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Thema

Frank-Walter Steinmeier

Christian Wulff kann mit dem Ergebnis des kniffligsten Staatsbesuchs seiner noch jungen Präsidentschaft zufrieden sein. Der Bundespräsident vertrat in der Türkei die Forderung nach mehr Demokratie und Religionsfreiheit, ohne oberlehrerhaft zu wirken oder aber die Lage zu beschönigen.

Bundespräsidenten können zwar keine Gesetze schreiben – aber sie können Zeichen setzen. Für Deutschland wie die Türkei sind einige von Wulffs Botschaften unbequem.

Von Thomas Seibert

Wie beim Ballett: ein Schritt vor, ein Schritt zurück. Die Kanzlerin sagt in einer Rede am Mittwoch „Der Islam gehört zu Deutschland“ und gleich danach „Es gibt übrigens nicht den Islam.

Die Präsidentin der Universität Potsdam, Sabine Kunst, wird heute beim Spatenstich für die neue Türkisch-Deutsche Universität (TDU) in Istanbul mit dabei sein. Sie wird mit Bundespräsident Christian Wulff (CDU) und Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) an dem Baustart für das türkisch-deutsche Projekt teilnehmen.

Das integrationspolitische pas de deux von Angela Merkel und Christian Wulff ist von eleganter Klarheit: Wir sagen hier dies und dort das - und richten uns dabei nach dem jeweiligen Publikum.

Von Moritz Schuller
Bundespräsident Christian Wulff vor dem türkischen Parlament.

"Das Christentum gehört zur Türkei", sagte Christian Wulff vor dem türkischen Parlament. Türkischstämmige Deutsche äußern sich positiv zur Rede des Bundespräsidenten.

Von Daniela Martens

DER AUSLÖSERIn Berlin und ganz Deutschland wird derzeit intensiv über Migration und Integration diskutiert. Ausgelöst wurde die Debatte durch den ehemaligen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin und dessen Buch „Deutschland schafft sich ab“, auch die – mittlerweile verstorbene – Jugendrichterin Kirsten Heisig trug mit ihrem Buch „Das Ende der Geduld“ dazu bei.

Bundespräsident Christian Wulff hat bei seinem Besuch in der Türkei erstmals eine selbstkritische Reflexion der deutschen Integrationsprobleme ausgelöst. Wie der Besuch des Bundespräsidenten in der Türkei aufgenommen wird.

Von Susanne Güsten

Vermutlich hat der Bundespräsident Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ gelesen, im Gegensatz zur Kanzlerin. Bei Horst Seehofer weiß man es nicht, er redet so, als habe er zumindest den Klappentext in der Ausschnittmappe gehabt.

Bundespräsident Christian Wulff hat die Türkei aufgerufen, die Rechte der Christen im Land zu verbessern und ihnen freie Religionsausübung zu ermöglichen. Er plädierte zudem für "faire EU-Beitrittsverhandlungen".

Von Thomas Seibert
Bundespräsident Christian Wulff und die Frau des Präsidenten der Republik Türkei, Hayrünnisa Gül.

Das Echo auf Wulffs Rede war im türkischen Parlament eher verhalten. Für die Öffentlichkeit ging es am ersten Besuchstag des deutschen Präsidenten eher um Präsident Güls Gattin Hayrünnissa. Wie die Türkei den Wulff-Besuch sieht.

Von Thomas Seibert
Ausgegrenzte Minderheit. In Istanbul hat das Nebeneinander der Religionen eine lange Geschichte – hier die katholische St.-Antonius-Kirche. Allerdings will heute jeder Dritte in der Türkei keinen Christen als Nachbarn. Foto: mauritius

Umfragen zeigen: Deutsche und Türken ähneln sich in der Intoleranz gegenüber religiösen Minderheiten

Von Susanne Güsten
Gelungener Auftritt. Angela Merkel nach ihrer Rede mit dem JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder und der CSU-Familienexpertin Dorothee Bär. Foto: Thomas Peter/Reuters

Bei der Jungen Union wirbt die Kanzlerin für ein Miteinander mit Muslimen. Angela Merkel hat sich entschieden, dem populistischen Druck standzuhalten – auch wenn das nicht allen gefällt.

Von Robert Birnbaum
Eine deutsche und eine türkische Fahne wehen in Berlin während der Fußball-Europameisterschaft an einem Auto.

Charmeoffensive vor Wulffs Ankunft in Ankara: Spitzenpolitiker appellieren, die Türken in Deutschland sollten Deutsch lernen und sich möglichst gut integrieren. Aber auch Erdogan und Gül werden den deutschen Gast auf etwas hinweisen.

Von Thomas Seibert

In Deutschland wird über den Islam gestritten, in der Türkei werden Christen verfolgt. Bei seinem Besuch am Bosporus in dieser Woche will Bundespräsident Christian Wulff über die Lage der türkischen Christen sprechen. Mit welchen Schikanen müssen sie rechnen?

Von Susanne Güsten

20 Minuten Fahrzeitersparnis können vor der emotionalen Herausforderung eines betriebswirtschaftlichen Abräumens kultureller Überlieferungen so wenig bestehen wie der angebliche volkswirtschaftliche Nutzen multikultureller Zuwanderung in eine alternde Gesellschaft vor Überfremdungsängsten. Politik sollte Emotionen ernst nehmen.

Von Alexander Gauland
Diese Bürger würden die Religionsfreiheit vermutlich gerne einschränken. Demonstration der rechten Partei Pro NRW. Foto: ddp

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Der Rechtsextremismus gehört zu Deutschland. Er siedelt nicht mehr am rechten Rand. Als Extremismus einer nicht mehr immunisierten Mitte lässt er sich im Zentrum der Gesellschaft nieder, in allen Schichten, bei allen Generationen.

Von Caroline Fetscher

Zur Integrationsdebatte Seit Jahren machen wir in der Integrationsfrage zwei Dinge elementar falsch: Wir lassen uns erstens von halb- und ganzkriminellen Elementen auf der Nase herumtanzen und überhaupt viel zu viel gefallen. Zweitens haben wir keine Willkommenskultur gegenüber denjenigen, die alles „richtig“ machen: Deutsch sprechen, sich als Deutsche fühlen, fleißig arbeiten, Steuern zahlen, Arbeitsplätze schaffen, für ihre Kinder gute Bildung anstreben, gute Nachbarn sein.

Der Tod des SPD-Politikers Scheer hinterlässt eine große Lücke in der Politik nach 30 Jahren im Kampf für saubere Energien

Von Harald Schumann

Bundespräsident Christian Wulff hat zum Abschluss seines viertägigen Staatsbesuchs in Russland die deutsche Wirtschaft zu mehr Engagement in dem wachstumsstarken Land aufgerufen. Die Tore für Deutschland und deutsche Unternehmen seien weit offen, sagte Wulff am Freitag auf dem Rückflug nach Berlin.

Der Bundespräsident besucht die Türkei – er dürfte seine Forderung nach mehr Religionsfreiheit für die Christen erneuern

Von Susanne Güsten

Der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Der Träger des Alternativen Nobelpreises hinterlässt eine große Lücke in der Politik nach 30 Jahren im Kampf für saubere Energien.

Von Harald Schumann

Dmitri Medwedew beruft einen neuen Chef des Rates für Menschenrechte – der provoziert Premier Putin mit seiner Forderung nach Entstalinisierung Russlands

Von Elke Windisch
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