
© REUTERS/Vyacheslav Prokofyev
Putin bei Weihnachtsfeier: Russlands Soldaten handeln „im Auftrag des Herrn“
Frankreich und Großbritannien planen Stützpunkte in Ukraine + „Koalition der Willigen“ unterzeichnet Absichtserklärung für internationale Truppe nach Waffenstillstand + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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Putin zieht Parallelen zwischen russischen Soldaten und Jesus
Russlands Soldaten erfüllen nach den Worten von Staatschef Wladimir Putin eine „heilige Mission“ im Auftrag Gottes. Das sagte Putin in der Nacht zu Mittwoch bei einer orthodoxen Weihnachtsfeier in einer kleinen Kirche in der Region Moskau zu Militärangehörigen und ihren Familien. In dem vom Kreml veröffentlichten Video wandte er sich zwei Minuten an die etwa zwei Dutzend Anwesenden und erinnerte daran, dass Jesus oft als Erlöser bezeichnet werde.
Denn dieser sei auf die Erde gekommen, um alle Menschen zu retten. „Auch die Soldaten Russlands erfüllen immer – sozusagen im Auftrag des Herrn – diese Mission: die Verteidigung des Vaterlands, die Rettung der Heimat und ihrer Menschen“, so Putin.
In Russland habe man die eigenen Krieger zu allen Zeiten auf einer „heiligen Mission“ gesehen, fügte er hinzu. Den anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erwähnte er dabei nicht. (KNA)
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Selenskyjs Stabschef lobt „konkrete Ergebnisse“ bei Pariser Gesprächen
Der neue ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hat am zweiten Tag der Pariser Gespräche für eine Beendigung des russischen Angriffskriegs weitere Ergebnisse in Aussicht gestellt. „Nicht alle Informationen können öffentlich gemacht werden, aber es gibt bereits konkrete Ergebnisse, und unsere Arbeit geht weiter“, teilt der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Die nationalen Interessen der Ukraine würden verteidigt. Die Ukraine sucht bei den Gesprächen die Unterstützung ihrer Verbündeten für den Fall eines Waffenstillstands. Sie wehrt sich jedoch gegen die russische Forderung, die östliche Industrie-Region Donbass abzutreten.
Budanows Äußerung folgt auf eine Erklärung Selenskyjs vom Dienstagabend. Demzufolge hatten Vertreter der USA und der Ukraine „einige Ideen“ zur Lösung der Gebietsfrage erörtert. Den ukrainischen Angaben zufolge haben die USA die Idee einer freien Wirtschaftszone in Teilen der Region ins Spiel gebracht, aus denen sich die Ukraine zurückziehen würde. (Reuters)
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BSW-Chef de Masi: Bundeswehr hat keine Kapazitäten für Ukraine-Sicherung
BSW-Chef Fabio de Masi lehnt eine deutsche Beteiligung an der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine ab. „Die Bundeswehr hat weder Kapazitäten noch Fähigkeiten, den Frieden in der Ukraine zu sichern“, sagte de Masi.
Er warf Kanzler Friedrich Merz (CDU) zudem vor, mit dem Feuer zu spielen. Es sei lebensfremd anzunehmen, Russland würde einer Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine zustimmen.
„Würde der Konflikt neu aufflammen, wären wir zudem im direkten Krieg mit Russland“, betonte de Masi. Er forderte stattdessen „eine stabile Sicherheitsarchitektur“ und Abrüstungsverträge zwischen den USA und Russland. (AFP)
Linnemann: Bundesregierung will Waffenstillstand in der Ukraine durch Absicherung des Nato-Gebiets schützen
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat betont, dass die Bundesregierung einen Waffenstillstand in der Ukraine durch den Einsatz von Bundeswehr auf Nato-Gebiet absichern will. „Ich sehe, so wie der Bundeskanzler, ganz klar, dass wir das Nato-Gebiet absichern“, sagt er den TV-Sender RTL/ntv auf die Frage, ob die Bundeswehrsoldaten auch Teil einer Friedenstruppe in der Ukraine selbst sein sollten.
„Da geht es primär um das Nato-Gebiet“, betont Linnemann. Kanzler Friedrich Merz hatte am Dienstag auf dem Treffen der „Koalition der Willigen“ eine entsprechende Zusage gemacht und erwähnt, dass zusätzliche Bundeswehr-Soldaten nach einem Waffenstillstand bei der Nato gemeldet werden könnten. Dafür wäre dann ein neues Bundestagsmandat nötig. Die Bundeswehr baut bereits eine Brigade im Nato-Land Litauen auf. (Reuters)
Sieben Verletzte nach Drohnenangriff auf Dnipro
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Dnipro wurden laut Angaben von Wladyslaw Hajwanenko auf Telegram („Hajwanenko“) sieben Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. Mehr als zehn Wohnhäuser wurden beschädigt. In mehreren Kindergärten und einer Berufsschule brachen nach dem Angriff Brände aus. (Valeriia Semeniuk)Mutmaßliche Indoktrination: Kiew schließt illegale prorussische Schule
In Kiew wurde eine mutmaßlich illegale Schule entdeckt, die Kindern Inhalte im Sinne der russischen Ideologie der „Russischen Welt“ vermittelt haben soll. Laut Recherchen von „Slidstvo.Info“ handelte es sich um eine nicht genehmigte Einrichtung, die sich als „Familienbildungsclub“ ausgab und Verbindungen zur Ukrainisch‑Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats hatte.
Die Journalistinnen und Journalisten berichten, dass dort sowjetische Lehrmaterialien genutzt, russische Filme gezeigt und Narrative verbreitet wurden, die die russische Aggression verharmlosen und die ukrainische Staatlichkeit infrage stellen. Eine staatliche Zulassung soll gefehlt haben.
Nach Veröffentlichung des Berichts kündigten das Bildungsministerium und die Sicherheitsbehörden Ermittlungen an, um den rechtlichen Status der Schule und mögliche Gesetzesverstöße zu prüfen. Der Fall sorgt für besonderes Aufsehen, weil er zeigt, dass prorussische Einflussversuche auch fast vier Jahre nach Beginn des Angriffskriegs fortbestehen könnten. Ob es ein Einzelfall ist, müssen die laufenden Ermittlungen klären. (Yulia Valova)
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