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Leichtathletik im Olympiastadion : Das Istaf 2020 findet mit Zuschauern in Berlin statt

Wenn am 13. September das Istaf im Olympiastadion stattfindet, dürfen rund 3500 Zuschauer dabei sein. Es könnte ein Lackmustest für weitere Sportevents werden.

Ganz so voll wird es 2020 nicht, aber immerhin 3500 Fans dürfen beim Istaf live dabei sein.
Ganz so voll wird es 2020 nicht, aber immerhin 3500 Fans dürfen beim Istaf live dabei sein.Foto: dpa

3500 Zuschauer in einem rund 74.000 Besucher fassenden Stadion klingen mickrig. Und sie sind es auch. Das heißt, dass auf einen Platz circa 20 frei bleiben. Andererseits: Es ist besser als nichts. Und überhaupt können 3500 Besucher im hiesigen Olympiastadion vielmehr als Zeichen gedeutet werden, dass es bald wieder atmosphärischer zugeht im Spitzensport.

Das Leichtathletikmeeting Istaf in Berlin wird am 13. September jedenfalls für besagte 3500 Zuschauer im Berliner Olympiastadion die Tore öffnen. „Wir wollen ein Leuchtturm für die Leichtathletik sein und den Fans zeigen, dass wir noch da sind“, sagte Meeting-Direktor Martin Seeber dem Tagesspiegel am Dienstag.

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Sollten sich bis dahin die Maßnahmen zum Infektionsschutz gegen die Coronavirus-Pandemie in Berlin nicht verändern, wäre das Istaf hierzulande eine der ersten Großveranstaltungen im Sport mit Zuschauern und sicher auch ein Lackmustest für kommende Events. Aktuell sind in Berlin bis zum 24. Oktober Veranstaltungen im Freien mit mehr als 5000 Menschen verboten.

Dabei drängt vor allem der Bundesligafußball auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität (sofern es diese zeitnah geben kann). So hat die Deutsche Fußball Liga jüngst einen Leitfaden zur Wiederzulassung von Zuschauern erarbeitet; und der 1. FC Union preschte hervor, zum Saisonauftakt vor voller Kulisse spielen zu wollen. Alle Stadionbesucher, so die Idee der Köpenicker, sollen zuvor auf das Coronavirus getestet werden.

Viele georderte Tickets müssen erstattet werden

Solch einen Aufwand können und wollen die Organisatoren des Istaf vermutlich nicht leisten. Aber auch so schon ist die Situation für sie nicht einfach. Viele bereits georderte Tickets müssen erstattet werden (wobei die Käufer ein Vorkaufsrecht auf die 3500 Plätze haben). Auch in der Durchführung rund um das Event ist in diesem Jahr alles anders.

Nicht nur an den Besuchern, sondern auch an den Pressevertretern (20 statt 120) oder dem Catering wird gespart. Doch ist ein solches Event im hiesigen Olympiastadion mit sehr hohen Kosten verbunden, die in der Regel auch durch die Zuschauereinnahmen hereingeholt werden. Das fällt in diesem Jahr weg.

Seeber und seine Mitstreiter versuchen dennoch, ein attraktives Teilnehmerfeld für das Istaf zu gewinnen. Am Dienstag gaben sie bekannt, dass der schwedische Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis sowie die deutsche Hindernisläuferin Gesa Krause teilnehmen werden. Krause hatte im Vorjahr beim Istaf vor rund 40.000 Zuschauern über die nicht-olympische Distanz 2000 Meter Hindernis einen Weltrekord aufgestellt.

Das klingt schon einmal gut. Überhaupt könnte das Istaf von dem Umstand profitieren, dass es in der Sportwelt hierzulande schon etwas Besonderes sein wird, wenn mehrere tausend Zuschauer daran live teilnehmen dürfen.

Die Tickets für das Istaf können übrigens ausschließlich im Online-Ticketshop unter tickets.istaf.de sowie unter der Ticket-Hotline (030/301118630) erworben werden. Die Karten kosten zwischen 29 und 49 Euro.

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