• Wie Hertha und Union sich entfremdet haben: „Ich finde es schade, dass das so auseinandergedriftet ist“

Wie Hertha und Union sich entfremdet haben : „Ich finde es schade, dass das so auseinandergedriftet ist“

Manne Sangel und Andreas Sattler erzählen von der früheren Freundschaft beider Vereine, von Ärger mit der DDR-Staatsmacht und vom Derby an diesem Samstag.

Die Farben vermischen sich. Vor der Wende waren Rot-Weiße und Blau-Weiße miteinander befreundet. Nach der Wende hat man sich auseinander gelebt.
Die Farben vermischen sich. Vor der Wende waren Rot-Weiße und Blau-Weiße miteinander befreundet. Nach der Wende hat man sich...Foto: AFP

Manfred Sangel, den alle nur Manne nennen, und Andreas Sattler sind schon seit Jahrzehnten Fans ihrer Klubs. Sangel, 60, ist Anhänger von Hertha BSC, lebt in Neukölln und hat 30 Jahre lang das Hertha-Echo moderiert. Union-Fan Sattler stammt aus Biesdorf und lebt inzwischen in Brandenburg an der Havel. Sein jüngerer Bruder Holger hat in den Achtzigern 69 Pflichtspiele für den 1. FC Union bestritten, darunter 35 in der Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR.

Herr Sangel, Herr Sattler, kennen Sie sich?

SATTLER: Persönlich nicht. Aber ich weiß natürlich, dass Manne jahrzehntelang das Hertha-Echo gemacht hat.

SANGEL: Ich will nicht ausschließen, dass wir uns früher mal über den Weg gelaufen sind. Wir kennen zumindest zum Teil dieselben Leute.

SATTLER: Und wir haben eben festgestellt, dass wir in der Alten Försterei zusammen Schneebälle auf die Trapo geworfen haben.

Auf die Trapo?

SATTLER: Transportpolizei. Das war bei einem Spiel gegen den 1. FC Magdeburg.

SANGEL: Gegen Magdeburg habe ich mein erstes Spiel an der Alten Försterei gesehen. Da hätte ich im Block beinahe eins auf die Fresse bekommen.

Wieso?

SANGEL: Weil ich Blau-Weiß getragen habe. Wie die Magdeburger. „Ey, was wollt ihr denn?“, hab‘ ich gesagt. „Ich bin Herthaner.“ Schon auf dem Weg zum Stadion hatte ich Bammel. Vor mir liefen zwei Unioner, die irgendwas mit Hertha gerufen haben. Da kamen die Zivilen, also Stasi, und haben die gleich abgeführt.

Eine Stadt, zwei Klubs, ein Schal. Manne Sangel, 60, Hertha-Fan (links) und Andreas Sattler, 57, Union-Fan.
Eine Stadt, zwei Klubs, ein Schal. Manne Sangel, 60, Hertha-Fan (links) und Andreas Sattler, 57, Union-Fan.Foto: Stefan Weger

Warum sind Sie zu Union gefahren?

SANGEL: Die Alten um Pepe Mager haben immer erzählt, wie geil das in der Försterei ist. So wie bei uns. Außerdem bin ich in Berlin geboren und habe die Stadt trotz der Teilung immer als Einheit begriffen. Ich hatte keine Verwandten im Osten, dafür hatte ich Freunde bei Union.

SATTLER: Das Rüberkommen war kein Problem für euch, oder? Man hat zumindest häufiger dieselben Gesichter bei uns im Stadion gesehen.

SANGEL: Bei der Einreise nach Ost-Berlin habe ich als Grund für den Besuch immer Tourist hingeschrieben, und wenn ich gefragt wurde, wo ich hinwill, habe ich geantwortet: Alex. Beim dritten Mal hat der Grenzer gesagt: „Da waren Sie doch letztes Mal schon.“ – „Ja, und?“, sag ich, „das ist doch ein großer Platz.“ – „Und? was meinen Sie, wie Union heute spielt?“, fragt er mich.

SATTLER: Hast du noch Kontakt zu den Unionern von damals?

