1. Spieltag 9.
VfB Stuttgart
War der Herr Hoeneß da? Nein, Herr Hoeneß war nicht da.
Berlin. Geldanlagen sind in diesen Tagen ein schmerzhaftes Thema, jetzt, da der Aktien-Kurs der Telekom mit beeindruckender Souveränität immer weiter am Markt abstürzt.
Von Helmut Schümann Das war schon zu ahnen, dass das kein Gespräch unter Freunden werden würde. Jan Lengerke, Büroleiter von Gerhard Mayer-Vorfelder, hatte zur Instruktion in den Nebenraum des Chefzimmers gebeten.
Herr Stepanovic, heute haben drei Mannschaften die Chance, Deutscher Meister zu werden. Fühlen Sie sich an den 16.
Von Frank Bachner und Benjamin Quiram Berlin. Es gab mal Phasen, da hätten die Fans auf der Tribüne des Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadions einen Monat Kehrwochen-Dienst als angemessene Strafe empfunden.
Profifußballern wird in der Regel wenig Gutes nachgesagt: dass sie zum Beispiel nur schnell laufen, wenn sie viel Geld dafür bekommen; oder dass sie sich am Saisonende nur anstrengen, wenn es mindestens um den Einzug in die Champions League geht. Insofern hätte die Partie 1860 München gegen den VfB Stuttgart 0:0 ausgehen müssen.
Gerhard Mayer-Vorfelder hatte nicht viel von der warmen Frühlingssonne, die den Eiscafés entlang der Einkaufsmeile Königstraße Umsatzrekorde bescherte. Um die Ecke in der Kriegsbergstraße im Stuttgarter Büro des Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wurde an einer runden Verteidigungsrede gefeilt.
Angela Häßler hält sich mit Kleinkram nicht auf. Schließlich ist Profi-Fußball ein hartes Geschäft.
Klaus Toppmöller kennt die Spottgesänge in der Fremde: "Ihr werdet nie Deutscher Meister." Die eigenen Fans, bemerkte der Leverkusener Trainer sarkastisch, würden mitunter einstimmen.
Es leuchtet erst einmal nicht ein, warum Fredi Bobic sich entschieden hat, jetzt in Bolton zu leben. Das heißt, er lebt gar nicht wirklich in dieser nordwestenglischen Industriestadt mit ihren 300 000 Einwohnern, die das Vorurteil von Kohlengeruch und Nieselregen überraschend deutlich bestätigt.
20 Grad wurden gemessen, über dem Gottlieb-Daimler-Stadion strahlte die Sonne. Doch von Frühlingserwachen konnte auf dem Fußballfeld keine Rede sein.
Nach einer geruhsamen Nacht sah Uli Hoeneß gesund aus. Rote Wangen, runde Bewegungen im Gangbild und freundlich im Ton.
Gerhard Mayer-Vorfelder hat in der Diskussion um vom VfB Stuttgart erhaltenen Zuwendungen eingelenkt. Der frühere baden-württembergische Finanzminister und Präsident des Fußball-Bundesligisten sagte der "Stuttgarter Zeitung", er habe eine Überprüfung dieser Zahlungen beim Landesamt für Besoldung und Versorgung angeregt.
Die Diskussion um die Zuwendungen des VfB Stuttgart an seinen früheren Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder wird zum Politikum. Die baden-württembergische SPD-Fraktion will mit einem Parlamentsantrag prüfen lassen, ob der heutige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes damit gegen das Ministergesetz verstoßen hat.
Tief im Süden, noch hinter Stuttgart, da mögen sie eigentlich Sreto Ristic. Er war einer von ihnen, ein Fußballer aus Reutlingen, der auszog, um in der Liga der Großen zu kicken: Erst spielte Ristic beim VfB Stuttgart, dann in der Ersten Liga Portugals.
Die dunkelblaue Kanne mit dem tiefbraunen Kaffee können sie bei Hertha ab sofort weg-, oder aber gleich Jürgen Röber als Erinnerungsstück überlassen. Ihr ehemaliger Trainer war der Einzige, der sich regelmäßig nach Spielen des Bundesligisten davon kräftig einschenken ließ.
Er blickte so frohgemut in die Runde und sagte es so überzeugt, dass man für einen kurzen Moment glaubte, beim falschen Spiel gewesen zu sein. "Wir haben heute", meinte Falko Götz, "eine ganz andere Hertha gesehen, eine mit Leidenschaft und Siegeswillen.
Die Empörung in seiner Stimme ist unüberhörbar. "Das ist eine infame Sache.
DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder wurde als ehrenamtlicher Präsident beim hochverschuldeten VfB Stuttgart am Ende seiner Amtszeit fürstlich entlohnt. Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten".
Jürgen Röber, sind Sie sehr enttäuscht, nicht mehr Hertha-Trainer zu sein?Absolut nicht.
Am Dienstagabend saß Falko Götz verwundert vor dem Fernseher. Sagt er zumindest.
Wer das Siegesgefühl nicht gut kennt, der kann bei zwei Siegen in Folge schon einiges verwechseln. "Ich glaube", sagte Nürnbergs Trainer Klaus Augenthaler, "dass wir nicht unbedingt unverdient verloren haben".
