Rettungskräfte : Berlin hat einen neuen Feuerwehr-Chef

Karsten Homrighausen, Experte für Katastrophenschutz und bislang Chefretter in Baden-Württemberg, ist der neue Landesbranddirektor von Berlin. Er übernimmt eine Behörde, die am Limit ist.

Der neue Berliner Feuerwehrchef Karsten Homrighausen und Innensenator Andreas Geisel (SPD).
Der neue Berliner Feuerwehrchef Karsten Homrighausen und Innensenator Andreas Geisel (SPD).Foto: Jörn Hasselmann

Die Berliner Feuerwehr hat einen neuen Chef. Der Berliner Senat hat den Vorschlag von Innensenator Andreas Geisel (SPD) für den neuen Landesbranddirektor - wie erwartet - am Dienstag abgesegnet. Nun führt Karsten Homrighausen als Behördenleiter die Berliner Feuerwehr mit ihren rund 4200 Mitarbeitern sowie 1500 ehrenamtlichen Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr.

Homrighausen tritt damit die Nachfolge von Wilfried Gräfling an. Homrighausen ist 50 Jahre alt und war seit Mai 2016 Landesbranddirektor in Baden-Württemberg. Der promovierte Chemiker hatte mehrere Führungsposten inne und gilt als Experte für den Katastrophenschutz.

Homrighausen soll Feuerwehr fit für die Zukunft machen

Homrighausen übernimmt die Behörde in einem denkbar schlechten Zustand: marode Fahrzeuge und Totalausfälle. Im Frühjahr hatten Feuerwehrleute vor dem Roten Rathaus einen Monat lang unter dem Motto #Berlinbrennt protestiert, um auf die dramatische Situation etwa bei Überstunden, Bezahlung und Dauereinsätzen aufmerksam zu machen.

Der neue Feuerwehr-Chef soll nun ein Konzept „Feuerwehr 2030“ erarbeiten, um die Behörde neu aufzustellen und fit für die Zukunft zu machen, sagte Innensenator Geisel.

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