In Griechenland wird seit Dienstag für zwei Tage gestreikt. Viele Berliner, die sich auf ihren Urlaub gefreut haben, sind verunsichert. Koffer packen oder nicht? Was meinen Sie? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und diskutieren Sie mit!
Griechenland

Am Mittwoch entscheidet das griechische Parlament über ein neues Sparprogramm. Aus Prostest gegen die drohenden Einschnitte legen die Griechen die Arbeit nieder - für 48 Stunden.
Seine Parteifreunde von der Europäischen Volkspartei in Brüssel haben gebettelt und gedroht, aber es hat nichts geholfen. Antonis Samaras, Vorsitzender der griechischen Nea Dimokratia (ND) und Athener Oppositionsführer, wird Nein sagen, wenn das griechische Parlament voraussichtlich am Mittwoch über das Sparprogramm abstimmt, das Griechenland die nächste Rate der Rettungskredite sichern soll.

Konsens? Unmöglich. Verantwortung? Warum? Die Griechen sind nicht zur Selbstkritik fähig, ihre rationale Denkweise ist anders strukturiert als im übrigen Europa. Und trotzdem gibt es gute Gründe, sie gerade jetzt zu unterstützen. Ein Appell.

Wer nicht weiß, wie Rauchverbote in Urlaubsländern gehandhabt werden, kann sich Ärger einhandeln

Kredite allein helfen Griechenland nicht weiter. Das Land braucht dringend Investitionen, damit die Wirtschaft wieder wächst.
W elchen Fortgang die Krise nimmt, entscheiden nun die griechischen Abgeordneten. Sie müssen nächste Woche Europas Sparplan für ihr Land gutheißen, sonst verweigern die Euroländer weitere Milliarden.
Zu wichtigen Themen schweigt Christian Wulff. Aber die Bürger mögen ihn. Denn der Bundespräsident macht etwas anderes: Er strahlt Ruhe aus.

Die Griechen können nur Olivenöl, pampern ihre Rentner und machen uns arm! Und Europa ist ein bürokratischer Moloch! Wir hätten da ein paar Zahlen.
Mario Draghis Aufgabe als neuer Chef der Europäischen Zentralbank ist schwer: Eine Gratwanderung in der Zinspolitik steht bevor. Die Bank hat das Ende der Politik des billigen Geldes eingeleitet, die einst die Blase produzierte, die vor fast drei Jahren so schmerzhaft geplatzt ist.
Der EU-Gipfel versucht die Griechenlandkrise zu ignorieren und das Schengen-Abkommen zu retten
Die Bevölkerung verliert allmählich den Glauben, dass das bisherige Rezept zur Lösung der Griechenland-Krise nach dem Motto "Fordern und Fördern" auf lange Sicht tatsächlich hilft. Auf mittlere Sicht hilft das jetzige Durchwursteln nicht weiter.

Der EU-Gipfel versucht die Griechenlandkrise zu ignorieren und das Schengen-Abkommen zu retten. Damit Papandreou möglichst souverän in die Abstimmung über das Sparprogramm gehen kann, stärken die Regierungschefs ihm zumindest symbolisch den Rücken.

Im November wird Mario Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank. Der als Sohn eines hochrangigen Zentralbankbeamten geborene Römer zählt zu den am besten vernetzten und einflussreichsten Finanzexperten der Welt.
Mario Draghis Aufgabe als neuer Chef der Europäischen Zentralbank ist schwer: Eine Gratwanderung in der Zinspolitik steht bevor.

Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker ist als Vorsitzender der Eurogruppe maßgeblich am Schnüren des neuen Rettungspaketes für Griechenland beteiligt. Doch geht es ihm nicht auch um die Rettung seines eigenen Landes?

Die Europäische Währungsunion steht auch wegen Griechenland am Scheideweg, sagt Daniela Schwarzer von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Schon heute erschüttert das Ausmaß der Frustration in den Geber- und Nehmerländern die Grundfesten der Währungsunion.
Es muss etwas geschehen, es wird etwas geschehen – und zwar in Sachen Steuersenkung. Denn gerade, wenn diese Bundesregierung in der Bevölkerung Verständnis dafür erwartet, dass sie zunehmend für die Rettung Griechenlands beansprucht wird, damit der Euro-Raum erhalten bleibt und Europa weiter zusammenwachsen kann, muss es eine Entlastung geben.
Wenn diese Bundesregierung in der Bevölkerung Verständnis erwartet, muss es eine Entlastung geben - und zwar in vielerlei Hinsicht. Sie wird doch nicht SPD und Grüne weiter in die Hände spielen.

