
Jean-Claude Juncker wird die Gerüchte nicht los: Es heißt, er wolle zurück in die Europapolitik. Das wird für den Vorzeige-Europäer im eigenen Wahlkampf zur Falle.

Jean-Claude Juncker wird die Gerüchte nicht los: Es heißt, er wolle zurück in die Europapolitik. Das wird für den Vorzeige-Europäer im eigenen Wahlkampf zur Falle.

Nach dem Rauswurf aus dem Bundestag hat die FDP nun vier Jahre Zeit, sich wieder aufzurappeln. Wie sich der künftige Parteichef Christian Lindner die „Parlamentspause“ vorstellt.

Der Drang in eine große Koalition steckt Union und SPD mittlerweile in den Genen. Sie brauchen einander, zumal im deutschen Bundesstaat viel kooperiert wird. Deshalb fremdeln Union und SPD mit den kleineren Parteien.
Der Drang in eine große Koalition steckt Union und SPD auch in den Genen
Potsdam - Das von der Staatskanzlei geplante Budget für Brandenburgs früheren Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) stößt auf Widerstände im Landtag. Und zwar bei der CDU-Opposition, die die Pläne ablehnt, wie CDU-Landeschef Michael Schierack am Dienstag den PNN sagte: Es gebe dafür keine Notwendigkeit.
Was für ein Amt. Herausgehoben wie keines sonst. Mächtig. Wichtig für die ganze Republik. Jeder Wind weht dich an, sagte Helmut Kohl einmal. Auch der Wind der Veränderung. Eine Annäherung.

Angela Merkel hat am Wahlabend triumphiert. Ihr Name wird künftig in einem Atemzug mit Konrad Adenauer und Helmut Kohl genannt werden. Doch was sie will, ist unklar. Auch ein Mehrheitsbeschaffer ist nicht in Sicht.

Die deutschen Zeitungen sind voller Lob für Angela Merkel. Doch in den Jubel mischt sich die leise Frage, was der CDU nach einem Abgang Merkels bleiben wird. Das könnte die Chance der Opposition werden.
Hatice Akyün wusste lange nicht, ob sie überhaupt zur Urne gehen sollte.

Der Wahlkampf hat gezeigt, dass die etablierten Parteien mit dem Thema Europa nicht umgehen können - auch, weil sie Gefangene ihrer eigenen Geschichte sind. Dabei geht es nicht nur um Geld, es geht auch darum, dass Deutschland zu dem geworden ist, was es nicht werden wollte: zur Zentralmacht Europas.

Kabarettist Jürgen Becker über Humor in Wahlkampfzeiten, 25 Jahre „Mitternachtsspitzen“ und andere TV-Dinosaurier.

Noch fünf Tage: Der Countdown läuft. Wir wählen schon mal – Begriffe, die dem Ereignis Bundestagswahl auf eigene Weise näherkommen. In dieser Folge geht es um Kindheitsprägungen - und darum, was Helmut Kohl mit Bayern München verbindet.

Rainer Brüderle ist das Gesicht der FDP im Wahlkampf, sein Ziel ist Schwarz-Gelb. Aber die Union bleibt reserviert.

Politiker und Parteien sorgen sich um die Wahlbeteiligung am 22. September. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat jetzt eine Reihe von Videos ins Netz gestellt, in denen Prominente Wahlmuffel vom Mitmachen überzeugen wollen. Einige sind ganz lustig.

Philip Gröning ist der einzige deutsche Regisseur im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig. Dort geht er mit dem Film "Die Frau des Polizisten" an den Start.

Noch führt die SPD in Brandenburg - doch die CDU wird stärker. In drei von zehn Wahlkreisen haben die Christdemokraten die Führung übernommen. Droht Dietmar Woidkes SPD eine Schlappe zur Bundestagswahl?

Seit sie 2007 am Sturz von Edmund Stoiber als CSU-Chef mitwirkte, gilt Gabriele Pauli als Prototyp der Parteirebellen. Und so wie ihr Erfolg typisch war, ging es danach auch typischerweise weiter.

Die Lage für die SPD: Deutschland geht es gut – aber diese Regierung ist Mist. Das muss Peer Steinbrück im TV-Duell erklären. Einfach wird das nicht werden.

