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Beamte der US-Einwanderungsbehörde verhaften einen Migranten.

© REUTERS/Kevin Mohatt

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Nach dem Sturz Maduros: Rund 600.000 Venezolanern droht in den USA die Ausweisung

Russland setzt offenbar U-Boot zum Schutz von Öl-Tanker ein + Assange-Anwalt verteidigt Maduro vor Gericht + Söder nennt Kritik an US-Einsatz „Hysterie“ + US-Spionageflugzeug vor Mexikos Küste + Der Blog.

In einer beispiellosen Militäroperation haben US-Eliteeinheiten Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro in der Nacht zu Samstag in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht. Über alle aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie im Liveblog.

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Benjamin Reuter
Beamte der US-Einwanderungsbehörde verhaften einen Mann. 
Beamte der US-Einwanderungsbehörde verhaften einen Mann.    Bild: Ashlee Rezin/Chicago Sun-Times via AP/dpa
Rund 600.000 Venezolaner stehen in den USA vor der Ausweisung. Das berichtet das US-Nachrichtenportal "Axios". Sie genossen bisher temporären Schutz wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in dem Land und Menschenrechtsverstößen des Maduro-Regimes. Teilweise sind sie schon Jahre in den USA. Ihre Aufenthaltstitel wurden von Trump aber im vergangenen Jahr nicht verlängert. Nun will die Regierung die Menschen unter anderem mit Flügen nach Venezuela bringen. „Die entschlossene Maßnahme von Präsident Trump, Maduro zu entfernen, markiert einen Wendepunkt für die Venezolaner. Jetzt können sie in das Land zurückkehren, das sie lieben, und dessen Zukunft wiederaufbauen“, erklärte Matthew Tragesser, Sprecher der US-Einwanderungsbehörde, in einer Stellungnahme.
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Julia Hoene
Author Julia Hoene

Venezuelas Übergangspräsidentin ordnet sieben Tage Trauer für Opfer von US-Angriff an

Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat eine Woche Trauer zum Gedenken an die Opfer des US-Angriffs angeordnet. „Ich habe beschlossen, sieben Tage Trauer zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Menschen, Frauen und Männer, auszurufen, die ihr Leben für die Verteidigung Venezuelas und Präsident Nicolás Maduro geopfert haben“, sagte Rodríguez am Dienstag. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Bericht: Russland setzt U-Boot zum Schutz von Öl-Tanker ein
Russland eskortiert einem Medienbericht zufolge einen Öl-Tanker mit einem U-Boot und weiteren Marineschiffen. Dies berichtet das „Wall Street Journal“ und verweist dabei auf einen US-Regierungsvertreter. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen. 
Der Tanker, bekannt als Bella 1, versucht laut dem Zeitungsbericht seit mehr als zwei Wochen, sich der US-Blockade zu entziehen, die sanktionierte Tanker daran hindern soll, sich Venezuela zu nähern und von dort Öl zu schmuggeln. 
Bislang konnte das Schiff in keinem venezolanischen Hafen anlegen. Obwohl es somit leer ist, hat die US-Küstenwache es bis in den Atlantik verfolgt. Ziel der Vereinigten Staaten ist es, gegen eine Flotte von Tankern vorzugehen, die illegales Öl um die Welt transportieren, darunter auch Schwarzmarktöl, das von Russland verkauft wird. (tsp, Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Trump: USA übernehmen 30 bis 50 Millionen Barrel Öl aus Venezuela
Die USA übernehmen nach den Worten von Präsident Donald Trump 30 bis 50 Millionen Barrel Öl aus Venezuela. Es werde zum Marktpreis verkauft, schreibt Trump auf einer Social-Media-Plattform. Er werde das Geld kontrollieren, um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den USA zugutekomme. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Venezuelas Übergangspräsidentin: Kein „ausländischer Akteur“ regiert das Land
Drei Tage nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Einsatzkräfte hat die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez jegliche ausländische Kontrolle über ihr Land verneint. „Die Regierung Venezuelas regiert unser Land, niemand sonst, es gibt keinen ausländischen Akteur, der Venezuela regiert“, sagte Rodríguez am Dienstag in einer Fernsehansprache während eines Treffens mit Wirtschaftsvertretern. US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Einsatz in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gesagt, Washington habe mittlerweile die Kontrolle über das Land inne. 

