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In Potsdam spitzt sich die Pandemie-Lage zu.
© Ottmar Winter PNN

Corona-Lage in Potsdam: Inzidenz so hoch wie Anfang 2021

Wegen der steigenden Corona-Zahlen tagt der Krisenstab im Rathaus wieder öfter. Am Donnerstag wurden 61 Infektionen gemeldet. Auch vom SV Babelsberg 03 sind mehrere Spieler infiziert.

Potsdam - Das Coronavirus breitet sich in Potsdam zunehmend schneller aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Landeshauptstadt ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Donnerstag auf 136,2 gestiegen. Höher war der Wert zuletzt im Januar. Am Mittwoch lag die Inzidenz bei 133,4 und vor einer Woche bei 120,3. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 61 Neuinfektionen in Potsdam gezählt. 

In den Potsdamer Kliniken wurden Stand Mittwoch 26 Covid-Patient:innen behandelt, davon zehn auf der Intensivstation. Am 29. Oktober waren es noch 18 Patient:innen, davon acht mit intensivmedizinischer Versorgung. Beim Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 sind mehrere Spieler infiziert. Wie der Klub am Mittwoch mitteilte, müsse daher das für den morgigen Freitag geplante Heimspiel gegen den FC Eilenburg verschoben werden.

Stadt intensiviert Austausch mit Senioren- und Pflegeheimen

Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Pandemielage werde die Arbeit des Corona-Krisenstabs im Rathaus wieder verdichtet, kündigte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung an. Auf PNN-Anfrage teilte das Rathaus mit, dass der Krisenstab die Entwicklungen in den Bereichen Kita, Schule und Hort und in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen besonders im Blick habe. Der Austausch mit den Senioren- und Pflegeheimen werde intensiviert. 

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Die Stadt könne jedoch aus rechtlichen Gründen nicht pauschal abfragen, wie der Impfstatus der Mitarbeitenden in den Heimen ist, gleiches gelte für die ambulante Pflege. Hintergrund der Besorgnis sind erneute Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen, die wie am Werbellinsee zahlreiche Tote fordern können. Die Stadt appellierte auf PNN-Anfrage an die Betreiber der Einrichtungen, das Hygienemanagement an die Corona-Lage anzupassen.

Keine Wiedereröffnung kommunaler Impfzentren geplant

Kommunale Impfzentren erneut zu öffnen plant Potsdam im Moment nicht. Die Verantwortung für die Impfungen sei von den Gesundheitsminister:innen der Länder an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten übertragen worden; die Kassenärztlichen Vereinigungen hätten signalisiert, „ein Massenimpfgeschäft im Herbst und Winter ohne die kommunalen Impfzentren leisten zu können“. 

Potsdam werde sein mobiles Impfangebot nicht ausweiten. Für die Booster-Impfungen sei jeder Einwohner selbst verantwortlich, aus Sicht der Kommunen müssten hier die Kassenärztlichen Vereinigungen organisieren. In den Pflegeheimen gelte ebenfalls das Hausarztprinzip, „so dass jeder Bewohner eigentlich durch seinen Hausarzt geimpft werden könnte“, so die Stadt. 

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