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Mitglieder der iranischen Polizei nehmen an einer regierungsfreundlichen Kundgebung in Teheran, Iran, am 12. Januar 2026 teil (Symbolbild).

© REUTERS/stringer

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„Nur noch mit Gewalt an der Macht“: Merz sieht iranische Staatsführung „faktisch am Ende“

Schah-Sohn Pahlavi drängt USA zum Eingreifen im Iran + Wadephul fordert härtere Sanktionen gegen Teheran + Russland verurteilt Einmischung „ausländischer Mächte“ im Iran + Der Newsblog.

Stand:

Seit Ende Dezember 2025 kommt es im Iran zu Massenprotesten. Sie hatten sich ursprünglich an der schlechten Wirtschaftslage und den hohen Lebenshaltungskosten entzündet, richten sich inzwischen aber vor allem gegen die Führung des Landes. Das iranische Regime reagiert auf die anhaltenden Proteste mit brutaler Gewalt und hat das Internet abgeschaltet. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran finden Sie in unserem Newsblog.

Hinweis: Angaben aus dem Iran sowie Bilder und Videos aus der Region lassen sich oft nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse im Land zu vermitteln.

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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Merz rechnet mit baldigem Ende der iranischen Staatsführung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rechnet angesichts der Massenproteste im Iran mit einem baldigen Ende der dortigen Staatsführung. „Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen“, sagte er während seines Indien-Besuchs in Bengaluru.

Merz hatte die Gewalt iranischer Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstranten bereits am Montag als „unverhältnismäßig“ und „brutal“ verurteilt. „Ich rufe die iranische Führung auf, ihre Bevölkerung zu schützen, statt sie zu bedrohen“, sagte er. Merz würdigte ausdrücklich den Mut der Demonstranten. Sie würden friedlich für Freiheit in ihrem Land demonstrieren und das sei ihr gutes Recht.

Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iranerinnen und Iraner gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo beziffert die Zahl der Toten seit Ausbruch der Proteste Ende Dezember auf inzwischen mindestens 648. Auch das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA sprach von knapp 650 Toten. Darunter seien 505 Demonstranten – unter ihnen neun Kinder – und 133 Militär- und Polizeibeamte. (dpa)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt am Rande seines Besuchs bei dem Unternehmen Bosch in Bengaluru ein Pressestatement.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt am Rande seines Besuchs bei dem Unternehmen Bosch in Bengaluru ein Pressestatement.   Bild: dpa/Kay Nietfeld
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Internationale Anrufe aus dem Iran wieder möglich

Nach einer tagelangen Kommunikationsblockade können Iranerinnen und Iraner erstmals wieder ins Ausland telefonieren. Das Internet bleibt unterdessen weiter gesperrt, wie Kontakte aus der iranischen Hauptstadt Teheran berichteten. Irans Sicherheitsapparat hatte die Bevölkerung angesichts von Massenprotesten seit Donnerstagabend von der Außenwelt abgeschnitten.

Bewohner der Millionenmetropole berichteten nun von schrecklichen Tagen. Ein junger Mann sagte: „Wir hören, dass täglich Hunderte Opfer – Tote und Verletzte – in die Krankenhäuser gebracht werden. Die Lage ist nicht gut.“ Und weiter: „Wir wissen nicht, was wir tun sollen.“ (dpa)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Iranischer Regisseur Panahi fordert internationale Unterstützung für seine Landsleute

Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, das gewaltsame Vorgehen gegen seine demonstrierenden Landsleute nicht hinzunehmen. „Jedes Schweigen heute irgendwo in der Welt muss sich eines Tages den Fragen der Geschichte stellen“, sagte der Regisseur am Dienstag dem Sender France Inter. Panahi hob hervor, dass die Menschen im Iran „wehrlos“ seien – „und trotz alledem sind sie draußen auf der Straße“.

Panahi sagte, wenn eine Regierung „Kriegswaffen“ gegen die eigene Bevölkerung einsetze, wolle sie damit „ein Blutbad anrichten“ und nicht nur die Demonstrierenden dazu bringen, nach Hause zu gehen. Daher bräuchten die Iranerinnen und Iraner nun „die internationale Gemeinschaft, um ihnen zu helfen und sie zu unterstützen“, betonte der iranische Filmemacher, der vergangenes Jahr beim Festival in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden war.

Nach der Protestwelle im Jahr 2022 wegen des gewaltsamen Todes der jungen Kurdin Mahsa Amini und der islamischen Bekleidungsvorschriften für Frauen sowie den Protesten gegen hohe Ölpreise einige Jahre zuvor sei im Iran nun ein „Höhepunkt“ erreicht worden, sagte Panahi. „All diese Bewegungen und Erhebungen haben es zu diesem Punkt gebracht. Und ich denke, wir müssen dem ein Ende setzen“, sagte der Regisseur offenbar mit Blick auf die seit 1979 herrschende autoritär-islamische Führung in Teheran. (AFP)
Der Filmemacher Jafar Panahi kommt zu den AFI Awards im Four Seasons in Los Angeles (Archivbild).
Der Filmemacher Jafar Panahi kommt zu den AFI Awards im Four Seasons in Los Angeles (Archivbild).   Bild: dpa/AP/Invision/Chris Pizzello
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Deutsche Iran-Exporte vor Trump-Drohung um ein Viertel eingebrochen

Das deutsche Iran-Geschäft ist schon vor der Androhung von Strafzöllen durch US-Präsident Donald Trump eingebrochen. Von Januar bis November 2025 sanken die Exporte in die Islamische Republik um 25,0 Prozent auf knapp 871 Millionen Euro, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlagen. Das entspricht nicht einmal einem Anteil von 0,1 Prozent an den gesamten deutschen Ausfuhren. Dennoch gilt Deutschland als wichtigster Handelspartner des Iran in der Europäischen Union (EU). 2024 insgesamt waren die deutschen Iran-Exporte noch um sechs Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro gewachsen. (Reuters)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

NGO: Internetsperre im Iran dauert seit viereinhalb Tagen an

Im Iran dauert die im Zuge der Proteste gegen die staatliche Führung verhängte landesweite Internetsperre auch am fünften Tag in Folge weiter an. „Es ist nun 108 Stunden her, seit der Iran eine landesweite Abschaltung des Internets verhängt hat, wodurch die Iraner vom Rest der Welt und voneinander isoliert sind“, erklärte die Organisation Netblocks am Dienstag im Onlinedienst X. Internationale Telefonate waren derweil nach tagelanger Unterbrechung wieder möglich, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP aus dem Iran berichtete.

Netblocks wies darauf hin, dass die Internetsperre etwa über Kurzwellenradio, eine Mobilfunkverbindung in Grenznähe, das Satellitennetzwerk Starlink oder Satellitentelefone umgangen werden könne. Starlink wird vom US-Raumfahrtunternehmen SpaceX des US-Milliardärs Elon Musk betrieben. Es ermöglicht auch abgelegenen Regionen, in denen die Kommunikationsinfrastruktur nicht funktioniert, einen Zugang zum Internet. (AFP)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

China kritisiert neue US-Zölle gegen Handelspartner des Iran

Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle gegen Handelspartner des Iran stoßen bei China auf Kritik. Es sei die Überzeugung der chinesischen Führung, „dass es keine Gewinner bei einem Zollkrieg gibt“, antwortete die Sprecherin des Außenministeriums in Peking, Mao Ning, am Dienstag auf eine Frage nach den neuen US-Zöllen. China werde „seine legitimen Rechte und Interessen entschlossen schützen“. 

