
Bundespräsident Christian Wulff besucht Russland – gleich nach dem Gouverneur Kaliforniens. Wulff nimmt sich für seinen Besuch mehr als vier Tage Zeit. Aus gutem Grund.

Bundespräsident Christian Wulff besucht Russland – gleich nach dem Gouverneur Kaliforniens. Wulff nimmt sich für seinen Besuch mehr als vier Tage Zeit. Aus gutem Grund.

Wenn sie nicht zum Umgang mit dem Thema Ausländer traditionell solch ein, sagen wir, gespaltenes Verhältnis hätte, könnte einem die Union allmählich leidtun. Erst ist Sarrazin über sie gekommen. Dann hat der Bundespräsident sie verwirrt. Und jetzt also Seehofer. Ein Kommentar.
Bundespräsident Christian Wulff reist nach Russland und in die Türkei. Beide Reiseziele offenbaren ein hoch politisches Amtsverständnis. Wulff setzt eigene außenpolitische Akzente - das liegt aber natürlich auch am nahezu tragisch irrlichternden Außenminister.

Der türkische Premier Erdogan ist begeistert von der Rede des Bundespräsidenten – und will bei der Integration helfen. Unterdessen wendet sich CSU-Chef Seehofer gegen eine weitere Zuwanderung aus "fremden Kulturkreisen".

"Ich würde eine Frau mit Kopftuch einstellen", sagt Annette Schavan. Die Bildungsministerin spricht im Interview über Wulffs Äußerungen zu Muslimen und den Dialog zwischen den Religionen.
Die Schrecksekunde dauerte etwa 48 Stunden, dann ging das Gewitter los. Der Bundespräsident hatte es gewagt, den Islam einen Teil Deutschlands zu nennen. Ausgerechnet in der Rede zum Tag der deutschen Einheit.

Ohne klare Grenzen gibt es auch keine Heimat. Über die Gräben: David Grossmans Rede zum Friedenspreis in der Frankfurter Paulskirche.
Bildungsministerin Schavan hat die Muslime aufgefordert, Gewalt im Namen ihrer Religion, Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde zu verurteilen. Muslime sollten zudem religiöse Toleranz zeigen. Unterdessen herrscht Entsetzen über Seehofers Äußerungen zur Zuwanderung.

Mesut Özil macht den Unterschied und das Land seiner Großeltern unglücklich. Der Deutsch-Türke aus Gelsenkirchen ließ sich nicht durch Pfiffe irritieren und auch nicht durch seinen mühsamen Einstieg ins Spiel.
„Wulff: Islam gehört zu Deutschland “ von Matthias Schlegel vom 4. Oktober Obwohl ich mich mit der Wahl des Bundespräsidenten Wulff zunächst wenig anfreunden konnte, muss ich jedoch inzwischen einräumen, dass er die ersten 100 Tage in seinem Amt ganz gut gemeistert hat.
Deutschland gegen die Türkei. Die Partie stand im Schatten eines Feuers, das seit Sarrazin und Wulff vor sich hinlodert. Doch am Ende war nur wichtig, was auf dem Fußballplatz geschah.
Die Bundesregierung hat die Vergabe des Friedensnobelpreises an den chinesischen Bügerrechtler Liu Xiaobo begrüßt und seine Freilassung gefordert. Regierungssprecher Steffen Seibert würdigte Lius gewaltfreies Engagement.

Der Historiker Hans-Ulrich Wehler spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über die westliche Kultur, den Islam und den Bundespräsidenten.
Integrationssenatorin Carola Bluhm (Linke) findet den Streit über die Anmerkungen von Bundespräsident Christian Wulff zur Rolle des Islam in Deutschland unverständlich.

Bisher hat die CDU der Türkei statt eines EU-Beitritts eine "maximale Partnerschaft" in Aussicht gestellt. Durch Wulffs Islam-Äußerungen sehen sich die Befürworter eines Beitritts bestätigt.

Der 100. Deutsche Soziologenkongress sucht nach Identitäten in transnationalen Gesellschaften.

Frank Henkel, Landes- und Fraktionschef der CDU, gibt Christian Wulff teilweise recht. Muslime würden zu Deutschland gehören. Dennoch: Dem Islam fehle Aufklärung. Auch andere CDU-Mitglieder sehen Wulffs Rede kritisch.
Der Historiker Hans-Ulrich Wehler hat die Aussagen von Bundespräsident Christian Wulff zum Islam als Teil Deutschlands scharf kritisiert.
Festakt zu 300 Jahren Wissenschaft in Berlin: Nach zwölf Monaten Feiermarathon kamen noch mal die Jubilare Humboldt-Universität, Charité und Akademie der Wissenschaften zusammen.
Christian Troll ist Professor für Islam und christlich-muslimische Begegnung an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Im Interview spricht er über die Islamthese des Bundespräsidenten.
In der Islam-Debatte in Deutschland wird häufig so getan, als bilde das perverse Verständnis eines Osama bin Laden von einer gottgefälligen Welt den "wahren" Kern dieser Religion. Muslimische Normalbürger, etwa in der Türkei, erkennen ihre eigene Religion in diesem Zerrbild nicht wieder.

"Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland", sagte Christian Wulff in seiner Bremer Ansprache. Henryk M. Broder und Reinhard Mohr meinen, das sei gut gemeint, mache die Sache aber nicht besser.
Bundespräsident Christian Wulff zeichnet Bundestrainer Joachim Löw mit dem Bundesverdienstkreuz aus – und will sich ein bisschen so fühlen wie er. Für die Mannschaft gibt es das Silberne Lorbeerblatt.

Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hat mit seinen Äußerungen über die Rolle des Islam in Teilen der eigenen Partei und bei Kirchenfunktionären Irritationen und Widerspruch ausgelöst.

Wer den Koran wörtlich nimmt, kollidiert mit unserer Kultur. Wenn der Bundespräsident von unserer christlich-jüdischen Geschichte spricht und sie gleichsetzt mit dem Islam, der nun zu Deutschland gehören soll, vermischt er kulturelle Prägung und Religion. Ein Gastkommentar.
Bundespräsident Christian Wulff empfing die Nationalmannschaft am Dienstag im Schloss Bellevue. Er verlieh Bundestrainer Joachim Löw das Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit bei der WM in Südafrika, die Mannschaft wurde mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Lob aus allen Lagern für die Bundespräsidentenrede zur Einheit - doch Politiker aus der Union nehmen Anstoß an Wulffs Satz: Der Islam gehört zu Deutschland.
In seiner Rede auf der zentralen Einheitsfeier in Bremen ruft Bundespräsident Wulff die Deutschen auf, Einwanderer als Bereicherung zu begrüßen.
Bundespräsident Christian Wulff hat faire Verhandlungen mit der Türkei über einen EU-Beitritt gefordert. Die Gespräche müssten „ergebnisoffen geführt werden“, sagte Wulff am Sonntagabend in der ARD.

"Deutschland muss Verschiedenheit aushalten": Anlässlich von 20 Jahren Einheit sprach Bundespräsident Christian Wulff in Bremen über Integration und Zusammenhalt, Rechte und Pflichten und die verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig.

Joachim Gauck hat zum 20. Jahrestag der Einheit mehr Anstrengungen zur Integration gefordert - von allen Seiten. Altbundespräsident Richard von Weizsäcker fordert Solidarität zwischen Ost und West.
JURIST 1920 in Stuttgart geboren, macht Weizsäcker 1937 in Berlin sein Abitur. Den Krieg erlebt er an der Ostfront vom ersten Tag an, danach studiert er in Göttingen Rechtswissenschaft und Geschichte, 1955 promoviert er.

Mit der Würdigung der Freiheitskämpfer in der DDR hat am Samstag im Bremen die zentrale Feier zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit begonnen. An der Weser werden an diesem Wochenende Hunderttausende Menschen erwartet.
Es gibt nicht viele Männer in der Politik, vor denen sich regelmäßig alle erheben müssen, wenn sie den Saal betreten. Der Bundespräsident ist einer davon, der Präsident des Bundestages ist – auch nach dem Protokoll – der zweite.

Am Donnerstag luden Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau zum Staatsbankett ins Schloss Bellevue - und präsentierten sich als lockere Gastgeber. Der Emir von Katar fühlte sich so wohl, dass er gleich die Gegeneinladung aussprach.
Die EU und Russland wollen eine Modernisierungspartnerschaft – aber beide Seiten verstehen sehr Verschiedenes darunter

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders will am Sonnabend in Berlin auftreten. Das Bündnis "Rechtspopulisten stoppen" will das verhindern. Die Bundesregierung will am liebsten mit der ganzen Sache nichts zu tun haben.
Fast 100 Tage ist Christian Wulff nun im Amt. Und kaum eine Woche ist vergangen, in der nicht an ihm genörgelt wurde. Am Sonntag hält er seine erste große Rede, sie soll bewegend sein und richtungweisend. Und sie soll vor allem eines zeigen: Wer er ist, dieser Bundespräsident.
Der Mangel an Organspendern zeugt auch von Misstrauen
Der Mangel an Spenderorganen in Deutschland ist nicht nur ein organisatorisches oder juristisches Problem. Er zeugt auch von Misstrauen.
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