Alles längst entschieden? Von wegen. Schon oft änderte sich kurz vor der Wahl noch einmal die Stimmung im Land. Vor allem eines fürchtet die regierende Koalition deswegen nun: die Unentschiedenen.
Bundestagswahlkämpfe waren immer spannend. Der Rückblick zeigt: Jeder Wahlabend brachte Überraschungen, und es gibt immer wieder Parallelen zur Gegenwart.
Günther Jauch. ARD.
Thomas de Maizière und Egon Bahr waren nicht genug, um am Sonntagabend bei Günther Jauch das Lager der Engagierten zu vertreten. Seine Runde mit Politikverdrossenen und Enttäuschten ließ den Stimmungen, Ressentiments und Kränkungen freien Lauf. Ein echter Wähler-Nichtwähler-Talk wäre angezeigt.

Thomas de Maizière und Egon Bahr waren nicht genug, um am Sonntagabend bei Günther Jauch das Lager der Engagierten zu vertreten. Seine Runde mit Politikverdrossenen und Enttäuschten ließ den Stimmungen, Ressentiments und Kränkungen freien Lauf. Ein echter Wähler-Nichtwähler-Talk wäre angezeigt.
Bundestagswahlkämpfe waren immer spannend. Der Rückblick zeigt: Jeder Wahlabend brachte Überraschungen, und es gibt immer wieder Bezüge zur Gegenwart.

Heiner Geißler sieht in Klaus Töpfer einen der Väter der Energiewende, der "besten Einscheidung, die eine Bundesregierung seit Jahrzehnten getroffen hat". Umweltminister Peter Altmaier verirrt sich dagegen in seiner Rede.

Angela Merkel plaudert bei Wahlkampfauftritten übers Kochen und Männer. Auch in der SPD setzen sie auf Persönliches. Wie das Private das Politische verdrängt.
Aus Ressentiments gegen Ausländer wird keine Politik mehr
Aus Ressentiments gegen Ausländer wird keine Politik mehr.

Amtlich: Catrin Barnsteiners Romandebüt „Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung“ ist eine kurzweilige romantische Komödie und spielt in der schwäbischen Provinz.

Bei der Integrationspolitik haben sich die großen Parteien bewegt: Statt einen Wahlkampf auf dem Rücken der Ausländer zu machen, plädiert sogar die Union für eine Willkommenskultur. Nur in Berlin-Hellersdorf stößt die Politik noch an ihre Grenzen.

Am Dienstag besucht Angela Merkel die KZ-Gedenkstätte Dachau - von der Opposition wird der Besuch als Wahlkampfmanöver kritisiert. Historiker Michael Wolffsohn über klare Bekenntnisse und Geschichtspolitik in Zeiten des Wahlkampfs.

Rot-Rot-Grün hat am 22. September eine Chance - rechnerisch. Politisch ist ein Bündnis nicht vorbereitet. Der ernsthafte Teil der Diskussion über diese Option richtet sich erst auf die übernächste Bundestagswahl.

Eine ARD-Dokumentation hinterfragt Versprechen von Politikern. Und versucht in therapeutischer Atmosphäre, Beichten abzunehmen.

Peer Steinbrück meint, Angela Merkel stehe dem Projekt Europa distanziert gegenüber, weil dieses Europa in der DDR, wo sie aufwuchs, kein Thema war. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hält das für eine Beleidigung von Millionen ehemaliger DDR-Bürger. Gerd Appenzeller plädiert für verbale Abrüstung.

Ein geheimes Protokoll enthüllt, dass Bundeskanzler Helmut Kohl vor drei Jahrzehnten die Hälfte der in Deutschland lebenden Türken zurück in ihre Heimat schicken wollte. Allerdings: So geheim waren die Pläne gar nicht - und schon gar nicht unpopulär.
Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik löste die Opposition die Regierung direkt über Wahlen ab. Der Machtwechsel zu Rot-Grün stürzte die CDU in die Krise.
Zerstritten und zerrissen gingen die Sozialdemokraten in die Wahl von 1994 – am Ende lag Schwarz-Gelb noch einmal vor Rot-Grün. Aber es war ganz knapp.
Die deutsche Einheit wird demokratisch besiegelt. Schwarz-Gelb gewinnt, weil SPD und Grüne dem historischen Moment zu wenig abgewinnen können.
Trotz Affären und einer mauen Bilanz: Schwarz-Gelb unter Bundeskanzler Helmut Kohl bekommt eine zweite Amtszeit beschert.
Ende 1982 platzt die sozialliberale Koalition, die FDP wechselt die Seite. Helmut Kohl will seine neue Regierung im März 1983 vom Volk bestätigen lassen – ein riskantes Manöver, vor allem für die Liberalen.
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