Trump hatte am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social verkündet, dass für Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, ab sofort ein Zollsatz von 25 Prozent gelte. Die wichtigsten Handelspartner des Iran sind laut der Datenbank Trading Economics China, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner

Schah-Sohn Pahlavi drängt USA zum Eingreifen im Iran

Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, setzt angesichts der Massenproteste im Iran auf ein baldiges Eingreifen der USA. „Es müssen Maßnahmen ergriffen werden“, sagte Pahlavi in einem Interview mit dem US-Sender CBS News. „Der beste Weg, um sicherzustellen, dass weniger Menschen im Iran getötet werden, ist ein frühzeitiges Eingreifen, damit dieses Regime endlich zusammenbricht und all die Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, ein Ende finden."

Pahlavi sagte, er habe mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump kommuniziert, gab jedoch keine Einzelheiten preis. Trump hatte zuvor gesagt, dass die USA die Lage im Iran sehr ernst nähmen. „Das Militär befasst sich damit, und wir prüfen einige sehr drastische Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen“, sagte er und fügte hinzu, dass er stündlich Berichte über die Entwicklung im Land bekomme. 

Pahlavi sagte bei CBS News, die Staatsführung der Islamischen Republik in Teheran versuche, die Welt „auszutricksen“, indem sie vorgebe, bereit zu sein, über einen Ausweg aus den Unruhen zu verhandeln. Der entscheidende Wendepunkt wäre es, „wenn dieses Regime erkennen würde, dass es sich nicht mehr auf eine fortgesetzte Unterdrückungskampagne verlassen kann, ohne dass die Welt darauf reagiert“, sagte Pahlavi. 

Auf die Frage, ob er Trump dazu dränge, einen Regimewechsel einzuleiten, antwortete er, Trump sei solidarisch mit den Menschen im Iran, was bedeute, dass Trump letztlich deren Forderungen unterstütze. „Und deren Forderung ist, dass dieses Regime verschwinden muss“, fügte Pahlavi hinzu. 

Der von seinem autoritär regierenden Vater, dem Schah von Persien, einst zum Kronprinzen ernannte Pahlavi lebt seit Jahrzehnten in den USA im Exil. (dpa)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner

Bericht: Siedlergewalt im Westjordanland stieg 2025 um 25 Prozent

Im vergangenen Jahr ist die Zahl von Angriffen radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser im Westjordanland einem Bericht zufolge um 25 Prozent gestiegen. Das berichtete die Zeitung „Haaretz“ unter Berufung auf Zahlen des israelischen Verteidigungsapparats. 

Israels Armee teilte dazu auf Anfrage mit: „Im Laufe des letzten Jahres hat sowohl der Umfang als auch die Schwere der Gewalt durch Siedler zugenommen.“ Eigene Zahlen wollte das Militär nicht öffentlich machen.

Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 sei es zu mehr als 1.700 Angriffen gekommen, meldete die „Haaretz“. Allein im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge bei 845 Zwischenfällen mehr als 200 Menschen verletzt und vier getötet. Im Jahr 2024 seien bei 675 Angriffen 149 Palästinenser verletzt und sechs getötet worden.

Der Anstieg sei nicht allein auf mehr Einzeltaten zurückzuführen, sondern auf größere, organisierte Gruppen, die Unterstützung von Politikern und bekannten rechtsextremen Aktivisten erhalten, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Armeeangaben. Dabei wurde auch auf die Ausbreitung sogenannter Farmen verwiesen, deren Gesamtzahl von etwa 30 vor dem Gaza-Krieg auf derzeit mehr als 120 gestiegen sei. 

Laut der israelischen Organisation Betselem handelt es sich dabei um landwirtschaftliche Flächen im Westjordanland, über die Siedler demnach - anders als etwa bei Siedlungen - die Kontrolle ohne offizielle israelische Genehmigung übernehmen. Die „Haaretz“ verwies darauf, dass die dort lebenden Menschen oftmals Angriffe auf Palästinenser anführten.

