Kiessee – mehr als nur Kies und See

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Sommer : Die besten Badeseen in Berlin
Kalle Harberg

Der Kiessee liegt in Schildow, nördlich von Pankow. Ist man erst mal da, ist man gleich hin und weg. Eine kleine geflutete Kiesgrube, zu DDR-Zeiten noch von viel Schotterschutt und nach dem Umbruch von einigen besoffenen Neonazis umgeben, ist inzwischen eine kleine stille Oase kurz hinter der nordöstlichen Stadtgrenze.

Wie komme ich zum Kiessee?
Mit der S8 fährt man zum S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle. In fünf Minuten Stapfweg schlummert ein kleiner, sachter See, an dessen Ufern auch in der größten Hitze nur wenige Besucher sonnenbadenspielenangelnnichtstun. (Mit dem Rad dauert es über eine Stunde aus Berlin zum Kiessee. Die Bundesstraßen B96a, B2 oder B5 gehören aber sicher nicht zu den schönsten Radstrecken.)
Der Kiessee, der schon im Namen nicht vorgibt mehr zu sein, hat eine kleine, feine Infrastruktur drumherum: einen Zaun, ordentliche Toiletten, einen Imbiss, Mülleimer. So bleiben das Wasser klar und das Bier frisch. Drei Euro Eintritt ist diese bleibende Abkühlung wert – bis 21 Uhr. Dann ist After-Work-Badeschluss und es geht alle 20 Minuten mit der S-Bahn zurück. Das Haar trocknet bis Pankow der Fahrtwind.

Adresse für das Navigationsgerät: Kiessee, 16552 Mühlenbecker Land

(Robert Ide)