Adamo, 58, heißt mit Vornamen Salvatore und ist einer der erfolgreichsten Chansonsänger der Welt. In Sizilien geboren, kam er als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Belgien, wo er aufwuchs.
Kosovo
Ein 16-jähriger Kosovo-Albaner von der Schulbank in Abschiebehaft genommen? "Ich habe angerufen und gesagt, sie sollen den sofort freilassen", sagt Hartwig Berger.
Ein serbisches Ehepaar wurde am Donnerstag nördlich von Pristina aus einem Auto heraus attackiert. Die Frau starb, der Mann wurde schwer verletzt, sagte ein UN-Sprecher.
Jürgen Trittin (47) ist seit dem Sieg von Rot-Grün bei der Bundestagswahl 1998 Bundesumweltminister. Der gelernte Diplomsozialwirt war zuvor vier Jahre lang Bundesvorsitzender seiner Partei, er wurde damals dem linken Flügel zugerechnet.
Es wird ernst. Am Montag wollen Vertreter der Volksgruppen und Bürgerkriegsparteien Afghanistans in Deutschland zur Friedenskonferenz zusammentreten.
Krieg löst keine Probleme - wie eine eherne Wahrheit begleitet dieser Satz die deutschen Debatten um Militäreinsätze. Jetzt ist er mit Blick auf Afghanistan zu hören und findet Zustimmung weit über die Friedensbewegung hinaus.
Ibrahim Rugova hat das Ziel stur vor Augen. Die öffentlichen Auftritte des Albanerführers gleichen einem Ritual.
Die Kosovaren haben sich bei der ersten freien Wahl für die Stimme der Mäßigung entschieden. Der moderate Albanerführer Ibrahim Rugova verspricht eine gute Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft, die trotz der künftigen Selbstverwaltung des Kosovo das letzte Wort behält.
Zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Nato den serbischen Vertreibungskrieg im Kosovo beendete. Die Übergangsverwaltung hat sich Zeit gelassen, bis sie das Schicksal der Republik in die Hände der Bürger legte - weit mehr als in Bosnien.
"Gutes wollen - das Beste tun." Moses MendelssohnZu den Symbolen des Taliban-Regimes gehören braune Luftschlangenbündel, die als Trophäen von Telegraphenmasten und Straßenschildern flattern: Tonbänder beschlagnahmter, aufgerissener Musikkassetten.
Heute wird im Kosovo ein Parlament gewählt, zum ersten Mal nach der Nato-Intervention 1999. Zur Vorbereitung hat der Präsident von "Restjugoslawien", Vojislav Kostunica, gemeinsam mit der serbischen und jugoslawischen Regierung den Sommer über in einer aufwendigen Anzeigenkampagne alle Serben aus Kosovo im In- und Ausland aufgerufen, sich registrieren zu lassen.
Die internationale Verwaltung im Kosovo hat die Bevölkerung vor den allgemeinen Wahlen am Samstag zu einem friedlichen Beginn der Demokratie in der Provinz aufgerufen. "Das wird ein wichtiger, historischer Tag für das Kosovo", sagte der UN-Sondergesandte Hans Häkkerup am Freitag in Pristina.
Orientierungslosigkeit, wohin man schaut. Peter Struck hält es mittlerweile für fast sicher, dass die Bundeswehr gar nicht zum Einsatz kommt - außer vielleicht zur Unterstützung humanitärer Hilfe.
Es war bereits tiefschwarze Nacht, als Volker Handloik und sein Kollege Paul McGeough am Sonntag auf das Dach des gepanzerten Wagens von Kommandant Amer Bashir aufsprangen. Auf das Dach deshalb, "weil es da oben am meisten Spaß macht", sagt McGeough, Afghanistan-Reporter der australischen Zeitung "Sydney Morning Herald".
Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" soll Außenminister Joschka Fischer (Grüne) verhindert haben, dass der SPD-Politiker Henning Voscherau Nachfolger von Bodo Hombach als EU-Sonderkoordinator für den Balkan-Stabilitätspakt wird. Fischer habe sein Veto gegen den früheren Hamburger Bürgermeisters eingelegt, weil dieser die Nato-Intervention im Kosovo abgelehnt habe.
Tausende deutsche Soldaten sollen den Amerikanern in Afghanistan zur Seite stehen. Nach allen Zweifeln am Erfolg der Militäraktion - muss das sein?
"Herr Minister, das grenzt an Heuchelei!" Der Vorwurf galt Jörg Schönbohm.
Innenminister Schönbohm verfügt die Ausweisung der Gubener Familie Bunjaku - nach Recht und Gesetz. Ach so, "Gubener" sind die Bunjakus nicht seit Geburt.
Wer Krieg führt, muss bereit sein, selbst zu sterben: Die Logik, die hinter diesem Satz steht, ist so töricht wie verführerisch. Wer nicht sein eigenes Leben riskiert, soll suggeriert werden, habe kein Recht, das Leben anderer Menschen zu zerstören.
Seit dreieinhalb Wochen wird gebombt. Aber was ist erreicht worden?
Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat der frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic am Dienstag der Nato eine kriminelle Aggression im Kosovo vorgeworfen. Bei den Bombenangriffen zwischen März und Juni 1999 habe es eine Unmenge von zivilen Opfern gegeben, sagte er.