„Wer die Gründung von fast 100 neuen Farmen seit Kriegsbeginn ignoriert, sollte sich nicht über den Anstieg nationalistischer Auseinandersetzungen und Straftaten wundern“, zitierte die Zeitung einen hochrangigen Verteidigungsbeamten. (dpa)
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Jean Mikhail

Nach US-Treffen: Wadephul fordert härtere Iran-Sanktionen

Außenminister Johann Wadephul hat nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio schärfere Maßnahmen gegen die Führung in Teheran gefordert. Im Iran sehe man ein „Unrechtsregime“ ohne Legitimität im Volk, das gegen die eigene Bevölkerung Mittel einsetze, „die alle Regeln der Menschlichkeit verletzen“, sagte Wadephul.

Wadephul kündigte an, die Bundesregierung werde versuchen, Sanktionen auf die iranische Führung auszuweiten. Dazu zähle eine Listung im Terror-Sanktionsregime der Europäischen Union. Diese habe bislang nicht durchgesetzt werden können, weil dafür Einstimmigkeit in der EU benötigt werde. Er rief die Mitgliedstaaten auf, die Frage vor dem Hintergrund des gewalttätigen Vorgehens gegen Demonstrierende erneut zu prüfen. (dpa)
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Jean Mikhail
Trump kündigt Strafzölle gegen alle Handelspartner des Iran an
Für alle Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, sollen künftig auf alle Waren US-Zölle von 25 Prozent gelten – zusätzlich zu gegebenenfalls bereits bestehenden Zöllen. Das kündigte Präsident Donald Trump auf der Online-Plattform Truth Social an. Konkreter wurde er bislang noch nicht. 

Die Strafzölle könnten auch Deutschland treffen. Trotz bestehender und teils verschärfter Sanktionen gab es in jüngerer Vergangenheit weiterhin Handelsaustausch mit dem Iran. Die staatliche Außenwirtschaftsagentur GTAI nennt Deutschland als ein Importland des Iran mit ca. vier Prozent Anteil im Handelsjahr 2024/2025.

Laut Statista-Daten ist das Nachbarland Irak der wichtigste Handelspartner des Iran mit einem Anteil von rund 30 Prozent an den iranischen Ausfuhren. China folgt mit etwa 22,4 Prozent 
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Afghanistan gehören zu den zentralen Abnehmern. (jmi)
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Jean Mikhail

„Wall Street Journal“: Vance drängt Trump zu Verhandlungen mit Iran – der tendiert zu Militärschlag

In der US-Regierung drängen einem Medienbericht zufolge führende Berater von Präsident Donald Trump auf eine diplomatische Lösung im Konflikt mit dem Iran. Unter der Leitung von Vizepräsident JD Vance plädierten sie dafür, vor einem möglichen Militärschlag zunächst auf Gespräche zu setzen, wie das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtete. Demnach prüft das Weiße Haus ein Gesprächsangebot Teherans zum iranischen Atomprogramm. 

Trump soll dagegen derzeit einen Militärschlag bevorzugen, heißt es aus seinem Umfeld. Vance gilt als Isolationist, soll einer militärischen Lösung aber auch nicht völlig abgeneigt sein. 

Die Nachrichtenagentur Reuters und andere Medien haben berichtet, dass Trump am Dienstag mit seinen Beratern das weitere Vorgehen in der Iran-Frage erörtern will. (Reuters, jmi)
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Jean Mikhail

Lufthansa will erst Ende Januar wieder in den Iran fliegen

Angesichts der derzeitigen politischen Lage will die Lufthansa erst wieder ab Ende Januar in den Iran fliegen. „Aufgrund der aktuellen Lageentwicklung hat Lufthansa am Montagnachmittag entschieden, ihre Flüge nach Teheran bis einschließlich Mittwoch, 28. Januar, auszusetzen“, erklärte ein Unternehmenssprecher. 

