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Thema

Thüringen

Im Gleichgewicht. Zum achten Mal in Folge ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zur CDU-Vorsitzenden gewählt worden. In Köln erhielt sie 96,7 Prozent der Stimmen.

Ein Konflikt? Es genügt ein kurzer Wink der Vorsitzenden, schon ist er entschärft. Dafür steigen sie beim CDU-Parteitag fast auf die Tische, als sich Gelegenheit bietet, endlich mal ungestraft gegen den großkoalitionären Burgfrieden zu verstoßen.

Von Robert Birnbaum
Angela Merkel regiert in der dritten Legislaturperiode, und die Deutschen halten zu ihr.

Die Grünen sind inzwischen an mehr Länderregierungen beteiligt als die Volkspartei CDU. Und dennoch: Die Umfragewerte für die Merkel-Partei stimmen. Beim Bundesparteitag werden sich die Christdemokraten deshalb gewohnt selbstsicher geben - doch das könnte sich rächen. Ein Kommentar.

Ein Kommentar von Antje Sirleschtov
Rot-Rot-Grün. Blumen für Bodo Ramelow.

Plötzlich scheint die Luft zum Atmen knapp – und keiner ist mehr sicher, wie die Sache ausgeht. Erst der zweite Wahlgang macht Bodo Ramelow zum ersten linken Ministerpräsidenten des Landes. Und nicht nur daran zeigt sich, dass nichts an diesem Tag Routine ist.

Von
  • Robert Birnbaum
  • Matthias Meisner

Es war eine starke Botschaft, mit der sich Bodo Ramelow für sein Amt empfahl: Der erste Ministerpräsident der Linkspartei bat die Opfer der SED-Diktatur um Vergebung. Thüringen könnte mit ihm zum Modell für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte werden. Ein Kommentar.

Ein Kommentar von Hans Monath
Ein Linker par excellence - Oskar Lafontaine.

SPD und Grüne schreiben in Thüringen Geschichte. Sie wählen Bodo Ramelow zum ersten linken Ministerpräsidenten. Am Abend zuvor zeigte Oskar Lafontaine bei Maybrit Illner, wohin die Reise gehen soll. Diese Form der dauerhaft demütigenden Machtteilhabe haben sich SPD und Grüne redlich verdient. Ein Kommentar.

Malte Lehming
Ein Kommentar von Malte Lehming
Bodo Ramelow will am Freitag in Thüringen Ministerpräsident werden.

Nun will die Thüringer CDU doch noch einen Kandidaten für die Wahl des Ministerpräsidenten aufstellen. Eine gute Idee - denn allein mit Nein-Stimmen gegen den Linken-Politiker ist kein Staat zu machen. Ein Kommentar.

Jost Müller Neuhof
Ein Kommentar von Jost Müller-Neuhof
Was ist los, Puppe? Das Figurentheater Salz + Pfeffer tourt mit Molières "Eingebildetem Kranken".

Der Zeitgeist hat sich gegen den eingebildeten Kranken entschieden, besonders das Internet setzt ihm zu. Doch wäre es falsch, Hypochondrie bloß als lächerlich abzutun.

Von Elisabeth Wagner
Rund 4000 Menschen demonstrierten am Sonntagabend in Erfurt gegen die geplante rot-rot-grüne Koalition.

Die Gegner eines rot-rot-grünen Bündnisses in Thüringen machen wieder mobil. Diesmal will man sich von Rechts- und Linksextremisten besser abgrenzen.

Von Eike Kellermann
Nicht gesellschaftsfähig. Anhänger der NPD.

Vor 50 Jahren haben deutsche Altnazis und Nationalkonservative die NPD gegründet. Abgesehen von kleinen Erfolgen konnte sich die Partei nie dauerhaft in der politischen Landschaft Deutschlands festsetzen.

Von Frank Jansen
Männersache. Noch wird der Kern des Schlosses in Beton und Stahlflechtwerk gearbeitet. Erst danach kommt die Barockfassade dran. Oberpolier Harald Eberhardt auf dem Dach „seiner“ Schlossbaustelle.

Das alte Berliner Schloss war aus Stein gemauert, das neue wird aus Stahl und Beton gebaut. Beton für eine halbe Milliarde Euro. Harald Eberhardt ist Oberpolier auf dieser Baustelle. Mehr als 100 Arbeiter koordiniert er täglich. Ein Traumjob, findet er.

Von Ralf Schönball
Rot links, rot rechts, kein Unterschied.

Rot-Rot, wahlweise Rot-Rot-Grün: Wer gibt den Ton an, Sozialdemokraten oder Linke? Wer ist Koch, wer ist Kellner? Das weiß anhand der Begrifflichkeit keiner. Der Verdacht drängt sich auf, dass es auch keiner wissen soll. Ein Kommentar.

Malte Lehming
Ein Kommentar von Malte Lehming
Realsozialistische Flüchtlingspolitik.

Opferverbände und DDR-Bürgerrechtler setzen sich für ein Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft ein. Der Aufruf wurde am 4. November an Bundestagspräsident Norbert Lammert übergeben. Seitdem herrscht Schweigen im Berliner Gedenkwald. Eine Dokumentation.

Von Malte Lehming
Rot-Rot-Grün. Der Koalitionsvertrag in Thüringen setzt nicht auf Revolution, sondern auf Reformen.

Der rot-rot-grüne Koalitionsvertrag in Thüringen setzt nicht auf Revolution, sondern auf pragmatische Reformen. Dazu gehört auch die Gebietsreform, wie sie im übrigen Ostdeutschland längst umgesetzt ist, aber in Thüringen am Beharrungswunsch der CDU scheiterte.

Von Eike Kellermann
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