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Thema

Fußball

Von Till (8 Jahre alt) Ich hätte nie gedacht, dass der Fußball aus China kommt. Das geht doch gar nicht, dass die Chinesen den Fußball erfunden haben und bis jetzt noch nie bei einer Weltmeisterschaft mitgespielt haben.

Von Mathias Heybrock Im Fernsehen werden seit einiger Zeit Nike-Spots gezeigt, die die Fußball Weltmeisterschaft in Korea und Japan als einen Gladiatoren-Streit zeigen. Der ehemalige französische Stürmerstar Eric Cantona tritt ganz seinem exzentrischen Image entsprechend als Maitre de plaisir eines Wettkampfes auf, bei dem er mit diebischer Freude die weltbesten Spieler von heute in einem engen, vergitterten Käfig aufeinander hetzt.

Von Christoph Biermann D er Mann ist an diesem Sonntagmorgen schon um sieben Uhr in der Früh aufgestanden und schaut aus dem Fenster. Der Thuner See liegt ruhig, am Himmel ist keine Wolke zu sehen, Sonnenstrahlen beleuchten die Berner Alpen.

André Görke über den offiziellen WM-Ball Tief in der fränkischen Provinz, im Industrieviertel von Herzogenaurach, haben sie ihn getreten und in Kühlräume gesperrt. Herzogenaurach ist für einen Fußball die Hölle.

Robert Ide über teuren Fußball und billiges Fernsehen Schadenfreude macht immer noch am meisten Spaß. Besonders im Fußball.

Ich habe vor ein paar Wochen Europa von Süden nach Norden durchquert, um mir den Fußball der anderen anzusehen, im Schaufenster von zwei Halbfinals der Champions League. Spanier, Engländer und Deutsche, Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United und Bayer Leverkusen.

Von Martin Hägele Der Fußball soll in China erfunden worden sein. Wenn wir den Mythen aus der Huang-Dynastie glauben, legten schon 2700 Jahre vor Christus Feldherren und Generäle sowohl auf die Körperertüchtigung als auch die sinnvolle Freizeitbeschäftigung ihrer Soldaten Wert – das Spiel wurde damals Tsuh-küh genannt.

Die Situation ist mehr als paradox: Weil Kinder heutzutage lieber vor dem Computer sitzen, als auf der Straße Fußball zu spielen, versucht Jürgen Klinsmann jetzt via Internet den Nachwuchs wieder auf den Bolzplatz zu locken. Mit der Internetseite „fussballD21.

Von Holger Wild Die Berliner Innenstadt stand am Sonnabend wieder ganz im Zeichen des Fußballs. Zehntausende Anhänger der Pokalfinalisten Schalke 04 und Bayer Leverkusen bevölkerten die Straßen der City-West und den Potsdamer Platz.

Von Oliver Trust Freiburg. Manchmal gehen der Fußball und die Heil- und Menschenkunde ineinander über.

Von Gerd Appenzeller Nein, natürlich braucht Afghanistan nicht besonders dringend Fußbälle und ein Lächeln von Franz Beckenbauer. Aber vermutlich haben der herumalbernde Bundeskanzler im Ballduett mit einem der bekanntesten Kicker der Welt auf die Kabuler Jugend in etwa die Ausstrahlung gehabt, wie für unsere Großväter nach dem Zweiten Weltkrieg eine englische Schokolade oder eine amerikanische Zigarette.

Von Lorenz Maroldt Fußball ist eine Zumutung. Wer als Fan ins Stadion geht und nicht zufällig wichtig oder wenigstens Politiker ist, wer also keine Logenkarte besitzt, der muss das Leiden lieben.

Helmut Schümann über die Qual der Freunde schönen Fußballs Wohin bloß soll man sich wenden, wie muss man sich winden, wenn man Freund schönen Fußballs ist und Bayer Leverkusen zum Meister küren will? Die Konstellationen sind ja klar, Bayern München spielt gegen Hansa Rostock, die müssen nur noch auflaufen.

Joachim Huber über die Mesalliance von Fußball und Fernsehen Fußball ist das, was 22 Spieler auf dem Rasen ausüben und 22 Millionen Zuschauer am Bildschirm verfolgen. Das macht Fernsehsender so glücklich und lässt sie bis zur finanziellen Besinnungslosigkeit hinter den Übertragungsrechten her jagen.

