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Juso-Bundeschef gibt Amt vorzeitig auf : Kevin Kühnert will für den Bundestag kandidieren

Schon im November müssen die Jusos eine neue Spitze wählen. Ihr Vorsitzender will bei der Wahl 2021 ins Parlament. Antreten will er in Tempelhof-Schöneberg.

Kevin Kühnert kandidiert will sich in Tempelhof-Schöneberg für den Bundestag aufstellen lassen.
Kevin Kühnert kandidiert will sich in Tempelhof-Schöneberg für den Bundestag aufstellen lassen.Foto: Michael Kappeler/dpa

Der Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, Kevin Kühnert, will im November vorzeitig sein Amt aufgeben. Die Neuwahl des Juso-Vorstands wird deshalb ein Jahr vorgezogen. Ein personeller Wechsel rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2021 sei der „bestmögliche Zeitpunkt“, sagte Kühnert dem Tagesspiegel.

Seine Nachfolgerin oder der Nachfolger hätten es verdient, „dem SPD-Wahlkampf den eigenen Stempel aufzudrücken“. Kühnert deutete an, dass er eine weibliche Nachfolge favorisiert.

Außerdem kündigte der Juso- und Vize-Parteichef an, dass er für die Bundestagswahl im Herbst 2021 im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg antreten möchte. Dieser Wunsch sei im SPD-Kreisvorstand „sehr wohlwollend“ aufgenommen worden.

Nominiert wird voraussichtlich im November – dann ist Kühnert nicht mehr Juso-Bundeschef. Der 31-jährige Sozialdemokrat sieht gute Chancen, das Direktmandat in der "traditionell sozialdemokratischen Hochburg" Tempelhof-Schöneberg zu erobern.

Regierungs- und SPD-Landeschef Michael Müller soll weichen

Am 31. Oktober wählt die Berliner SPD auf einem Landesparteitag einen neuen Vorstand. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und SPD-Fraktionschef Raed Saleh wollen gemeinsam die Führung der Haupstadt-Partei übernehmen, der Regierende Bürgermeister Michael Müller gibt das Parteiamt auf.

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Am 19. Dezember entscheidet sich dann, wer die Landes-SPD in den Abgeordnetenhauswahlkampf führt. Das wird voraussichtlich Franziska Giffey sein. Noch nicht offiziell bestätigt ist, dass Regierungschef Müller im Herbst 2021 für den Bundestag kandidiert, und zwar im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf.

Sein heimatlicher Kreisverband Tempelhof-Wilmersdorf steht wohl nicht zur Verfügung. Die Mehrheit des SPD-Kreisverbands steht dort inzwischen hinter dem SPD-Parteivize Kevin Kühnert.

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