Spektakulärer hätte das Spiel zwischen den beiden rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln kaum terminiert werden können.
Zur Adventszeit war noch alles in Ordnung. Da konnten sich die Spieler des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen bei der internen Weihnachtsfeier als erfolgreichste Mannschaft des Jahres 2001 selbst bejubeln.
Am Ende hatte Kurt Jara das berühmte Kopfproblem diagnostiziert. "Im Training hauen sie die Dinger mit viel Risiko rein", klagte der Trainer des Hamburger SV, "im Spiel leider nicht.
Vielleicht darf so ein Einstand gar nicht sein. Vielleicht muss ein Fußballprofi, der zum ersten Mal ein Spiel in der Bundesliga bestreitet, zunächst die Härten des hiesigen Geschäfts kennen lernen.
Für den guten Rutsch war in Berlin schon am Nachmittag gesorgt. Über 2000 Läufer gingen trotz Eis und Schnee bei den Silvesterläufen an den Start.
Gerhard Mayer-Vorfelder (68) ist seit April 2001 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Zuvor war er neun Jahre DFB-Vizepräsident.
Der 1. FC Köln hat seine Negativserie fortgesetzt.
Vielleicht haben sie in der Pfalz an diesem kalten Abend doch etwas zu viel an großen Fußball und die Tuchfühlung zur Tabellenspitze gedacht. Im Stadionmagazin "Play" stand stolz, "dass wir den FC Bayern überholt haben", der Stadionsprecher rief aufgeregt, "Wir wissen alle, worum es geht", als stehe am letzten Spieltag der Vorrunde schon die Meisterschaft zur Debatte und in der Westkurve brannten die Wunderkerzen.
Am Ende glich die Veranstaltung im Daimlerstadion einer dieser Brüllshows im Fernsehen, wenn an trüben Nachmittagen ein lauter Piep die kernigen Aussagen übertönen muss, weil es nicht mehr ganz jugendfrei klingt. Mit rotem Kopf rief Rolf Rüssmann, Manager beim VfB Stuttgart, erregt: "Verbrechen, der hat uns das Spiel gestohlen.
Peter Pacult grinste wie ein kleiner Junge, der in Nachbars Garten die Kirschen vom Baum stibitzt hatte. "Da fragt morgen keiner mehr nach", sagte der Trainer des TSV 1860 Müchen nach dem 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart.
Kurt Jara, der Trainer des Hamburger SV, sprach schon fast so leise wie sein Vorgänger Frank Pagelsdorf, als er nach Erklärungen für die erneut erbärmliche Vorstellung seiner Fußballprofis rang. Was hat sich der Mann aus Tirol innerhalb von gerade mal fünf Wochen im norddeutschen Flachland doch verändert .
Wenn sich in den nächsten Wochen die Scheinwerfer öffentlicher Aufmerksamkeit noch mehr auf den VfB Stuttgart richten sollten, ist Vorsicht geboten. Denn die hübsche Geschichte um den schwäbischen Vorzeigeklub, die dabei erzählt wird, ist zu schön, um wahr zu sein.
Wie ein kleiner Indianer schwenkte Peter Godenrath, der Herr übers Marketing beim VfB Stuttgart, seinen Klubschal, als kurz vorm Schlusspfiff des schwäbisch-badischen Länderspiels der Ball zum dritten Mal im Tor des SC Freiburg gelandet war. Hätte der Mann in seinem Glück darüber, dass der VfB nach dem 3:0 weiter die Nummer eins im Ländle bleibt, nur simpel die Zufriedenheit des Augenblicks genossen.
Kallabis zum VfB StuttgartEuropameister Damian Kallabis startet in der kommenden Saison für den VfB Stuttgart. Per Fax teilte der im Trainingslager in Südafrika weilende 3000-m-Hindernisläufer dem Klub seine Zusage mit.
Für den jungen schwäbischen Fußball-Tüftler, der damals als Spielertrainer bei Victoria Backnang in der Landesliga arbeitete, besitzt das erste Treffen mit Dynamo Kiew und dem Trainer Walerij Lobanowski noch heute Erweckungscharakter. Ralf Rangnick, derzeit bei Hannover 96 auf dem Weg in die Bundesliga, schwärmt noch heute von jenem Freundschaftsspiel im Winter 1985, "als wir in Sondereinsätzen unseren Kunstrasenplatz zu zwei Drittel geräumt hatten, auf dem restlichen Teil war das Glatteis unter einer hohen Schneedecke versteckt".
So viel vorweg: Borussia Dortmund ist kein Spitzenklub. Was der ambitionierte westfälische Börsenklub am Dienstag in Liverpool mit dem Ausscheiden aus der Champions League offiziell bestätigt bekam, manifestierte sich gestern im Bundesliga-Alltag beim mageren 1:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart.
Es zählt zu den Erfahrungen des Älterwerdens, dass sich im Laufe der Zeit die Prioritäten ein wenig verschieben: Als wir noch Panini-Fußballbilder gesammelt haben, war uns ein Ralf Bödeker genauso wichtig wie ein Karl-Heinz Rummenigge. Aber irgendwann in der Nach-Panini-Ära haben wir uns nur noch auf die großen Spieler konzentriert: auf Sammer und Völler, Möller und Effenberg.