Lufthansa sei diesbezüglich in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und beobachte die Entwicklungen in der gesamten Region laufend. Und: „Die Sicherheit der Fluggäste und Crew hat für Lufthanse stets oberste Priorität.“ 

Eigentlich sollten die Flüge an diesem Freitag wieder aufgenommen werden - nach einer Unterbrechung von rund sieben Monaten. (dpa)
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Sandra Lumetsberger

Erste Reaktion aus Moskau: Russland verurteilt Einmischung „ausländischer Mächte“ im Iran

Russland hat jüngste Drohungen der USA über ein mögliches Eingreifen im Iran als Einmischung „ausländischer Mächte“ kritisiert. Moskau verurteile „nachdrücklich einen weiteren Versuch ausländischer Mächte, sich in die inneren Angelegenheiten des Iran einzumischen“, berichteten russische Staatsmedien am Montag unter Berufung auf den Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Sergej Schoigu.

Demnach telefonierte Schoigu mit dem iranischen Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani. Es handelt sich um die erste Reaktion Moskaus auf die anhaltenden Proteste im Iran. Angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten hatten die USA Teheran zuvor mit militärischem Eingreifen gedroht. (AFP)

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Sandra Lumetsberger

Botschafter europäischer Länder im Iran einbestellt

Der Iran hat nach Solidaritätsbekundungen europäischer Regierungschefs für die Proteste im Land nach eigenen Angaben Botschafter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien ins Außenministerium einbestellt. 

In einer Mitteilung des staatlichen Rundfunks hieß es, man habe bei dem Treffen Videos der Unruhen gezeigt. Die „gewalttätigen Handlungen“ hätten die Grenzen friedlicher Demonstrationen überschritten. Eine Anfrage an das Auswärtige Amt blieb zunächst unbeantwortet.

Das Außenministerium in Paris bestätigte die Einbestellung des Botschafters. Irans Außenminister Abbas Araghtschi habe mit den europäischen Botschaftern die aktuellen Entwicklungen in dem Land thematisiert. Die europäischen Botschafter hätten ihre Besorgnis nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, hieß es in Paris.

Aus London gab es keine ausdrückliche Bestätigung für die Einbestellung. Aus Regierungskreisen hieß es lediglich, der Botschafter habe einen geplanten Termin im iranischen Außenministerium in Teheran wahrgenommen. 

Die britische Außenministerin Yvette Cooper hatte zuvor den Mut insbesondere der Demonstrantinnen gelobt. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit seien fundamentale Rechte, so Cooper. Sie fügte hinzu: „Der Ausübung dieser Rechte sollte niemals mit der Drohung mit Gewalt oder Repressionen begegnet werden.“ (dpa)

Mit Schildern und Flaggen demonstrieren Teilnehmer einer Kundgebung gegen das Regime im Iran. 
Mit Schildern und Flaggen demonstrieren Teilnehmer einer Kundgebung gegen das Regime im Iran.    Bild: dpa/Boris Roessler
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Sandra Lumetsberger

Mindestens 648 Demonstranten seit Beginn der Proteste im Iran getötet

Bei der Niederschlagung der Proteste im Iran sind nach den jüngsten Angaben einer Menschenrechtsorganisation mindestens 648 Demonstranten getötet worden, darunter neun Minderjährige. Einigen Schätzungen zufolge gebe es sogar mehr als 6000 Todesopfer, teilte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre im Iran sei es aber „äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen“.

IHR-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam rief die internationale Gemeinschaft auf, „die zivilen Demonstranten vor den Massentötungen durch die Islamische Republik zu schützen“. (AFP)

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Jean Mikhail

EU-Parlament verbietet iranischen Diplomaten den Zugang

Iranische Diplomaten und andere Vertreter der Regierung in Teheran dürfen Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments nicht mehr betreten. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola schrieb auf der Plattform X, sie habe diese Entscheidung getroffen, während „das mutige iranische Volk weiter für seine Rechte und seine Freiheit eintritt“. 