Rodríguez äußerte sich in scharfen Worten über den US-Einsatz. „Nach dem schrecklichen Angriff der Regierung der Vereinigten Staaten auf Venezuela bleibt das venezolanische Volk standhaft und mobilisiert, um unser Vaterland zu verteidigen“, sagte Rodríguez und ergänzte: „Dies ist ein Volk, das nicht aufgibt, wir sind ein Volk, das sich nicht ergibt.“ Die bei dem Einsatz getöteten kubanischen und venezolanischen Sicherheitskräfte bezeichnete Rodríguez als „Märtyrer“. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Insider: US-Ölkonzern-Chefs ab Donnerstag im Weißen Haus erwartet
Die Chefs von US-Ölkonzernen werden Insidern zufolge möglicherweise bereits am Donnerstag im Weißen Haus zu Gesprächen über Investitionen in Venezuela erwartet. Der genaue Zeitpunkt und Einzelheiten würden noch besprochen, sagten drei mit der Planung vertraute Personen. Präsident Donald Trump hat erklärt, dass US-Ölkonzerne nach Venezuela zurückkehren und die Infrastruktur des Sektors wieder aufbauen sollen. Am Sonntag sagte er, er habe mit allen US-Ölkonzernen vor und nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela über Investitionspläne beraten. Früheren Angaben von Insidern zufolge waren dagegen führende Unternehmen wie Exxon Mobil, ConocoPhillips oder Chevron nicht in die Einsatzpläne eingebunden. (Reuters)
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Jean Mikhail

Assange-Anwalt Barry Pollack verteidigt Maduro vor Gericht

Die Verteidigung des von den USA entmachteten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat der New Yorker Star-Anwalt Barry Pollack übernommen. Der 61-jährige Jurist gilt als äußerst erfahren im Umgang mit prominenten Fällen. Unter anderem war er als Anwalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange tätig und erwirkte 2024 dessen Freilassung. Einen ersten Vorgeschmack auf seine Verteidigungsstrategie lieferte er am Montag bei Maduros erster Anhörung vor Gericht in New York: Pollack stellte „die Rechtmäßigkeit seiner Entführung“ durch das US-Militär in Frage.

Für Assange handelte Pollack damals einen Deal mit dem US-Justizministerium aus: Assange bekannte sich der Weitergabe von Militärgeheimnissen schuldig und wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, die er bereits abgesessen hatte. Dadurch durfte der Wikileaks-Gründer nach Jahren der Haft in Großbritannien in seine Heimat Australien zurückkehren und entging so einer Auslieferung an die USA. (AFP)
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Jean Mikhail

USA: Schnelle Maßnahmen für mehr Öl-Förderung möglich

US-Innenminister Doug Burgum widerspricht der Darstellung von Experten, dass ein Hochfahren der venezolanischen Ölförderung Jahre benötigen dürfte. „Einige Maßnahmen könnten sehr schnell umgesetzt werden“, behauptete Burgum beim Sender Fox. „Die geschäftlichen Möglichkeiten hier sind wirklich enorm.“ 

Dagegen sagt Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffanalyse bei Goldman Sachs, es sei kaum vorstellbar, die Förderung im nächsten Jahr um mehr als 300.000 bis 400.000 Barrel pro Tag zu steigern. Grund sei der marode Zustand der Infrastruktur. Es werde bis zum Ende des Jahrzehnts dauern, bis Venezuela eine Fördermenge von 1,5 Millionen bis zwei Millionen Barrel pro Tag erreiche. (Reuters)
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Jean Mikhail
Venezuelas Generalstaatsanwalt wirft USA Terrorismus vor
Nach dem US-Angriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat der Generalstaatsanwalt des südamerikanischen Landes den Vereinigten Staaten Terrorismus vorgeworfen. „Der Militäreinsatz ohne eine Kriegserklärung oder eine Resolution des UN-Sicherheitsrats stellt eine illegale bewaffnete Aggression terroristischen Charakters dar“, sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab. Die Festnahme von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores erfülle zudem den Tatbestand der Entführung. 