Belgrad ist das Darmstädter Trauma. Als die deutsche Nationalmannschaft 1976 im Halbfinale der Europameisterschaft gegen Jugoslawien 1:2 hinten lag, wechselte Bundestrainer Helmut Schön einen gewissen Dieter Müller ein.

Die großzügigen Geldgeber der europäischen Fußball-Ligen können nicht mehr zahlen. Nicht nur die Kirch-Gruppe musste Insolvenz beantragen, auch im britischen Bezahl-Fernsehen wird das Geld knapp: Der digitale Kanal ITV steht vor dem finanziellen Aus.

Aus seiner Verärgerung über die unerwünschte ausländische "Einmischung" macht Präsident Leonid Kutschma keinen Hehl. "Ist die ukrainische Nation denn ein Fußball?

Die Zeiten, in denen die USA als Entwicklungsland im Fußball galten und der Pfälzer Tom Dooley ihr deutscher Entwicklungshelfer war, sind vorüber. Die Entwicklung zu einer mittlerweile allseits respektierten Soccer-Nationalmannschaft aus dem Land des Baseballs und Footballs ist vor allem das Verdienst von Bruce Arena.

Es gibt kluge Leute, die behaupten, dass zwischen dem Zustand des deutschen Fußballs und dem gesellschaftlichen und politischen Zustand unseres Landes ein enger Zusammenhang bestehe. Dass also Sepp Herberger der fußballerische Sachwalter der Ära Adenauer war.

Uli Hoeneß, der Manager des FC Bayern München, ist ein Mann mit klaren Vorstellungen. Man kann ihm auch nur schwerlich vorwerfen, dass er vom Fußball keine Ahnung hat.

Eigentlich verstehen sich die Herren ganz gut. Beide wissen, wie man den Fußball verkauft, ohne seine Tradition zu verraten.

Von Markus Hesselmann

Die Adidas-Salomon AG hat ihre Erwartungen für dieses Jahr heruntergeschraubt. Statt eines Gewinnplus von 15 Prozent erwarte der Sportartikler nun fünf bis zehn Prozent, sagte Konzernchef Herbert Hainer am Donnerstag in Herzogenaurach.

Korruption ist keine Domäne der Politik. Bestechungsvorwürfe bedrohen Joseph S.

Von Markus Hesselmann

Der große Gretzky hat es geschafft. Wie einst Franz Beckenbauer dem deutschen Fußball hat Wayne Gretzky als Teamchef dem Eishockey Kanadas Glanz und Gloria zurückgebracht.

Früher, beim Fußball auf der Straße, gab es manchmal große Momente. Wenn der beste Fummler des Viertels mal wieder am eigenen Strafraum anfing, die Gegenspieler auszudribbeln und wir im richtigen Augenblick den Fuß am rechten Ort hatten, um ihm den Ball abzunehmen.

Wenn man sich mit den Fehlentwicklungen des modernen Fußballs beschäftigt, kommt man irgendwann an Jean-Marc Bosman nicht mehr vorbei: Bosman ist das Böse. Der frühere belgische Fußball-Profi hat einst für seinesgleichen das Recht auf freie Arbeitsplatzwahl erkämpft, und seine Kollegen nutzen diese Freiheit inzwischen schamlos aus, weil sie mit jedem Jobwechsel eine Menge Geld verdienen können.

Er blickte so frohgemut in die Runde und sagte es so überzeugt, dass man für einen kurzen Moment glaubte, beim falschen Spiel gewesen zu sein. "Wir haben heute", meinte Falko Götz, "eine ganz andere Hertha gesehen, eine mit Leidenschaft und Siegeswillen.

Der Fußball schreibt immer wieder diese wunderbaren kleinen Geschichten, die das Spiel so liebenswert machen: Für 800 Mark ersteigerte kürzlich ein Liebhaber die Fußballschuhe von Arie van Lent. Der Betrag ging als Spende an die Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach, die gebrauchten Treter aber fand van Lent am Montag in seiner Post.

Von Felix Meininghaus

Wenn die Welt früher schon nicht besser war, einfacher war sie auf jeden Fall. Zum Beispiel die Fußballwelt: Es gab einen Landesmeister, der spielte im Europapokal der Landesmeister.

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