Sie sinken und sinken und sinken – die Unionsparteien, und zwar in der Beliebtheit der Wähler. Nicht mehr viel, und sie haben SPD-Niveau, 30 Prozent.
Frank-Walter Steinmeier

Die Bundestagswahl 2009 endete für die Sozialdemokraten mit einem Desaster. Dank Nordrhein-Westfalen wähnen sie sich wieder obenauf. Dabei sollten sie sich nicht zu früh freuen.
Eine Wandersausstellung zur Rolle der Bundeswehr: Die Bundeswehr wird in der Gesellschaft sehr unterschiedlich Wahrgenommen.

Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die sich Steffen Seibert ausgesucht hat. Der ZDF-Journalist soll in rund vier Wochen der Regierungspolitik ein freundliches Gesicht verleihen und mit dem Bundespresseamt aus dem Stand eine Behörde mit mehr als 450 Mitarbeitern leiten.
Er ist der "Held von Solln". Dominik Brunner, der Kinder beschützen wollte und dafür starb. Doch das Heldenbild wird Freunden und Familie unheimlich. Ab Dienstag stehen zwei Jugendliche als seine Mörder vor Gericht.
Die Nationalmannschaft ist wieder in Deutschland eingetroffen. Hunderte Fans empfangen das Team am frühen Morgen in Frankfurt am Main. Doch die Spieler sind zu erschöpft, um sich noch einmal zu zeigen.
Spät am Abend, auf dem WM-Podest in Port Elizabeth, rückten sich die Funktionäre und Staatschefs noch einmal schön ins Rampenlicht, auch wenn es nur die Siegerehrung nach dem Spiel um Platz drei war. Ein kleiner Knuff hier, ein nettes Wort da, Fifa-Boss Joseph Blatter hielt die Medaillen in den Händen, Südafrikas Präsident Jacob Zuma lachte, und Bundespräsident Christian Wulff, 51, plauderte kurz und herzlich mit Per Mertesacker.
Die Linke und Joachim Gauck – eine Nachbetrachtung
Seit Mittwochabend dreht sich in Berlin-Kreuzberg gleich hinter dem Tempodrom trotz der Männer-Weltmeisterschaft alles um Frauenfußball, bei dem auch Potsdam vertreten ist. Bis zum 13.

Bundespräsident Christian Wulff inszeniert sich mit seinen Kindern in der Öffentlichkeit, Fotos will er aber nicht. Ein Wunsch, der unter dem Aspekt der Pressefreiheit umstritten ist.

Die Obergrenze für Zusatzbeiträge soll wegfallen, den Sozialausgleich soll der Steuerzahler finanzieren. Darauf hat sich die Bundesregierung verständigt. Die SPD spricht von einem Offenbarungseid.
Bundespräsident Christian Wulff reist zu Beginn der kommenden Woche nach Polen. Wulff und der künftige polnische Präsident Bronislaw Komorowski vereinbarten am Montag, „bereits in der kommenden Woche zu einem Meinungsaustausch in Warschau zusammenzukommen“, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

Nach einer dramatischen Wahlnacht steht nun fest: Der Liberale Bronislaw Komorowski ist Polens neuer Präsident. Die Wahl ging knapp aus, noch um Mitternacht hatte sein Herausforderer Jaroslaw Kaczynski vorne gelegen.
Mit Lothar Hagebölling und Olaf Glaeseker begleiten zwei Vertraute den Bundespräsidenten aus Hannover nach Berlin. Hagebölling soll Chef des Bundespräsidialamtes werden.

Sommer, Sonne, vier zu null – so einfach schön kann Fußball sein. Furios und voller Leidenschaft spielte die deutsche Mannschaft im Viertelfinale der WM starke Argentinier aus. Die WM geht in die nächste Märchenrunde.
Denis Scheck, Literaturredakteur beim Deutschlandfunk, bespricht einmal monatlich die „Spiegel“-Bestsellerliste, abwechselnd Belletristik und Sachbuch. Seine ARD-Sendung „Druckfrisch“ macht Sommerpause bis Ende August.
Finanzminister Wolfgang Schäuble spricht mit dem Tagesspiegel über Horst Köhlers Amtsverständnis, Tipps für die Kanzlerin und seinen Respekt vor Horst Seehofer.
Karriere in der Politik: Der Aufstieg ins politische Machtzentrum geht schneller als in der Wirtschaft. Doch die Stühle sind wackliger, der Erfolg schwerer beeinflussbar, der Job so aufreibend, dass selbst Spitzenpolitiker hinschmeißen
Die Kanzlerin freut sich auf Kinderlachen in Bellevue. Dabei können die Wulffs gar nicht einziehen. Am Freitag feierten sie Einstandsparty – mit 5000 Gästen. Eingeladen hatten zum Fest noch die Köhlers
Wenige Stunden nach seiner Ankunft im Schloss Bellevue war Bundespräsident Christian Wulff schon Gastgeber für 5.000 Gäste beim Sommerfest.
Nach der Vereidigung hielt der neue Präsident Christian Wulff vor Bundestag und Bundesrat seine erste Rede. Wir dokumentieren den Wortlaut.

