
Eine Ewigkeit war Christian Ude Oberbürgermeister von München. Am Mittwoch endete seine Ära. Was hat den Sozi im schwarzen Bayern so beliebt gemacht? Der Chefredakteur der Münchner Abendzeitung geht einem Phänomen auf den Grund.

Eine Ewigkeit war Christian Ude Oberbürgermeister von München. Am Mittwoch endete seine Ära. Was hat den Sozi im schwarzen Bayern so beliebt gemacht? Der Chefredakteur der Münchner Abendzeitung geht einem Phänomen auf den Grund.

Vom Wirtschaftswachstum kommt bei der Mittelschicht kaum etwas an. Dass die Mitte auf der Stelle tritt, ist auch das Ergebnis politischer Entscheidungen. Entpuppt sich der Glaube daran, dass sich Leistung irgendwann in gesellschaftlichem und finanziellem Aufstieg niederschlägt, als Illusion?

Theo Waigel ist als "Mister Euro" in die Geschichte eingegangen. Fast 3500 Tage war er Bundesfinanzminister - das könnte ein ewiger Rekord werden. Heute wird Waigel 75.
Politische oder moralische Entrüstung entlädt sich heute im digitalen Shitstorm. Früher wurden Eier geworfen. Es traf Linke ebenso wie Konservative. Acht historische Beispiele.
Da schlägt sogar der Kulturrat Alarm: Der Deutsche Computerspielepreis wandert ins Verkehrsressort, weil dort ja bereits die Datenautobahnen beheimatet sind.
Da schlägt sogar der Kulturrat Alarm: Der Deutsche Computerspielepreis wandert ins Verkehrsressort, weil dort ja bereits die Datenautobahnen beheimatet sind.

3062 Tage Angela Merkel – nur Kohl und Adenauer haben als Kanzler länger durchgehalten. Die Krisenbeständigkeit traute ihr kaum einer zu, als sie 2005 nach vergeigter Wahl an die Macht kam.

Wo waren Sie, als David Hasselhoff die Berliner Mauer stürzte? Als Klaus Wowereit Ulli Zelle sein erstes Interview gab? Die Autoren von „Und nun zum Wetter. 100 Jahre Weltgeschichte im Liveticker“ waren dabei – oder tun zumindest so. Im exklusiven, erweiterten Vorabdruck tickern sie hier das Jahr 1989.

In Berlin paart sich eine Jogginghosen-Mentalität, die schon Thilo Sarrazin diagnostizierte, mit Ehrgeizlosigkeit. An Klaus Wowereit lässt sich die altneue Leidenschaft, möglichst unauffällig den Stillstand zu verwalten, gut ablesen.

Als die Mauer fiel, trafen die arbeitenden Frauen (Ost) auf die emanzipationsbewegten Frauen (West) – und stellten fest, dass sie sich nichts zu sagen hatten. Nicht mal am Frauentag! Und 25 Jahre später?

Uschi Glas blickt auf eine lange Karriere zurück. Aber die Schauspielerin eckt auch an – heute wird sie 70.

Abiturienten sollten schneller in den Beruf. Deshalb wurde G8 geschaffen, das achtjährige Gymnasium. Doch das Blatt hat sich gewendet. Die Deutschen wollen sich ihr Leben nicht mehr von der Wirtschaft diktieren lassen - egal ob in der Bildung oder bei der Rente.
Gerade war er noch der junge Wilde der CDU. Jetzt ist Peter Tauber Generalsekretär. Weil er gern Wörter wie „Vaterland“ und „Patriotismus“ benutzt? Oder weil er trotzdem ein Mann für die Zukunft ist: Generation Twitter, Sympathisant von Schwarz-Grün?
Wie die Deutsche Einheit durch das „Fenster der Möglichkeiten“ schlüpfte – darüber sprach Helmut Kohls Berater Horst Teltschik am Montag in Potsdam

TV-Autor Stephan Lamby kennt sich aus in der Familiengeschichte Kohl. Dieses Mal steht nicht der Altkanzler im Mittelpunkt, sondern dessen ältester Sohn Walter.

TV-Autor Stephan Lamby kennt sich aus in der Familiengeschichte Kohl. Dieses Mal steht nicht der Altkanzler im Mittelpunkt, sondern dessen ältester Sohn Walter.

Sigmar Gabriel twittert über seine Tochter, füttert sie ab und will sie nun auch mittwochs von der Kita abholen. Das widerspricht der Politik seiner Partei - und instrumentalisiert die Tochter
Sigmar Gabriel redet zu viel über seine Tochter
Beim Skilanglauf hat sich Angela Merkel das Becken angebrochen. Einige Termine musste sie nun absagen – aber die Regierungsgeschäfte will sie trotzdem weiterführen. Wie schwerwiegend ist der Unfall?

60 Jahre Elysée-Vertrag: Frankreich und Deutschland haben zum Jubiläum ihre kulturellen Differenzen gepflegt.

Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing legten in den Siebzigerjahren die Grundlage für den heutigen Euro. Eine Dokumentation zeigt, wie aus den ungleichen Männern Freunde werden konnten. Dabei spricht Schmidt auch über die jüdische Herkunft seines Vaters.