SANGEL: Zu denen nicht mehr. Aber ich habe nach der Wende Unioner kennen gelernt, mit denen ich heute noch befreundet bin.

Herr Sattler, waren Sie zu DDR-Zeiten richtiger Hertha-Fan?

SATTLER: Ich habe Hertha immer verfolgt. Wie mein Vater. Wir waren Berliner, Hertha war ein Berliner Verein, also waren wir für Hertha. Ich bin auch 1978 in Dresden gewesen, als Hertha da gespielt hat. Ich war 16 und ging noch zur Schule. Meine Mutter wusste das gar nicht. Mein Vater hat es zumindest geahnt. Wir sind mit dem Trabi da runter, in Kolonne. Und ab und zu wurden wir von dunklen Ladas überholt.

Wussten Sie, dass Sie wegen eines solchen Ausflugs Stress bekommen können?

SATTLER: Na ja, ich war noch sehr jung. Aber man hat schon mitbekommen, dass das von der Staatsmacht nicht so gern gesehen wurde. Als wir in Dresden angekommen sind, standen auf dem Parkplatz schon die Leute mit Jackett und Schlips. Aber die Herthaner haben ein bisschen auf uns aufgepasst. Ich muss gestehen, dass ich damals etwas viel getrunken habe und an die Rückfahrt nicht mehr allzu viele Erinnerungen habe. Ich weiß nur noch, dass mich irgendwelche Hertha-Fans in den Trabi verfrachtet haben: „Nehmt den Unioner mal mit“, haben die gesagt. „Der muss nach Hause.“ In die Schule habe ich es leider nicht geschafft am nächsten Tag. Ich habe sogar einen Tadel bekommen. Das war nicht ohne.

Gab es sonst noch Schwierigkeiten?

SATTLER: Kurz nach dem Spiel bekam mein Vater Besuch von seinem Chef. Der war bei der Stasi. Seitdem hatten die ein Auge auf uns.

SANGEL: Die Begegnung zwischen Hertha und Dynamo war die erste im sogenannten deutsch-deutschen Sportkalender. Als bekannt wurde, dass wir in Dresden spielten, glühten natürlich die Telefondrähte nach Ost-Berlin. Aber das haben unsere Lieblingsfreunde von den Sicherheitsorganen ziemlich schnell mitbekommen.

Heißt?

SANGEL: Die haben natürlich auch gewusst, dass es nicht ganz so gut ist, wenn so viele von uns nach Dresden kommen und dort auf die ganzen Unioner treffen. Also musste man eine offizielle Reise für 75 Mark buchen, mit gemeinsamer Anreise, Mittagessen im Zwinger und Stadtrundfahrt. Bei der Ankunft in Dresden war der ganze Bahnhof leer. Ich kam mir vor wie bei einem Staatsbesuch. Vor dem Bahnhof standen die Polizeireiter – und dahinter Leute mit Blumen, die uns begrüßten. Ich dachte: Wo bin ich denn hier gelandet?

Haben Sie sich in Dresden mit den Unionern getroffen?

SANGEL: Ich nicht. Am Bahnhof hatte ich zwei Dresdner angesprochen, mit denen ich mich für später verabredet habe. Die Stadtrundfahrt habe ich mir geschenkt wie die meisten von uns. Wir sind auf eigene Faust in die Stadt. Aber viele haben sich auch mit Unionern getroffen.

SATTLER: Wenn ich heute daran zurückdenke, habe ich das Gefühl, dass es damals schon eine Sehnsucht nach Veränderung gab. Wahrscheinlich hatte das auch was mit der Situation zu tun. Du musst von Berlin nach Dresden fahren, um dich mit anderen Berlinern zu treffen, siehst dir ein Spiel von Hertha an – und weißt nicht, wann du das nächste Mal wieder die Gelegenheit dazu haben wirst. Aber offen sprechen konntest du darüber natürlich auch nicht. Da hieß es immer: „Pst, die Stasi.“

Freunde hinter Stacheldraht. Erinnerungen an eine alte Freundschaft.
Freunde hinter Stacheldraht. Erinnerungen an eine alte Freundschaft.Foto: Stefan Weger

Ein Jahr später spielte Hertha im Viertelfinale des Uefa-Cups bei Dukla Prag.