Grünen-Fraktionschefin Renate Künast über Christian Wulff, die Folgen der Präsidentenwahl und das Verhältnis zur Linkspartei
Christian Wulff ist nicht modern. Er ist nicht zukunftsweisend. Christian Wulff ist Mainstream und präsentiert sich auch gern so: Er liest den kleinen Prinzen, geht zum U2-Konzert und hat eine tätowierte Frau.

Die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, spricht über Christian Wulff, die Folgen der Präsidentenwahl, das Verhältnis zur Linkspartei und die Frage, ob die Grünen in Berlin den nächsten Bürgermeister stellen.

Mit sommerlicher Leichtigkeit hat Christian Wulff das Sommerfest im Schloss Bellevue eröffnet. Dieselbe Leichtigkeit schien auch in seiner ersten Rede auf. Das wird ihn vielen Menschen sympathisch machen. Doch es birgt auch Gefahren.
Die Fußball-WM ist langweilig, der Bundespräsident nicht. Das Fernsehen macht die Wahl und sich groß.
Am heutigen Freitag wird Christian Wulff als neuer Bundespräsident während einer gemeinsamen Sitzung des Bundestags und des Bundesrats vereidigt. Was ist von ihm zu erwarten?
SPD und Grüne werfen der Linkspartei vor, einen Bundespräsidenten Gauck verhindert zu haben. Auch in den eigenen Reihen gibt es Diskussionen über den Kurs. Wie geht es mit der Linken weiter?

Die Kanzlerin freut sich auf Kinderlachen in Bellevue. Das klingt herzerwärmend. Doch die Wulffs können gar nicht einziehen.
Wer jetzt über das Wetter meckert, ist ein Miesmacher und sollte sich an die kalten Monate erinnern.
Carola Wolf ist eine Gründerin des Forums Ost-West e.V. Potsdam. Heute wird sie vom neuen Bundespräsidenten Wulff geehrt
Was die Potsdamer über den Verlauf und den knappen Ausgang der Bundespräsidentenwahl halten
Eine Ostdeutsche, die von sich sagt, dass ihr Freiheit der größte Wert sei, gegen einen Ostdeutschen, der die Freiheit zum größten Wert deklamiert. Und die CDU grämt sich, weil ein Grüner einen Konservativen der Sonderklasse gegen sie gewendet hat. Ein Kommentar.
Grünen-Fraktionschefin Renate Künast hat die Rechtfertigungsversuche des Linken-Abgeordneten Diether Dehm zu seinem Hitler/Stalin-Vergleich im Zusammenhang mit der Bundespräsidentenwahl zurückgewiesen und eine "echte Entschuldigung" gefordert.

Planwirtschaft trifft auf Marktwirtschaft: Vor 20 Jahren kam die D-Mark in die DDR – und die ostdeutsche Wirtschaft brach zusammen.
Die Opposition jubelt: Ihr Kandidat, Joachim Gauck, hat erst im dritten Wahlgang verloren. Doch gefühlte Siege sind eben nur das – gefühlt.
Das Misstrauen in der Regierung wird nach der Bundespräsidentenwahl weiter geschürt, sagt Parteienforscher Jürgen Falter. Ein Gespräch über den Verlauf der Wahl und die Zukunft der Regierung Merkel.
Sie fassen es kaum. Dass es einen Denkzettel geben könnte, damit mussten sie bei Schwarz-Gelb rechnen. Aber dass Christian Wulff bei der Wahl zum Bundespräsidenten erst im dritten Anlauf durchkommt, ist für Angela Merkel ein Misstrauensvotum.
Eine knappe Niederlage im ersten Wahlgang hätte Angela Merkel mit einem kühlen Lächeln übergehen können. Bei diesem Ergebnis geht das nicht. Das war kein Warnschuss. Das war gezieltes Sperrfeuer. Und das Signal lautet: So geht es nicht mehr weiter!

Am Tag nach der Wahl des Bundespräsidenten versuchen die Regierungsparteien die Scherben zusammenzukehren und die Opposition streitet.