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Foto: Ottmar Winter
© Ottmar Winter PNN

Die Corona-Lage in Potsdam: Testpflicht wird ab heute verschärft

Ab dem Dienstag gelten in Potsdam neue Corona-Regeln. Und: Nach einer Woche Schule sind bereits ,mehr als 250 Kinder in Quarantäne.

Potsdam - In Potsdam gelten für Menschen, die sich noch nicht gegen Corona haben impfen lassen, nun wieder schärfere Testpflichten. Das hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Montag bekannt gegeben. Demnach müssen sich Potsdamer – wenn kein Impf- oder Genesenennachweis vorliegt – für viele Aktivitäten testen lassen. Unter anderem geht es um die Innengastronomie, Stadtrundfahrten, Hotels, Indoor-Sport, Kulturveranstaltungen, Schwimmbäder, Kinobesuche, Volkshochschulen oder körpernahe Dienstleistungen wie Gesichtspflege. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder bis zwölf Jahre. Mit der Verschärfung setzt Potsdam Landesregeln um.

Steigende Corona-Werte

In der vergangenen Woche waren die Corona-Werte in Potsdam gestiegen – insgesamt 55 gemeldete Neu-Infektionen bedeuten eine aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz von 30,5. Besonders junge Menschen sind betroffen. Am höchsten ist der Inzidenz-Wert aktuell mit mehr als 80 Neu-Infektionen in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen. Bei den 15- bis 34-Jährigen beträgt der Wert 55. Am Montag waren laut Rathausangaben 31 Kinder und Jugendliche als positiv getestete Personen in Quarantäne – und 261 weitere Kinder und Jugendliche als mögliche Kontaktpersonen. Betroffen seien rund 30 Kitas und Schulen, hieß es. Ferner erklärte das Rathaus, im Bergmann-Klinikum würden aktuell wieder fünf Patienten wegen Covid-19 auf der Normalstation behandelt.

Familienimpftag in der Metropolishalle

Die Stadtverwaltung setzt gegen die Pandemie auf eine möglichst schnelle Durchimpfung. Bei diversen Aktionen seien allein vergangene Woche rund 2500 Menschen geimpft worden, teilte ein Stadtsprecher auf PNN-Anfrage mit. In der ersten Augustwoche waren es sogar rund 3300 Personen.

Da die Landesbehörden wie berichtet bisher immer noch nicht sagen können, wie hoch die tatsächliche Impfquote in Potsdam ist, nehme man nun die Zahlen für ganz Brandenburg als Grundlage – wonach zum Beispiel 76,6 Prozent der über 60–Jährigen vollständig geimpft sind, aber nur 10,9 Prozent der unter 18-Jährigen. Hier könnte es aber nun Bewegung geben: Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat am Montag eine Corona-Impfempfehlung für alle Zwölf- bis 17-Jährigen ausgesprochen. Nach gegenwärtigem Wissensstand würden die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen, teilte die Stiko mit.

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Gerade für Familien hat die Stadt auch in dieser Woche möglichst maßgeschneiderte Impfmöglichkeiten angekündigt. In der Babelsberger Metropolishalle ist für den Freitag zwischen 8 und 16 Uhr ein Familienimpftag geplant, besonders Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren stehen im Fokus – auch Kinderärzte sollen vor Ort sein. 

Am Samstag findet in der Halle von 18 bis 24 Uhr eine „Lange Nacht des Impfens“ mit Musik und speziell für junge Menschen ab 16 Jahren statt. Ferner soll am Freitag und Samstag auch ein mobiles Impfteam auf dem Vorplatz am Brandenburger Tor stehen – gerade für die Besucher der Schlössernacht.

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