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Thema

Fußball

Wie lässt es sich Fußball spielen unter dem Eindruck der Katastrophe? Über 50 000 Zuschauer versuchten am Dienstag, nur wenige Stunden nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington, in der ausverkauften Arena AufSchalke die Antwort auf diese Frage zu finden.

Von Felix Meininghaus

Auch für Architekten ist Fußball die schönste Nebensache der Welt. So trafen sich am Sonnabend Berliner und internationale Architekten zum Fußballturnier auf zwei Plätzen des FSV Babelsberg am Griebnitzsee.

Von Tanja Buntrock

Freibad oder Fußball? Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad zogen 5741 Menschen den Besuch im Stadion an der Alten Försterei einer Abkühlung im Wasser vor.

Von Karsten Doneck, dpa

Wenn Rudi Michel erzählt, der Radioreporter der alten Schule, dann wird die große Zeit des deutschen Fußballs beredt. Neben Einblendungen aus den Originalreportagen erinnert sich Michel an die einzelnen Stationen seiner Laufbahn, mit seiner rauchig verhangenen Stimme: der Grundton ist ruhig und sachlich, doch im Untergrund brodelt, immer mit hörbar, ein nicht zu bändigendes Pathos.

Die reichen Nobel-Clubs aus Norditalien blasen zur Jagd auf Meister AS Rom. Rekordmeister Juventus Turin sowie Inter und AC Mailand haben zusammen fast 500 Millionen Mark für neue Spieler ausgegeben, um den personell nahezu unveränderten Titelverteidiger zu entthronen.

Das Volk hat geurteilt und Leo Kirch schuldig gesprochen. In einer hübschen Volte ist das Gemeinschaftserlebnis Fußball für einige Zeit durch kollektive Medienkritik ersetzt worden.

Nach einer Studie des britischen National Criminal Intellegence Services hat die Gewalt in britischen Fußball-Stadien in der vergangenen Saison um 8,1 Prozent zugenommen. Nahm die Polizei bei Ligaspielen in England und Wales 1999/2000 3138 Randalierer fest, so waren es 2000/2001 3391 Krawallmacher.

Man sollte es nicht glauben, aber es gibt Dinge, über die Österreicher nicht gerne sprechen - vor allem dann nicht, wenn sie aus Wien stammen. Politik ist so ein Ding oder die eigene Vergangenheit.

Als vor knapp zwei Wochen das Wankdorf-Stadion in Bern gesprengt wurde, war dies die Zerstörung einer Kultstätte des deutschen Fußballs. Der ungarische Fußball hingegen mag den Abriss der Arena wie ein Geburtstagsgeschenk der Schweizer Hauptstadt zu seinem hundertjährigen Jubiläum empfunden haben.

Wer den "Kicker" liest, muss ein geduldiger Charakter sein. Jede Woche elegant geschriebene Spielberichte, kreative Überschriften ("Vom Regen in die Traufe" oder "Schwere Zeiten für Preetz") und erstklassige Journalistenprosa.

Statt Mathematik pauken Elfmeter üben: Die Wunschvorstellung von fußballbegeisterten Kindern wird in der Ukraine bald zum Schulalltag. Wie die Wochenzeitung "Kiew Post" in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, wird Fußball für alle sechs Millionen Schüler im zweitgrößten Flächenstaat Europas mit dem Beginn des neuen Schuljahrs am 1.

Nein, Leo Kirch muss kein Fußball-Fan sein. Kirch ist Medienunternehmer, seine Gruppe hat eine Fernseh-Senderfamilie, die profitabel arbeitet, und sie hat ein Programm, das nicht profitabel arbeitet.

Von Joachim Huber

Die ausführliche Hörfunk-Berichterstattung über die Fußball-Bundesliga ist nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) ein Muss. "Ich sage ganz klar, weitere Einschränkungen in der aktuellen Berichterstattung sind nicht zu akzeptieren", sagte Beck, der Vorsitzender der Länder-Rundfunkkommission ist.

Wenn Konsequenz eine Tugend wäre, dann könnten wir jetzt sagen, dass uns das alles nicht mehr stört. Seit der Likörfabrikant Günter Mast die Trikotwerbung im Fußball einführte und mit der Umbenennung seines Vereins in Jägermeister Braunschweig nur knapp scheiterte, ist die Kommerzialisierung des Fußballs ja ohnehin nicht mehr aufzuhalten.

Von Markus Hesselmann

Manchmal mögen die Deutschen ihre Ausländer richtig gern: wenn sie schnell laufen, hart schießen, toll dribbeln und viele Tore erzielen - kurz: wenn sie außergewöhnlich gute Fußballer sind. Früher war es für die Fußballfans in dieser Hinsicht einfacher.

Von Stefan Hermanns
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