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Thema

Argentinien

Braucht Argentinien einen Gläubigerschutz, wie er US-Firmen durch das "Chapter 11" im amerikanischen Konkursrecht zugebilligt wird? Das wäre sicher die beste und einfachste Lösung für das Land, das nach vier Jahren Rezession jetzt am Abgrund steht.

Der Schwede Sven-Göran Eriksson gehört zu den selbstbewussten Menschen. Auch sagt man ihm das Benehmen eines Gentleman nach.

Das von einer tiefen Finanzkrise steckende Argentinien hat alle Bankkonten teilweise eingefroren. Ab sofort könnten Kontoinhaber nur noch 250 Pesos (500 Mark) pro Woche in bar abheben, sagte der mit weit reichenden Vollmachten ausgestattete Wirtschaftsminister Domingo Cavallo am Samstagabend.

Bei feierlichen Veranstaltungen mit weltweiter Anziehungskraft wird die "Ode an die Freude" immer wieder gern aufgelegt. Zumindest für die deutschen Fußballfans war Beethoven gestern die richtige Wahl.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist trotz aktueller Formschwäche bei der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan gesetzt. Mit dieser Entscheidung würdigte das WM-Organisationskomitee die historischen Erfolge des dreimaligen Weltmeisters und sorgte drei Tage vor der Auslosung am Samstag in Pusan zugleich für große Erleichterung bei Rudi Völler.

Mit einem gemeinsamen Aktionsplan wollen die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer gegen die weltweite Finanzierung des Terrorismus vorgehen. "Terroristen und ihren Verbündeten" solle der Zugang zu den internationalen Finanzsystemen verwehrt werden, hieß es in einer beim Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Ottawa verabschiedeten Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G-20-Staaten.

Die wankende Fußball-Weltmacht Brasilien hat im letzten Augenblick das Desaster vermieden. Nach einer Serie blamabler Niederlagen qualifizierte sich die "Selecao" am 18.

Konfrontiert mit der schrecklichen Einsamkeit, die wir empfinden, wenn sogar die Träume verloren sind - wie der Schriftsteller Vázquez Montalbán es ausdrückt -, fällt Argentinien immer tiefer in die Verzweiflung. Der Staat und die Banken stehen vor dem Bankrott, die Wirtschaft liegt darnieder.

Stavanger. Manchmal sind es kleine Gaunereien fernab aller sportlichen Belange, die Fußballspielen den Glanz des Außergewöhnlichen verleihen.

Von Sven Goldmann

Exakt 93,2 Prozent bekam sie: Damals, im Oktober 2000, bei der Wahl zur PDS-Vorsitzenden in Cottbus. Ein Jahr später hat die blasse Chefin mehr Reformen angestoßen als ihre übermächtigen Vorgänger Gysi und Bisky - und wird doch nicht so recht ernst genommen.

Von Matthias Meisner

Vor ein paar Jahren begann man in der Bildenden Kunst auch die Geschichte der konzeptualistischen Avantgarden der 60er Jahre neu zu schreiben. Statt nur auf ein paar Straßen New Yorks, ein paar Galerien in Köln und Paris zu gucken, erweiterte man seinen Gesichtskreis zum "Global Conceptualism" und entdeckte Lateinamerika, vor allem Argentinien.

Zu schweren Ausschreitungen ist es gestern nach dem Fußball-Regionalligaspiel zwischen Borussia Fulda und dem FC Rot-Weiß Erfurt (1:4) gekommen. Die Polizei sprach von vier Verletzten, 18 Randalierer wurden festgenommen, am Abend aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der spanische Telekomkonzern Telefónica hat seinen Nettogewinn im ersten Halbjahr 2001 um 16,1 Prozent auf knapp 1,15 Milliarden Euro oder 1,95 Milliarden Mark gesteigert und die Erwartungen der Analysten damit übertroffen. Motor des Wachstums waren erneut der Mobilfunk und - trotz der Finanzkrise in Argentinien - das Geschäft in Lateinamerika, wie das Unternehmen am Montag in Madrid mitteilte.

Argentinien steckt in der Schuldenfalle - und gehört damit zu den Sorgenkindern der Weltwirtschaft. Nur mit Hilfe von Krediten des Internationalen Währungsfonds (IWF) konnte das Land bislang die Zahlungsunfähigkeit abwenden.

Am Tag nach dem 0:2 gegen die Niederlande, der ersten Niederlage im sechsten Spiel unter Trainer Eriksson, übten die englischen Fußballnationalspieler Selbstkritik. "Wir verteidigten nicht gut, wir spielten den Ball schlecht", sagte der eingewechselte Michael Owen, "es gibt nicht viel Positives aus dem Spiel mitzunehmen.

Argentinien hat auf seine Bitte an EU-Länder und die USA um weitere Hilfen zur Bewältigung seiner Finanzkrise bislang noch keine Zusagen erhalten. In europäischen Regierungskreisen hieß es am Freitag, das Thema könne möglicherweise bei einer EU-Finanzministerkonferenz Ende August besprochen werden.

"Großbritannien hat keine permanenten Freunde oder Feinde, permanent sind nur die Interessen", so heißt ein berühmtes Credo der britischen Diplomatie. Dies könnte das Motto des ersten offiziellen Besuches eines englischen Staatsoberhauptes in Argentinien sein, 20 Jahre nachdem sich die beiden Nationen auf den Falkland-Inseln im Süden Argentiniens bitter bekämpften.

Es hallte, als der Pressesprecher des Fedcup-Teams gestern ein kleines Liedchen pfiff. Und das in der Geschäftsstelle des Deutschen Tennisbundes (DTB), wo statt Fröhlichkeit eigentlich Niedergeschlagenheit angesagt sein müsste.

Von Benedikt Voigt

Nach den heftigen Turbulenzen der vergangenen Tage gerieten die Wertpapier- und Devisenmärkte der meisten Emerging Markets zur Wochenmitte in ein etwas ruhigeres Fahrwasser. Ausgangspunkt für die sich zuvor deutlich zuspitzende Krise war erneut Argentinien.

Alles wie immer, mochten sich viele Staats- und Regierungschefs gedacht haben, als sie vor Wochen den G 8-Wirtschaftsgipfel in Genua planten: Armutsbekämpfung, eine neue Welthandelsrunde, Gespräche über die Lage der Weltwirtschaft setzten sie auf die Agenda. So weit, so gewöhnlich.

Wegen der anhaltenden Finanzkrise in Argentinien hat der Präsident des Internationalen Währungsfonds (IWF), Horst Köhler, seine Teilnahme am G-8-Gipfel in Genua abgesagt. Er habe alle geplanten Treffen mit Bankenvertretern und EU-Beamten gestrichen und sei am Montag nach Washington zurückgekehrt, teilte die Weltbank mit.

In Argentinien zeichnet sich eine breite Unterstützung sowohl in der Regierungskoalition als auch der Opposition für das von Präsident Fernando de la Rúa letzte Woche vorgestellte Sparpaket ab. Die Regierung einigte sich am Montag über einschneidende Kürzungen in den Gehältern der Staatsbeamten und Rentner.

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