1242 Wahlleute der Bundesversammlung haben ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Koalitions-Kandidat Christian Wulff erreichte erst im dritten Durchgang die erforderliche Mehrheit. So wurde Wulff zum Bundespräsidenten. Kommentieren Sie mit!
Frank-Walter Steinmeier
Zwei Dinge hat die Bundespräsidentenwahl gezeigt. Die schwarz-gelbe Koalition hat derzeit keine Kraft, um ein Signal der Geschlossenheit und Stärke zu setzen und die Kluft zwischen Bevölkerung und Politik wird immer größer. Beides wird für die Kanzlerin zur Last. Aber SPD, Grüne und Linke finden auch nicht zusammen. Ein Kommentar.

Für 30 Tage den Bundespräsidenten mimen, sich im Schloss Bellevue umsorgen lassen, als VIP zu den Ballkünstlern nach Südafrika jetten, tiefschürfende Reden ans Volk halten. Nichts von alledem hat sich Jens Böhrnsen gegönnt.
Obwohl Union und FDP die Bundesversammlung dominieren, ist die Wahl des Bundespräsidenten an diesem Mittwoch spannend wie selten zuvor. Warum eigentlich?
Für 30 Tage den Bundespräsidenten mimen, sich im Schloss Bellevue umsorgen lassen, als VIP zu den Ballkünstlern nach Südafrika jetten, tiefschürfende Reden ans Volk halten. Nichts von alledem hat sich Jens Böhrnsen gegönnt.

Die Präsidentenwahl steht kurz bevor. CDU und FDP diskutieren noch, die Opposition feiert bereits. Aber Joachim Gauck kann nur auf einen Achtungserfolg hoffen. Kanzlerin Merkel hat sich indes mit ihrem Kandidaten Christian Wulff trotzdem verspekuliert.
Richard von Weizsäcker wird erster Gesamtberliner Ehrenbürger seit 1948
Die Wahl des Bundespräsidenten soll hoffen lassen. Gesucht wird ein Präsident, der reden kann und etwas zu sagen hat, der also aufgrund seiner Lebensleistung Unabhängigkeit und moralische Autorität genießt.
Gesucht wird ein Präsident, der reden kann und etwas zu sagen hat, der also aufgrund seiner Lebensleistung Unabhängigkeit und moralische Autorität genießt. Dass Joachim Gauck diese Voraussetzungen erfüllt, Ministerpräsident Christian Wulff jedoch eher weniger, bestreiten nicht einmal dessen Unterstützer.

Die Linken-Kandidatin Luc Jochimsen wird nicht Bundespräsidentin. Ihre Kandidatur genießt sie dennoch.
Kommenden Mittwoch geht es in der Bundesversammlung um die Revitalisierung des Präsidentenamts, das im Moment in Auflösung begriffen scheint. Die Kandidaten Joachim Gauck und Christian Wulff haben eine faire Betrachtung verdient.
Ein Abend mit Joachim Gauck im Berliner Radialsystem zeigt, wie die unwahrscheinliche Aussicht, jemand könnte einem politischen Amt tatsächlich gewachsen sein, Menschen zu euphorisieren vermag..
Nicht anecken, nicht polarisieren, keinen Widerstand wecken. Das ist die Methode Wulff. Sie hat ihn weit gebracht. Doch auf seiner Abschiedstour durch Niedersachsen merkt Christian Wulff, wie schwer es ist, Bundespräsident zu werden.
Die CSU hat sich auf ihrem kleinen Parteitag in Nürnberg klar hinter den schwarz-gelben Präsidentenkandidaten Christian Wulff gestellt. Joachim Gauck bekräftigte unterdessen seine Kritik an der Linken.
Wenige Tage vor der Wahl des neuen Staatsoberhaupts hat sich Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker für eine unabhängige Wahl in der Bundesversammlung ausgesprochen.

