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06.01.2026, Frankreich, Paris: Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy, links, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer, rechts, reagieren während eines Familienfotos im Elysee-Palast in Paris, Dienstag, 6. Januar 2026, am Rande des Gipfels der Koalition der Willigen für die Ukraine. Foto: Ludovic Marin/Pool AFP/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

© dpa/LUDOVIC MARIN

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Frankreich und Großbritannien planen Stützpunkte in Ukraine: Bundeswehr soll bei Waffenstillstand auf Nato-Gebiet unterstützen

„Koalition der Willigen“ unterzeichnet Absichtserklärung für internationale Truppe nach Waffenstillstand + Merz: Junge ukrainische Männer sollen im Land helfen und nicht nach Europa flüchten + Der Newsblog.

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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Jean Mikhail

Merz: Junge ukrainische Männer sollen im Land helfen und nicht nach Europa flüchten

Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Treffen der „Koalition der Willigen“ auch „Erwartungen an die Ukraine“ formuliert. „Die Ukraine muss sicherstellen, dass ihre jungen Männer sich in den Dienst einer sicheren und wirtschaftlich gesunden Ukraine stellen, statt nach Polen, Deutschland oder Frankreich auszureisen“, forderte Merz in Paris. (jmi)
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Jean Mikhail

Merz will mit Bundeswehr Ukraine-Waffenstillstand auf Nato-Gebiet absichern

Zur Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine bietet Deutschland nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz an, Bundeswehrsoldaten auf benachbartem Nato-Gebiet in Osteuropa zu stationieren. 

Über Art und Umfang eines deutschen Beitrags würden Bundesregierung und Bundestag entscheiden, sobald die Bedingungen für einen Waffenstillstand geklärt seien. „Wir schließen dabei grundsätzlich nichts aus“, sagte Merz nach dem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris. Das gesamte Paket der Sicherheitsgarantien sei aber noch nicht abgeschlossen. 

Merz betonte, dass es bislang noch keinen Waffenstillstand in der Ukraine gebe und man noch einmal beraten werde, wenn dieser wirklich Realität werde. (dpa)
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Jean Mikhail

Frankreich und Großbritannien planen Stützpunkte in Ukraine

Der britische Premierminister Keir Starmer kündigt an, dass Frankreich und Großbritannien nach einem Waffenstillstand in der Ukraine den Aufbau von Stützpunkten in dem Land planen. Allerdings müsse dafür Russland erst einmal seine Bereitschaft zum Frieden zeigen, was bisher nicht der Fall sei, sagt Starmer in Paris. (Reuters)
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Jean Mikhail

Macron, Starmer und Selenskyj unterzeichnen Absichtserklärung für internationale Truppe nach Waffenstillstand

Die Präsidenten der Ukraine, Frankreichs und der Premierminister von Großbritannien haben in Paris eine Absichtserklärung zur Entsendung multinationaler Truppen in die Ukraine unterzeichnet. Dies soll nach einem möglichen Waffenstillstand mit Russland zur Sicherung und Wahrung des Friedens geschehen. 

Ziel des Truppeneinsatzes sei es, „den ukrainischen Luft- und Seeraum zu sichern und die ukrainischen Streitkräfte für die Zukunft wiederaufzubauen“. 

Wie es aus Verhandlungskreisen hieß, soll diese Truppe unter europäischer Führung stehen und eine Kommandozentrale in Paris erhalten. Die USA wollen diese Truppe demnach etwa mit ihrem Nachrichtendienst und logistisch unterstützen. (dpa)
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Jean Mikhail

Selenskyj: Trotz Fortschritten bleibt Territorialstreit

Trotz Fortschritten bei Gesprächen über einen Frieden für die Ukraine gibt es nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch ungeklärte Punkte. Territorialfragen seien nicht zu 100 Prozent gelöst, sagte Selenskyj nach einem Treffen der Ukraine-Unterstützer in Paris. Ukrainische Unterhändler sollten deshalb vor Ort bleiben und die Gespräche fortsetzen.