Schwarz-Gelb will jetzt doch noch die Steuern senken, stößt damit aber auf viel Widerstand. Mehrere Ministerpräsidenten aus der CDU sehen keinen Spielraum.
Nach der gewonnenen Vertrauensabstimmung fährt der griechische Premier Papandreou nun zum EU-Gipfel nach Brüssel. Welche Hürden Griechenland und die Euro-Länder als Nächstes nehmen müssen.

Dem Land kann geholfen werden: Durch Teilnahme an der Energiewende, mit Infrastrukturprojekten und mit Beschäftigungsgesellschaften für die Jugend.
Seit Jahrhunderten geht Regierungen regelmäßig das Geld aus. Auch Griechenland ist nicht das erste Mal betroffen. Aber bisher ist es immer gut gegangen. Müssen wir uns dennoch Sorgen machen? Diskutieren Sie mit.

Auch in der Union ist klar, dass man 2013 schlecht vor die Wähler treten kann, ohne sie steuerlich entlastet zu haben. Die Kanzlerin soll der FDP Senkungen zugesagt haben - der Beschluss soll schnell kommen.

Die griechischen Sozialisten stützen ihren Ministerpräsidenten Papandreou, aber: bis Ende Juni muss das umstrittene Sparpaket durchs Parlament. Die Demonstrationen blieben diesmal friedlich.

Evangelos Venizelos trottete in Luxemburg vom Hof. Er hatte verloren. Seinen Humor und den Kampf um weitere Hilfen. Der erfolglose erste Auftritt von Griechenlands neuem Finanzminister.
Griechenlands Premier Giorgos Papandreou übersteht die Vertrauensfrage im Parlament. Die EU-Kommission will Athen helfen.

Die Bankenbeteiligung an der Griechenlandhilfe ist gefährdet. Der amtierende IWF-Chef Lipsky erwartet von Athen die Umsetzung der Reformen.

Der Euro sollte Europa einen. Jetzt entzweit er Deutsche und Griechen – und auf beiden Seiten werden alte Klischees bemüht.
Private Gläubiger sollen beim neuen Hilfspaket für Griechenland in die Pflicht genommen werden. Aber nur, wenn sie wollen. Kann das funktionieren?

Nach Finanzkrise und Weltrezession liegt jetzt die Europa-Krise in der Luft. Zukunftsforscher und Science-Fiction-Autor Karlheinz Steinmüller spricht mit Tagesspiegel Online über mögliche Staatspleiten und ein künftiges Europa.
Atomausstieg und Griechenlands Euro-Beitritt – die Bundestagsdebatte vom 29. Juni 2000
Die aufgeschobene Lösung für Griechenland hat den deutschen Aktienmarkt am Montag belastet. Der Dax konnte seine frühen Verluste jedoch deutlich reduzieren, nachdem sich die EU-Finanzminister auf einen neuen Krisenfonds einigen konnten.
In Griechenland gehen die Lichter aus: mit einem Dauerstreik protestiert die militante Gewerkschaft des staatlichen Stromversorgers DEI seit Montag gegen Pläne der Regierung, ein Aktienpaket des Unternehmens zu verkaufen.
Ein ungeordneter griechischer Bankrott bedroht Europas Bankenwelt, ja sogar die gesamte Wirtschaft. Die EU scheint auf die Entscheidung des griechischen Parlaments nicht ausreichend vorbereitet zu sein.
Ein kleiner Rückblick aus aktuellem Anlass: Atomausstieg und Griechenlands Euro-Beitritt – die Bundestagsdebatte vom 29. Juni 2000.
Am Dienstagabend stellt sich Griechenlands Premier Giorgos Papandreou mit seinem neuen Kabinett im Parlament der Vertrauensabstimmung. Was ist zu erwarten, und welche Folgen kann die Abstimmung haben?
Vom hehren Bild der frommen Hellenen müssen wir uns verabschieden. Nur die jungen Menschen in Griechenland können auch nichts für die Lage in ihrem Land. Es ist Zeit für Verständnis.

Die Euro-Finanzminister ringen weiter um ein neues Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland. Dafür stellen sie neue Bedingungen. Allerdings gibt es auch eine erste Einigung.
Griechenlands Premier Papandreou hat ein neues Vertrauensvotum des Parlaments beantragt. Die konservative Opposition will gegen ihn stimmen.