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Thema

Griechenland

Seine Parteifreunde von der Europäischen Volkspartei in Brüssel haben gebettelt und gedroht, aber es hat nichts geholfen. Antonis Samaras, Vorsitzender der griechischen Nea Dimokratia (ND) und Athener Oppositionsführer, wird Nein sagen, wenn das griechische Parlament voraussichtlich am Mittwoch über das Sparprogramm abstimmt, das Griechenland die nächste Rate der Rettungskredite sichern soll.

Von Gerd Höhler
Die Jugend in Griechenland kämpft für Sicherheit und Freiheit.

Konsens? Unmöglich. Verantwortung? Warum? Die Griechen sind nicht zur Selbstkritik fähig, ihre rationale Denkweise ist anders strukturiert als im übrigen Europa. Und trotzdem gibt es gute Gründe, sie gerade jetzt zu unterstützen. Ein Appell.

Kippen-Knöllchen gibt’s schon mal von der Strandpolizei im polnischen Danzig. Foto: dpa

Wer nicht weiß, wie Rauchverbote in Urlaubsländern gehandhabt werden, kann sich Ärger einhandeln

Von Christian Schreiber

W elchen Fortgang die Krise nimmt, entscheiden nun die griechischen Abgeordneten. Sie müssen nächste Woche Europas Sparplan für ihr Land gutheißen, sonst verweigern die Euroländer weitere Milliarden.

Von Christopher Ziedler

Mario Draghis Aufgabe als neuer Chef der Europäischen Zentralbank ist schwer: Eine Gratwanderung in der Zinspolitik steht bevor. Die Bank hat das Ende der Politik des billigen Geldes eingeleitet, die einst die Blase produzierte, die vor fast drei Jahren so schmerzhaft geplatzt ist.

Die Bevölkerung verliert allmählich den Glauben, dass das bisherige Rezept zur Lösung der Griechenland-Krise nach dem Motto "Fordern und Fördern" auf lange Sicht tatsächlich hilft. Auf mittlere Sicht hilft das jetzige Durchwursteln nicht weiter.

Von Albrecht Meier
Vor der Abstimmung. Der griechische Premier Papandreou muss kommende Woche neue Sparbeschlüsse durchsetzen.

Der EU-Gipfel versucht die Griechenlandkrise zu ignorieren und das Schengen-Abkommen zu retten. Damit Papandreou möglichst souverän in die Abstimmung über das Sparprogramm gehen kann, stärken die Regierungschefs ihm zumindest symbolisch den Rücken.

Von Albrecht Meier
Auftreten wie ein Banker kann Mario Draghi schon. Schließlich war er bei Goldman Sachs und ist seit 2005 Präsident der italienischen Notenbank.

Im November wird Mario Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank. Der als Sohn eines hochrangigen Zentralbankbeamten geborene Römer zählt zu den am besten vernetzten und einflussreichsten Finanzexperten der Welt.

Von Rolf Obertreis
Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker

Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker ist als Vorsitzender der Eurogruppe maßgeblich am Schnüren des neuen Rettungspaketes für Griechenland beteiligt. Doch geht es ihm nicht auch um die Rettung seines eigenen Landes?

Von Carsten Kloth
Griechenland und seine Folgen.

Die Europäische Währungsunion steht auch wegen Griechenland am Scheideweg, sagt Daniela Schwarzer von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Schon heute erschüttert das Ausmaß der Frustration in den Geber- und Nehmerländern die Grundfesten der Währungsunion.

Von Daniela Schwarzer

Es muss etwas geschehen, es wird etwas geschehen – und zwar in Sachen Steuersenkung. Denn gerade, wenn diese Bundesregierung in der Bevölkerung Verständnis dafür erwartet, dass sie zunehmend für die Rettung Griechenlands beansprucht wird, damit der Euro-Raum erhalten bleibt und Europa weiter zusammenwachsen kann, muss es eine Entlastung geben.

Wenn diese Bundesregierung in der Bevölkerung Verständnis erwartet, muss es eine Entlastung geben - und zwar in vielerlei Hinsicht. Sie wird doch nicht SPD und Grüne weiter in die Hände spielen.

Von Stephan-Andreas Casdorff
Irgendwie einig. Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reden wieder über Steuersenkungen.

Schwarz-Gelb will jetzt doch noch die Steuern senken, stößt damit aber auf viel Widerstand. Mehrere Ministerpräsidenten aus der CDU sehen keinen Spielraum.

Von
  • Cordula Eubel
  • Stephan Haselberger

Nach der gewonnenen Vertrauensabstimmung fährt der griechische Premier Papandreou nun zum EU-Gipfel nach Brüssel. Welche Hürden Griechenland und die Euro-Länder als Nächstes nehmen müssen.

Von
  • Gerd Höhler
  • Carsten Brönstrup
  • Albrecht Meier
Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD): "Es geht gar nicht um die Währung, wohl aber geht es um Europa!"

Dem Land kann geholfen werden: Durch Teilnahme an der Energiewende, mit Infrastrukturprojekten und mit Beschäftigungsgesellschaften für die Jugend.

Von Helmut Schmidt

Seit Jahrhunderten geht Regierungen regelmäßig das Geld aus. Auch Griechenland ist nicht das erste Mal betroffen. Aber bisher ist es immer gut gegangen. Müssen wir uns dennoch Sorgen machen? Diskutieren Sie mit.

Von
  • Carsten Brönstrup
  • Hadija Haruna
Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos (l.) und Ministerpräsident Giorgos Papandreou.

Die griechischen Sozialisten stützen ihren Ministerpräsidenten Papandreou, aber: bis Ende Juni muss das umstrittene Sparpaket durchs Parlament. Die Demonstrationen blieben diesmal friedlich.

Von Gerd Höhler

Die aufgeschobene Lösung für Griechenland hat den deutschen Aktienmarkt am Montag belastet. Der Dax konnte seine frühen Verluste jedoch deutlich reduzieren, nachdem sich die EU-Finanzminister auf einen neuen Krisenfonds einigen konnten.

In Griechenland gehen die Lichter aus: mit einem Dauerstreik protestiert die militante Gewerkschaft des staatlichen Stromversorgers DEI seit Montag gegen Pläne der Regierung, ein Aktienpaket des Unternehmens zu verkaufen.

Von
  • Gerd Höhler
  • Rolf Obertreis

Ein ungeordneter griechischer Bankrott bedroht Europas Bankenwelt, ja sogar die gesamte Wirtschaft. Die EU scheint auf die Entscheidung des griechischen Parlaments nicht ausreichend vorbereitet zu sein.

Von Christopher Ziedler

Am Dienstagabend stellt sich Griechenlands Premier Giorgos Papandreou mit seinem neuen Kabinett im Parlament der Vertrauensabstimmung. Was ist zu erwarten, und welche Folgen kann die Abstimmung haben?

Von Gerd Höhler

Vom hehren Bild der frommen Hellenen müssen wir uns verabschieden. Nur die jungen Menschen in Griechenland können auch nichts für die Lage in ihrem Land. Es ist Zeit für Verständnis.

Von Stephan-Andreas Casdorff
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