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Um Welthandel mit Öl zu ermöglichen: USA lockern Sanktionen gegenüber Venezuela
Rund 600.000 Venezolanern droht in den USA die Ausweisung + Russland setzt offenbar U-Boot zum Schutz von Öl-Tanker ein + Assange-Anwalt verteidigt Maduro vor Gericht + Söder nennt Kritik an US-Einsatz „Hysterie“ + US-Spionageflugzeug vor Mexikos Küste + Der Blog.
Stand:
In einer beispiellosen Militäroperation haben US-Eliteeinheiten Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro in der Nacht zu Samstag in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht. Über alle aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie im Liveblog.
US-Außenminister Rubio stellt Drei-Phasen-Plan für Venezuela vor
USA lockern Sanktionen gegen Venezuela
Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte. (dpa)
Bundesregierung kritisiert USA nun doch wegen Maduro-Festnahme
China wirft USA „tyrannisches Verhalten“ in Venezuela vor
Nach dem Wegfall von Öllieferungen aus Venezuela suchen chinesische Raffinerien Händlern und Analysten zufolge nach neuen Quellen. Der bisherige Hauptabnehmer des venezolanischen Öls warf den USA am Mittwoch zugleich „tyrannisches Verhalten“ vor.
„Das dreiste Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen Venezuela und ihre ‚America First'-Forderung bei der Verfügung über Venezuelas eigene Ölressourcen sind typische Akte der Schikane", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Mao Ning, in Peking. Dieses Vorgehen verletze das Völkerrecht und die Souveränität Venezuelas. (Reuters)
Venezuelas Übergangspräsidentin ordnet sieben Tage Trauer für Opfer von US-Angriff an
Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat eine Woche Trauer zum Gedenken an die Opfer des US-Angriffs angeordnet. „Ich habe beschlossen, sieben Tage Trauer zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Menschen, Frauen und Männer, auszurufen, die ihr Leben für die Verteidigung Venezuelas und Präsident Nicolás Maduro geopfert haben“, sagte Rodríguez am Dienstag. (AFP)Assange-Anwalt Barry Pollack verteidigt Maduro vor Gericht
USA: Schnelle Maßnahmen für mehr Öl-Förderung möglich
Venezuela fordert von US-Gericht Immunität für Maduro
Söder nennt Kritik an Maduro-Festnahme „Hysterie“
Festnahmen von Journalisten in Venezuela auch unter neuer Regierung
Die US-Regierung hat auch eine Idee, wie sie die Investitionen in Venezuela anschieben will: Die US-Ölfirmen würden nur für ihre Verluste durch Chavez' Verstaatlichung kompensiert, wenn sie jetzt in dem Land investieren. Die nötigen Investitionen, um die Ölförderung wieder auf ihr einstiges Maximum zu bringen, sind wohl rund 180 Milliarden Dollar und rund zehn Jahre Arbeit, schätzen Branchenanalysten. Allein um die aktuelle Fördermenge von rund einer Million Fass pro Tag über die nächsten 15 Jahre zu garantieren, würden rund 50 Milliarden Dollar notwendig.
Ob der Plan der US-Regierung aufgeht, ist dabei offen. Denn aktuell ist der Ölpreis mit rund 50 Dollar vergleichsweise niedrig, Investitionen lohnen sich deshalb kaum. Zudem ist die politische Lage in Venezuela immer noch angespannt. Das würde es für Versicherungen schwierig machen, die Investitionen abzusichern. Aktiengeführte Unternehmen könnten bei Hochrisikoinvestments zudem Probleme mit ihren Anteilseignern bekommen. Das Weiße Haus plant deshalb wohl eine Art Investitionsgarantie für die Unternehmen.
Hinzu kommt: Es gibt kaum noch für die Ölförderung ausgebildetes Personal in Venezuela.
Nach dem Sturz des venezolanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro wächst in Lateinamerika die Nervosität. Laut „Bild" wurde vor Mexikos Küste ein US-Aufklärungsflugzeug des Typs P‑8 Poseidon registriert – eine Maschine der US-Marine, die für Spionage- und U-Boot-Jagdmissionen ausgerüstet ist. Das Flugzeug war demnach im Bundesstaat Washington gestartet und entlang der US-Westküste in Richtung Mexiko geflogen.
Ob es sich um einen Routineflug handelt, ist unklar. „Bild" verweist darauf, dass eine solche Maschine auch kurz vor dem Zugriff auf Maduro in der Karibik eingesetzt worden sei. Die Sorge, die USA könnten weitere militärische Schritte in der Region vorbereiten, wächst deshalb bei Beobachtern.
US-Präsident Donald Trump hadert seit Langem mit der Sicherheitslage in Mexiko und kritisiert den Einfluss der Drogenkartelle, Migration und fehlende staatliche Kontrolle. Nach dem Zugriff auf Maduro erklärte er, es müsse „etwas unternommen werden mit Mexiko“.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte Trumps Angebot zurückgewiesen, das US-Militär stärker im Anti-Drogen-Kampf einzusetzen. Experten warnen vor einem militärischen Vorgehen gegen Kartelle, das „extrem schwierig“ wäre. (Tsp)
Top-Demokrat kritisiert US-Vorgehen in Venezuela als Wunschdenken
Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hat die Pläne der US-Regierung, Venezuela vorübergehend zu führen, als vage und auf Wunschdenken beruhend kritisiert. Er habe keine Zusicherungen erhalten, dass die US-Regierung in anderen Ländern nicht dasselbe versuchen würde, sagte der Senator am Montagabend (Ortszeit) nach einem Briefing der Kongressführer. Das Briefing sei zwar sehr umfassend und lang gewesen, habe aber weitaus mehr Fragen als Antworten aufgeworfen. (dpa)- showPaywall:
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