SATTLER: Davon haben immer alle erzählt. Ich wäre auch gerne dabei gewesen, aber ich glaube, das hätte mein Vater nicht zugelassen.

SANGEL: Viele Unioner sind schon einen Tag vor dem Spiel nach Prag gereist, wenn nicht sogar zwei. Die ahnten schon: „Wenn wir erst am Spieltag mit dem Zug anreisen, wird die Stasi wahrscheinlich irgendwas unternehmen, um das zu verhindern.“ Als wir am Ostbahnhof die Treppen hochkamen, stand der Zug schon am Bahnsteig. Wir haben uns gewundert, dass alles so ruhig ist: Wo sind denn die Unioner? Erzählen uns, dass der Zug rappelvoll werden wird – und dann ist niemand da. Was für Pfeifen! Im Zug saßen nur vereinzelt Leute. Einer hat uns erzählt, was passiert war. Ungefähr eine halbe Stunde vor uns war der ganze Union-Mob auf den Bahnsteig gekommen. Aber da war alles abgesperrt, und die mussten gleich die nächste Treppe wieder runter. Sie wurden so lange festgehalten, bis der letzte Zug nach Prag abgefahren war. Ich habe das lange nicht geglaubt. Aber irgendwann haben mir das zwei Unioner bestätigt, die dabei waren.  

Trotzdem waren noch genügend Unioner in Prag.

SANGEL: In Prag wurden wir schon von denen erwartet. Einige brauchten noch Karten. Weil das Mannschaftshotel von Hertha auf dem Weg zum Stadion lag, sind wir erst dahin. Als die uns da nicht reinlassen wollte, haben wir gesagt: „Wir gehören zu Hertha.“ An der Rezeption haben wir nach dem Präsidenten Ottomar Domrich gefragt, und der kam dann tatsächlich kurz darauf die Treppe runter und hat uns eine Karte geschenkt. Eine fehlte uns noch, aber am Eingang zum Stadion haben wir uns so eng zusammengestellt, dass ein Unioner auf allen Vieren ins Stadion gekrabbelt ist. Das war schon eine geile Verbindung. Auch später auf dem Bahnhof.

Was ist da passiert?

SANGEL: Reine Schikane. Als unser Zug einfuhr, hieß es, der sei ausschließlich für Anhänger von Hertha BSC aus West-Berlin reserviert. Kein Zutritt für DDR-Bürger. Trotzdem war der Zug rappelvoll. Ich stand auf dem Gang, Unioner vor mir, neben mir, über mir. Dann kam die Durchsage, dass der Zug jetzt kontrolliert werde. Wer das Visum für West-Berlin habe, dürfe drinbleiben, alle anderen müssten raus. Einige Unioner haben versucht, sich zu verstecken, aber die tschechische Polizei hatte die große Kapelle aufgefahren.

SATTLER: Haben die richtig reingeknüppelt?

SANGEL: Die standen gleich an der Tür, mit Hunden. Und jeder, der den Zug verlassen hat, freiwillig oder nicht, hat gleich eins mit dem Knüppel drüber bekommen. Das war schon Panik. Erst als der Zug fuhr, bist du langsam wieder runtergekommen. Und dann krabbelte plötzlich einer unter der Bank hervor, den die Polizei übersehen hatte. Alles in allem war das in Prag ein richtig geiler Tag, natürlich auch weil Hertha das Halbfinale im Uefa-Cup erreicht hatte. Das Ergebnis, der Zusammenhalt – wirklich beeindruckend.

Gehen Sie noch regelmäßig zu Hertha ins Olympiastadion, Herr Sattler?

