang der Grenze vom Gazastreifen zu Ägypten gebaut worden sind.
Niemand im Gazastreifen hatte die israelische Drohung ernst genommen – jetzt sinnt die Hamas auf Rache.

Die Zeit der Drohungen könnte vorbei sein. Israels Kabinett will am Sonntag über einen Militäreinsatz entscheiden – doch ein Angriff birgt etliche Risiken für das Land.
Trotz zunehmender Spannungen mit der Hamas will die israelische Regierung die Übergänge zum Gazastreifen für Hilfstransporte öffnen. An den Plänen, die radikalen Islamisten in den kommenden Tagen anzugreifen, ändert das jedoch nichts.
Angesichts der wieder aufgeflammten Gewalt im Gazastreifen hat Israels Premierminister Ehud Olmert Gespräche in Jordanien geführt. Die Palästinenser warben unterdessen in Zeitungsanzeigen für den Friedensplan.
Noch herrscht eigentlich Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern, doch die Gewalt im Gazastreifen eskaliert. Bei einem Luftangriff der Israelis wurden vier Palästinenser verletzt - als Antwort feuerte die Hamas 15 Raketen auf Israel ab. Vor allem Hilfsorganisationen sind besorgt.
Noch herrscht eigentlich Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern, doch die Gewalt im Gazastreifen eskaliert. Bei einem Luftangriff der Israelis wurden vier Palästinenser verletzt - als Antwort feuerte die Hamas 15 Raketen auf Israel ab. Vor allem Hilfsorganisationen sind besorgt.

Anlässlich des 70. Jahrestag der Pogromnacht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel betont. Der Zentralrat der Juden forderte Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus.
Tel Aviv - Die großen verfeindeten palästinensischen Bewegungen, die nationalistische Fatah und die radikalislamische Hamas, werden an den Aussöhnungsverhandlungen Ende des Monats teilnehmen. Hamas strebt auch die Macht in der palästinensischen Dachorganisation PLO an, der sie bisher nicht angehört.
Es geht um die Grenzen eines künftigen Palästinenserstaats, um das Schicksal Jerusalems und um vieles mehr: Nach der Konferenz in Annapolis im vergangenen Jahr hatten viele auf einen Friedensvertrag zwischen Israel und den Palästinensern bis Ende 2008 gehofft. Doch eine Lösung ist nicht in Sicht.
Seit Juni gilt ein Waffenstillstand zwischen Israel und der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas. Doch die Waffenruhe ist brüchig. Nun reagiert Israel auf einen Angriff aus dem Gazastreifen und riegelt ihn ab - vorerst.
Um Lehrer beim Umgang mit dem Islam in den Schulklassen zu unterstützen, will der Senat helfen. Opposition und Jugendstadträtin kritisieren den Entwurf jedoch. Denn ein Imam soll den Lehrkräften Nachhilfe geben, dessen Moschee als Treffpunkt für Islamisten gilt.
Hamas gegen Fatah: Warum die Palästinenser kein Volk sind
Die Gewalt zwischen den Palästinensergruppen geht weiter. In der Nacht zum Sonntag kam es in der Stadt Gaza zu Zusammenstößen zwischen der Polizeimiliz der radikalislamischen Hamas und Mitgliedern der so genannten "Armee des Islam".
Bei einer Serie von Bombenanschlägen in Gaza-Stadt wurden am Freitag mindestens sieben Menschen getötet, darunter mehrere Mitglieder der radikalislamischen Hamas. Die nimmt im Gegenzug 160 Palästinenser fest.
Beim Abflug des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy aus Tel Aviv ist ein Schuss abgefeuert worden. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, blieb Sarkozy bei dem Vorfall am Dienstag unverletzt.
Tel Aviv/Gaza - Drei Tage nach Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen hat Israel am Sonntag mehrere Übergänge für den Güterverkehr in das Palästinensergebiet geöffnet. An den Übergängen Sufa und Nachal Oz sowie teilweise auch Karni sei die Wareneinfuhr wieder aufgenommen worden, teilte ein Sprecher der zivilen Verbindungseinheit der israelischen Armee mit.

