
Als Annalena Baerbock im Außenministerium saß, hielten die Grünen die Israel-Gaza-Debatte unter der Decke. Nun streitet die Partei über Waffenlieferung, die Anerkennung von Palästina und Genozid-Vorwürfe.

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Lesen Sie hier Nachrichten und Analysen zum Westjordanland - von aktuellen Eskalationen bis zu politischen Prozessen und Hintergründen zum Konflikt.

Als Annalena Baerbock im Außenministerium saß, hielten die Grünen die Israel-Gaza-Debatte unter der Decke. Nun streitet die Partei über Waffenlieferung, die Anerkennung von Palästina und Genozid-Vorwürfe.

Geschichte erzählen, um die Gegenwart zu verstehen. Cherien Dabis erzählt in ihrem bewegenden Familienepos „Im Schatten des Orangenbaums“ über drei Generationen vom Israel-Palästina-Konflikt.

Aber nicht täuschen lassen: Die wirklichen Kino-Helden dieser Woche sind Frauen aus Teheran, dem Westjordanland und Oz.

Israelische Siedler gehen im Westjordanland laut Augenzeugen mit Knüppeln und Steinen auf eine Gruppe von Palästinensern los. Dabei schlagen sie offenbar auch Journalisten nieder, die als solche zu erkennen waren.

Nach US-Sanktionen hat YouTube offenbar über 700 Videos dreier palästinensischer Menschenrechtsorganisationen gelöscht. Experten kritisieren die Entscheidung scharf.

Die Verhandlungen über die Zukunft des Gazastreifens laufen. Die USA haben nun in einer Resolution beim UN-Sicherheitsrat ihre Pläne konkretisiert. Demnach soll die Truppe bis 2027 in Gaza bleiben.

Der Nahe Osten hat sich seit dem 7. Oktober 2023 stark verändert. Im Interview erklärt Nahostexperte Daniel Gerlach, warum er hoffnungsvoll in die Zukunft der Region blickt.

Gianni Infantino geriert sich als jemand, der Frieden nach Gaza bringen möchte. Doch das Vertrauen der Palästinenser in den Fifa-Chef ist erschüttert.

Viele von Israel seit dem Gaza-Krieg festgesetzte Palästinenser konnten im Austausch gegen die Hamas-Geiseln heimkehren. Sie waren in „Verwaltungshaft“, die als Verstoß gegen Menschenrechte kritisiert wird.

Nach dem Gaza-Deal kündigt die Bundesregierung Hilfe für Gaza an. Bedenken, dass diese von der Hamas missbraucht werden könnte, gibt es nach wie vor.

Hamas-Kämpfer im Gazastreifen haben offenbar gezielt Palästinenser hingerichtet, die sie als Kollaborateure bezeichnete. Der US-Präsident sprach von Banden – und zog eine Parallele zu den USA.

Als Gegenzug für die Rückkehr der Geiseln lässt Israel 250 palästinensische Häftlingen frei. Einige Forderungen der Hamas werden dabei nicht erfüllt.

Über einen eigenen Staat für die Palästinenser wird seit Jahrzehnten gestritten. Nun könnte die Debatte darüber erneut beginnen. Das liegt auch an der aktuellen Entwicklung im Gazakrieg – und Donald Trump.

Wie konnten westliche Linke nach dem Hamas-Massaker in Jubel ausbrechen? Und warum fällt vielen die Empathie für das Leid der Palästinenser so schwer? Vier neue Bücher suchen nach Antworten.

Gemeinsam mit Yotam Ottolenghi schrieb Sami Tamimi zwei Weltbesteller. In „Boustany“ feiert er die palästinensische Küche seiner Kindheit.

Ägypten vermittelt mit Katar im Gaza-Krieg zwischen Israel und der Hamas. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel erklärt Außenminister Badr Abdelatty, wie sein Land die Chancen von Trumps Plan sieht.

Der US-Präsident gibt sich zuversichtlich, dass die Kämpfe in Gaza schnell enden werden. Er selbst will einen Friedensrat leiten und Nahost in neue Zeiten führen. Kann das gelingen?

Trump und Baerbock warnten Netanjahu bereits deutlich vor einer Annexion des Westjordanlandes. Für arabische Staaten wäre damit eine rote Linie überschritten.

Um Deutschland wird es in der Nahost-Politik einsam. Wichtige Partner erkennen Palästina als Staat an, während die Bundesregierung darauf pocht, dies könne nur der abschließende Schritt sein.

