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Thema

Jusos

Die fünf großen Studentenverbände haben gemeinsam Verbesserungen an der geplanten Bafögreform gefordert. Die Hochschulgruppen von Jusos und Grünen, der Dachverband fzs, die Liberalen Hochschulgruppen und der CDU-nahe Ring Christlich-demokratischer Studenten kritisierten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Studienabschlussförderung nur als verzinstes Bankdarlehen gewährt werden soll.

Auf wenig Gegenliebe auch bei der Mutterpartei sind Spandaus Jungsozialisten mit ihrer Aktion "Straßen für Blader" gestoßen. Dafür wird am Sonntag von 14 bis 17 Uhr die Wilhelmstraße in südlicher Fahrtrichtung zwischen Pichelsdorfer und Schmidt-Knobelsdorf-Straße gesperrt.

Von Rainer W. During

Sven Kohlmeier trägt die Haare knallrot gefärbt, sein T-Shirt ist schreiend neongelb, und von den Bewerbern um den Vorsitz der Berliner SPD will er wissen, wie sie zu Fixerstuben und zur Legalisierung sogenannter weicher Drohen stehen. Und dem Sprecher des Juso-Kreisverbandes Hellersdorf/Marzahn ist es zu verdanken, dass seine überwiegend älteren Genossen am Montagabend als erster Kreisverband im Ostteil Farbe bekennen mussten.

Die "Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen" (KDV) hat vor dem Hintergrund der Diskussion um eine Wehrdienst-Verkürzung zur "Aktion Zeitgewinn" aufgerufen. Sprecher der Organisation, darunter der Juso-Vorsitzende Benjamin Mikfeld, wiesen am Montag in Berlin darauf hin, dass nach den vorliegenden Plänen ab 2002 nicht einmal mehr jeder zweite taugliche Wehrpflichtige einberufen werden dürfte.

Die SPD hat eine neue Führung - was wird sich ändern? So oft die Frage am Rande des Landesparteitages in Oranienburg gestellt wurde, so unterschiedlich fielen die Antworten aus: "Hoffentlich bekommen wir kein Politbüro", kommentierte Beisitzerin Katja Wolle die Wahl von vier anstatt bisher zwei stellvertretetenden Vorsitzenden.

Unser Stadtentwicklungs- und Verkehrssenator Peter Strieder war früher Bürgermeister der widerborstigen Kreuzberger und noch früher sehr aktiv bei den zornigen Jusos. Da hat er viel gelernt fürs Leben.

Von Gerd Nowakowski

Weitaus geringere Beteiligung an der Traditionsdemo als 1999Tobias Arbinger Am traditionellen Ostermarsch durch die Berlin Innenstadt haben sich gestern Nachmittag weitaus weniger Menschen beteiligt als vor einem Jahr - damals rührte die Bundeswehrbeteiligung am Kosovo-Krieg die Menschen auf. Etwa 1500 Menschen beteiligten sich nach einer Zählung der Veranstalter an der Demo von der neuen Wache zum Brandenburger Tor über die Behrenstraße zum Roten Rathaus, wo es abschließend eine Kundgebung gab.

Als der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, am Mittwoch vergangener Woche mit der morgendlichen Zeitungslektüre begann, hat er sich kräftig geärgert. Initiiert von der früheren Juso-Chefin Andrea Nahles hatten sich 45 Abgeordnete der Fraktion da in einem offenen Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kritisch mit der Ausbildungsplatzpolitik der rot-grünen Bundesregierung auseinandergesetzt.

Unter dem Motto "Gegen das Vergessen" führen die Berliner Jusos auch in diesem Jahr eine Gedenkstättenfahrt für Schüler, Studenten und Auszubildende durch. Während der sechstägigen Fahrt stehen unter anderem eine Stadterkundung von Krakau und zwei ganztägige Besuche der Gedenkstätten des so genannten Stammlagers Auschwitz und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau auf dem Programm, wie die Jugendorganisation der SPD am Montag mitteilte.

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat die deutschen Hochschulrektoren eindringlich vor einer neuen Debatte über die Einführung von Studiengebühren gewarnt. Man könne nicht einerseits durch niedrige Steuern und mehr Kindergeld endlich die Familien entlasten, andererseits dieses Geld gleich wieder "durch Studiengebühren abkassieren", sagte Bulmahn am Montag in Berlin.

Rudolf Hetzel ist 25, hat gerade sein Examen als Diplom-Politologe gemacht, strahlt pralle Lebenslust aus und will mit Schwung das Interesse junger Leute für die Berliner SPD wecken. Das hat seine Partei auch bitter nötig.

Von Brigitte Grunert

Wenn es nach dem Willen der SPD gegangen wäre, würden wir in Deutschland bereits seit drei Jahren unsere Energie ohne die Nutzung der Atomkraft erzeugen. Bei nur zwei Gegenstimmen beschloss die Partei der Genossen 1986 auf ihrem Nürnberger Parteitag kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl: "Wir werden alles tun, damit innerhalb des Zeitraums von zehn Jahren eine Energieversorgung ohne Atomkraft in der Bundesrepublik Deutschland verwirklicht wird.

Die Führungsspitze der Berliner Jungsozialisten (Jusos) hat der SPD nach dem Wahlergebnis von 22,4 Prozent den Gang in die Opposition empfohlen. Außerdem werde erwartet, dass die Spitzenfunktionäre "die Verantwortung für das schlechte Wahlergebnis übernehmen", erklärten die Jusos .

Die Berliner Jusos "schäumen vor Wut" über Äußerungen der SPD-"Quadriga": Walter Momper, Peter Strieder, Annette Fugmann-Heesing und Klaus Böger hatten am Donnerstag gefordert, die SPD solle in einer nächsten Großen Koalition die Hälfte der Senatssitze besetzen. "Es ist lächerlich und unglaubwürdig, jetzt über die Postenverteilung nach der Wahl zu streiten", erklärte Juso-Landesvorsitzender Hendrik Weipert.

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