
Fünf Tage nach dem rauschhaften 4:0 gegen Australien nun das 0:1 gegen Serbien. Das Spiel der ruhigen Hand beherrscht die Mannschaft noch nicht, meint Tagesspiegel-WM-Reporter Michael Rosentritt. Doch solche Schweinespiele lauern in jedem Turnier

Fünf Tage nach dem rauschhaften 4:0 gegen Australien nun das 0:1 gegen Serbien. Das Spiel der ruhigen Hand beherrscht die Mannschaft noch nicht, meint Tagesspiegel-WM-Reporter Michael Rosentritt. Doch solche Schweinespiele lauern in jedem Turnier
„500 Wörter die Minute“ von Sidney Gennies vom 6. Mai Nachdem ich den Artikel wie empfohlen in knapp drei Minuten las, habe ich die Zeit für diesen Drei-Minuten-Brief gewonnen: Wolfgang Schmitz hätte die Methode des „Improved Readings“ nicht aus Australien importieren müssen, sie war in „Deutschland“ längst bekannt.

Gruppe D, Royal-Bafokeng-Stadion, Rustenburg, 16 Uhr, live bei ARD und Sky
Zum Glück gab es Australien und die Zeit danach. Nicht weil die deutsche Mannschaft da so berauschend gespielt hat und so in den Himmel gelobt wurde.

Ein unnötiger Platzverweis, ein verschossener Elfmeter und ein unglückliches Gegentor – beim 0:1 der Deutschen gegen Serbien kam vieles zusammen

Der nächste Gegner der deutschen Mannschaft, Ghana, muss wahrscheinlich seine komplette Innenverteidigung austauschen. Sowohl Isaac Vorsah als auch John Mensah haben gesundheitliche Probleme.

Mit plötzlichen und perfekt koordinierten Tempowechseln möchte Joachim Löw im zweiten WM-Gruppenspiel auch Serbien überraschen. Wie diese Taktik funktioniert, verrät Tagesspiegel-Experte Mathias Klappenbach in seiner Taktikschule.
Vergeht die Zeit in Downunder schneller? Unser Kolumnist hat da so einen Verdacht

Den ersten Brief an Bastian Schweinsteiger schrieb Angela Merkel während der letzten EM. Immer, wenn Deutschland spielt, setzt Merkel-Ghostwriter Moritz Rinke hier die amouröse Briefeserie fort. Heute: Schnupfen und Trötinus.

Aus unserem WM-Experten-Team schreibt der frühere Hertha- und Nationalstürmer Fredi Bobic heute über Kollege Miroslav Klose und das Stahlbad, durch das jeder Stürmer in seiner Karriere muss.

Kommt zahlreich, aber rechtzeitig: In unserem WM-Quartier könnte es beim Public Viewing heute schon mittags eng werden. Schließlich ist Deutschland dran.

Tagesspiegel-WM-Reporter Michael Rosentritt erinnert sich an Gerd Müller, der die Rückennummer 13 berühmt gemacht hat. Karl-Heinz Riedle, Rudi Völler und Michael Ballack haben sie später warmgehalten – nun schmückt sie Thomas Müller.

Fabian Moritz, 19-jähriger Abiturient aus Laatzen, stellt die WM-Spiele mit Legofiguren nach. Und das kommt weltweit richtig gut an.

Er ist einer der Stars der deutschen Mannschaft bei der WM in Südafrika, glänzt mit klugen Pässen und Spielwitz - und die türkische Öffentlichkeit fragt sich, warum Mesut Özil eigentlich nicht für die Türkei spielt.

Ist der Ball schuld, oder sind es die Tröten? Das spielerische Niveau der WM kann bislang nicht begeistern und erinnert an das schwache Turnier 2002 in Japan und Südkorea.

Bei jedem Länderspiel der deutschen Nationalelf sieht man ihre Fahnen auf den Tribünen. "Air Bäron" und "Dudenhofens Sohn" reisen überall hin – auch nach Südafrika.
Deutschlands Gruppengegner Ghana will Geschichte schreiben. Vom Halbfinale, ja sogar Finale wird im Team schon gesprochen. Da sollte Australien im zweiten Gruppenspiel besser nicht zum Stolperstein werden.

Das nächste Spiel der deutschen Mannschaft findet am Freitag zur Hauptberufszeit statt. Ein Recht auf WM-frei für Fans gibt es aber nicht. Firmen und Schulen haben verschiedene Wege gefunden, mit der Situation umzugehen.

Auch das vorletzte Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor dem zweiten WM-Gruppenspiel gegen Serbien musste ohne Bastian Schweinsteiger stattfinden. Der Münchner laboriert weiterhin an einem Infekt der oberen Atemwege.
Nach dem Erfolg gegen Australien entdeckt Tagesspiegel-Reporter André Görke, dass das deutsche Team mit seiner Spielweise nicht nur die Sympathien der Südafrikaner gewinnt.