Nach dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen gebe es mehr Klarheit, welches Land welchen Beitrag leisten könne, sagte Selenskyj. An den Sicherheitsgarantien müsse die Koalition noch arbeiten. Die Zusagen sollten rechtlich bindend sein. Er dankte dafür, dass die USA bereit seien, sich am Monitoring eines Waffenstillstands zu beteiligen. Eine Abschreckung Russlands von weiterer Aggression sei ein wichtiger Teil des Schutzes für die Ukraine. (dpa)
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Jean Mikhail

Witkoff: Trump steht deutlich hinter Sicherheitsgarantien

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat in Paris erklärt, die USA und Präsident Trump stünden deutlich hinter den Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Diese seien dafür gedacht, einen Angriff abzuwenden und abzuschrecken – und falls dies nicht gelinge, auch zu verteidigen. Witkoff antwortete dabei auf die Frage eines Journalisten, ob die USA europäischen Truppen im Falle eines russischen Angriffs in der Ukraine zu Hilfe kämen. 
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Jean Mikhail

Selenskyj: Starke ukrainische Armee ist beste Sicherheitsgarantie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, dass der wichtigste Beitrag für die künftige Sicherheit seines Landes eine starke Armee an der ukrainischen Grenze sei. Es sei künftig nach einem Waffenstillstand aber eine zweite Verteidigungslinie geplant, etwa mit den Truppen aus Frankreich und Großbritannien, sagt er. Es müsse darum gehen, einen erneuten russischen Angriff zu verhindern. (Reuters)
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Jean Mikhail

Selenskyj drängt auf Stärkung der Luftverteidigung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron über eine Stärkung der Verteidigung seines Landes gegen Russland gesprochen. Zugleich wirbt er für eine diplomatische Lösung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges. 

„Diplomatie und echte Hilfe müssen Hand in Hand gehen“, schreibt Selenskyj auf der Online-Plattform X. „Russland stellt seine Angriffe auf unser Land nicht ein, und wir müssen jetzt die Luftverteidigung verstärken, um unsere Bevölkerung, unsere Gemeinden und die kritische Infrastruktur zu schützen.“ Das Gespräch fand vor einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris statt, einem Bündnis von Unterstützern der Ukraine. (Reuters)
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Jean Mikhail

Ukraine: Haben Öllager in russischer Oblast Lipezk angegriffen

Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Langstreckendrohnen ein Öllager in der russischen Oblast Lipezk beschossen. Auch ein Raketen- und Munitionsarsenal in der Oblast Kostroma sei getroffen worden, teilt ein Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes SBU mit. In dem Öldepot sei infolge der Angriffe ein Feuer ausgebrochen, in dem Arsenal habe es starke Explosionen gegeben. Eine russische Stellungnahme gibt es dazu zunächst nicht. Die beiden Gebiete liegen nicht direkt an der Grenze zur Ukraine, sondern weiter im Inneren Russlands. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. (Reuters)
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Jean Mikhail

USA sollen Überwachung eines Ukraine-Waffenstillstands leiten

Im Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine sollen die USA dessen Überwachung unter Beteiligung der Europäer leiten. Die USA verpflichteten sich zudem, eine geplante, von Europa angeführte internationale Truppe in der Ukraine „für den Fall“ eines neuen Angriffs Russlands auf die Ukraine zu unterstützen. So heißt es in dem Entwurf einer Abschlusserklärung des internationalen Ukraine-Gipfeltreffens am Dienstag in Paris, der AFP vorlag.
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Christoph Zempel

Entwurf: Koalition der Willigen plant verbindliche Sicherheitsgarantien

Die Unterstützerstaaten aus der Koalition der Willigen wollen der Ukraine nach einer Beendigung des Krieges für den Fall eines künftigen russischen Angriffs verbindliche Sicherheitszusagen geben. Dies geht aus dem Entwurf für eine Erklärung des Gipfeltreffens der Staaten in Paris hervor. Demnach sollen die Garantien „verbindliche Zusagen zur Unterstützung der Ukraine im Falle eines künftigen bewaffneten Angriffs durch Russland umfassen, um den Frieden wiederherzustellen“. 

