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Thema

FPÖ

Foto: dpa

Nach dem Tod von Hans Dichand steht Österreichs mächtigste Zeitung vor einer ungewissen Zukunft. Eine entscheidende Rolle könnte nun die deutsche WAZ-Gruppe einnehmen.

Politik war für Dichand recht simpel: Veränderungen waren schlecht, Ausländer auch, Entscheidungsprozesse müssen wie in den 60er Jahren in Hinterzimmern stattfinden und das vorzugsweise bei ihm.

Keine Stunde war die Nachricht vom Tod des Hans Dichand alt, da brach in Österreich beinahe das Internet zusammen. Der Server der „Kronen-Zeitung“, die die Meldung vom Ableben ihres Herausgebers und Hälfteeigentümers ins Netz gestellt hatte, war hoffnungslos überlastet.

Es sollte ein Befreiungsschlag werden, doch nun hat sich die Krise der NPD noch verschärft. Am Wochenende traf sich in der Bundeszentrale in Berlin erstmals die Ende 2009 gebildete „Strategiekommission“, um nach den Misserfolgen im Superwahljahr einen Weg aus der Misere zu suchen.

Von Frank Jansen
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Erbe in Scherben: Das Bündnis Zukunft Österreich steht vor der Spaltung. Unerbittlich kämpfen die Kontrahenten um das Vermächtnis seines Übervaters Jörg Haider.

Schicksalswahl für den britischen Premier Brown, ein schwedischer Pirat nach Straßburg und andere Details von der größten Abstimmung des Kontinents: Eindrücke aus den Mitgliedsländern der Union.

In diesen Tagen werden in Österreich wohl nicht wenige Atlanten konsultiert, denn die FPÖ empfiehlt sich für das Europäische Parlament in Zeitungsinseraten mit dem Slogan „Kein EU-Beitritt für die Türkei und Israel“. Nun ist nicht anzunehmen, dass die Parteiideologen keine Geografiekenntnisse haben und deshalb versehentlich Israel in Europa wähnen.

Wer in Kärnten im Wirtshaus hockt – behauptet zumindest der Kabarettist und gebürtige Kärntner Werner Schneyder – bewundere die Zugereisten. Aus dieser These formt Schneyder eine steile Theorie: So gesehen nämlich begründe sich im Nachhinein die Karriere Jörg Haiders, der im vergangenen Oktober durch eigene Schuld bei einem Verkehrsunfall zu Tode gekommen ist.

Von Mirko Weber

Wer in Kärnten im Wirtshaus hockt – behauptet zumindest der Kabarettist und gebürtige Kärntner Werner Schneyder – bewundere die Zugereisten. Aus dieser These formt Schneyder eine steile Theorie: So gesehen nämlich begründe sich im Nachhinein die Karriere Jörg Haiders, der im vergangenen Oktober durch eigene Schuld bei einem Verkehrsunfall zu Tode gekommen ist.

Von Mirko Weber

Dieses Ergebnis hatte Gerhard Dörfler noch nicht einmal in Bierlaune voraussagen wollen. Mit 45,6 Prozent für das BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) hat er bei den Kärntner Landtagswahlen am Sonntag nicht nur souverän das Erbe Jörg Haiders angetreten, sondern den im Oktober verstorbenen vormaligen Landeshauptmann sogar in Zustimmungsprozenten übertroffen.

Von Mirko Weber
BZÖ

Die Partei des im Oktober 2008 tödlich verunglückten Rechtspopulisten Jörg Haider hat bei der Landtagswahl im österreichischen Bundesland Kärnten einen klaren Sieg errungen. BZÖ-Parteichef Uwe Scheuch zufolge resultiert der Erfolg aber nicht allein aus dem "Mitleid-Effekt".

Pastoers

Der Machtkampf in der NPD eskaliert. Die Konflikte zwischen Parteichef Udo Voigt und seinen Gegnern könnten zur Spaltung führen. Wohin bewegt sich das ultrarechte Spektrum in Deutschland?

Von Frank Jansen
haider-film

Vor knapp zwei Monaten raste Jörg Haider in den Tod. Sein Nachfolger an der Spitze des BZÖ wurde Stefan Petzner. Doch als Petzner in Interviews über seine innige private Beziehung zu Haider berichtete, musste er zurücktreten. Nun hat Petzner seinem "Lebensmenschen" ein filmisches Denkmal gesetzt.

Von Achim Fehrenbach
Pröll Faymann

Nun haben sie wieder, was sie beide nicht wollten: Fast zwei Monate nach der vorgezogenen Parlamentswahl in Österreich haben sich Sozialdemokraten und die konservative Volkspartei auf eine Neuauflage der gescheiterten großen Koalition geeinigt.

Jörg Haider

Bei der offiziellen Trauerfeier erschienen nicht nur die österreichische Regierung, Politiker, Freunde und Familienangehörige, um den tödlich verunglückten Landsmann Jörg Haider die letzte Ehre zu erweisen. Auch Mitglieder rechter Burschenschaften waren zahlreich vertreten. Unklar ist, wann der umstrittene Rechtspopulist im Familienkreis beigesetzt wird.

Stefan Petzner

Stefan Petzner ist der neue Chef des Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ). Er tritt damit die Nachfolge des am Wochenende verstorbenen Jörg Haider an und hat nun die Aufgabe einer Partei Struktur zu geben, deren primäres Programm Haider hieß.

Haider

Der Tod des österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider hat seine Partei BZÖ vollkommen aus der Bahn geworfen. Ohne den charismatischen Vorsitzenden droht sie wieder in der Versenkung zu verschwinden.

Der Tod von Jörg Haider knapp zwei Wochen nach der Nationalratswahl am 28. September trifft Österreich in einer heiklen Phase, und ja, er könnte tatsächlich Einfluss auf die Regierungsbildung haben. Ein Kommentar des Tagesspiegel-Korrespondenten Markus Huber.

797 993 plus 485 397 macht fast 1,3 Millionen Menschen, macht nicht ganz 30 Prozent, macht ziemlich rasch eine ziemlich überzeugende Schlagzeile und die klingt dann so: „Rechtsruck in Österreich“. Doch das stimmt nur mathematisch – FPÖ und BZÖ haben einen schauderbar beeindruckenden Wahlsieg hingelegt und wurden gemeinsam um ein Haar stärkste Kraft im Land.

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