Jan Kollwitz ist Keramiker – und Urenkel von Käthe Kollwitz. Sein Handwerk hat er in Japan gelernt. Jetzt zeigt er seine Arbeit in Charlottenburg - in dem Museum, das seiner Urgroßmutter gewidmet ist.

Tagesspiegel-Korrespondent Wolfgang Drechsler hat miterlebt, wie Nelson Mandela Südafrika nach dem Ende der Apartheid verändert hat. Ein persönlicher Abschied von einem großen Staatsmann.

Eine ganze Nation bangte monatelang um seine Genesung, aber am Donnerstag starb Südafrikas großer Freiheitskämpfer: Nelson Mandela. Er wurde 95 Jahre alt - und war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Ein Nachruf.

Christoph Schlingensief hat Menschen und Medien bewegt. Er war ein heiliger Narr. Jetzt widmen die Berliner Kunst-Werke dem 2010 verstorbenen Künstler eine große Werkschau.

Psychoanalyse half viele Jahre lang, auch Politik zu verstehen. Das sollte sie wieder tun. Dazu müsste sie aber die Einwanderungsgesellschaft entziffern können - und Merkels Muttikratie.
Berlin - Mitte der 90er Jahre war es ein Tabubruch: Ein Dutzend junger Abgeordneter von CDU und Grünen trafen sich in Bonn vierteljährlich beim Italiener. Während der damalige Kanzler Helmut Kohl seine Jungen gewähren ließ, beäugte die CSU die geselligen Abende misstrauisch: Man werde die „Pizza-Connection“ aufmerksam beobachten, drohte der damalige CSU-Generalsekretär Bernd Protzner – und hatte damit den Namen für die schwarz-grüne Runde erfunden.
Die frohe Botschaft zum Schluss seiner Rede rettete Ingo Kramer nicht vor einer deftigen Replik. „Wir fühlen uns von Ihnen sehr gut regiert“, rief der neue Arbeitgeberpräsident der Bundeskanzlerin zu.

Nach 17 Jahren an der Spitze der Arbeitgeberverbände macht Dieter Hundt Schluss. Ein Scharfmacher war er nie.

Vor 20 Jahren wurde die Neue Wache nach einem Umbau als Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft eingeweiht. Projektleiter Peter Dörrie erinnert sich an erbitterte Debatten und ein besonderes Gaslicht, das schließlich erlosch.

Jürgen Leinemann hat mehr als drei Jahrzehnte für den "Spiegel" geschrieben. Seine Porträts waren voller Emphase und Präzision. Sein letztes Buch handelte von ihm selbst und seiner Krebserkrankung, die ihn nun besiegt hat.

Jürgen Leinemann hat mehr als drei Jahrzehnte für den "Spiegel" geschrieben. Seine Porträts waren voller Emphase und Präzision. Sein letztes Buch handelte von ihm selbst und seiner Krebserkrankung, die ihn nun besiegt hat.
Sie las Nabokov, ging nach Leningrad und fand: Brot, Essig und ängstliche Menschen. Später traf Anne Applebaum auf dem Weg zu Helmut Kohl ihre große Liebe.

Erste Eindrücke vom Doku-Drama „Der Rücktritt“. Der Sat-1-Film zeigt die letzten Amtstage von Christian Wulff und seiner First Lady Bettina. Für Regisseur Thomas Schadt sind sie die Eingeschlossenen von Bellevue.

Erste Eindrücke vom Doku-Drama „Der Rücktritt“. Der Sat-1-Film zeigt die letzten Amtstage von Christian Wulff und seiner First Lady Bettina. Für Regisseur Thomas Schadt sind sie die Eingeschlossenen von Bellevue.
Es ist eigentlich fast schon ein bisschen unmoralisch, wie ich mein erstes richtiges Geld verdient habe. Helmut Kohl hat dabei geholfen – und die deutsche Wiedervereinigung.

Angela Merkel und ihr Mobiltelefon, das ist eine ganz eigene Geschichte. Immer sieht man die Kanzlerin mit dem kleinen Ding in der Hand. Es ist praktisch, nur sicher ist es nicht.

Die andere Sicherheitsfrage: Der Oxforder Forscher Kerem Öktem und sein Team haben untersucht, welche Folgen der Streit um Beschneidung im vergangenen Jahr auf Muslime und Juden hatte.

Mehr als eine Million Menschen demonstrierten am 22. Oktober 1983 gegen den Nato-Doppelbeschluss: Der Westen wollte gegen den Osten aufrüsten, Raketen sollten dafür in Deutschland stationiert werden. Gleichzeitig schlug die Nato dem Warschauer Pakt Abrüstungsverhandlungen vor. Im Oktober 1983 erlebte die deutsche Friedensbewegung ihren Höhepunkt - doch zum Glück setzte sie sich nicht durch.
Auch er ist damals „zurück-“ gegangen, in das Land, das Deutschland für seine Heimat hielt. Kerem Öktem aus Gelsenkirchen war 13, als seine Eltern 1984 wieder in die Türkei wollten.
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