SATTLER: Na ja, regelmäßig kann man jetzt nicht sagen. Ich glaube, zuletzt war ich vor fünf Jahren da. Da habe ich einen Hertha-Union-Fanschal getragen. „Du, Wahnsinniger“, hat jemand zu mir gesagt. Ich habe auch schon mal im Hertha-Fanhaus mit Union-Schal hinter der Theke gestanden und Bier ausgeschenkt. Seitdem kennen sie mich auch in der Ostkurve. Gut, die Harlekins…

... Herthas führende Ultra-Gruppierung …

SATTLER: … die gucken ein bisschen komisch. Aber das halt ich aus.

Waren Sie am vergangenen Wochenende bei Unions Spiel in München?

SATTLER: Nein, hab‘ ich leider nicht geschafft.

Als im Stadion die Tore gegen Hertha vermeldet wurden, gab es großen Jubel von den Union-Fans. Hätten Sie mitgejubelt?

SATTLER: Nö. Ich drücke Hertha die Daumen, auch weil ich viele Freunde habe, die Hertha-Fans sind. Berlin ist Berlin, und beide gehören nach oben.

SANGEL: Manchmal muss man sich wirklich wundern, wie sich das entwickelt hat. Bei einem Spiel kurz vor oder kurz nach dem Umbau der Alten Försterei haben auf der Gegengerade einige von den Alten unser gemeinsames Lied gesungen: „Wir halten zusammen wie der Wind und das Meer“ – und von der Waldseite kamen Pfiffe.

Bei Hertha rufen sie ja auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit „Scheiß Union!“

SANGEL: Das mach ich nicht. Ich freue mich für Union. Warst du eigentlich bei dem Hallenturnier in der Seelenbinder-Halle?

SATTLER: Ja.

SANGEL: Alle reden immer von dem Vereinigungsspiel im Januar 1990 im Olympiastadion. Ich rede viel lieber von diesem Hallenturnier eine Woche vorher.

Die Mauer ist weg. Am 27. Januar 1990 feierten Unioner und Herthaner gemeinsam das Vereinigungsspiel im Olympiastadionl
Die Mauer ist weg. Am 27. Januar 1990 feierten Unioner und Herthaner gemeinsam das Vereinigungsspiel im OlympiastadionlFoto: DPA

Warum?

SANGEL: Weil der Zusammenhalt da richtig geil war. Ich habe noch einen Mitschnitt, wie ich Karsten Heine interviewe, der mit Union das Turnier gewonnen hat. Im Hintergrund hörst du, wie alle toben: „Hertha und Union, Hertha und Union, Hertha, Hertha, Hertha und Union.“ Was keiner mehr weiß: Bei diesem Hallenturnier gab es ein Eröffnungsspiel zwischen Hertha- und Union-Fans. Bei uns im Tor stand euer Trainer Karsten Heine, und bei Union unser Trainer Werner Fuchs. Ergebnis 4:2 für den Union-Fanklub. Das war für mich das viel größere und viel wichtigere Ereignis. Und für Leute wie Kuller Heine, der später bei uns gearbeitet hat, tut es mir wirklich leid, was gerade passiert. Die verstehen das ja nicht.

Aber ist das nicht auch der Lauf der Geschichte?

SANGEL: Ich kann spontan sagen: Ich finde es schade, dass das so auseinandergedriftet ist. Das kann dir auch keiner richtig erklären. Dass sich die Hertha-Hooligans mit dem BFClern zusammengetan haben, hat da sicher was mit zu tun. Und dass die Unioner an der Osloer Straße Stasi-Hertha gerufen haben, als Bernd Stange unser Trainer war.

SATTLER: Oder das Absteiger-Plakat im Olympiastadion. Da war unser Auswärtsspiel in Rostock ausgefallen, und ein paar Ultras haben sich beim Hertha-Spiel in den Gästeblock gestellt und Hertha verhöhnt.

SANGEL: Dass da immer gestichelt wird, das haben die Alten auf beiden Seiten definitiv nicht verdient. Den richtigen Knacks gab es, als Union uns zur Eröffnung der Alten Försterei eingeladen hat, und der Stadionsprecher immer nur von den Charlottenburgern gesprochen und über Artur Wichniarek hergezogen hat.