Die USA stützen sich auf eine interne Rechtsmeinung aus dem Jahr 1989, die ursprünglich für die Festnahme des panamaischen Präsidenten Manuel Noriega verfasst wurde. Demnach dürfen US-Behörden eine Person, die in den USA wegen eines Verbrechens angeklagt ist, auch im Ausland festnehmen. Offiziell wird dies als eine Art „Polizeiaktion“ deklariert, basierend auf einer Anklage wegen Drogenhandels aus dem Jahr 2020. (dpa, Tsp)
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Jean Mikhail

Venezuela fordert von US-Gericht Immunität für Maduro

Venezuelas Generalstaatsanwalt Tarek Saab fordert von dem zuständigen US-Gericht, die Immunität von Präsident Nicolas Maduro als Staatsoberhaupt anzuerkennen. Der US-Richter müsse zudem feststellen, dass die USA für das Verfahren juristisch nicht zuständig seien. Maduro bekannte sich am Montag vor dem Gericht nicht schuldig. Der Prozess soll Mitte März fortgesetzt werden. Saab kündigt zudem eine Untersuchung der Todesfälle während der US-Militäraktion am Wochenende an, bei der Maduro gefangen genommen wurde. (Reuters)
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Jean Mikhail

Söder nennt Kritik an Maduro-Festnahme „Hysterie“

CSU-Chef Markus Söder hat die Kritik in Deutschland an der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als teilweise hysterisch kritisiert. „Die zum Teil Hysterie, die es in Deutschland darüber gibt, kann ich nicht nachvollziehen“, sagte er bei der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. Es sei gut, „dass Maduro weg ist“, betonte er. (dpa)
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Jean Mikhail

Festnahmen von Journalisten in Venezuela auch unter neuer Regierung

Auch unter den neuen Machthabern geht die venezolanische Regierung massiv gegen Journalisten vor. Laut nationaler Pressegewerkschaft SNTP wurden am Rande der konstituierenden Sitzung der Nationalversammlung in Venezuela am Montag (Ortszeit) zahlreiche Journalisten verhaftet.

„Die Zahl der am 5. Januar festgenommenen Journalisten und Pressemitarbeiter ist auf 14 gestiegen“, heißt es in einer auf der Onlineplattform X verbreiteten Stellungnahme der Gewerkschafter. Elf gehören demnach internationalen Medien und Agenturen an, einer nationalen Medien. Vier seien freigelassen worden, die anderen zehn befinden sich der Gewerkschaft zufolge weiterhin in Haft, „einige davon unter den Umständen eines gewaltsamen Verschwindens“. (KNA)
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Benjamin Reuter
Ein Ölfeld in Venezuela. 
Ein Ölfeld in Venezuela.    Bild: REUTERS/Carlos Garcia Rawlins
Ölförderung in Venezuela: US-Regierung setzt Termine mit Unternehmen an
Die US-Regierung will zeitnah Treffen mit großen Ölfirmen ansetzen, um sie zu Investitionen in Venezuela zu bewegen. Das berichtet die US-Nachrichtenseite „Politico“. Donald Trump hatte kurz nach der Gefangennahme des früheren Machthabers Nicolás Maduro versprochen, dass die US-Ölfirmen Milliarden in Venezuela investieren würden. 
Die Ölförderung im Land ist seit der erzwungenen vollständigen Verstaatlichung der Ölunternehmen unter Hugo Chávez in den 2000er-Jahren drastisch gesunken. Faktisch kontrolliert die Armee heute den staatlichen Ölförderer Petróleos de Venezuela. Die Fördertechnik ist veraltet und vielfach kaputt. In den frühen 2000er-Jahren dominierten US-Unternehmen die Förderung in Venezuela. Von den einstigen US-Unternehmen ist nur Chevron geblieben, das unter einer Sondergenehmigung der US-Regierung auch Öl exportieren darf.  

