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Thema

FPÖ

Nicht nur sie hat Erfolg in Europa - Marine Le Pen.

In der Euro-Krise gewinnen Rechtspopulisten. Denn die Kritik an den Konstruktionsfehlern von Euro und EU bietet ein Vehikel, das dem Populismus Zugang zur gesellschaftlichen Mitte verschafft. Auch in der deutschen Politik hatte man lange nicht wahrhaben wollen, dass „Europa“ den Makel eines Elitenprojekts trägt.

Von Fabian Leber
Die Chefin der Front National, Marine Le Pen, sieht ihre Partei vor der Kommunalwahl im kommenden Jahr auf der Siegerstraße.

Euro-kritische Parteien machen den Regierungen in der EU Druck. In Frankreich suchen die regierenden Sozialisten nach einer Strategie gegen die rechtsextreme Front National - und können am Popularitätszuwachs von Parteichefin Marine Le Pen doch nichts ändern.

Von Albrecht Meier

Bei den Nationalratswahlen in Österreich 1999 wurde die FPÖ unter der Führung von Jörg Haider zweitstärkste Partei. Ihre anschließende Beteiligung an der Regierung löste damals internationale Proteste aus.

Die Todesstrafe ist nicht nur in Österreich ein Tabu. Frank Stronach brach es, als er ihre Wiedereinführung für "Berufskiller" forderte.

Mandatare bewegen sich auf Neonazi-Seiten, ein Politiker fordert die Wiedereinführung der Todesstrafe und die einen Rechtspopulisten graben den anderen das Fahrwasser ab. Der Wahlkampf in Österreich ist bunt und teils skurril – am Ende dürfte aber alles von den Machtambitionen eines Mannes abhängen.

Von Georg Schemitsch
Die Proteste von Flüchtlingen häufen sich: Wie diese Asylbewerber in Stuttgart hatten auch die Wiener Flüchtlinge gegen ihre Lebensbedingungen protestiert.

Auch in Wien haben Flüchtlinge protestiert und traten in Hungerstreik. Jetzt wurden einige von ihnen nach Pakistan abgeschoben. Kritiker vermuten, dass die Innenministerin damit im Wahlkampf Härte zeigen will.

Von Ruth Eisenreich
Das vom Unternehmer Frank Stronach neu gegründete „Team Stronach“ hat es aus dem Stand auf je fast zehn Prozent geschafft und ist damit in beiden Landtagen vertreten.

Überraschung im ehemaligen Jörg-Haider-Land Kärnten: Statt der Rechten regieren künftig die Sozialdemokraten. Nach Korruptionsskandalen strafen die Wähler die FPK auf bisher in Österreich beispiellose Weise ab. Protestwähler kamen vor allem dem neuen "Team Stronach" zugute.

Koalition am Ende? Horst Seehofer redet auf Philipp Rösler und Angela Merkel ein. Aber die verstehen offenbar nur Bahnhof.

Die Liberalen wollen sich als Euro-Kritiker profilieren. Das könnte kurzfristig Stimmen bringen, gefährdet aber auch die schwarz-gelbe Koalition im Bund. Doch das muss für FDP und Union nicht das Schlechteste sein.

Von Stephan-Andreas Casdorff

Europas Rechte fürchtet, die Anschläge von Oslo könnten mit ihren politischen Bewegungen in Verbindung gebracht werden. Es ist aber eine naive Hoffnung, das Entsetzen über Breiviks Terror könne die Dynamik dieser Themen brechen.

Von Christoph Seils

Er war Sozialist, Jude und Kanzler: Wofgang Petritsch nähert sich in seinem Buch dem wohl bekanntesten Nachkriegs-Österreicher Bruno Kreisky.

Israel paktiert mit Europas Rassisten - und wird so zu einer Gefahr für sich selbst. Die israelische Ghettomentalität und der Glaube, sich hinter Mauern abschotten zu müssen, könnte dadurch verstärkt werden.

Eine FPÖ oder ein Geert Wilders ist hierzulande nicht in Sicht: Wie die deutschen Rechtsextremen verhindern, dass die Rechtspopulisten Erfolg haben. Eine Garantie ist das allerdings nicht.

Von Frank Jansen

Die rechte FPÖ hat bei der Landtagswahl in der österreichischen Hauptstadt Wien nach ausländerfeindlichem Wahlkampf deutlich zugelegt. Die SPÖ verliert die absolute Mehrheit, Bürgermeister Michael Häupl bleibt aber wahrscheinlich im Amt.

Denkwürdige Begegnung. Jörg Haider besuchte im Jahr 2002 drei Mal den irakischen Diktator Saddam Hussein. "Ein sehr interessanter Gesprächspartner", fand er.

Noch immer verehren ihn viele wie einen Heiligen. Aber was jetzt über Jörg Haider bekannt wird, bringt selbst manchen Getreuen ins Wanken: geheime Konten, Geldwäsche, Rüstungsgeschäfte, Millionenspenden von Saddam Hussein. Fast täglich kommen neue Details ans Tageslicht.

Von Verena Mayer

Karl-Heinz Grasser hat ein untrügliches Gespür für das richtige Wort zur rechten Zeit: „Ein guter Tag, formulierte der damalige österreichische Finanzminister 2002, „beginnt mit einem sanierten Budget.“ Der Jungpolitiker und Frauenschwarm vom Wörthersee verkörperte – damals noch Mitglied in Jörg Haiders FPÖ – das alles überstrahlende Motto der rechtskonservativen Regierung Wolfgang Schüssels (2000–2006): „Nulldefizit.

Karl-Heinz Grasser hat ein untrügliches Gespür für das richtige Wort zur rechten Zeit: „Ein guter Tag”, formulierte der damalige österreichische Finanzminister 2002, „beginnt mit einem sanierten Budget.“ Der Jungpolitiker und Frauenschwarm vom Wörthersee verkörperte – damals noch Mitglied in Jörg Haiders FPÖ – das alles überstrahlende Motto der rechtskonservativen Regierung Wolfgang Schüssels (2000–2006): „Nulldefizit”.

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