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Frankreich und Großbritannien planen Stützpunkte in Ukraine: Bundeswehr soll bei Waffenstillstand auf Nato-Gebiet unterstützen
„Koalition der Willigen“ unterzeichnet Absichtserklärung für internationale Truppe nach Waffenstillstand + Merz: Junge ukrainische Männer sollen im Land helfen und nicht nach Europa flüchten + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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Merz: Junge ukrainische Männer sollen im Land helfen und nicht nach Europa flüchten
Merz will mit Bundeswehr Ukraine-Waffenstillstand auf Nato-Gebiet absichern
Frankreich und Großbritannien planen Stützpunkte in Ukraine
Macron, Starmer und Selenskyj unterzeichnen Absichtserklärung für internationale Truppe nach Waffenstillstand
Selenskyj: Trotz Fortschritten bleibt Territorialstreit
Witkoff: Trump steht deutlich hinter Sicherheitsgarantien
Selenskyj: Starke ukrainische Armee ist beste Sicherheitsgarantie
Selenskyj drängt auf Stärkung der Luftverteidigung
Ukraine: Haben Öllager in russischer Oblast Lipezk angegriffen
USA sollen Überwachung eines Ukraine-Waffenstillstands leiten
Entwurf: Koalition der Willigen plant verbindliche Sicherheitsgarantien
Putin verlangt höhere Steuern zur Finanzierung des Krieges
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Regierung angewiesen, die Steuereinnahmen im Jahr 2026 „deutlich zu erhöhen“. Das berichtete die russische staatliche Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die Ergebnisse einer Sitzung zu strategischer Entwicklung und nationalen Projekten im Kreml. Demnach plant die russische Führung, den fiskalischen Druck auf Bevölkerung und Unternehmen auszuweiten.Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines nahezu stagnierenden Wirtschaftswachstums und rezessiver Tendenzen in der Industrie, während die Ausgaben für den Krieg weiter steigen. Die geplanten Steuererhöhungen können als weiteres Zeichen dafür gedeutet werden, dass der Kreml die Finanzierung des Krieges zunehmend auf die eigene Bevölkerung abwälzt – trotz sinkender Realeinkommen und steigender Preise. (Yulia Valova)
Ukrainische Drohnen stoppen russischen Angriff bei Jampil
In Richtung Lyman im Osten der Ukraine haben die Verteidigungskräfte einen russischen Angriffsversuch nahe Jampil im Gebiet Donezk abgewehrt. Wie die Landstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine in ihrem Telegram-Kanal mitteilten, hätten russische Soldaten versucht, sich bei starkem Schneefall, starkem Wind und nahezu null Sicht auf Quads unbemerkt vorzuarbeiten.Demnach entdeckten Drohnenpiloten des Bataillons Signum die Angriffsgruppe rechtzeitig auf der Straße nach Jampil und griffen sie koordiniert in Paaren an. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurde die russische Infanterie zerstört und die eingesetzten Fahrzeuge verbrannt.
Zuvor hatten Analysten des Projekts DeepState darauf hingewiesen, dass die Lage rund um Jampil weiter angespannt sei und russische Truppen wiederholt versuchten, mit kleinen Stoßtrupps und wechselnden Taktiken vorzurücken. (Yulia Valova)
Ukraine-Koalition will Pläne für Sicherheitsgarantien konkretisieren
Die sogenannte Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine will bei einem Treffen in Paris nach französischen Angaben konkretere Pläne für Sicherheitsgarantien vorstellen. „Wir haben uns nun auf die operativen Modalitäten dieser Sicherheitsgarantien geeinigt“, hieß es im Elysée. In Paris solle angekündigt werden, „was das Militärgeheimnis zu sagen erlaubt“, hieß es weiter.
Es sei das erste Mal seit vergangenem März, dass die 35 Mitglieder der Koalition wieder vollständig und persönlich zusammenkämen, betonte der Elysée. Es würden 27 Staats- und Regierungschefs erwartet, unter ihnen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Aus den USA reisen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu dem Treffen an. Es sei das erste Mal, dass diese persönlich vertreten seien und ein Zeichen für die „Wiederannäherung“ zwischen der Ukraine, Europa und den USA. Auch Spitzenvertreter der EU und der Nato wollen an dem Treffen teilnehmen.