Die US-Regierung hat auch eine Idee, wie sie die Investitionen in Venezuela anschieben will: Die US-Ölfirmen würden nur für ihre Verluste durch Chavez' Verstaatlichung kompensiert, wenn sie jetzt in dem Land investieren. Die nötigen Investitionen, um die Ölförderung wieder auf ihr einstiges Maximum zu bringen, sind wohl rund 180 Milliarden Dollar und rund zehn Jahre Arbeit, schätzen Branchenanalysten. Allein um die aktuelle Fördermenge von rund einer Million Fass pro Tag über die nächsten 15 Jahre zu garantieren, würden rund 50 Milliarden Dollar notwendig. 

Ob der Plan der US-Regierung aufgeht, ist dabei offen. Denn aktuell ist der Ölpreis mit rund 50 Dollar vergleichsweise niedrig, Investitionen lohnen sich deshalb kaum. Zudem ist die politische Lage in Venezuela immer noch angespannt. Das würde es für Versicherungen schwierig machen, die Investitionen abzusichern. Aktiengeführte Unternehmen könnten bei Hochrisikoinvestments zudem Probleme mit ihren Anteilseignern bekommen. Das Weiße Haus plant deshalb wohl eine Art Investitionsgarantie für die Unternehmen. 

Hinzu kommt: Es gibt kaum noch für die Ölförderung ausgebildetes Personal in Venezuela. 
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Christoph Zempel
Offenbar US-Spionageflugzeug vor Mexikos Küste gesichtet 

Nach dem Sturz des venezolanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro wächst in Lateinamerika die Nervosität. Laut „Bild" wurde vor Mexikos Küste ein US-Aufklärungsflugzeug des Typs P‑8 Poseidon registriert – eine Maschine der US-Marine, die für Spionage- und U-Boot-Jagdmissionen ausgerüstet ist. Das Flugzeug war demnach im Bundesstaat Washington gestartet und entlang der US-Westküste in Richtung Mexiko geflogen.

Ob es sich um einen Routineflug handelt, ist unklar. „Bild" verweist darauf, dass eine solche Maschine auch kurz vor dem Zugriff auf Maduro in der Karibik eingesetzt worden sei. Die Sorge, die USA könnten weitere militärische Schritte in der Region vorbereiten, wächst deshalb bei Beobachtern. 


US-Präsident Donald Trump hadert seit Langem mit der Sicherheitslage in Mexiko und kritisiert den Einfluss der Drogenkartelle, Migration und fehlende staatliche Kontrolle. Nach dem Zugriff auf Maduro erklärte er, es müsse „etwas unternommen werden mit Mexiko“.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte Trumps Angebot zurückgewiesen, das US-Militär stärker im Anti-Drogen-Kampf einzusetzen. Experten warnen vor einem militärischen Vorgehen gegen Kartelle, das „extrem schwierig“ wäre. (Tsp)

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Bettina Funk

Top-Demokrat kritisiert US-Vorgehen in Venezuela als Wunschdenken

Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hat die Pläne der US-Regierung, Venezuela vorübergehend zu führen, als vage und auf Wunschdenken beruhend kritisiert. Er habe keine Zusicherungen erhalten, dass die US-Regierung in anderen Ländern nicht dasselbe versuchen würde, sagte der Senator am Montagabend (Ortszeit) nach einem Briefing der Kongressführer. Das Briefing sei zwar sehr umfassend und lang gewesen, habe aber weitaus mehr Fragen als Antworten aufgeworfen. (dpa)
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Bettina Funk