Diese Zusagen könnten den Einsatz militärischer Fähigkeiten, nachrichtendienstliche und logistische Unterstützung, diplomatische Initiativen sowie die Verhängung zusätzlicher Sanktionen beinhalten. Die Erklärung soll noch auf dem Gipfeltreffen im Laufe des Tages beschlossen werden. (Reuters)
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Christoph Zempel

Putin verlangt höhere Steuern zur Finanzierung des Krieges

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Regierung angewiesen, die Steuereinnahmen im Jahr 2026 „deutlich zu erhöhen“. Das berichtete die russische staatliche Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die Ergebnisse einer Sitzung zu strategischer Entwicklung und nationalen Projekten im Kreml. Demnach plant die russische Führung, den fiskalischen Druck auf Bevölkerung und Unternehmen auszuweiten. 
Vorgesehen sind höhere Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, der Abbau von Steuervergünstigungen für kleine Unternehmen sowie neue Abgaben, die unter dem Schlagwort „technologische Entwicklung“ eingeführt werden sollen. Insgesamt rechnet die Regierung mit zusätzlichen Einnahmen von rund 3,2 Billionen Rubel, was etwa 32–34 Milliarden Euro entspricht.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines nahezu stagnierenden Wirtschaftswachstums und rezessiver Tendenzen in der Industrie, während die Ausgaben für den Krieg weiter steigen. Die geplanten Steuererhöhungen können als weiteres Zeichen dafür gedeutet werden, dass der Kreml die Finanzierung des Krieges zunehmend auf die eigene Bevölkerung abwälzt – trotz sinkender Realeinkommen und steigender Preise. (Yulia Valova)
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Christoph Zempel

Ukrainische Drohnen stoppen russischen Angriff bei Jampil

In Richtung Lyman im Osten der Ukraine haben die Verteidigungskräfte einen russischen Angriffsversuch nahe Jampil im Gebiet Donezk abgewehrt. Wie die Landstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine in ihrem Telegram-Kanal mitteilten, hätten russische Soldaten versucht, sich bei starkem Schneefall, starkem Wind und nahezu null Sicht auf Quads unbemerkt vorzuarbeiten.

Demnach entdeckten Drohnenpiloten des Bataillons Signum die Angriffsgruppe rechtzeitig auf der Straße nach Jampil und griffen sie koordiniert in Paaren an. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurde die russische Infanterie zerstört und die eingesetzten Fahrzeuge verbrannt.

Zuvor hatten Analysten des Projekts DeepState darauf hingewiesen, dass die Lage rund um Jampil weiter angespannt sei und russische Truppen wiederholt versuchten, mit kleinen Stoßtrupps und wechselnden Taktiken vorzurücken. (Yulia Valova)
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Christoph Zempel

Ukraine-Koalition will Pläne für Sicherheitsgarantien konkretisieren

Die sogenannte Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine will bei einem Treffen in Paris nach französischen Angaben konkretere Pläne für Sicherheitsgarantien vorstellen. „Wir haben uns nun auf die operativen Modalitäten dieser Sicherheitsgarantien geeinigt“, hieß es im Elysée. In Paris solle angekündigt werden, „was das Militärgeheimnis zu sagen erlaubt“, hieß es weiter. 

Es sei das erste Mal seit vergangenem März, dass die 35 Mitglieder der Koalition wieder vollständig und persönlich zusammenkämen, betonte der Elysée. Es würden 27 Staats- und Regierungschefs erwartet, unter ihnen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Aus den USA reisen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu dem Treffen an. Es sei das erste Mal, dass diese persönlich vertreten seien und ein Zeichen für die „Wiederannäherung“ zwischen der Ukraine, Europa und den USA. Auch Spitzenvertreter der EU und der Nato wollen an dem Treffen teilnehmen. 

Nach französischen Angaben geht es unter anderem um die Frage, inwiefern ein möglicher Waffenstillstand an der 1400 Kilometer langen Kontaktlinie überwacht werden soll. Dies solle nicht durch Soldaten geschehen, sondern vor allem durch Drohnen und Satelliten. Mögliche Verletzungen des erhofften Waffenstillstands müssten anschließend bewertet werden, um eine angemessene Antwort zu finden. Der Elysée erinnerte daran, dass es nach der Annexion der Krim-Halbinsel 2014 täglich Meldungen über Verletzungen des Waffenstillstands gegeben habe.

Auch die geplante multinationale Truppe soll Thema der Gespräche sein. Diese solle der Rückversicherung der Ukraine dienen. Die erste Sicherheitsgarantie bleibe die ukrainische Armee selber, die daher langfristig unterstützt werden solle, betonte der Elysée. 