Großbritannien, Kanada und Australien haben Palästina als Staat offiziell anerkannt, Frankreich will nachziehen. Die UN könnten dafür ein Forum werden. Experten analysieren, was das bedeutet.

Die vier Staaten gaben den Schritt am Sonntag bekannt. Es sind die ersten großen westlichen Wirtschaftsnationen, die Palästina anerkennen.

Ein Film über einen palästinensischen Jungen, der das Meer in Tel Aviv sehen will, räumt beim wichtigsten Filmpreis des Landes ab. Das gefällt der Netanjahu-Regierung nicht.

Die US-Filmindustrie stand lange Seite an Seite mit dem jüdischen Staat. Aber die Boykottaufrufe werden lauter, Festivals üben Selbstzensur. Die Branche ist über den Gazakrieg zerstritten.

Reem Alabali Radovan verschärft den Ton gegenüber Israel, warnt es wegen Gaza vor weiteren Konsequenzen. Die Terroristen der Hamas hören solche Töne von ihr nicht.

Die Annexion von Gaza und Westjordanland samt Zwangsaussiedlung der Menschen wäre völkerrechtswidrig. Die Geschichte kennt jedoch Beispiele, in denen Konflikte auf die Art entschieden wurden.

In seinem Restaurant „Prism“ kombiniert Gal Ben Moshe europäische Kochtechniken mit levantinischen Zutaten. Ende des Monats ist Schluss. Ein Gespräch zum Abschied.

Seit dem Gazakriegs schikanieren gewalttätige jüdische Siedler die Palästinenser im Westjordanland. Auch Brauerin Madees Khoury aus Taybeh leidet unter den Attacken.

Israel bezeichnet den getöteten Journalisten Anas al-Sharif als Hamas-Kämpfer, der TV-Kanal dementiert. Der Fall rückt die Arbeit des Senders in den Fokus, der einst die arabische Medienladnschaft revolutionierte.

Der Premier befürwortet das ultranationalistische Konzept eines Israels, das auch Teile Jordaniens und Ägyptens umfassen würde. Meint Netanjahu das ernst?

Ultranationalistische Israelis streben seit langem die Besetzung dieser Gebiete aus biblischer Zeit an. Die Äußerungen des israelischen Premiers führt zu Protesten in den Nachbarländern.

Der Gaza-Krieg wird ausgeweitet. Israels Premier schwenkt endgültig auf den militanten Kurs der Koalitionspartner ein. Damit verprellt er jetzt sogar den Verbündeten Deutschland.

Die erste Frage, die ihr als ARD-Journalistin in Tel Aviv oft gestellt werde, laute: Bist du für uns oder für die? Sophie von der Tann über die schwierige Gratwanderung zwischen Nähe und Nachricht.

Mahmud Abbas regiert autoritär in Teilen des Westjordanlands. Dennoch halten ihn viele in Europa für einen verlässlichen Partner – auch mit Blick auf eine Nachkriegsordnung für Gaza. Wie schafft er das?

Nach palästinensischen Angaben setzten Israelis im Westjordanland Häuser und Fahrzeuge in Brand. Dabei starb offenbar ein 41-jähriger Amerikaner. Er ist der zweite US-Bürger, der im Juli durch Siedlergewalt starb.

Bundesaußenminister Wadephul kritisiert Israels Pläne und Siedlergewalt im Westjordanland. Deutschland unterstützt palästinensischen Staat und bietet Wiederaufbauhilfe an.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) ist in Israel eingetroffen. Er kommt mit vielen Appellen – und einer Warnung. Am Freitag will er in Ramallah Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen.

Der Druck auf Israel wegen der verheerenden Lage in Nahost wächst. Nun will nach Frankreich auch Kanada Palästina anerkennen. Die Reaktion aus Israel und den USA folgt prompt.

Frankreichs Präsident Macron will im September die Anerkennung Palästinas als Staat verkünden. Die Bundesregierung nimmt dabei aber eine andere Haltung ein.

Rotem Sivan-Hoffmanns Söhne dienen in der israelischen Armee. Weil sie den Krieg in Gaza für falsch hält, hat die Ärztin die Protestbewegung „Ima Era“ gegründet. Sie fordert einen sofortigen Waffenstillstand.

Hamas-Massaker und Gazakrieg: Wer heute nach einer Lösung des Nahost-Konflikts sucht, gilt als naiv. Doch es gibt Menschen, die Ideen haben, wie Frieden gelingen kann.
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