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Thema

Hamas

Europas Reaktion auf die Tötung des HamasFührers Scheich Ahmed Jassin durch Israel ist so kurzsichtig, wie sie vorhersehbar war. Der Schlag „erweitert den Kreislauf der Gewalt“, sagte Frankreichs Außenminister Dominique de Villepin.

Betrifft: „Ermordung“ von Scheich Jassin vom 24. März Auf der Titelseite des Tagesspiegel ist unter der Überschrift „Israel will Führung der Hamas auslöschen“ zu lesen: „Trotz internationaler Kritik an der Ermordung von Scheich Jassin will Israel am Kampf gegen die Hamas festhalten.

Auch PLO-Politiker unterzeichnen Appell gegen Gewalt

Von Andrea Nüsse

Für Arafat ist die Schlacht von Den Haag eine fantastische Gelegenheit, wieder einmal auf seinem ureigenen Gebiet aufzuspielen, nämlich auf der internationalen Bühne, auf dem UNSektor, auf diesem Terrain, das er selbst „internationale Legalität“ nennt. Dabei kann er vergessen, dass die Hamas-Kämpfer sich darauf vorbereiten, die Macht in Gaza zu übernehmen, wenn sich die Israelis von dort zurückziehen, und vor allem vergessen, dass ihm selbst vorgeworfen wird, der eigentliche Auftraggeber des Terrorismus zu sein, der Israel derzeit mit Blut beschmiert.

Die beiden Selbstmordattentate vom Dienstag bedrohen auch die politische Zukunft des palästinensischen Premiers Mahmud Abbas, der von den USA gestützt wird. Palästinensische Kreise sind zutiefst empört, dass Israel ihnen die alleinige Schuld am erneuten Ausbruch der Gewalt zuschiebt.

Powell drängt Scharon und Abbas zur Umsetzung der Friedenspläne. Beim Weltwirtschaftsgipfel geht es schon um Großaufträge für Nahost

Von Andrea Nüsse

Larnaka. Zwölf der 13 militanten Palästinenser, die auf israelischen Druck aus Bethlehem abgeschoben wurden, sind in ihren europäischen Aufnahmeländern Italien, Spanien, Irland, Portugal, Belgien und Griechenland eingetroffen.

Joshua Sobol, Autor der Theaterstücke "Ghetto" und "Die Palästinenserin", wurde 1939 in Israel geboren und ist heute er bekannteste Dramatiker seines Landes. Sein erster Roman "Schweigen" erschien letztes Jahr auf Deutsch, sein neuestes Stück "Crocodiles" wurde jüngst in Tel Aviv und Haifa mit großem Erfolg vor arabischem und jüdischem Publikum aufgeführt.

Nach der jüngsten Serie von palästinensischen Selbstmordanschlägen sind am Dienstag bei israelischen Vergeltungangriffen im Gaza-Streifen und im Westjordanland acht Palästinenser getötet worden. Stunden später verhinderte ein israelischer Busfahrer einen weiteren Selbstmordanschlag.

Israel hat seine Vergeltungsaktionen für den Tod von vier Soldaten den dritten Tag hintereinander fortgesetzt. Panzer und Bulldozer der Armee rissen nach Angaben der Flughafenleitung von Gaza vor dem Morgengrauen am Freitag noch intakte Teile des Rollfelds auf.

Von Albrecht Meier

Israel hat nach neuen Anschlägen am Donnerstag alle Kontakte zu Palästinenser-Präsident Arafat abgebrochen und ist mit Truppen in die autonomen Gebiete eingerückt. "Arafat ist für Israel nicht länger relevant, und es wird keinen Kontakt mehr mit ihm geben", erklärte das Sicherheitskabinett.

Die Nachrichten sind grauenvoll: In einen Schulbus mit Kindern rast ein Selbstmordattentäter, ein kleines Baby wird gezielt mit Kopfschuss ermordet, zwei Jungen, die sich verlaufen haben, werden brutal massakriert. Beispiele für die Attentate palästinensischer Terroristen auf jüdische Siedler aus den letzten Jahren.