Nachdem am Donnerstag der von Israel und militanten Palästinensern vereinbarte Waffenstillstand in Kraft getreten ist, wurden einige Warenübergänge von Israel in den Gazastreifen wieder geöffnet.
Die ersehnte Waffenruhe im Nahen Osten rückt einen Palästinenserstaat in weite Ferne

Nach monatelangen Verhandlungen zeichnet sich Entspannung im Gazastreifen ab: Israel hat nach der Annäherung an die radikale Partei Hamas nun auch dem benachbarten Libanon die Aufnahme von Friedensgesprächen angeboten. Dabei wird es auch um das umstrittene Gebiet der Tschebaa-Höfe gehen.
Engere diplomatische Beziehungen, mehr Kooperation und häufigere Treffen: Auf eine Bitte Israels hin soll künftig der Austausch zwischen der Europäischen Union und Israel verstärkt werden. Die Palästinenser reagieren gespalten.
Erst schlugen Hamas-Granaten in israelischen Grenzorten ein, dann feuerte die israelische Armee zurück. Dabei wurden drei Palästinenser getötet und fünf weitere verletzt.
Der Westen sollte endlich Entspannungspolitik betreiben: Sanktionen beenden und direkt mit Teheran verhandeln
Der Westen sollte endlich Entspannungspolitik betreiben: Sanktionen beenden und direkt mit Teheran verhandeln, fordert der Iran-Kenner Christoph Bertram.
US-Präsident Bush ist derzeit auf Nahost-Reise. Bei seiner letzten Station in Ägypten zeigte er sich optimistisch, dass es noch in seiner Amtszeit einen palästinensischen Staat geben wird.
Merkel und Sarkozy sollten sich mehr für den Nahen Osten einsetzen
US-Präsident Bush versucht ein letztes Mal den Friedensplan auf den Weg zu bringen. Das wäre die Zeit für Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, sich mehr für den Nahen Osten einzusetzen.
"Beunruhigende Prozesse" nennt Israel die Kämpfe zwischen der prowestlichen Regierung und der prosyrischen Opposition im Libanon. Die große Sorge ist, dass Iran es gelingen könnte, die Kontrolle zu übernehmen.
Avi Primor spricht mit dem Tagesspiegel über die deutsch-israelischen Beziehungen und die Hoffnung auf ein Ende des Nahostkonfliktes.
Übernimmt die islamistische Hisbollah nun die Kontrolle über Libanon, so wie die Hamas den Gazastreifen militärisch übernommen hat? Die Parallelen sind offensichtlich: Durch beide Gesellschaften geht ein tiefer politischer Riss. Der Konflikt wird von außen angeheizt – vermittelt wird dagegen nicht.
Pathos, Poesie, Parteilichkeit: John Berger berichtet von Überleben und Widerstand

Barack Obama, der Favorit radikaler Islamisten? Das behauptet jedenfalls sein möglicher Widersacher im Präsidentschaftswahlkampf, John McCain. Der schwarze Demokrat ist dem Republikaner zu liberal - und anfällig im Umgang mit extremistischen Politikern. Das sieht Obama ganz anders.

Akute Treibstoffkrise: Die Vereinten Nationen befürchten für den Gazastreifen eine erhebliche Verschlimmerung der Lebensumstände für 1,5 Millionen Palästinenser - sie können nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden. Die Hamas ruft darum zu Massenprotesten auf.
Überraschend sind der israelische Regierungschef Olmert und Palästinenserpräsident Abbas zu einem Gespräch zusammengekommen. Thema: der Nahost-Friedensprozess. Außerdem haben sie sich auf Gespräche mit George W. Bush vorbereitet.
Berlin - „Wer mit der Hamas redet, legitimiert nicht die Gewalt, die von ihr ausgeht.“ Für den Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Fritz Kuhn, steht fest, dass ein Friedensprozess im Nahen Osten unter Ausklammerung des Gazastreifens nicht gelingen kann.