Christian Arbeit hat auch gesagt: „Wir haben immerhin ein Zuhause, und ihr?“

SATTLER: Zu Christian Arbeit sage ich jetzt lieber nichts.

SANGEL: Ich weiß, dass er nach dem Spiel gefragt wurde: „Sag mal, was redest du hier? Du bist doch alt genug, um die Freundschaft zwischen Hertha und Union noch mitbekommen zu haben.“ Mittlerweile hat er sich schon gebessert. Das muss man ihm zugutehalten. Aber damals fand ich das überhaupt nicht in Ordnung. Auch wenn auf unserer angeblichen Nazi-Schüssel rumgehackt wird, während Union ein eigenes Stadion hat. Ja, aber auf Pacht! Und so geil ich es finde, dass die Unioner ihr Stadion selbst gebaut haben: Da haben einige ‘nen gelben Schein gezogen und sind dann an der Alten Försterei ackern gegangen. Das Ganze fand ich superklasse, das wird ja auch gepflegt. Da bin ich völlig neidfrei. Aber man muss auch nicht übertreiben.

Wie meinen Sie das?

SANGEL: Wenn Julius Kade, der in der ganzen Jugend bei uns gespielt hat, zum ersten Mal für Union auflaufen sollte, ist er für die Fans gleich ein Fußballgott. Das ist doch lächerlich! Thorsten Mattuschka ist für mich ein Fußballgott. Oder Olaf Seier. Und wenn meine Mannschaft scheiße spielt, muss ich auch das Recht haben zu meckern und zu pfeifen.

SATTLER: Da bin ich ganz deiner Meinung. Wenn ich das schon höre: Du bist kein Unioner – weil du mal über die eigene Mannschaft meckerst. Aber das ist die Gruppendynamik. Unser Trainer, der Urs Fischer, ist da auch anderer Meinung. Der sagt zur Presse: „Leute, nicht so viel Lob!“ Ich mag den Urs.

SANGEL: Auf der einen Seite finde ich es gut, dass du zeigst: Das ist deine Mannschaft, du stehst hinter ihr. Mir gefällt auch, dass der Mitmacheffekt bei Union sehr groß ist. Es gibt zwei, drei Lieder, und alle singen mit.

SATTLER: Was ist eigentlich mit eurem Präsidenten? Hat der nicht gesagt, dass die Alte Försterei so ein schönes Stadion ist?

SANGEL: Ja, aber voller Respekt.

SATTLER: Ich fand das ja auch gut. Aber ich weiß nicht, wie das bei euch angekommen ist. Übrigens: Die Petition für euer neues Stadion habe ich schon unterschrieben.

SANGEL: Sehr gut.

SATTLER: Bei meinem Präsidenten …

… Dirk Zingler …

SATTLER: … bin ich zwiegespalten. Sein Gerede vom Derby als Klassenkampf… nee, nee, nee. Diese Worte trennen Menschen. Fußball muss die Menschen vereinen. Auch bei Union. Das kann doch nicht wahr sein.

SANGEL: Mein Unioner hat auch gesagt: „Der hat ja wohl ‘ne Macke!“ Wie kann man denn da noch Öl ins Feuer gießen?

SATTLER: Da hat Zingler auch Gegenwind bekommen.

SANGEL: Zu Recht. Weil es einfach falsch ist. Ich verleugne doch nicht meine eigene Jugend! Das sage ich auch den Jungschen bei uns. Wir waren damals zusammen, und es gibt immer noch Freundschaften. Die Entwicklung ist wirklich schade. Wir hätten etwas Einmaliges schaffen können: dass zwei Vereine aus einer Stadt so eng zusammen stehen und sich gegenseitig unterstützen. Wir hätten, wie das damals auf unseren Plakaten stand, eine richtige Fußballmacht werden können. Jeder für sich, aber auch zusammen.

SATTLER: Ich mache mir Sorgen, ob das Derby ruhig bleibt. Ich kämpfe sehr dafür. Und wenn ein Blau-Weißer angegriffen wird, würde ich den sofort verteidigen. Ohne Wenn und Aber. Das sind meine Freunde.

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