Gegen 18.45 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant, an der Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, Selenskyj und Merz teilnehmen. Merz und Macron treffen sich anschließend zu einem Zweiergespräch, bei dem es nach französischen Angaben auch um die Zukunft des geplanten gemeinsamen Kampfjets FCAS gehen soll. (AFP)

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Christoph Zempel

Ukrainischer Drohnenangriff stört Zugverkehr in russischer Region Woronesch

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach Angaben der örtlichen Behörden den Zugverkehr in der russischen Region Woronesch gestört und eine Infrastrukturanlage leicht beschädigt. Verletzte gab es demnach nicht. Der Zugverkehr sei nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen worden, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Gussew, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. (Reuters)
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Christoph Zempel

Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Twer

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Twer wird nach offiziellen Angaben ein Mensch getötet. Zwei weitere Menschen werden verletzt, teilt das Büro des Gouverneurs mit. Trümmerteile der Drohne schlagen demnach in einer Wohnung im neunten Stock eines Gebäudes in der Stadt Twer ein und lösen ein Feuer aus. Anwohner werden evakuiert. (Reuters)
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Sandra Lumetsberger

Merz: Ukraine befindet sich am Rand einer humanitären Energiekrise

Die Ukraine befindet sich nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz „am Rand einer humanitären Energiekrise“. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben des Kanzlers an die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD hervor. 

Russlands Präsident Wladimir Putin strebe im vierten Kriegswinter keinen Waffenstillstand an, sondern habe die bisher schwersten Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine befohlen. Merz wirft der russischen Führung deshalb Kriegsverbrechen vor. Die Bundesregierung strebe ein Ende des Krieges an. Das sei aber nur möglich, wenn es für die Ukraine dieses Mal wirklich Sicherheitsgarantien der USA und Europas gebe. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Russland griff offenbar Werk eines US-Unternehmens in Dnipro an

Russland hat laut Angaben des Bürgermeisters von Dnipro, Borys Filatow, ein Werk des US-Agrarkonzerns Bunge aus Missouri angegriffen. Durch den Beschuss liefen angeblich rund 300 Tonnen Öl auf die Straße. Das Unternehmen verarbeitet in Dnipro unter anderem Sonnenblumenkerne. (Valeriia Semeniuk)
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Sandra Lumetsberger

Schwere Schäden an Energieanlagen in Charkiw durch russischen Angriff

Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben Charkiw im Nordosten mit Raketen angegriffen. Die Energieinfrastruktur in der nach Kiew zweitgrößten Stadt der Ukraine sei „sehr schwer“ beschädigt worden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Russland führt in diesem Winter eine breit angelegte Angriffskampagne auf das ukrainische Energiesystem. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Selenskyj tauscht auch Chef des Geheimdienstes SBU aus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, ersetzen. Dies sei Teil einer umfassenderen Regierungsumbildung, bei der auch der Stabschef des Präsidenten ausgetauscht wurde, erklärt Selenskyj auf der Plattform X. Er habe Maljuk gebeten, sich stattdessen stärker auf Kampfeinsätze zu konzentrieren. 

„Es muss mehr ukrainische asymmetrische Operationen gegen den Besatzer und den russischen Staat geben und solidere Ergebnisse bei der Ausschaltung des Feindes“, fügt der ⁠Präsident hinzu, ohne Details zu nennen, um welche Art Operationen es sich genau handelt. Darin sei Malkjuk am stärksten, und das werde er auch weiterhin im SBU tun.

Maljuk hatte die Leitung des SBU im Jahr 2023 übernommen. Unter seiner Führung hat der Dienst eine Reihe aufsehenerregender Einsätze ausgeführt, ‌darunter Angriffe auf die Krim-Brücke und auf Stützpunkte russischer strategischer Bomber. 

Selenskyj stellt derzeit den Sicherheits- und Verteidigungsapparat seines Landes personell teils neu auf. So ernannte er den bisherigen Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum Chef seines Präsidentenamtes und kündigte einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums an. 

Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, hatte Selenskyj gesagt. Schmyhal wiederum soll Energieminister werden. Das Parlament muss die Personalien bestätigen. (Reuters/dpa)

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