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Die Entscheidung. Harry Kane bezwingt Manuel Neuer, England besiegt Deutschland 2:0.
© JUSTIN TALLIS / POOL / AFP

Pressestimmen zum EM-Aus gegen England: „Deutschland, die gefürchtete Turniermannschaft – es war einmal“

Die internationalen Medien loben die englische Cleverness und begraben die Ära von Joachim Löw. In England fragen sie sich: „Kommt er jetzt nach Hause?“

Für die deutsche Nationalmannschaft ist die Europameisterschaft beendet. Im Achtelfinale unterliegt die DFB-Elf in Wembley England mit 0:2. Die englischen Medien feiern den Sieg gegen den alten Rivalen und international steht auch das Ende der Ära von Joachim Löw im Fokus. Die Pressestimmen:

ENGLAND

„Daily Mail“: „Nein, ihr träumt nicht. Kommt er jetzt nach Hause? (...) Der royale Glücksbringer Prinz George sieht, wie England Deutschland 2:0 schlägt.“

„Times“: England verbannt einige alte Gespenster, bezwingt Deutschland verdient.“

„Sun“: „In einem rockenden Wembley zeigte Gareth Southgates Team ein unenglisches Gespür für Verstand, als sie die Deutschen zu Tode langweilen auf ihrem Weg zum vierten Spiel in Serie ohne Gegentor.“

DEUTSCHLAND

„Kicker“: „Insgesamt erwiesen sich die Engländer als ein Team, das in seiner Entwicklung schlicht weiter war als die Mannschaft Löws, der sich ankreiden lassen muss, zu spät aktiv geworden zu sein. Während Mannschaften wie das auch diesmal keineswegs überragende England, Italien, Dänemark, die Schweiz, ja, selbst Ungarn, akribisch auf dieses Turnier hingearbeitet hatten, versuchte Löw seine vielen Versäumnisse seit dem Aus in Russland in der zweieinhalbwöchigen Vorbereitung aufzuholen. Es war ein Projekt, das sich als zu ambitioniert entpuppte und letztlich zum Scheitern verurteilt war.“

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Spätestens jetzt (nach Thomas Müllers vergebener Chancen zum 1:1) wusste auch der letzte Engländer aus dem Partyvolk im Londoner Wembley-Stadion, dass die Three Lions als mutigere zweier mittelmäßig anmutenden Mannschaften dieses Duell mit dem langjährigen Angstgegner gewinnen würden. Deutschland, die gefürchtete Turniermannschaft – es war einmal. Auch, weil Löw seit dem Absturz bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland nie mehr die Kraft und Phantasie aufbrachte, an glorreiche Zeiten wenigstens in Umrissen anzuknüpfen.“

FRANKREICH

„L'Équipe“: „Die Todesgruppe ist... tot. (...) Löw - die zerbrochene Liebe. Das war gestern das letzte Spiel von Trainer Joachim Löw (61), der die Mannschaft (Deutsch im französischen Original) 15 Jahre lang verkörperte. Der allgemeine Schwermut richtete sich auch gegen ihn. Die Ära endet nun mit dem letzten Eindruck dieser Niederlage. Zeit für die Hansi-Flick-Ära.“

SPANIEN

„AS“: „Wembley tobt. Löw verabschiedet sich auf die denkbar schlechteste Weise. Auf diesem Niveau sind weder England, geschweige denn Deutschland, das nach Hause fuhr, bereit, diese Europameisterschaft zu gewinnen.“

„Marca“: „Grealishs Zauber beendet Englands Trauma gegen Deutschland“

ITALIEN

„La Repubblica“: „Es ist vor allem eine Revanche für Gareth Southgate. Nachdem er lange Zeit als derjenige in Erinnerung geblieben war, der 1996 den entscheidenden Elfmeter vergeben und England damit den Einzug ins Finale der Heim-EM gekostet hatte, wird er von dieser Nacht an besser schlafen.“

„La Gazzetta dello Sport“: „Deutschland muss sich Sterling und Kane beugen: England im Viertelfinale! Deutschland fährt nach Hause und geht in den Urlaub. Das Aus im Achtelfinale beendet auch die Ära von Joachim Löw. Aus der Todesgruppe schafft es keiner ins Viertelfinale.“

„Corriere dello Sport“: „Sterling und Kane bringen Southgate ins Viertelfinale nach Rom. Die Engländer gewinnen eine schöne und ausgeglichene Partie. Es entscheiden die Blitze der beiden Angreifer. Die Mannschaft von Löw ist zu ungenau im Angriff und wird von Müller ans Messer geliefert. Sterling und Kane schreiben Geschichte im Wembley.“

ÖSTERREICH

„Krone“: „Three Lions verjagen Deutschland aus der EM!“ (dpa/Tsp)

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