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Karl Lauterbach gibt im Bundesgesundheitsministerium ein Pressestatement.
© Bernd von Jutrczenka/dpa
Update

Auch wirksam gegen BA.5: Lauterbach rechnet mit Omikron-Impfstoff im September

Ein angepasster Impfstoff kann die Antikörper gegen das Coronavirus aufstocken. Der US-Konzern Moderna kündigte eine baldige Markteinführung an.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass zum Herbstbeginn die Impfstoffe mit Anpassung auf die Omikron-Variante zur Verfügung stehen werden. „Im September werden wir angepasste Impfstoffe haben“, sagte er am Freitag in der ARD.

Es habe hier Verzögerungen gegeben, „aber die gute Nachricht ist: Sie kommen.“

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Der US-Konzern Moderna hatte am Vormittag angekündigt, dass Abschluss der Entwicklung eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs kurz bevorstehe. Der Impfstoff könne im August bereitgestellt werden, sagte Deutschlandchef Gerald Wiegand der „Wirtschaftswoche“ nach Angaben vom Freitag. Der weitere Zeitplan hänge „dann von den Zulassungsbehörden ab“.

Mit der US-Regierung hat das Biotechunternehmen einen bis zu 1,74 Milliarden Dollar schweren Vertrag zur Lieferung des Boosters abgeschlossen. Dieser umfasst 66 Millionen Dosen der bivalenten Auffrischungsimpfung, die sich aus dem ursprünglichen Moderna-Vakzin Spikevax sowie einem zur Bekämpfung der Omikron-Varianten BA.4./5 zusammensetzt.

Der Vertrag enthält die Option zum Kauf von weiteren bis zu 234 Millionen Dosen zusätzlicher Booster-Kandidaten von Moderna.

Studie zeigt Erhöhung der Antikörper um das Sechsfache

Mit der Europäischen Kommission und einigen Staaten habe Moderna Verträge geschlossen, die es ihnen ermöglichten, vom Corona-Standardimpfstoff auf den an Omikron angepassten Impfstoff umzusteigen, sagte Wiegand. Laut Moderna hilft der Booster gegen die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5.

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Nach neuesten Studiendaten erhöhe der angepasste Omikron-Impfstoff einen Monat nach der Impfung die Zahl der neutralisierenden Antikörper um das Sechsfache - gegenüber den Werten vor dem Booster, hieß es in dem Bericht.

Das Mainzer Unternehmen Biontech hat ebenfalls einen angepassten Omikron-Impfstoff für die nächsten Monate angekündigt. (AFP)

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