Er hat es versprochen. Nicht zum ersten Mal: Palästinenserpräsident Jassir Arafat will gegen die Hamas und andere Gruppen vorgehen, die für die Terroranschläge in Israel verantwortlich sind.

Von Andrea Nüsse

Israel hat nun zu massiver Vergeltung für die Anschlagsserie der letzten Tage ausgeholt. Die Regierung verabschiedete einen höchst geheimen und umfangreichen Maßnahmenkatalog gegen die Palästinenser.

Von Charles A. Landsmann

Sobald Gespräche im Nahen Osten anstehen, versuchen die Gegner des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses diese mit Gewalt zu verhindern. Früher ging jeder amerikanischen Vermittlungsmission die Errichtung einer neuen jüdischen Siedlung voran.

Von Charles A. Landsmann

Einer der mutmaßlichen Drahtzieher des Selbstmordanschlags auf eine Discothek in Tel Aviv ist am Sonntag im Westjordanland erschossen worden.Palästinensische Regierungsvertreter machten Israel für den Tod von Abed Rahman Hamad verantwortlich, der auf dem Dach seines Hauses in Kalkilja von zwei Kugeln in die Brust getroffen wurde.

Die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern wird immer erbarmungsloser. Ein Palästinenser aus Ost-Jerusalem schoss am Sonntag vor dem Hauptquartier der israelischen Armee in Tel Aviv zehn Menschen an.

Bedauern, weitermachen, intensivieren: Das offizielle Israel bedauert am Tag nach dem bisher härtesten Schlag gegen die Hamas-Islamisten den Tod der zwei unschuldigen Kinder und der zwei Journalisten bei der Aktion. Regierung und Sicherheitskräfte wollen mit den Liquidierungen von Terrorverdächtigen weitermachen, mehrere Minister fordern gar eine Intensivierung der Liquidierungs-Aktionen.

Von Charles A. Landsmann

Die israelischen Streitkräfte haben am Mittwoch ein weiteres führendes Mitglied der radikal-islamischen Untergrundorganisation Hamas getötet. Der Wagen, in dem der 38-jährige Saleh Darwaseh unterwegs war, wurde außerhalb von Nablus von einer Granate oder einer Luft-Bodenrakete getroffen und völlig zerstört.

Israelische Soldaten haben am Sonntagmorgen einen Aktivisten der radikal-islamischen Hamas-Bewegung entführt. Nach palästinensischen Angaben wurde der 35-Jährige in einem unter palästinensischer Kontrolle stehenden Stadtteil von Hebron im Westjordanland verschleppt.

Teile des Gaza-Streifens sind besetzt. Das Ausmaß der größten israelischen Militäroperation seit Beginn der Kämpfe vor sieben Monaten ist noch nicht absehbar, wenn zutrifft, was höchste Militärs inoffiziell verlauten ließen: Die nächtliche Aktion stellt nur den ersten Teil einer umfassenden und seit langem für den Fall einer außergewöhnlichen Eskalation geplanten Operation dar.

Von Charles A. Landsmann

Der Konflikt im Nahen Osten wird immer mehr auch im Internet ausgetragen. Offiziellen US-Berichten nach legten gezielte E-Mail-Fluten in den vergangenen Tagen sowohl Rechner der israelischen Regierung als auch die der Hisbollah-Miliz und der Hamas-Bewegung lahm.

Bislang liegt kein Bekennerschreiben vor, doch drohte die Hamas bereits am Samstag mit Anschlägen in IsraelEinen Tag vor Beginn neuer Friedensverhandlungen sind in Israel 21 Menschen bei einem Bombenanschlag verletzt worden. Vor einer Bankfiliale in der Küstenstadt Netanja explodierten am Sonntag drei Rohrbomben.

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