Das UN-Tribunal für Kriegsverbrechen im früheren Jugoslawien hat seine Anklage gegen den ehemaligen Staatspräsidenten Slobodan Milosevic am Montag ausgedehnt. Die Anklage wegen Gräueltaten im Kosovo liegt jetzt erweitert vor.
Shukrije erfuhr es aus dem Videotext: "Innenminister Schönbohm verfügt Ausweisung der kosovarischen Familie Bunjaku" stand da im lapidaren Nachrichtenstil. Die 37-Jährige sagte ihren drei Kindern zunächst nichts: "Aber am anderen Morgen musste ich ihnen davon berichten, sie hätten es sonst in der Schule erfahren", erzählt sie weinend.
Seit Anfang Oktober gehen die USA gemeinsam mit Großbritannien auch militärisch gegen das Terrornetzwerk Al-Qaida und das Regime der Taliban vor, das die Terroristen stützt und schützt. Wie belegt ist.
Die Nachricht sorgte gestern Abend für Betroffenheit und Empörung in der Neißestadt Guben. Trotz aller Bürgerproteste, Unterschriftensammlungen und Appelle an Politiker soll die kosovarische Familie Bunjaku nun doch abgeschoben werden.
Während des Golfkrieges unterstützte Deutschland die Anti-Irak-Koalition nur aus der zweiten Reihe. Im Lauf der neunziger Jahre erweiterte es seine militärische Rolle und stellte Tornadojets für den Nato-Einsatz im Kosovo.
Sind die Deutschen vorbereitet auf den Krieg? Akzeptiert es, erträgt es die Öffentlichkeit, wenn nach den Anschlägen von New York und Washington möglicherweise bald auch Bundeswehrsoldaten im Hindukusch töten müssen oder getötet werden?
Dumm sind sie ja nicht, die Terroristen. Es war clever, sich nach den Attentaten vom 11.
Stille im Seminarraum am Meer. Nur die Papierbögen in den Händen von vierzig Studenten rascheln.
In der Nacht des 28. Juni 2001 landete ein Hubschrauber mit ausgeschalteter Beleuchtung im Hof des Gefängnisses von Scheveningen, dem Badevorort von Den Haag.
Dies war der erste Jahrestag der Einheit, über dem der Schatten des Krieges hing. 1999 gab es zwar im Frühjahr die Nato-Intervention im Kosovo, aber im Oktober waren die meisten Flüchtlinge bereits zurückgekehrt, wurde wieder aufgebaut.
"Um Mitternacht hat sich die UCK aufgelöst", erklärte Rebellenführer Ali Ahmeti am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in seinem Hauptquartier im Bergdorf Sipkovica. Und mit der vergangenen Nacht seien alle ehemaligen Kämpfer der sogenannten Nationalen Befreiungsarmee (UCK) wieder zu gewöhnlichen Bürgern geworden.
Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr, das möglicherweise zur Unterstützung der USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus eingesetzt werden wird, hat offenbar vier Mal bei der Festnahme von Kriegsverbrechern auf dem Balkan operiert. Im geheimen Auftrag sei die Elitetruppe zwischen 1998 und 2000 drei Mal in Bosnien und einmal im Kosovo eingesetzt worden, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel".
Der "Flugzeugträger Rheinland-Pfalz" ist zur Fregatte geschrumpft. 70 000 Amerikaner haben das Bundesland seit dem Ende des Kalten Krieges verlassen.
Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) hat bei brandenburgischen Politikern ein "etwas gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat" beklagt. Als ein Beispiel führte er Reaktionen auf die vom Landesverfassungsgericht am Donnerstag für unzulässig erklärte so genannte Volksinitiative gegen das Kita-Gesetz an.
Auf den heutigen Tag hat Shefik Bunjaku viele Jahre lang gewartet: "Endlich kann ich wieder richtig arbeiten, ich bin absolut glücklich." Ob das Glück allerdings von Dauer ist, kann Shefik nur hoffen.
Mazedoniens Präsident Boris Trajkovski hat anlässlich des 10. Geburtstages des jungen Landes noch einmal kämpferische Töne angeschlagen: "Die mazedonischen Sicherheitskräfte sind die einzigen Garanten für den Frieden, und die Albaner müssen das verstehen", zitiert die Tageszeitung "Nova Makedonija" am Montag aus einer Feiertagsrede des Staatsoberhaupts.
Die Europäische Union ist zu einem längeren Engagement in Mazedonien auch nach dem Ende des derzeitigen Einsatzes bereit, um dem krisengeschüttelten Land wieder zur Stabilität zu verhelfen. Bundesaußenminister Joschka Fischer forderte vor einem informellen Treffen der EU-Außenminister in Genval bei Brüssel, Washington und die europäischen Verbündeten sollten eine neue, mit einem UN-Mandat versehene Nato-Truppe für Mazedonien schaffen.
Richard Holbrooke (60), ehemaliger US-Vizeaußenminister und Botschafter erst in Deutschland und dann bei den Vereinten Nationen, hatte als Architekt des Dayton-Abkommens maßgeblichen Anteil am Friedensschluss für Bosnien. Heute arbeitet er als Kuratoriumsvorsitzender für die American Academy in Berlin.
Zwei Familien aus dem Kosovo die seit Jahren in Brandenburg leben werden vorerst nicht abgeschoben. Dies teilte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse gestern auf einer Auszeichnungsveranstaltung für den Flüchtlingsrat Brandenburg mit.