„Dieses Haus wird nicht dazu beitragen, dieses Regime zu legitimieren, das sich durch Folter, Unterdrückung und Mord aufrechterhalten hat“, schrieb die Politikerin weiter. (dpa)
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Benjamin Reuter

Teheran: Auf Krieg „vorbereitet“ und zugleich zu Gesprächen „bereit“

Angesichts der anhaltenden Proteste gegen die Führung im Iran und Drohungen eines militärischen Eingreifens durch die USA hat das iranische Außenministerium erklärt, auf einen „Krieg“ vorbereitet und zugleich bereit zu Gesprächen zu sein. „Die islamische Republik Iran strebt keinen Krieg an, ist aber bestens darauf vorbereitet“, sagte  Außenminister Abbas Araghtschi bei einer am Montag vom staatlichen Fernsehen übertragenen Konferenz ausländischer Botschafter in Teheran. 

Araghtschi fügte an: „Wir sind ebenfalls zu Verhandlungen bereit, aber diese Verhandlungen müssen fair sein, mit gleichen Rechten und auf der Grundlage gegenseitigen Respekts.“  

Der Iran und die USA unterhalten seit Jahrzehnten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen zueinander. 

Wenig später erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Esmail Baghaei, dennoch sei ein „Kommunikationskanal“ zwischen Chefdiplomat Araghtschi und „dem Sondergesandten des US-Präsidenten offen“. Der Sprecher bezog sich damit offenbar auf den US-Sondergesandten Steve Witkoff, der im vergangenen Jahr unter anderem eine Feuerpause zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen vermittelt hatte.

Über den Kanal würden „Botschaften ausgetauscht, wann immer dies erforderlich ist“, fügte der Sprecher an. Er verwies darauf, dass die USA sich bei ihrer Kommunikation mit dem Iran der sogenannten Guten Dienste der Schweiz bedienen. Die Eidgenossenschaft vermittelt zwischen Ländern, zwischen denen keine diplomatischen Beziehungen bestehen. (AFP)
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Benjamin Reuter

Iran: Aufhebung der Internetsperre wird diskutiert

Nach der fast viertägigen Internetsperre im Iran hat sich die Regierung erstmals zu einer möglichen Aufhebung der drastischen Maßnahme geäußert. „Die Sicherheitsinstitutionen des Landes haben aufgrund der Lage entsprechende Entscheidungen getroffen. Wir hoffen, dass sich dieses Problem mit Blick auf den Prozess, der – so Gott will – derzeit im Gange ist, und angesichts der sich verbessernden Lage ebenfalls lösen wird“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai.

Seit Donnerstagabend hat der iranische Staatsapparat das Internet für die Bevölkerung vollständig blockiert. Millionen Iranerinnen und Iraner im Ausland sind angesichts des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die Proteste in großer Sorge um Familie und Freunde. Durch die Internetsperren und Telefonblockade will die iranische Führung in der Regel die Kommunikation zwischen den Demonstranten erschweren. Außerdem soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Massenproteste unterdrückt werden.

Baghai erklärte weiter, Außenminister Abbas Araghtschi habe die Internetsperre bei einem Treffen mit Diplomaten angesprochen. „Wir stehen in engem Kontakt mit den in Teheran ansässigen Botschaften und Konsulaten und bemühen uns, Wege zu finden, um die Probleme zu beheben, die infolge der Störungen der Internetlage entstanden sind.“ (dpa)
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Benjamin Reuter
Bild: IRIB/Handout via REUTERS

Iranische Staatsmacht mobilisiert Anhänger

Der iranische Staat hat als Reaktion auf die systemkritischen Massenproteste seine eigenen Anhänger mobilisiert. Der staatliche Rundfunk veröffentlichte auf Telegram Ausschnitte aus dem TV-Programm, die Demonstrationen in mehreren iranischen Städten zeigen sollen. Teilnehmer schwenkten Flaggen und zeigten Bilder einiger der bei den Unruhen getöteten Sicherheitskräfte. (dpa)
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