Venezolanische Oppositionsführerin Machado will „so schnell wie möglich“ in ihre Heimat zurückkehren

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado will nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA „so schnell wie möglich“ wieder in ihre Heimat zurückkehren. Das sagte sie dem Moderator Sean Hannity vom US-Sender Fox News am Montag (Ortszeit) von einem unbekannten Ort aus. Sie fügte hinzu, dass sie die kurz zuvor vereidigte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez als „eine der Hauptverantwortlichen für Folter, Verfolgung, Korruption und Drogenhandel“ halte.

Weiter sagte Machado, dass ein „freies Venezuela“ das Land zum „Energiezentrum“ von Nord- und Südamerika machen werde. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Hartes Durchgreifen: Venezuela sucht nach Kollaborateuren des US-Angriffs
Nach der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela fahndet die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, wurde über ein am Montag (Ortszeit) veröffentlichtes Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands erklärt.

Angeblich sollen auch in den Straßen Autos und Handys sowie Social-Media-Accounts von Passanten durch Sicherheitskräfte durchsucht werden. Jeder, der über den Angriff der USA spreche, sei potenziell verdächtig, heißt es in den Sozialen Netzwerken.

In verschiedenen US-Medien hieß es zuvor, dass das US-Militär bei der Kommandokation am Wochenende offenbar Unterstützung vor Ort hatte. Unter anderem soll eine Person im direkten Umfeld von Maduro konstant Informationen über seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort übermittelt haben. 

Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen. (mit dpa)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Zeugen: Schüsse nahe Präsidentenpalast in Venezuela 
Zwei Tage nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA und nur Stunden nach der Vereidigung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez sind nach Angaben von Augenzeugen Schüsse in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores in Caracas zu hören gewesen. Die Lage sei unter Kontrolle, hieß es am Montagabend aus der Regierung nahestehenden Kreisen. 

Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Unbekannte Drohnen seien in der Nähe des Präsidentenpalastes geflogen, daher hätten Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Auch dem Tagesspiegel wurde von Quellen vor Ort bestätigt, dass es Unruhen im Regierungsviertel gebe. 

Im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in den Straßen der Hauptstadt Caracas zu sehen. Ein argentinischer Nachrichtenkanal auf Youtube zeigte zudem Bilder von Personen nahe des Präsidentensitzes, die in der Nacht von Sicherheitskräften offenbar nach Hause geschickt wurden. 

In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schießereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich – aber mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Tage ist das Land besonders nervös. (mit dpa)
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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin Venezuelas vereidigt

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden. Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab. „Ich werde nicht ruhen, bis Frieden und Ruhe für die Republik gewährleistet sind“, sagte die 56-Jährige bei ihrer Vereidigung durch ihren Bruder, den Parlamentspräsidenten Jorge Rodríguez. 

Sie tue dies „im Namen aller Venezolaner“, sagte Rodríguez. Sie verurteilte erneut die „Entführung“ Maduros und seiner Ehefrau Cilia Flores, die von den USA als „Geiseln“ festgehalten würden. 
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nimmt am 5. Januar 2026 in Caracas an einer Sitzung der Nationalversammlung teil, um als Präsidentin Venezuelas vereidigt zu werden.
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nimmt am 5. Januar 2026 in Caracas an einer Sitzung der Nationalversammlung teil, um als Präsidentin Venezuelas vereidigt zu werden.   Bild: AFP/Frederico Parra
Venezuelas Oberster Gerichtshof hatte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Sonntag den autoritären Präsidenten Maduro in Caracas gefangenen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht.

Die venezolanische Regierung betrachtet Maduro weiterhin als legitimen Staatschef und kritisierte seine Festnahme durch die USA als völkerrechtswidrige Entführung. Laut der venezolanischen Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar. (dpa/AFP)
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