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Israels Streitkräfte hatten am 05.08.2022 eine großangelegte Militäraktion gegen die extremistische Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) begonnen.
© Ilia Yefimovich/dpa
Update

Trotz Waffenruhe: Palästina meldet 40 Verletzte bei Zusammenstößen mit Israels Militär

Die Menschen sollen durch Schüsse in Nablus verletzt worden sein. Israel berichtet, ein führendes Mitglied der Al-Aksa-Brigaden getötet zu haben.

Bei Zusammenstößen mit dem israelischen Militär im Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben etwa 40 Menschen verletzt worden. Sie seien durch Schüsse bei einem Militäreinsatz in der Altstadt von Nablus verletzt worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Montag mit.

Dabei hat Israel ein führendes Mitglied der Al-Aksa-Brigaden getötet. Ibrahim al-Nablusi sei für eine Reihe von Anschlägen auf israelische Soldaten in der Gegend verantwortlich gewesen, teilten der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet sowie das Militär übereinstimmend am Dienstag mit.

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Bei der versuchten Festnahme seien auch Sprengsätze und weitere Waffen gefunden worden. Zudem sei ein weiteres Mitglied getötet worden.

Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod von Al-Nablusi sowie zwei weiteren Menschen. Es wird befürchtet, dass die Tötung von Al-Nablusi zu weiteren Konfrontationen führen könnte.

Die Al-Aksa-Brigaden sind der militärische Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Es handelt sich jedoch um ein lockeres Netzwerk ohne klare Hierarchie, örtliche Gruppierungen agieren oft auf eigene Faust.

Viele Menschen schweben demnach in Lebensgefahr. Vom israelischen Militär lag zunächst keine Bestätigung vor.

Nach dreitägigen Kämpfen war am Sonntag zwischen Israel und der palästinensischen Organisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft getreten. Das israelische Militär hatte am Freitag die Militäraktion „Morgengrauen“ mit Luftangriffen gegen den Dschihad im Gazastreifen gestartet. Während der Operation wurden zwei Dschihad-Militärchefs getötet. Seit Freitag feuerten militante Palästinenser daraufhin nach Militärangaben mehr als 1000 Raketen auf israelische Ortschaften. 200 davon seien im Gazastreifen eingeschlagen.

Der Einsatz gegen den Dschihad im Gazastreifen ist als Fortsetzung einer Kampagne im Westjordanland zu sehen, die schon seit Monaten andauert. Seit einer Terrorwelle in Israel im Frühjahr hält die Armee dort verstärkt Anti-Terror-Einsätze ab. (dpa)

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