Wiglaf Droste spricht im Interview über seinen Fußballpreis und die deutsche Spielpoesie. Von Leitwölfen hält der Satiriker nichts, dafür aber umsomehr von Kevin-Prince Boateng.
Die Kameras waren kaum abgebaut, als es am frühen Montag in Durbans Moses-Mabhida-Stadion zu weniger schönen Szenen als ein paar Stunden zuvor beim Spiel zwischen Deutschland und Australien kam. In einer Tiefgarage des Stadions gingen dabei um kurz nach Mitternacht offenbar 30 Bereitschaftspolizisten mit Pfefferspray und Gummigeschossen auf Hunderte von Wachleuten los, die sich dort versammelt hatten, um gegen den offenbar zu geringen Lohn zu protestieren, der ihnen am Abend gezahlt worden war.

Statt dem weißen Hemd, mit dem Joachim Löw begeisterte, trug der Trainer zum Spiel Deutschland - Australien einen blauen Pullover. Was will Löw mit seinem neuen Outfit sagen?

Andere Länder, andere Sitten: Esther Kogelboom kämpft mit der südafrikanischen Etikette.

Gruppe F, Royal-Bakofeng-Stadion, Rustenburg, 13.30 Uhr, live bei ZDF und Sky

Tagesspiegel-WM-Reporter Michael Rosentritt analysiert: Die junge Nationalmannschaft gewinnt gegen Australien nicht nur einfach so, sie verzückt die gesamte Nation mit einer lange nicht gesehenen spielerischen Leichtigkeit.
Die wertvolle Kapsel mit den ersten je genommenen Asteroid-Proben an Bord ist nach erfolgreicher Landung in der Wüste Australiens geborgen worden. Wissenschaftler erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten.
Die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein ist sprachlich schwer entgleist, als sie beim WM-Torschützen Miroslav Klose nach dessen Tor auf "inneren Reichsparteitag" erkannte. Für den handelsüblichen Nazi-Alarm reicht das nicht.

Obwohl die Deutschen gegen Australien gewonnen haben, hielt sich die englische Presse in ihren Berichten mit der sonst üblichen Blitzkrieg-Metapher zurück. Unser Autor Stephen Bench-Capon meint aber: Besser nicht zu früh freuen.
Die Fußball-Weltmeisterschaft hatte für Deutschland gerade erst begonnen, da kam es zum ersten größeren Medienaufreger. "Innerer Reichsparteitag": ZDF entschuldigt sich für "verbale Entgleisung".
Das WM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft erzielte am Sonntagabend eine Traumquote: 27,91 Millionen Menschen sahen den 4:0-Auftaktsieg der Nationalelf gegen Australien im ZDF. Das waren fast drei Viertel aller Fernsehzuschauer ab 20 Uhr 30 (Marktanteil: 74,4 Prozent).

Jetzt hat die WM für die deutsche Mannschaft richtig begonnen: Unser WM-Experte Marcel Reif über die Niederlage gegen Serbien, die vielleicht auch ihr Gutes haben könnte.
Die Australier sprechen von einer Demütigung, die Briten gar von einer Fußball-Lektion: Was die internationale Presse über Deutschlands Spiel gegen Australien schreibt.

Traumstart mit Traumquote für deutsche Kicker: 27,91 Millionen Menschen sahen am Sonntagabend den 4:0-Auftaktsieg der Nationalelf gegen Australien im ZDF. Das waren fast drei Viertel aller Fernsehzuschauer ab 20.30 Uhr (Marktanteil: 74,4 Prozent).

Tumultartige Szenen gab es nach dem 4:0-Auftaktsieg des deutschen Fußballteams gegen Australien in Durbans Moses-Mabhida-Stadion. Bewaffnete Bereitschaftspolizei ging mit Gummigeschossen und Blendgranaten gegen demonstrierende Ordnungskräfte vor.

Über schiefe Sprachbilder und sportliche Fehlurteile im ZDF, seltsame Prioritätensetzung in NRW und über eine Koalition, die hält.
Autokorsos auf dem Ku'damm, die Schönhauser als spontane Fanmeile: Tausende Berliner feierten das 4:0 der Deutschen bei ihrem WM-Auftaktspiel gegen Australien auf den Straßen der Stadt. Die Nacht blieb laut Polizeiangaben vom Montagmorgen weitgehend friedlich.

Katrin Müller-Hohenstein gerät in der Halbzeitpause des Spiels Deutschland gegen Australien zu stark in Verzückung. Für Miroslav Klose sei sein Tor "ein innerer Reichsparteitag" gewesen, plappert die ZDF-Moderatorin. Und wie reagiert Oliver Kahn?
Was Spieler und Trainer nach Deutschlands 4:0-Sieg im Auftaktspiel bei der Fußball-WM in Südafrika gegen Australien sagen.

Tagesspiegel-WM-Reporter Michael Rosentritt über ein souveränes 4:0 der deutschen Nationalelf im WM-Auftaktspiel gegen Australien. Podolski und Klose treffen als Reminiszenz an die WM 2006. Müller und Cacau legen nach.
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