zum Hauptinhalt
Thema

Sachsen

Gut so: Der Europäische Gerichtshof hat die Entscheidung der EU-Kommission in Sachen VW bestätigt, wonach der Autokonzern vom Land Sachsen 241 Millionen Mark weniger bekommt als ursprünglich vorgesehen; 241 Millionen Steuermark, wohlgemerkt. Unstrittig waren und bleiben Investitionszuschüsse für VW in Höhe von 539 Millionen Mark.

Von Alfons Frese

Der Dauerstreit um die beim Fußball-Regionalligisten Dresdner SC spielenden Argentinier Sergio Sanchez und Sergio Bustos geht in die nächste Runde. Der FC Sachsen Leipzig, der Mitte September das Spitzenspiel in Dresden mit 0:4 verloren hatte, will jetzt vor einem Zivilgericht klagen.

Der amerikanische Computerkonzern Microsoft will von drei sächsischen Raubkopierern eine der bisher höchsten Schadenersatzsummen in Deutschland einklagen. Am Dienstag begann vor der Zivilkammer des Landgerichts Leipzig der Prozess gegen drei Männer aus dem Landkreis Bautzen, die illegal Computerprogramme des weltweit größten Softwareproduzenten hergestellt und verbreitet haben sollen.

"Es gibt nichts Schöneres, als sich am Markt zu behaupten", erklärt strahlend Claudia Greifenhahn, die Geschäftsführerin vom Aha-Ladencafé in der Nähe der Kreuzkirche in Dresden. Sie beschreibt während der Oktober-Tagung "Entwicklungspolitisches Engagement zehn Jahre nach der Wende" in Berlin mit großem Enthusiasmus die Besonderheiten der Arbeit ostdeutscher Nichtregierungsorganisationen (NRO).

Die SPD-geführten Bundesländer haben am Freitag die Verhandlungen über ein Länderabkommen zum Verzicht auf Studiengebühren für gescheitert erklärt. Der SPD-Ländersprecher, der rheinland-pfälzische Bildungsminister Jürgen Zöllner, sagte auf der Kultusministerkonferenz in Husum, man sei zwar offen für eine neue Gesprächsrunde im Dezember.

Im Bahnerpresser-Prozess vor dem Berliner Landgericht hat der wegen Mordversuchs angeklagte Unternehmer aus Sachsen erstmals zugegeben, die vier Erpresser-Schreiben allein verfasst zu haben. Der 47-Jährige, der die Briefe mit "Freunde der Eisenbahn" unterzeichnet haben soll, steht im Verdacht, Ende 1998 mehrere Anschläge auf Bahnstrecken verübt und zehn Millionen Mark von der Deutschen Bahn verlangt zu haben.

In Wiesbaden wurden die letzten Vorbereitungen für den Staatsakt zum Jahrestag der deutschen Einheit getroffen, in der Berliner Arena-Halle schien es, als lebe die DDR noch: "Erich, Erich, Erich" skandierten Junge und Alte in NVA-Uniformen und FDJ-Blauhemden. Sie amüsierten sich köstlich bei alten Schlagern und Rotkäppchen-Sekt aus Mitropa-Beständen.

Regine Hildebrandt, 58, war neun Jahre lang Ministerin für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Frauen in Brandenburg und gleichzeitig wichtige Identifikationsfigur der märkischen SPD. Weil Manfred Stolpe und die SPD sich gegen ihren Willen für eine Koalition mit der CDU entschieden haben, scheidet sie jetzt aus der Regierung aus und legt ihr Landtagsmandat nieder.

Wie wird die Politik der Union im Bundesrat aussehen? Diese nach den satten Wahlsiegen im Saarland, in Thüringen und Sachsen immer wieder gestellte Frage dürfte am heutigen Freitag im Ländergremium eine erste Antwort finden: Auf der Tagesordnung des in Bonn tagenden Bundesrates stehen solch strittigen Punkte wie der Bundesetat 2000, die mittelfristige Finanzplanung, der Entwurf eines Haushaltssanierungsgesetzes, die ökologische Steuerreform oder der Entwurf eines Steuerbereinigungsgesetzes.

Die Kultusminister und Wirtschaftsminister der Länder wollen eine "Trendwende in der Ausbildungssituation" herbeiführen. Das bewährte duale System mit den beiden Ausbildungsstandorten Betrieb und Schule dürfe dadurch nicht immer weiter ausgehöhlt werden, dass der Staat immer stärker in die Finanzierung der beruflichen Ausbildung eingebunden werde, erklärte Kultusministerin Annette Schavan (CDU) aus Baden-Württemberg gestern vor der Presse.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat am Mittwoch vor vollbesetztem Haus die zweitägige Verhandlung über den Antrag Baden-Württembergs, Bayerns und Hessens eröffnet, die den geltenden Finanzausgleich unter den 16 Bundesländern für verfassungswidrig erklären lassen wollen. Die drei reichen Länder wurden nicht nur von SPD-regierten Bundesländern, sondern insbesondere auch von Sachsen und Berlins Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) scharf kritisiert.

Von Ursula Knapp
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })