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Dieter Wagner führt die Geschäfte des Universitätsgesellschaft.
© Andreas Klaer

Die gute Seele der Uni: Universitätsgesellschaft Potsdam feiert 30. Geburtstag

Seit nun drei Jahrzehnten vergibt die Universitätsgesellschaft Potsdam Stipendien oder fördert wissenschaftliche Projekte. Der runde Geburtstag wird mit einem Sommerfest gefeiert.

Von Erik Wenk

Potsdam - Fördern, gründen und netzwerken: Die Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. ist so etwas wie die gute Seele der Uni Potsdam. Seit 30 Jahren vergibt sie Stipendien, stiftet Preise, fördert wissenschaftliche Projekte, pflegt akademische Netzwerke und begleitet studentische Initiativen. Am 17. Juni feiert die Unigesellschaft ihr Jubiläum mit einem Sommerfest auf dem Campus Am Neuen Palais, unter anderem mit Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD), Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) und dem Präsidenten der Universität Potsdam, Oliver Günther.

„Wir suchen den Dialog und knüpfen Kontakte zu Menschen, die sich mit uns gemeinsam für die Wissenschaft stark machen wollen“, sagt Dieter Wagner. Der Betriebswirtschaftler, der als Professor an der Universität viele Jahre forschte und lehrte, führt gemeinsam mit Potsdams ehemaligen Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) die Geschäfte des Universitätsgesellschaft. „Wir helfen Talenten, ihren Karriereweg in der Wissenschaft oder mit einem Start-up in der Wirtschaft zu gehen. Letztlich wollen wir den Wissens- und Technologietransfer in die Region beschleunigen“, so Jakobs.

An der Initiierung des Start-up-Zentrums GO:IN beteiligt

Aus diesem Grund organisiert die Unigesellschaft Vernetzungstreffen mit Gründer:innen, die aus der Hochschule hervorgegangen sind, und vermittelt Kontakte zum universitären Partnerkreis „Industrie und Wirtschaft“, der besonders an Fach- und Führungskräften interessiert ist. Ende der 90er-Jahre unterstützte der damalige Vorstand der Unigesellschaft die Gründung des Hasso-Plattner-Institutes an der Universität Potsdam. Auch an der Initiierung des Start-up-Zentrums GO:IN, das 2006 im heutigen Potsdam Science Park eröffnete, war der Verein beteiligt.

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Die starke Verbindung zur Wirtschaft zeigte sich schon bei der Gründung der Unigesellschaft 1992: Der erste Vorsitzende, Peter Egenters, war Hauptgeschäftsführer der Potsdamer Industrie- und Handelskammer. Für die junge Universität sei die Gesellschaft Anfang der 90er-Jahre sehr wichtig gewesen, um Gelder einzuwerben, akademischer Festakte zu veranstalten oder wissenschaftliche Kolloquien auszurichten, so Wagner. Aber nicht alle Projekte aus den Anfangsjahren waren von Erfolg gekrönt: So scheiterte etwa das Vorhaben, im Schloss Caputh ein Gästehaus der Universität einzurichten.

Unigesellschaft zählt rund 1000 Mitglieder

Aktuell hat die Unigesellschaft etwa 1000 Mitglieder, darunter etwa 180 Professor:innen und 80 Firmen-Mitglieder. Uni-Absolvent:innen, die sich für eine Karriere in der Forschung entscheiden, können von der Gesellschaft Beihilfen für Konferenzen, Projekte oder Publikationen erhalten. Jährlich verleiht der Verein einen Inklusionspreis, einen Absolventenpreis und einen Preis für die herausragendste Dissertation.

Seit drei Jahren vergibt die Unigesellschaft zusammen mit der Land Brandenburg Lotto GmbH den „Better World Award“: „Der mit 3333 Euro dotierte Preis geht an junge Akademikerinnen und Akademiker, die mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Gemeinschaft leisten“, sagt Dieter Wagner. Im vergangenen Jahr erhielt der Informatik-Student Julian Risch den Award für seine Dissertation, in der er Verfahren zur Vermeidung von Hass-Nachrichten in Online-Diskussionen untersuchte.

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