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Thema

Sachsen

Das kann dieser Kanzler einfach nicht mit ansehen, wenn Menschen vergeblich am Zaun rütteln und nicht hinein dürfen. Da dreht er um und ordnet persönlich an, dass die schaulustigen Bürger mit ihm auf den Platz gehen und zusehen dürfen, wie er mit den jugendlichen Kickern von GrünWeiß Wolfen redet.

Von Tissy Bruns

Die Debatte um den Ladenschluss kocht nach der Einigung der Bundesländer über eine weitere Lockerung der Öffnungszeiten wieder hoch. FDP und Sachsens Wirtschaftsminister Kajo Schommer (CDU) sehen den Kompromiss lediglich als Zwischenstation für eine noch weitergehende Liberalisierung.

Sachsens Justizminister Steffen Heitmann (CDU) hat gegen das Ministergesetz verstoßen und Privatgeheimnisse verraten. Davon ist zumindest der sächsische Datenschutzbeauftragte Thomas Giesen überzeugt, der dem Minister am Mittwoch eine förmliche Beanstandung übersandt hat.

Weil eine Frau ihren Dackel nicht an die Leine nehmen wollte, hat ein 27-Jähriger in Löbau (Sachsen) seinen Pitbull auf die Hundebesitzerin gehetzt. Der Mann forderte die Frau auf, ihren Langhaardackel nicht frei herumlaufen zu lassen, teilte die Polizeidirektion Görlitz am Sonntag mit.

Wenige Tage nach der Jagd auf zwei Asylbewerber im thüringischen Eisenach ist in Sachsen ein Ausländer angegriffen worden. In einer Regionalbahn von Leipzig nach Torgau beschimpften am späten Mittwochabend fünf Jugendliche einen 31 Jahre alten Inder.

Wäre Leipzig die bessere Alternative gewesen? Würde diese historische Großstadt in Sachsen, nur einen Steinwurf entfernt von Orten mit so weltbekannten Namen wie Dessau und Wittenberg und so bewegter Geschichte wie Bitterfeld oder Wolfen mehr Menschen aus aller Welt nach Deutschland ziehen als das niedersächsische Hannover?

Von Antje Sirleschtov

Sachsens Ex-Innenminister Heinz Eggert (CDU) zeigt wenig Verständnis dafür, dass der Tag der deutschen Einheit im Oktober ohne einen aktiven Beitrag des Einheitskanzlers über die Bühne gehen soll. Selten verlegen, wenn es um pointierte Kritik geht, glaubt Eggert sogar, dass aufgepasst werden müsse, dass an diesem Tage der Einheitsprozess nicht verfälscht werde.

Vor dem Gesicht von Peter Struck hängt eine Nebelschwade aus schmutzig weißem Pfeifen-Qualm. Daher sieht man nicht, ob der kantige SPD-Fraktionschef womöglich rot wird, als er im historischen Rathaus von Landsberg am Lech als "zweitwichtigster Mann im Lande" angesprochen wird.

Die Steuerreform und die CDU-Niederlage im Bundesrat stahlen dem Herrn und seinem künftigen Haus etwas die Schau. Kurt Biedenkopf, Sachsens Oberhaupt und derzeit Präsident der Bundesrats, wollte gestern früh bei einem kleinen Rundgang nur einmal seinen Blick durch das neue Berliner Domizil der Ländervertretung schweifen lassen, doch schon vorm Eingang musste er vor Kameras und Mikrofonen bittere Fragen zum Unionsdebakel im Bundesrat beantworten.

Es war kein neuer Fernsehsender, der da gestern von Richard Flynn in einer Anhörung der SPD-Fraktion im Landtag angepriesen wurde: Der Spezialist von Scotland Yard London berichtete über Erfahrungen mit der Videoüberwachung öffentlicher Straßen und Plätze im Königreich, die nach Plänen von CDU-Innenminister Jörg Schönbohm demnächst auch in einigen Brandenburger Städten möglich werden soll."Man schätzt, dass es bei uns bereits eine Million Kameras gibt", sagte Flynn.

Von Thorsten Metzner
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