Am 2. Juli findet kurz nach der Vereidigung das Sommerfest des neuen Bundespräsidenten statt. Das Motto passt in jedem Fall. Es lautet „Freude – Veränderung – Zusammenhalt“.
Joachim Gauck, der Bundespräsident werden möchte, ist von Haus aus Pastor, auch ein Beruf mit Herdenverantwortung. Aber er ist ein seltsamer Hüter. Er bewacht die Herde nicht, er predigt ihren Mitgliedern: Sei kein Schaf!
Ausstellung Hoppmanns holt Politiker vom Sockel
Kanzlerin weist FDP-Wunsch nach Steuersenkung ab SPD droht mit Klage gegen Sparpaket
Parteiübergreifende Plädoyers für Berlin und gegen Bonn als künftige Hauptstadt

Den ersten Brief an Bastian Schweinsteiger schrieb Angela Merkel während der letzten EM. Immer, wenn Deutschland spielt, setzt Merkel-Ghostwriter Moritz Rinke hier die amouröse Briefeserie fort. Heute: Safari, Spritztouren und französische Sitten.
Berlin - Der Kandidat Joachim Gauck will als Bundespräsident „ständiger Vertreter der gesamten deutschen Demokratie gegenüber dem Volk“ sein. Dies erklärte der 71-jährige am Dienstag bei einer Grundsatzrede in Berlin.
Der Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich erklärt, warum die Linke den rot-grünen Kandidaten nicht zum Präsidenten wählen will

Seine erste Stelle warf er hin. Er wollte seinen Rechner bauen. Konrad Zuse entwickelte in Berlin die ersten Computer der Welt. Zum 100. Geburtstag des Pioniers.
„Linke Leugner / Können Sahra Wagenkecht und Katja Kipping noch nach Polen, Tschechien und Ungarn?“ von Malte Lehming vom 14.
Der schwarz-gelbe Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff (CDU), will an der allgemeinen Wehrpflicht festhalten. Seine Aufgabe als möglicher künftiger Bundespräsident sieht er darin, "Rückendeckung" für die Soldaten zu bieten.
Die bevorstehende Wahl des Bundespräsidenten verdeutlicht die Kluft zwischen Bürgern und politischer Klasse. Letzterer geht es vor allem um Machterhalt. Das untergräbt die Demokratie.
Gregor Gysi hält Joachim Gauck für nicht wählbar, Oskar Lafontaine greift den Kandidaten scharf an. Dagegen behält sich Bodo Ramelow vor, Gauck im dritten Wahlgang zu unterstützen.

Wäre der einstige Herr über die Stasi-Unterlagen wirklich ein Kandidat für Rot-Grün, die Spitzenleute jener Zeit hätten ihn schon 1999 auf den Schild heben und zum Bundespräsidenten wählen lassen können. Warum die Liebe der SPD zu Joachim Gauck verlogen ist
Warum die Liebe der SPD zu Joachim Gauck verlogen ist
Joachim Gauck weiß, dass er wenig Chancen auf eine erfolgreiche Kandidatur als Bundespräsident hat. Aber der Kandidat der SPD und Grünen zählt inzwischen „etwas fröhlicher“ die Stimmen, wie er am Mittwoch nach seiner Vorstellung im Abgeordnetenhaus sagte.

Horst Köhler liefert auch bei seinem Abschied von Bellevue keine weitere Erklärung für seinen Rücktritt

Zwei Wochen nach seinem überraschenden Rücktritt ist der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler mit einem Großen Zapfenstreich der Bundeswehr aus dem Amt verabschiedet worden.

Horst Köhler lässt sich beim Zapfenstreich heute Abend auf eigenen Wunsch mit dem "St. Louis Blues" verabschieden. Unser Pop-Experte Kai Müller analysiert den Song, in dem es auch um eine dominante Frau geht.

CDU, FDP und CSU müssen sich zusammenraufen. Das erscheint umso schwieriger, betrachtet man, worüber die Koalition streitet und wo die Fronten verlaufen.

Heute wird Horst Köhler feierlich aus dem Amt verabschiedet. Doch die Nation rätselt noch immer über die Motive für seinen Rücktritt. Während der scheidende Präsident beharrlich schweigt, ranken sich mittlerweile viele Gerüchte um den überraschenden Amtsverzicht des Staatsoberhauptes.
Horst Köhler wird am Dienstag mit einem Großen Zapfenstreich als Bundespräsident verabschiedet. Über seine Rücktrittsgründe wird gerade wieder heftig spekuliert. Warum?

Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, über die Politik der schwarz-gelben Koalition und die Strategie von Hannelore Kraft in NRW.
Warum Illner, Plasberg & Co. während der WM-Wochen pausieren
Joachim Gauck über die Sehnsucht nach glaubwürdigen Politikern, die Begeisterung über seine Kandidatur – und Deutsche in Afghanistan