Nach französischen Angaben geht es unter anderem um die Frage, inwiefern ein möglicher Waffenstillstand an der 1400 Kilometer langen Kontaktlinie überwacht werden soll. Dies solle nicht durch Soldaten geschehen, sondern vor allem durch Drohnen und Satelliten. Mögliche Verletzungen des erhofften Waffenstillstands müssten anschließend bewertet werden, um eine angemessene Antwort zu finden. Der Elysée erinnerte daran, dass es nach der Annexion der Krim-Halbinsel 2014 täglich Meldungen über Verletzungen des Waffenstillstands gegeben habe.
Auch die geplante multinationale Truppe soll Thema der Gespräche sein. Diese solle der Rückversicherung der Ukraine dienen. Die erste Sicherheitsgarantie bleibe die ukrainische Armee selber, die daher langfristig unterstützt werden solle, betonte der Elysée.
Gegen 18.45 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant, an der Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, Selenskyj und Merz teilnehmen. Merz und Macron treffen sich anschließend zu einem Zweiergespräch, bei dem es nach französischen Angaben auch um die Zukunft des geplanten gemeinsamen Kampfjets FCAS gehen soll. (AFP)
Ukrainischer Drohnenangriff stört Zugverkehr in russischer Region Woronesch
Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Twer
Merz: Ukraine befindet sich am Rand einer humanitären Energiekrise
Die Ukraine befindet sich nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz „am Rand einer humanitären Energiekrise“. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben des Kanzlers an die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD hervor.
Russlands Präsident Wladimir Putin strebe im vierten Kriegswinter keinen Waffenstillstand an, sondern habe die bisher schwersten Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine befohlen. Merz wirft der russischen Führung deshalb Kriegsverbrechen vor. Die Bundesregierung strebe ein Ende des Krieges an. Das sei aber nur möglich, wenn es für die Ukraine dieses Mal wirklich Sicherheitsgarantien der USA und Europas gebe. (Reuters)
Russland griff offenbar Werk eines US-Unternehmens in Dnipro an
Schwere Schäden an Energieanlagen in Charkiw durch russischen Angriff
Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben Charkiw im Nordosten mit Raketen angegriffen. Die Energieinfrastruktur in der nach Kiew zweitgrößten Stadt der Ukraine sei „sehr schwer“ beschädigt worden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Russland führt in diesem Winter eine breit angelegte Angriffskampagne auf das ukrainische Energiesystem. (Reuters)
Selenskyj tauscht auch Chef des Geheimdienstes SBU aus
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, ersetzen. Dies sei Teil einer umfassenderen Regierungsumbildung, bei der auch der Stabschef des Präsidenten ausgetauscht wurde, erklärt Selenskyj auf der Plattform X. Er habe Maljuk gebeten, sich stattdessen stärker auf Kampfeinsätze zu konzentrieren.
„Es muss mehr ukrainische asymmetrische Operationen gegen den Besatzer und den russischen Staat geben und solidere Ergebnisse bei der Ausschaltung des Feindes“, fügt der Präsident hinzu, ohne Details zu nennen, um welche Art Operationen es sich genau handelt. Darin sei Malkjuk am stärksten, und das werde er auch weiterhin im SBU tun.
Maljuk hatte die Leitung des SBU im Jahr 2023 übernommen. Unter seiner Führung hat der Dienst eine Reihe aufsehenerregender Einsätze ausgeführt, darunter Angriffe auf die Krim-Brücke und auf Stützpunkte russischer strategischer Bomber.
Selenskyj stellt derzeit den Sicherheits- und Verteidigungsapparat seines Landes personell teils neu auf. So ernannte er den bisherigen Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum Chef seines Präsidentenamtes und kündigte einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums an.
Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, hatte Selenskyj gesagt. Schmyhal wiederum soll Energieminister werden. Das Parlament muss die Personalien bestätigen. (Reuters/dpa)
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